Logbuch Eintrag 1: Montag, 06.März 2006 Anreise
Zuallererst muss man am Tag des Abfluges einpacken. Das macht man am besten so 4 Stunden vor Abfahrt. Um circa 18:45 Uhr geht's zum Flughafen. Durch die schlechten Straßenverhältnisse komme ich erst um 19:45 am Münchner Flughafen an. Jetzt schnell zum Emirates Check-In, Koffer abgeben und dann in den Buchladen, noch ein zwei Bücher für Flug und Reise kaufen. Nachdem das alles erledigt ist, beginnt der schönere Teil am Flughafen: ein kühles Weissbier oder auch zwei für schlappe 7 Euro in nem Flughafen Café. Aber wofür fahren einen die Eltern hin?! J
Um 21:00 Uhr geht's dann durch die Passkontrolle in den Duty Free. Pünktlich um 21:35 ist Boarding Time. Ich mache es mir auf meinem Sitzplatz gemütlich, benutze das Emirates Entertainment System und bereite mich auf meine lange Reise vor.
Leider hat die Maschine auf Grund der anhaltenden Schneefälle circa zwei Stunden Verspätung. In der Zeit spiele ich MiniGolf, VirtuaBowling und Schach auf der Playstation. Nach der Enteisungsanlage geht es schließlich um circa 23:45 Uhr endlich los in Richtung Dubai. Endlich die Flughöhe erreicht, denkt sich mein lieber Frontmann, nur weil er 2 Meter misst, kann er sich 3 Meter nach hinten setzen. Ich tue dasselbe um den Platz zu behalten, den er mir genommen hat. Leider sitzt hinter mir ein ebenso 2-Meter Mann, der mich freundlich bittet, „ob es mir was ausmacht, den Sitz so zu lassen wie er ist, da [er] sonst keinen Platz hat". Ich dummer Vollidiot sage auch noch reflexartig „Ne kein Thema!" Somit sitze ich armer Tropf nun geschlagene fünfeinviertel Stunden eingeengt in meinem Sitz. Ich kann wenigstens etwas schlafen. Nach überraschend leckerem Essen im Flugzeug (Lachs, Salat, Butter Chicken, Raspberry and Chocolate Torte) und zwei Filmen (The Stone Family, Derailed (mit Jennifer Aniston „Entgleist" zu deutsch) erreiche ich nach 5:05 Stunden Dubai. Es ist bereits früh in Dubai und somit sieht man aus dem Flugzeug das berühmte Burj Al Arab und den Bau von The World. Am Flughafen angekommen, steige ich mit Nina aus und gehe durch den DutyFree Bereich zu meinem Anschlussflug-Gate. Dazu habe ich wegen der Verspätung in München allerdings nur circa 30 Minuten Zeit. Dai hat kurz angerufen um sich zu erkundigen wie es ausschaut. Alles paletti sag ich nur.
Um 8:40 Uhr Ortszeit Dubai geht es schließlich mit den Emirates Richtung Singapur. Auf dem Flug schlafe ich, esse zuerst Continental Breakfast und dann Lunch (Shrimps, Salat, Roasted Chicken Breat marinated with basil and chilli, served with broccoli florettes, red capsicum and mashed potatoes, Diplomat Bavarian) und genieße wieder das Entertainment Programm der Emirates. Diesmal schaue ich die Johnny Cash Biographie „Walk the line" und „Aeon Flux". Johnny Cash Film war sehr gut, der andere na ja…nicht mein Geschmack.
Schließlich erreiche ich Singapur nach weiteren 6 Stunden Flug. Dort angekommen, habe ich eineinhalb Stunden Aufenthalt, damit die Maschine wieder betankt werden kann. Ich gehe mit Nina in den Raucher-und Internetbereich des Flughafens Changi. Um circa 21:05 Uhr Ortszeit geht meine Reise in die letzte Phase – Brisbane. Ich nehme denselben Platz wie auf dem Flug Dubai – Singapur ein, kriege vom Start aber nicht viel mit, da ich sofort einschlafe. 3 Stunden später erwache ich pünktlich zum Abendessen (Lachs, Salat, Oriental Fried Noodles with Prawns stir-fried Orienal noodles with vegetables and prawns). Nach dem Essen heißt es wieder schlafen, da das Entertainment-Programm bereits ausgeschöpft ist. Ich schaue noch „Stolz und Vorurteil" geht aber nicht lange – ich lese abwechselnd und spiele Playstation. Nach weiteren 7 Stunden erreiche ich endlich mein Ziel – Brisbane. Ich war jetzt knappe 22 Stunden unterwegs und bin um die halbe Welt gereist. Ich komme an den Check-Out, bevor die Spürhunde alles durchschnuppert haben, zeige meinen Pass und Einwanderungsbestimmung und hole meinen Koffer. Anschließend gehe ich mit Nina zur letzten Kontrolle bevor ich den Ankunftsbereich verlassen kann. Nina muss Ihr Zelt öffnen während ich daneben warte. Die Aussis scheinen nette Menschen zu sein – und sehr neugierig. Zuvor hat mich ein Beamter circa 10 Minuten über Geld, Aufenthaltsort, Universität und sonstiges ausgefragt. Endlich alles hinter mir, gehe ich mit Nina in den Ankunftsbereich, wo auch schon Dai wartet um mich abzuholen. Schließlich verabschiede ich mich von Nina und gehe mit Dai zu seinem Auto – ein Honda Civic mit abgesägtem Auspuff J. Auf der ein-stündigen Fahrt nach Miami, zu Dai's Haus unterhalten wir uns über alles mögliche soweit es der laute Auspuff ermöglicht zu verstehen. Ich rufe meine Eltern an, um Ihnen mitzuteilen, dass ich gut angekommen bin. Dai hat Hunger und wir fahren noch zum McDonalds. Kultur pur gleich am ersten Tag ;) Ich esse ein Big Breakfast, das beschissen schmeckt. Wieso habe ich nur beim Emirates Breakfast gepennt? Verdammt. Ein kleiner Trost: Dai's Egg McMuffin schmeckt genauso scheiße . Nach dem Essen, fahren wir noch kurz an den Strand und dann schließlich ins Haus. Angekommen muss ich erst mal duschen, da ich stinke als ob ich eine Woche nicht geduscht hätte. Frisch geduscht, schauen Dai und ich nach Flügen nach Sydney und buchen vom 12.3. bis 15.3. . Somit habe ich genug Zeit Sydney anzuschaun bevor ich nach Neuseeland fliege. Heute Abend schau ich mich noch nach einem BacküackerHotel um. Dai's einzige Getränke sind Bier. Ich trinke 3 Victoria Bitter und ein Corona – es ist erst halb zwölf Mittags – egal – ich habe Durst. Dai geht um 12 Uhr in die Uni und ich packe aus und schreibe diesen Text hier am Jacuzzi. Das Wetter ist im Vergleich zu Deutschland sehr sehr sehr gut. Es hat circa 27 Grad, es weht ein angenehmes Lüftchen. Ich fühle mich pudelwohl und freue mich auf den nächsten Monat.
Morgen kommt neues aus Down Under…bis dahin…Grüße
Logbuch Eintrag 2: 08.03.2006
Nachdem ich den vorherigen Text verfasst habe, war ich so geschafft, dass ich mich ins Bett gehaun hab. Nach 3 Stunden Schlaf bin ich durch die unerträgliche Hitze in meinem Zimmer aufgewacht. Dai hat inzwischen im Wohnzimmer mit Kopfweh gedöst und daraufhin beschlossen, NICHT mehr in die Uni zu gehen. Weise! Wir sind nach Surfer's Paradise gefahren, um Geld zu tauschen, Flip Flops zu kaufen, meine Vodafone Handynummer für Australien freizuschalten und um was zu essen. Am Strand waren wir auch kurz, bevor es dunkel wurde. Schließlich und endlich sind wir nach 3 Stunden in Surfer's Paradise und dem "Bavaria Haus" (siehe Pic ) zurück ins Haus nach Miami gefahren und jetzt eben dort.
Morgen wird gechillt, wo wann was erfahrt ihr hier...
Bis dahin...grüße vom anderen Ende der Welt
P.S. im Bavaria Haus geht's dreckig ab...lauter Japaner, wie in München
Aber so ein Erdinger Weissbier für 10$ gönn ich mir schon noch
Logbuch Eintrag 3: 09.03.2006
Heute bin ich schon relative frueh aufgestanden. 7.30 Uhr Ortszeit. War so heiss in meinem Zimmer, bin dann online gegangen und hab viele aus
Deutschland getroffen, die um Mitternacht noch nicht schlafen. Tztztz…Dai hat seinen Arsch um halb neun aus dem Bett bewegt und ist dann in die Uni
gefahren. Ich hab im Internet nach einem geeigneten Hostel gesucht, das ich ab Sonntag in Sydney beziehen werde. Habe ein cooles gefunden, das nicht
allzu teuer ist. 14 Euro die Nacht. Geht voll durch…Habe ein "Vierer-Zimmer Gemischt" gebucht. Aber krasse Anzahlung machen muessen: 6.43 Euro fuer die
3 Tage. Damit auch man auch sicher kommt  Das Hostel liegt direkt im CBD und somit erreicht man so ziemlich alles recht
schnell...angeblich...werd ich schon sehen.
Danach hab ich mich nochmal aufs Ohr gehaun...wollte nur ein Nickerchen machen, hab dann aber doch bis 13.30 Uhr gepennt, bevor mich der Dai
aufgeweckt hat. Dann unter die Dusche bei 10 Grad duschen (mir war so bitter heiss). Im Anschluss sind Dai und ich zum „Pac Fair" gefahren, einem fetten
Einkaufszentrum unweit von Miami. Die 10 Minuten Fahrt hat der Dai netterweise mir ueberlassen. Linksverkehr is so krass...vorallem mit dem
Auto; Aber alles geklappt, keinen Unfall, alles wunderbaerchen. Nach einem kleinen Geschlender durch die Boutiquen und einem kleinen Happen im
SubWays sind wir zu Dai's Uni gefahren – „Bond University". Optisch ein Kracher...vergleichbar mit einer modernen LMU. Tja und da sitz ich jetz in
der Bibliothek, weil der Dai eine Vorlesung hat. Heute Abend geht's noch ins Kino, aber davon berichte ich morgen. Bis dahin...Tschuessikovki
Ach ja...auf der englischen Tastatur gibt"s kein ü deswegen immer „ue" geschrieben
Logbuch Eintrag 4: 10.03.2006
Oida…gestern Abend noch Pink Panther angeschaut – war ganz witzig eigentlich. Jean Reno taugt eh…Danach nich mehr viel gemacht.
Heute chillig um 12 Uhr aufgestanden, geduscht, etc. Dann kleines Frühstück, dann sind Peter und Anna gekommen. Mit den beiden zuerst shopping gegangen à Mittagessen kochen. Peter hat seine legendäre Olivensauce mit Nudeln gekocht J Knaller…halber Liter Öl, 3 Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch. Yam Yam… Danach war Strand angesagt, Wetter passt ja immer noch. Is eigentlich ziemlich gut. Am Strand dann surfen. Ja richtig gelesen:
S U R F E N Gar nich so einfach wie's oft ausschaut. Ich hab genau EINE Welle geritten…super…dafür aber fett wunde Nippel und krass roten Bauch und bestimmt morgen scheiß Muskelkater vom Rauspaddeln. Aber für die perfekte Welle hat sich's gelohnt ;) Danach noch mit iPod und Lautsprecher am Strand gechillt. Anschließend wieder nach Hause gegangen und das versiffte Jacuzzi gereinigt. Mit nem Eimer das ganze Wasser (ca. 5.000Liter) rausgetan, da der liebe Dai keine Pumpe hat oder nicht weiss wie die geht. Nach einer Stunde harter Arbeit, sind Anna und ich zum Supermarkt um einzukaufen. Heute Abend gibt's Schnitzel mit Pommes. Ich koche. Als wir zurückkommen, haben Peter und Dai bereits den Boden des Pools saubergesaugt. Ich bereite derweil die Pommes zu. Selbstgemacht aus Kartoffelgeschnipsel. Keine scheiß Captain Iglu Pommes. In der Zwischenzeit wird Wasser ins Jacuzzi gelassen. Dauert aber natürlich ewig. Derweil ist das Essen fertig und wir essen. Um circa 22 Uhr kommen zwei von Dai's Freunden, Lu und Mike vorbei, um ein Warm-Up zu starten. Sie haben Vodka, O-Saft und Schampanninger dabei. Lu will ungedingt ein Saufspiel spielen. Hat auch ne tolle Idee…"Wer die niedrigere Karte zieht hat verloren" J Klasse Idee…Ja ne Kartenblasen is auch was feines. Nach ner halben Stunde haben Lu und Mike die 0,7 Liter Vodka Bottle geleert und Mike ist guad dabei. Wir bestellen ein Großraumtaxi und fahren nach Surfer's Paradise um Party zu machen. Der erste Club, in den wir an unsrem Clubbing-Abend gehen, ist das „Shooters", vergleichbar mit dem Crash finde ich, nur das RnB läuft. Die 5 Bucks lohnen sich nicht wirklich, da wir nach 20 Minuten schon weiterziehen. Wir gehen ins „Drink", kommen umsonst rein, weil wir keine 5 Bucks zahlen und gehen wollen – die sind wohl um jeden trinkenden Gast froh. Wir trinken ein paar Drinks ehe wir weitergehn. Das lächerlichste an dem Club war einfach, die Grenze zu „Trinkbereich" (oberhalb der Tanzfläche) und „Nicht-Trinkbereich" (Tanzfläche). Beispiel: Ich stand einen Schritt bzw. 5 cm unterhalb des „Trinkbereichs" auf der Tanzfläche – Security packt mich und sagt „Don't drink here!" Ich mach einen Millimeterschritt nach vorne auf das kleine Podest und darf trinken. Super australian law…Idioten
Als dritten Club gehen wir ins „Bedroom", da weilen wir aber nur 5 Minuten, da ich rausgeworfen wurde. Geschichte: Ich geh mit Cap aufs Klo, der Security sieht es und sagt „Cap down!" Ich nehm's ab, zum pinkeln setz ich's natürlich wieder auf, denn wohin damit? Der Volldepp folgt mir aufs Klo und sieht, dass ich mein Cap aufhab. Er flippt aus, schreit mich an, was mir einfällt mein Cap wieder aufzusetzen, nachdem er es mir doch untersagt hatte. Ich antworte: „Where da fuck should I put it? I gotta hold my penis man, so fuck off!" Das war ihm wohl zuviel...er lässt mich wenigstens noch auspinkeln, ich wasche meine Hände genüsslich, trockne sie eine halbe Ewigkeit, ehe er mich packt und rauszerrt. Die 5 Bucks zum pissen haben sich gelohnt würd ich sagen…Ich ruf Dai an, reg mich noch bisschen auf und Peter, Anna, Dai und ich gehen ins „Melbas". Ich hab schon gar kein Bock mehr auf diese oberflächlichen Vollproleten von Türstehern und Securities. Egal, wir kommen wieder umsonst rein, weil Anna irgendwelche Tickets hat. So cool is der Club auch nich, ich trinke einen Scotch on the Rocks, der mich aber auch nicht aufmuntert geschweige denn betrunken macht. Nach circa einer halben Stunde gehen wir in die Bar darunter, bleiben dort auch nur 20 Minuten. Peter kommt auch irgendwann eingetrudelt und wir gehen uns Pizza kaufen. Nach einer weiteren halben Stunde rumgestehe nehmen wir ein Taxi und fahren heim. Surfers's Paradise ist Abends mit dem Mallorca-Tourismus zu vergleichen, den man aus dem Fernsehn kennt. Absolutes DON'T!
Zuhause angekommen (Lu und Mike haben wir im „Bedroom" verloren) geh ich erst mal ins Jacuzzi. Saukalt, aber egal. Wir trinken noch ein paar Bier und ratschen. Schließlich gehen wir schlafen. Peter nimmt die Couch J
Logbuch Eintrag 5: 11.03.2006
Heute sind Anna und ich schon um 8:45 Uhr aufgewacht…Drei dreiviertel Stunden Schlaf!!! Um circa 9:30 Uhr mache ich meine weltbekannten Rühreier für Peter und mich. Anna ist nach Hause gefahren, muss lernen und zu Ihrem Freund. Rühreier wie immer phänomenal J Nach einer kleinen Tour zum Supermarkt mit Peter, chillen wir uns ins Jacuzzi. Der Herr Dai steht um 12:45 Uhr auf. Um 14 Uhr kommen zwei Interessenten für das Haus. Peter und ich machen sicher eine gute Figur mit Bier im Pool J. Kurz drauf, fahren wir Dai in die Uni, damit der auch mal was macht und nicht immer nur rumlümmelt. Peter und ich fahren nach Surfer's Paradise und gehen die Fussgängerzone entlang zum Strand. Der Hunger treibt uns in „Hungry Jack's" = Burger King. Dai ruft irgendwann an und möchte (im Kinderparadies) abgeholt werden. Peter und ich kaufen aber vorher noch ein Schach, das wir kurz darauf umtauschen, weil so asslig war. Das neue ist besser. Mit circa einer Stunde Wartezeit für Dai erreichen wir die Bond Uni und holen ihn ab. Zu Hause angekommen, führt der erste Weg zum Kühlschrank à Bier und der zweite ins Jacuzzi. Dort wird dann ein kleines Schach-Turnier gespielt.
Logbuch Eintrag 6: 12.3.2006 Sydney
In gerade diesem Moment liege ich schwitzend in meinem 4er Zimmer des Backpacker-Hostels „Noah's" in Sydney- Aber eins nach dem anderen.
à Update von gestern Abend:
Peters' Reiberdatschi war super….danach noch eine kleine Runde Schach gegen den Peter Katheter gespielt und schon um 22 Uhr ins Bett gegangen.
Um 4 Uhr morgens klingelt mein Handy UND der Dai in mein Zimmer – aufstehen. Verdammt, noch so früh am Morgen…aber wer Australien sehn will, muss einiges auf sich nehmen. Erstmal ne Dusche nehmen, noch schnell zwei, drei Kleidungsstücke in den Rucksack, einen Speed-Coffee und schon hupt das Taxi.
4.45Uhr Abfahrt Richtung Coolangatta Airport. Ging schneller als ich dachte…20 Minuten später Ankunft am Flughafen, schnell das Ticket nach Sydney beim Check-In geholt und ab auf die Wartebank. iPod und Buch erleichtern die Stunde Wartezeit – hier noch mal ein herzliches Dankeschön an den Dai fürs frühzeitige Wecken ;)
Um 6.10 Uhr endlich der Aufruf fürs Boarding, ab in die Maschine und um 6.20 Uhr pünktlicher Start der „JET Star" gen Sydney. Eine Stunde und sieben Minuten Flugzeit, schließlich um 8.30 Uhr Ankunft am Sydney International Airport (+1 Stunde zu Brisbane).
Mit dem Airport Shuttle zur Central Station. Von dort aus bin ich Schlaubi-Schlange circa 600m in die falsche Richtung auf der falschen Strasse gelaufen, ehe ich einen netten türkischen „Restaurantbesitzer" frage, der mir mitteilt ich sei falsch. Also retour, Straßenwechsel und den Verlauf der korrekten Strasse abermals 500m zum Ziel folgen. Macht circa 1,8 km Marsch für'n Arsch in the morning. Klasse! Endlich im „Noah's" angekommen und eingecheckt, packe ich schnell das Nötigeste aus, wecke dabei Colin, der wie ich später erfahre gar nicht Colin ist/war, sondern einer der nicht in der Liste an der „Rezeption" stand. Angeblich sollte der vermeintlich Colin morgen auschecken, dann hätte ich das 4er Zimmer alleine gehabt. Mal sehn.
Jetzt aber so schnell wie möglich raus aus dem Kabuff und rein nach Sydney. Vor lauter Hektik hab ich Depp natürlich alles vergessen: iPod, Badehose, Handtuch, Stadtplan (!!!),…wenigstens hab ich die Cam eingepackt. Kein Bock zurückzulaufen, also die Elizabethstreet hinauf. Auf dem Wege schlendere ich durch den Hyde Park vorbei an St. Mary's Cathedral gen Norden. Mein erstes Ziel ist natüüürlich der Hafen. Nach circa 30 – 40 Minuten Fußmarsch erblicke ich die Harbour-Bridge, sensationell! Gleich östlich daneben, Sydneys Wahrzeichen – das Opernhaus. Der Fußmarsch hat sich jetzt schon gelohnt. Ich strawanze zur Oper, gehe die Treppen hinauf, mache ein paar Fotos und chille. Dann startet eine Militärparade direkt vor der Oper. Ich denke „das wäre doch nicht nötig gewesen", erfahre aber enttäuscht, dass die Parade für Queen Elizabeth II. ist, die morgen nach Sydney kommt. Egal, ich schaue mir dir Parade an und gehe anschließend über Circular Quay nach The Rocks. The Rocks gefällt mir sehr gut, alte Häuschen, kleine Gässchen, leider sehr touristisch angehaucht. Ich esse bei Subways, lausche einem Aborigines und mache mich wieder auf den Weg nach Circular Quay. Dort sehe ich erst jetzt die über 140 Bären jeder Nation für Frieden. Ich schaue mir alle an…besonders den deutschen und thailändischen, bevor ich mich 1,5 Stunden auf eine Parkbank setze, Blick gen Opernhaus und Passanten beobachte. Plötzlich setzen sich vier bildhübsche Mädels zu mir. „Ich liebe Sydney" denke ich als sie anfangen mit mir zu reden. Keine zwei Minuten später taucht eine Horde amerikanischer aufgepumpter Hockey-Spieler auf, die zu den Mädels gehören. Ich sage keinen Ton mehr und denke „Ich hasse Sydney!". Es werden immer mehr Leute um mich herum…letztendlich circa 25. Ich bleibe dennoch sitzen, schließlich war ich zuerst hier! Endlich hauen sie in ihre Partyfähre ab und beginnen – typischerweise – gleich laut zu grölen und zu trinken. Das bringt mich auf eine grandiose Idee, da es erst 15 Uhr ist. Ich fahre auch Fähre! Ich erkundige mich am Ticketschalter nach einem coolen Fährtrip und fahre schließlich nach „Manly Beach". Nach 30-minütiger Fährfahrt bin ich in Manly und gehe an das andere Ufer (geographisch natürlich, nicht sexuell) zum Strand. Dort chille ich auf einer Treppe und schaue einem Mann beim Sandburgbauen zu. Schaut crazy aus! Da ich Depp ja nix zum baden dabei habe, bleibe ich 2,5 Stunden auf der Treppe sitzen und genieße den Anblick des Meeres, der schönen Frauen und der Sandburg.
Um 17.45 Uhr nehme ich die Fähre zurück nach Sydney und steige in Circular Quay aus. Von dort aus, steige ich in den falschen Bus, werde aber bis zum Hyde Park kostenlos mitgenommen. Nett die Aussies.
Im Hotel beginne ich zu schreiben, nachdem ich mir beim Thailänder ein scharfes Curry geholt habe. Dann kommt der richtige Colin, der Schotte, ins Zimmer. Wir unterhalten uns ein wenig und gehen schließlich in eine Bar bei uns in der Nähe. Ich verstehe den schottischen Akzent auch nach 5 Bier nicht, also sage ich meistens nur „Yeah", „Exactly" oder „Huh!". Ich erzähle ihm einiges von meinen bisherigen Reisen, da er auch schon in Thailand und sonst auch weit rumgekommen ist. Nach dem 6. Bier merke ich den Alkohol deutlich und wir gehen zurück aufs Zimmer.
Total fertig vom frühen Aufstehen, ganzen Tag rumlatschen, Sonne, Luft, Meer und Bier falle ich nur noch in mein Bett und schlafe.
Logbuch Eintrag 7: 13.3.2006
Es ist kurz nach 8 ehe ich die Biere nicht mehr vom Vorabend nicht mehr in mir halten kann. Vom Stockbett aufs Klo wieder ins Bett, noch bis 10 schlafen wollend – es ist 13 Uhr als ich aufwache. Verdammt einerseits, andererseits zwar cool, da ich richtig ausgeschlafen bin und gestern eh schon den Bärenanteil Sydneys gesehen habe.
Heute wollte ich nach Darling Harbour ins „Sydney Aquarium". Ich ziehe mich um, nehme iPod, Cam UND Karte mit, da ich dieses Mal schlauer bin. Also Stöpsel rein und Karte raus und los geht das. Über die Goulburn Street gehe ich erst durchs „World Square Center", um Geld zu wechseln – scheiß Kurs, also weiter zur Liverpool Street. Schon bin ich in Darling Harbour angekommen Vorbei am „Chinese Garden", einigen Cafés und Bars, dem IMAX, bin ich schon am „Cockle Bay". Das Aquarium muss hier auch irgendwo sein, laut Karte gen Norden. Gefunden, angestellt, ISIC gezeigt, 19 Bucks gezahlt und ab ins Aquarium. Echt mal fett…das geile daran ist, dass man circa 8 – 10 Meter nach unten gehen kann und sich somit fühlt als wäre man selbst IM Aquarium. Man geht durch eine Röhre und sieht somit allerhand Geviech, von Krokodilen über Pinguinen, Seehunden bis hin zu großen circa 3,5 Meter Haien ist alles zu sehen.
Danach packt mich der kleine Hunger, schnell was essen und weiter zur „Town Hall". Hier in der Nähe sind Arcaden – Shoppingtime. Ok, ich shoppe nichts, wechsle aber 100€ zu einem besseren Kurs und latsche im Anschluss im Zentrum rum und schließlich in den Hyde Park. Dort lege ich mich auf ne Wiese, höre Musik, chille und schau blöd in der Gegend rum (das kann ich ja ganz gut).
Um 18.15 Uhr komme ich ins Backpackers, checke meine Emails und schreibe mein Tagebuch. Jetzt ist es 19.30 Uhr und Colin und ich werden in ne Bar gehen…was trinken.
Ok, Colin und ich waren in Darling Harbour's Nachtleben. Schaut bei Nacht mal so geil aus – ein Lichtermeer aus Hochhäusern, darunter gelegen der ruhige Hafen mitten in Sydney. Man hört hier echt kein Auto oder so was und kann einfach nur Blick auf den Hafen genießen.
Zuerst waren Colin und ich in der „Cargo Bar", ein schnelles Bier gegen den Durst trinken. Da uns das aber zu teuer war, kaufen wir in einem Bottleshop je ein Sixpack. Damit chillen wir uns direkt an den Hafen, trinken (in public not permitted), ratschen über Gott und die Welt, lästern über Amerika und den Irakkrieg, genießen den Ausblick, essen zwei Subway-Sandwiches und hängen einfach nur ab.
Um 0.30 Uhr machen wir uns auf den Heimweg, schauen davor noch in „unsrer" Kneipe vorbei – auf einen Whiskey Cola natürlich. Ich merke den Alkohol schon wieder und freue mich auf mein (assliges) Backpacker-Bett.
Logbuch Eintrag 8: 14.3.2006
Der Lärm, der von draußen durch die offene Balkontür kommt reißt mich aus meinem ohnehin mäßigen Schlaf. Diese scheiß Bauarbeiter hämmern, meißeln, bohren, schreien, werfen Stahlteile um sich, …alles nur um MICH zu wecken! Dabei habe ich keine Ahnung wie spät es ist. Ich schätze 5 Uhr…so fühle ich mich zumindest. Wahrscheinlich ist es 7.30 Uhr – egal…ich versuche wieder einzuschlafen und schaffe es – für gefühlte 2 Minuten, ehe der Lärm weitergeht. Endlich scheint etwas Ruhe einzukehren und ich schlafe ein. S I R E N E ! ! ! Fuck! Diese Aussis wollen mich einfach nicht schlafen lassen. Schließlich schaffe ich es doch noch – bis 11.20 Uhr da mich dann die unsägliche Hitze dazu bringt aufzustehen. Colin kommt von irgendwo her, mosert irgendwas, was ich so früh am Morgen aber noch nicht verstehe. Scheiß schottischer Dialekt! Egal, ich ziehe mich an und gehe an die „„„Rezeption""", checke meine Emails und mache mich auf den Weg. Zuerst brauch ich nen Kaffee und was zu essen. Durch den Hyde Park schlendere ich gediegen zum nächsten StarBucks, kaufe einen Cappuccino bei einer netten Verkäuferin und gehe weiter was zu Essen kaufen. SUBWAYS was sonst?! Ich habe festgestellt, dass wir in München viel zu viele McDonalds und viel zuwenig Subways haben. Ich liebe Subways, seit ich hier bin! Also das übliche „turkey mit extra cheese" und auf die Suche nach einem ruhigen, chilligen Plätzchen. Hyde Park ist um die Mittagszeit voll von Geschäftsleuten, Schülern, Studenten und Touristen, die alle auf einer Bank oder in der Wiese sitzen. Also nix zum ruhig und chillig essen – trifft sich, da ich sowieso in die „Royal Botanic Gardens" gehen wollte, die gar nicht weit weg sind. Das Wetter ist zwar bewölkt und windig, aber recht angenehm. Ich setze mich also auf eine gemütliche Parkbank, mit tollem Blick auf Woolloomooloo Bay, esse mein Sandwich und schreibe etwas diary. Sollte es tatsächlich anfangen zu regnen, hab ich natüüürlich einen Notfallplan: „The Art Galery of New South Wales", ansonsten chille ich im Park mit Blick auf die Oper. Ich bin zu „Mrs. Macquaries Point" gelaufen (um die ganze Halbinsel rum) und habe einen Bilderbuchblick auf Oper und Harbour Bridge. Was ich auf dem Weg dorthin festgestellt habe, ist, dass hier fast 80% der Leute im Park Sprinter sind – keine Jogger, nein Langstreckensprinter. Bitter wie die hier Gas geben bei der Hitze und das auf die Distanz.
Nun sitze ich auf einem Sandstein, immer noch mit Blick auf die Wahrzeichen Sydneys und versuche mich in der Kunst des Stabilo-Malens (schaut Kacke aus!!) und male die Oper. Im Anschluss gehe ich in die Botanischen Gärten – hammergeil einfach nur! Ich schlendere hindurch, betrachte so viele tropische Pflanzen, viele Vögel, Springbrunnen, Wiesen. Da bekommt man Lust sein Handtuch auszupacken und zu chillen. Das mache ich auch, höre Musik, lese mein Buch und beobachte Leute. Die Zeit vergeht im Nu und somit ist es Zeit zu gehen. Ich durchstreife die Upper Gardens und gelange schließlich zur Oper. Dort lasse ich mich wieder mal von einigen Passanten fotografieren, ehe mich wieder der Hunger packt und ich mich auf den circa 3km langen Heimweg mache. Da ich auf dem Weg nix gescheites gefunden habe, werde ich mir in dem Laden neben dem Hotel eine Pizza kaufen. Sehr nahrhaft, aber so ist es nun mal…
Pizza war mal saulecker und mit 10.95$ auch relativ billig. Hab grad daheim angerufen, um meine Uni-Magnetkartennummer rauszukriegen. Morgen ist angeblich Anmeldeschluss für die Allgemein Wissenschaftlichen Fächer!! Fuck…na ja, meine Mum hat mir die Nummer durchgegeben und ich brauch mich nur noch online anzumelden.
Jetzt geh ich noch mit Colin einen trinken an der Oper, ein paar Nachtfotos von der Operngegend machen, um gegen 2 Uhr wieder daheim zu sein.
Logbuch Eintrag 9: 15.3.2006 Tag des Abfluges
9.20 Uhr: aufstehen – Fuck…sau früh. Ausgerechnet heute bekommen wir eine MitbewohnerIN. Ja suuuuuper. Aber sauwitzich…Cliché voll erfüllt: 30 kg Handgepäck, das nicht durch die Tür passt. Das dadurch entstehende Rumpeln ersetzt den Bauarbeiterlärm, so dass ich auch sicher aufwache BEVOR mein Wecker läutet. Erstmal duschen und um 9.55 Uhr zur „Rezeption" gehen, Schlüssel und Bettwäsche abgeben (20 Bucks Pfand kassiert).
So…Colin und ich haben heute „einiges" vor…da es REGNET. Macht aber nix, sind ja nicht aus Zucker! Bin ich Mann oder Maus?? Wir gehen zum „World Square", lecker bei Hungy Jack's frühstücken – ein nahrhafter Doppel Whopper um kurz vor 11. Auf dem Weg dahin finden wir übrigens ein Handy in einer Telefonzelle und nehmen es natürlich mit. Wir überlegen es zu behalten, wollen es aber wie gute Christen und gute Bürger doch abgeben. Anruf (Phone Booth J). Der Besitzer möchte uns an der George Street treffen. Scary! Da wir ihn nicht finden und er uns scheinbar auch nicht, ruft er erneut an. „HUNGRY JACK'S MAN!" schreie ich ins Telefon. Auf dem Weg dahin hoffen wir inständig, dass es ein hübsches Mädel im Minirock ist. Es kam wie es kommen musste: hässlicher Mitzwanziger mit ZahnlückeN. Danke, Gerngeschehen, weg. Colin verkauft noch in einem CD-Laden einige seiner CD's, die er nicht mehr hören kann – weil er seinen Discman vergessen hat. Für die circa 5 CD's kriegt er stolze 15 Dollar – ein gutes Geschäft…für den Laden. Er ist heilfroh und wir gehen in einige asiatische Ich-habe-allen-erdenklichen-Scheiß-und-verkaufe-ihn-ab-1 Dollar-Laden. Ich kaufe eine Sonnenbrille, ein T-Shirt und ein „Kangaroo Next 25 km" Schild für 18$.
Es regnet immer noch und was macht man da? Richtig – Kultur! Also in die „Art Gallery of NSW". Dort sehe ich „einige" Werke der australischen Kunst und lerne wieder was dazu…Als wir das Museum verlassen – Sonnenschein! Wunderbärchen, also nix wie in die Botanics. Dort latschen wir bis zu dem Punkt wo ich gestern schon war. Ich versuche mich noch mal in der Kunst – diesesmal male ich mit meinen eben erworbenen Härtegradbleistiften in mein eben erworbenes MOLESKINE Sketch-Book die Oper und Brücke. Moleskine hat schon Hemingway und viele weitere bekannte Leute benutzt. Das Bild wird besser als das erste und für das, dass es im Stehen in 12 Minuten gezeichnet wurde bin ich zufrieden. Colin hat schon wieder Hunger, also holt er einen Coffee-to-go und irgendeine eklige Fleischpaste in Blätterteig für uns. Ich trinke den Kaffee und füttere Vögel…Colin stört das nicht weiter und er erzählt mir irgendwas von dem ich wiedermal nur 20% verstehe, aber immer nicke und lächle. Freundlichkeit siegt! Dass ihm das nicht irgendwann zu doof wird?! Mir egal, unterhalten werde ich trotzdem. So allein is ja auch nix nä…
Schließlich gehen wir Richtung Oper; dort im Shop kaufe ich etliches unnötiges Gekrams, auch Souvenir genannt, ein, und wir gehen zum Circular Quay, wo Colin wiedermal telefoniert und wiedermal vergeblich versucht irgendeinen Job oder ein billiges Zimmer zu bekommen. Ich hingegen entspanne auf einer Parkbank, beobachte mal wieder Passanten und lächle Frauen an. Wetter ist heiß, aber zum Glück mittlerweile bewölkt.
Schließlich machen wir uns auf den langen Heimweg, d.h. ich mach mich auf den Heimweg, denn Colin kennt sich ungefähr gar nicht aus und folgt mir wie ein Hündchen seinem Herrchen. Außerdem quängelt er wieder was von „starving" und er möchte unbedingt „that Indian restaurant near our place" auschecken. Ich sage ihm, dass ich auf Indisch kotze und außerdem meine Galle irgendwie dauernd hochkommt. „Oh…so ok, Indian might not bet he correct food then…"Ach ne…schlaues Kerlchen! Ich habe keinen Hunger!!!Wir gehn ins Internetcafé und checken unsre Emails. Nach einer Stunde surfen hält Colin es nicht mehr aus und bestellt sich beim Thailänder um die Ecke „a phantastic spicy meal". Na gut, dann hol ich mir eben wieder ne Pizza, die war ja nicht schlecht. Wir essen auf Colin's Zimmer (meins ist es ja nicht mehr), ich packe meinen Kram zusammen und verabschiede mich von Colin, der ja angeblich schon vor zwei Tagen hätte abgereist sein sollen.
Draußen versuche ich 10 Minuten ein Taxi zu bekommen – schwer zur Rushhour. Schließlich hält eines – ein gesprächiger Russe. Er quasselt mich voll von wegen „Australia sucks", „Russia is much better", „couldn't stay here – for holiday ok, but not long!", „live here since fucking 6 years", „need minus 20 degrees and some Schnaps", „in my hometown much colder than Moskva", „fucking humidity" usw. Ich möchte nicht widersprechen und habe in der Zeit mit Colin gelernt zu nicken und zu lächeln. Klappt bei Colin, klappt auch beim Russen.
Am Flughafen gebe ich ihm ein saftiges 1.10$ (circa 60cent) Trinkgeld und bin raus. Check-In dauert genau 3 Minuten und jetzt warte darf ich 1,5 Stunden auf meinen Flug zurück zur Gold Coast warten, wo mich Dai und Peter abholen.
Angekommen, warten die beiden schon rauchend auf mich. Wir cruisen nach Hause, ich ich noch zwei Partien Schach gegen Peter spiele und um 3 Uhr ein neues Nachtlager auf der Couch aufschlage, da Dai einen neuen Mitbewohner hat, der mein Zimmer beansprucht. Egal, übermorgen eh in Neu Seeland.
Logbuch Eintrag 10: 16.3.2006
Ich habe eine harte Nacht hinter mir. Die Couch ist jetzt nicht, ich sag mal das bequemste Übernachtungsmittel. Ich schlief also schon mal besser. Um 8 Uhr wars dann auch guad warm im Wohnzimmer, also hab ich die Terrassentür und die Garage aufgemacht – Durchzug.
Um 11.30 Uhr dann doch aufgewacht, weil die Japan-Connection zum Essen runterkommt. Is aber nix da, also fahren der Partypeter und ich schnell zum Supermarkt. Bisschen Eier und Milch und Alkohol gekauft – daheim mach ich meine berüchtigten Rühreier und versuche mich in der Kunst des Cocktail-Mixens. Vanilleeis, Eiswürfel, Cold Coffee und was Bailey's-artiges. – ich schmeiße einfach alles in den Mixer – fertig ist der „ICY CAPPU", wie ich ihn nenne. Schmeckt lecker.
Den Rest des Tages verbringen wir eigentlich nur damit im Pool Cocktails zu schlürfen und Schach zu spielen. Der Dai ist in der Uni und lernt fleißig oder Arbeitsgruppe oder so was. Am Abend holen wir ihn ab und fahren nochmal Essenszeug und Alkohol kaufen.
Reiberdatsche, Cocktails und DVD Abend – kein Schlaf, da wir eh um 4 Uhr wieder weg zum Flughafen müssen.
Logbuch Eintrag 11: 17.3.2006 Reise nach Neuseeland/Nordinsel
4 Uhr: einpacken und duschen, 4.30 Uhr Abfahrt zum Flughafen Brisbane.
Wir sind alle geschlaucht von der kurzen Nacht ohne Schlaf seit circa 18 Stunden, aber der Dai fährt dennoch. Peter pennt hinten, während ich mit Dai ratsche, damit er nicht einschläft. Um circa 5.50 Uhr erreichen wir den Airport, Peter cruist wieder heim und wir checken bei Emirates ein. Im Flugbereich noch ein kleines Frühstück nehmen und dann geht's um 8.05 Uhr mit Emirates Richtung Auckland/Neu Seeland. Auf dem dreistündigen Flug können Dai und ich etwas schlafen.
14 Uhr Ankunft Auckland (+3 Stunden zu Brisbane, +12 Stunden zu München), jetzt durch die Kontrollen, Koffer holen und hoffentlich das reservierte Auto bekommen. Wir bekommen den FORD TERRITORY ohne Schwierigkeiten und gehen schließlich zum Auto! BITTERGEILER 4x4 JEEP! Hammer! Ends die Business-Karre! Koffer eingeladen und schnell beim Maci was essen bevor wir nach Auckland cruisen. In Auckland City das Auto geparkt und bissl rumschauen. Wir gehen die Fußgängerstrasse auf und ab an ominösen Internetcafes vorbei und finden schließlich ein ansprechendes um unsre Emails zu checken und Aucklands billigste Hotels zu suchen. Ok wir finden kein preisgünstiges, also gehen wir ins Backpackers gegenüber dem Albert-Park. Schaut zumindest mal um Längen besser aus, als das in Sydney. Hier sind lauter Deutsche, das is der Wahnsinn; an der Rezeption, in unsrem Zimmer, überall einfach.
Am Abend gehen wir schließlich Richtung Hafen, um was zu essen. Wir essen Lasagne in einem Allzweck-Restaurant. Danach gehen wir wieder in die City, um bissl was zu trinken. Heute ist St. Patrick's Day! Das heißt in der Stadt wimmelt es vor Iren oder zumindest solchen, die den Tag als Anlass nehmen, um schön einen über den Durst zu trinken – wie wir J Zuerst sind wir im „Red Lion". Dort sind lauter verkleidete Menschen mit den irischen Farben und schauen Rugby und die Commonwealth Games. Dai ist zwar müde, aber er schlägt sich wacker. Ich trinke mittlerweile mein fünftes Bier, da ich alle Biere ausprobieren will. Irgendwann spricht uns eine Spanierin an, ob wir Lust hätten mit ihrer Freundin und einem Freund in eine andere Bar zu gehen?! Dai sagt er sei müde, ich sag natüüüürlich gehen wir mit. Also raus aus der Kneipe und irgendwo nach Auckland. Leider wissen die Mädels nicht wo diese neue Bar ist, also seilen wir uns mehr oder weniger von den Spaniern ab und gehen in eine andere nette Bar, die wir zuvor schon als potentiell eingestuft haben. Dort drin isses viel besser als in der ersten Bar, wir suchen erst das Klo und dann den schnellsten Weg zum Tresen. Nach kurzer Zeit bemerkt Dai einen Typ, der aussieht wie Frankie aus „Freunde". Tatsache! Er isses…sauwitzich. Eigentlich kommt's scheiße den anzureden, aber nach ein paar Bier geh ich rüber und spreche seinen Freund an, wir kommen ins Gespräch und trinken ein Bier nach dem anderen. Frankie heißt eigentlich David und ist sehr nett. Er schmeißt eine Runde Jägermeister, bevor Dai zurück ins Backpackers geht. Respekt, er wollte eigentlich gar nicht weggehen und hat immerhin bis halb eins durchgehalten.
David, Daniel und ich bleiben noch und trinken, tanzen mit süssen Mädels und ratschen. Irgendwann ist David so angetrunken, dass er gehen will. Ich habe mittlerweile circa 11 Bier, eine Jägermeister und einen Wodka Lemmon intus und finde die Idee nicht schlecht. Außerdem ist es schon zwei. ABER natüüüürlisch gehen wir noch nicht nach Hause. Daniel hat Hunger und ich auch. Also Burger King. Der Klassiker nach viel Alkohol und um zwei Uhr. Einen schnellen Burger und David hat die grandiose Idee in einen Strip-Club zu gehen. Er wisse aber nicht genau wo er ist, aber wir fragen einige nette Leute nach dem Weg. Endlich vor dem Club, beschließen wir doch nicht reinzugehen, da es sehr nobel aussieht und wir kaum noch Geld haben. Also wieder retour, aber David packt es nicht mehr wirklich und Daniel will auch heim. Also verabschieden wir uns mit „Wir sehen uns in München!" und ich gehe Richtung Backpackers. Auf dem Weg treffe ich noch einenEngländer mit dem ich ratsche. Schließlich gehe ich doch ins Backpackers, da es schon kurz vor drei ist und ich auch relativ müde bin und wir morgen einen anstrengenden Roadtriptag vor uns haben. Also falle ich in mein Stockbett und schlafe sofort ein.
Logbuch Eintrag 12: 18.3.2006
Nach der doch relativ feuchten Nacht gestern haben der Dai und ich auch relativ verpennt. Um circa 11 Uhr sind wir aufgestanden und haben ausgecheckt. (Reguläre Auscheckzeit ist 10 Uhr). Danach sind wir mim Auto zu einem Café gefahren. Super Frühstück und super billig – genau unsren Vorstellungen entsprechend. Schinken, Eier, Toast, Kaffee – circa 6 Euro. Danach kann der Roadtrip beginnen.
Da wir uns nicht schlüssig sind wo genau wir hinwollen, fahren wir erst mal gen Osten. Raus aus Auckland, über Manukao, nach Clevdon. Mein Vorschlag doch eher nach Norden zu fahren kommt bei Dai gut an. Also retour, waren eh nur circa ne Stunde bis Clevdon und zurück unterwegs. Jetzt darf ich mal den geilen Wagen fahren. Also wieder rauf auf den Motorway durch Auckland. Fährt sich geil, leise, gediegen, schnell. Ich fahre 126 km/h. Das weiss ich so genau, weil ich kurz darauf die POLICE am Arsch hängen habe. Die Polizeiautos schauen witzig aus. Aufgetunte Holden mit fetter Stoßstange. Also Blaulicht und hinter mir her. Nachdem er genau hinter mir ist und ich ihn im Rückspiegel sehe, deutet er mir an links raus zu fahren. Also auf die Standspur auf der Autobahn. FUCK! Erstens weil ich eigentlich hier gar nicht fahren dürfte (Internationaler Führerschein nötig) und zweitens weil ich weiss, dass ich zu schnell war (100km/h ist die Grenze – wie ich erfahre). Also kommt der alte Polizist zu uns nach vorne, verlangt Führerschein, frägt ob es „any reasons" gab – Nööö. Ob ich einen Neuseeländischen Führerschein hätte?! Äh…Nein, nur den Internationalen Deutschen EU Führerschein J Achso…na dann. Er geht wieder zu seinem Wagen, während Dai und ich uns köstlich über die Tatsache amüsieren, in Neuseeland an unsrem zweiten Tag und ich nach circa 10 Minuten Fahrt die Polizei an der Backe zu haben. Naja…nach einiger Zeit kriegen wir den Strafzettel, den wir unbedingt überweisen/zahlen müssen – 230$. Ok…die Sache wird immer witziger – ironischerweise. Aber wir machen noch ein Foto mit mir und dem Polizeiauto. Naja…ab jetzt fährt der Dai wieder. Unser Ziel für heute heißt ganz klar. Norden und Küste – relativ unpräzise, aber so ist das nun mal bei einem Roadtrip. Genauso gehört eine Polizeigeschichte dazu J. Nach circa sechs Stunden Fahrt abwechselnder Fahrt und wunderschöner, schier unbeschreiblicher Landschaft, kleinen Orten, erreichen wir Whangarei. Der Hunger treibt uns ins „Frings-Bräu" J Ein deutsches „Restaurant" in the middle of nowhere. Wir speisen je einen Burger und fragen nach einem Internetcafe. „A what??" Ah ok, hier hat man noch nie was von Internet gehört, es gibt keins. Wir ziehen weiter Richtung Norden. Nächstes Ziel: Pahia. Es ist bereits 21 Uhr als wir ankommen. Die Frage der Übernachtungsmäglichkeit ist schnell geklärt. Ford Territory Kofferraum. Also zunächst mal ein 12Pack Corona und eine Pizza. Hier kann man nicht wirklich viel machen. Es gibt zwei """Bars""" und eine """""""Disko"""""""" (40-jährige Frauen und deren 45-jährige Männer). Wir parken direkt am Strand und überlegen was man mit dem angebrochenen Abend noch machen kann. DVD Abend. Also Dais Laptop raus, Stühle auf chillige Position und Mario Barth DVD rein. Um circa 1 Uhr dann doch müde und ab in den Kofferraum. Hart, kurz aber besser als ein Backpacker für 25$/Nacht. Und eine Dusche haben wir am Strand auch, also alles da was das Herz und der Körper begehrt.
Alles in Allem haben wir in den circa 9 Stunden Fahrt heute sehr viel von der wunderschönen Natur gesehen. Einfach unbeschreiblich diese hügeligen Landschaften einerseits, kurz dahinter tiefster Dschungel und dann wieder Schotterwege andererseits. Neuseeland taugt uns beiden sehr.
Logbuch Eintrag 13: 19.3.2006
Die Sonne und die frühen Spaziergänger am Strand haben uns um 7 Uhr aufgeweckt. Das heißt eigentlich 8 Uhr, aber in der Nacht wurde die Zeit um eine Stunde zurückgestellt. Na gut…umziehen und schnell Richtung Café und Toilette. Ich bestelle ein „Hanson's Breakfast Half" (Kaffee, Toast, Spiegelei, Schinken, Tomate, Würstchen (kotz)) für 6,50 $ und Dai zwei Croissants mit Marmelade und O-Saft für 9,50$. Meins ist ausreichend, Dai hat noch Hunger und bestellt nochmal 2 Croissants für 4$ J Sauwitzich. Na endlich ist er satt, dann kann's ja losgehen. Davor noch ein Internetcafé entdeckt und eine halbe Stunde eMails gecheckt und jetz noch schnell Zähneputzen, bevors losgehen kann. So, ich fahre! Dai is gestern viel gefahren (vielleicht aufgrund der Polizeisache??).
Wir wollen heute auf jeden Fall den Ninety Mile Beach fahren. Soll ein 90 km langer Sandstrand sein, den man mit dem Auto befahren kann. Also ist unser Ziel Cape Reinga, nicht ganz der nördlichste Punkt Neuseelands aber schon sehr weit oben. Über Kaeo, Coopers Beach und Awanui erreichen wir schließlich den Ninety Mile Beach. Flut. Klasse. Also fragen wir einen Maori wann die so weg ist und man cruisen kann. Er sagt circa 4 – 6 Stunden. Ahh ja. Also fahren wir die 97 km Richtung Cape Reinga um dann die 90 Meilen wieder retour zu fahren. Auf dem Weg durch die sehr hügelige und kurvige Landschaft, essen wir in einem Takeaway Restaurant je einen Burger (hier gibt's irgendwie nix anderes wie mir scheint. Hauptsache viele Pilze sind drauf – ich bin kein Fan von Pilzen). Nach ruhiger Fahrt erreichen wir den „Lake Ngatu" und dahinter enorme Sanddünen. Das ist echt der Hammer, hier scheint es alles zu geben. Sanddünen, Dschungel und Meer, alles so unmittelbar beieinander. Wirklich beeindruckend. Wir gehen eine Düne nach oben, bestaunen die unendliche Weite und springen wieder runter. Jetzt fahren wir hinter die Dünen durch Sand und Wasser. Ein geiles Gefühl! Das Wasser spritzt seitlich auf die Scheiben, kleine Drehmanöver sind ohne Handbremse möglich (ABS ausschalten!). Nach kurzer Distanz Spass erreichen wir den Ninety Mile Beach. Ok, des is bitter! Sandstrand so weit das Auge reicht. Davor ein wunderbares azurfarbenes Meer und kleine Inseln, im Hintergrunde die gewaltigen Dünen. Aber jetzt wird erst mal geheizt. Ich jage den Wagen auf gute 100 km/h und fahre über Sand und ähhh…Sand. Jetzt mit 70 Sachen ins Wasser. Bitterer Spass! Dai fährt im Anschluss und jagt das Auto auf 100 im Wasser. Gut dass ich draußen filme, denn er weiss jetzt was Aquaplaning ist. Ok, er hatte ABS drin, ich nicht, dürfte ähnlich sein. Nach einiger Zeit Spass erhöhen wir den Spassfaktor und gehen baden, chillen, trinken ein Corona. Genug gechillt, denn es ist schon 16 Uhr und wir wollen heute noch nach Dargaville kommen. Also die 90 Meilen Sandstrand bis zum Motorway abwechselnd geheizt und über Kaitaia Richtung Rawene. Ich schlafe ein, der Dai verfährt sich und als ich aufwache, haben wir ein Problem: Benzinmangel. Also was tun, da es hier eigentlich keine Ortschaften mit Tanken gibt bzw. die in denen es welche gibt sind einfach viel zu weit auseinander. Rangemeter zeigt noch 75km an. Ok, da dürfte doch irgendwann eine kommen…ah da ist schon eine – unser Glück währt aber nicht lange, da die schon zu hat – ich meine klar, ist ja auch schon fast 19.30 Uhr. Fuck…hoffentlich kommen wir noch nach Kaikohe, da das auf der Karte größer aussieht und wir dort relativ sicher eine Tanke finden sollten. Nach guten 50 km langsamen Fahrens erreichen wir Kaikohe und sehen schon die erste Caltex-Tankstelle. Wir albern rum, ob wir nicht nach einer billigeren suchen sollten, entscheiden uns aber doch für die Caltex. Ach ja wir hatten noch ein Problem: Durch das Sandcruisen können wir unsre Türen nicht mehr abschließen, wahrscheinlich die Elektronik. Egal wird schon wieder klappen; jetzt erst mal tanken, dann Subways. Mittlerweile ist es stockdunkel, aber wir wollten nach Dargaville. Da der Dai etwas Nachtblind ist ;) fahre ich. Von Kaikohe fahren wir durch den bittersten Dschungel bei Nacht. Man sieht eigentlich gar nix, Fernlicht bringt kaum was. An der extrem kurvigen und schmalen „Strasse" (teilweise einfach nur Kies) sieht man sehr oft Opossums, die gediegen über die Strasse wandern – zu ihren anderen überfahrenen Artgenossen. Vorsicht ist geboten. Auf einer Strecke von 70 km treffen wir genau 9 Autos an, um mal die Einsamkeit darzustellen. Aus Spass schalten wir ab und an das Licht aus, man sieht weit und breit kein einziges Licht, viel zu krass! Alles hier wiederholt sich, Strasse, Kurve, einspurige enge Brücke, teilweise Auto (=Zivilisation), Opossum (=wenigstens Leben). Nach 110 km erreichen wir Dargaville – eine Geisterstadt wie uns scheint. Alles geschlossen, dunkel, keine Menschenseele. Ok, klasse Idee hierher zu kommen. Also was macht man? Richtig – man sucht ein Motel. Wir hoffen auf den Klassiker, wo man zum fernsehen Geld einwerfen muss und ein betrunkener übel riechender Mann an der Rezeption steht, werden allerdings enttäuscht, da das Motel echt ganz cool ist. Eigene Küche, Dusche, WC, Fernseher (ohne Geld), Telefon, eigener Parkplatz, zwei getrennte Betten. Sehr schön und recht billig (85$ für beide). Hier können wir wenigstens unsren elektronischen Kram aufladen und in einem weichen Bett schlafen. Nach ein bisschen TV und Fotos anschauen, ratschen wir noch bevor wir schließlich gegen 1 Uhr einschlafen.
Logbuch Eintrag 14: 20.3.2006
Auf der weichen Matratze des Motels haben wir super geschlafen, deswegen fällt es uns umso schwerer schon um 10 Uhr aufzustehen. Eigentlich wäre 10 Uhr Check-Out-Time gewesen. Egal, duschen, packen, weg. Unser erstes Ziel heißt wie immer: Breakfast. Aber noch nicht in Dargaville. Wir fahren (übrigens geht unser Schloss wieder, juhuu) über Ruawai circa 90 km nach Wellsford und frühstücken bei herrlichem Wetter in einem kleinen Café. Sehr leckere Eier und Toast! Danach wollen wir die Küstenstrasse entlang nach Auckland fahren. Wir entdecken auf der Landkarte eine kleine Bucht, die uns sehr schön erscheint. Dort wollen wir Halt machen und ein Stünderl chillen. Also von Wellsford über Port Albert nach Tapora. Das sind circa eine Stunde Fahrt (40 km). Die Stunde entsteht nur durch die bitterst kurvigen Geröll-Bergstrassen. Dort angekommen erwartet uns eine kleine Idylle menschlichen Daseins. Tapora ist ein kleines Nest von vielleicht 30 Häusern, am Kaipara Harbour gelegen, der allerdings wie ein großer See wirkt. Wir parken unsren Ford Territoy, der uns übrigens sehr ans Herz gewachsen ist, auf einer Wieso direkt am Meer. Keine 10 Meter von uns sehen wir ein Fischerpärchen, das sich anscheinend Ihr Mittagessen fischt. Nach einem kleinen Small-Talk mit dem Ehemann und einiges Tipps von ihm was wir hier in der Gegend noch sehen müssen, fahren wir weiter. Zurück nach Wellsford, über Hellensville und Takapuna nach Auckland. Um circa 17 Uhr sind wir wieder in Auckland und parken das Auto da wo wir „immer" parken. Wir gehen erst mal ins Zentrum, ein Internetcafé suchen und eine Übernachtungsmöglichkeit, da wir ein anderes Backpacker vorziehen. Wir beziehen schließlich das „X-Base Backpacker", das ebenso gut liegt wie das erste, aber viel moderner wirkt (deswegen auch 7$ mehr). In unsrem Achterzimmer ist genau eine weitere Person – chillig. Wir holen unser Auto mit Gepäck und parken direkt vor dem Backpacker. Schnell unsere Rucksäcke mit dem Wichtigsten für die Nacht verstaut, gehen wir wieder nach Auckland-City. Da wir Hunger haben (es ist 19.15 Uhr), jedoch keine Lust auf Burger oder ähnlichen Scheiß haben, ist heute Asiatisch angesagt. Ein nettes und günstiges Thai-Restaurant hat es uns angetan. Gemütliche Atmosphäre und sehr gutes Essen befriedigen unsere Bedürfnisse komplett. Im Anschluss ans Essen, gehen wir in ein Bottleshop, um Bier zu kaufen – Dai will Asahi, ein japanisches Bier – von mir aus, dann probiere ich eben mein zwölftes Bier, seit ich in Australien/Neuseeland bin. Davor checken wir noch ungefähr mit dem langsamsten Internetzugang ever unsre Mails, was allerdings nach einiger Zeit ziemlich nervt, da der Browser eine Minute braucht um eine Mail zu öffnen oder zu schließen bzw. um überhaupt eine Seite zu öffnen. Also doch lieber Bier!
Mit dem Sixpack chillen wir uns in den siebten Stock des Backpackers auf die Dachterrasse. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf die nächtliche Stadt. Hier sind viele der junge Backpacker und machen sich in der Gemeinschaftsküche etwas zu essen oder ratschen auf der Terrasse. Zu uns gesellt sich ein junger Mann türkisch-persischer Abstammung. Er geht uns nach circa 3 Minuten aber dermaßen auf den Sack, da er ununterbrochen Fragen stellt. Zum Glück fragt er nicht mich, sondern Dai, der ihm brav alles beantwortet was er wissen will. Als ich ihn zum zweiten Mal nach seiner Herkunft frage, wirkt er leicht erbost, er habe mir doch schon gesagt, türkisch-persisch. Als ich erwidere Persien sei ja nun eher eine Region, als ein Land, sagt er erneut er komme aus Persien. „Idiot" denke ich, hacke aber nach. Wer fragt, muss auch gefragt werden denke ich mir. Im Endeffekt finde ich heraus, dass er aus Persien kommt – nähe des Kaspischen Meeres. Ich sage „ah Aserbaidschan/Usbekistan" woraufhin er etwas überrascht scheint, dass ich das weiß. Eigentlich interessiert mich das nicht die Bohne, ich wollte ihn nur langweilen. Dem Dai wird das alles zu blöd und wir gehen auf unser Zimmer. Dort erwartet uns ein weiterer Gast – schnarchend. Dai und ich amüsiert das köstlich und wir können nicht schlafen. So ein Sägewerk hat man selten gehört. Dai's männliche Intuition aus dem Fenster nach dem Auto zu sehen, folge ich.
„Ich seh ihn nich!"
„Wie Du siehst ihn nicht??"
„Ja keine Ahnung, is nich da…vielleicht weiter vorne?!" Ich lege mich wieder ins Bett während Dai jetzt doch aufspringt und nach dem Wagen sieht.
„Scheiße, der is echt nicht da!"
„Sag ich doch!" Erst jetzt wird mir eigentlich bewusst, WAS hier abgeht. Wir ziehen uns schnell was an, fetzen nach unten, raus auf die Strasse – Auto weg! FUCK! Was tun? Ok erst mal an die Rezeption, die Polizei anrufen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: geklaut oder abgeschleppt. Nachdem wir der Polizei alle relevanten Daten unsres geliebten Autos (inklusive unserer Laptops!) gegeben haben, erfahren wir dass er wohl abgeschleppt wurde. „Zum Glück" kann man da nur sagen, denn sonst wären wir ziemlich am Arsch! Also fragen wir wo und ob wir ihn JETZT abholen können und vor allem was uns der Spass kostet – 155$ nur cash! Soviel haben wir gar nicht mehr cash, also muss der Dai zur Bank. Geld abgehoben, mit einem Taxi zum Tow Yard gefahren. Dort angekommen und relativ heiter machen wir erst mal Fotos – ein MUSS J. Die nette Dame hinter der Scheibe, die uns alles Nötige erklärt (parken auf einer Bushaltestelle zwischen gelben Linien ist nicht erlaubt) wird auch noch fotografiert. Wir müssen an die Aufbewahrungsstelle nur 25$ bezahlen, die restlichen 130$ überweisen. Super. Also das Auto geholt und zurück zum Backpackers. Das bittere Schnäppchen des Leihwagens (67$ anstatt 107$ pro Tag) entpuppt sich immer mehr als gar kein so Schnäppchen, wenn man die 230$ fürs zu schnell fahren und die 155$ Abschleppgebühr dazurechnet. Aber eine Gaudi wars. Jokewasit! Am Backpackers parken wir günstiger und gehen schließlich wieder ins Sägewerk. Von einem eigentlich ruhig geplanten Abend ist nicht mehr viel übrig, aber saulustig war er und ist er noch, da der Schnarcher immer lauter wird. Nach einiger Zeit Gelächter und Tonaufnahmen des Schnarchens schlafen wir schließlich trotz des Lärms ein.
Logbuch Eintrag 15: 21.3.2006 Reise auf die Südinsel
Heute hat uns der auf 8 Uhr gestellte Wecker um halb neun aus dem Bett geworfen. Duschen, packen und auschecken geht in einer halben Stunde, da wir nicht viel Zeit haben. Wir müssen das Auto um 10 Uhr am Flughafen abgegeben haben uns müssen noch den Sand rauswaschen, die Karosserie waschen und voll tanken. Gesagt – getan, auf dem Weg zum Flughafen Auckland erledigen wir all das und erreichen HERTZ um kurz nach 10. Am Flughafen wird gefrühstückt – nicht so billig, aber gut. Einchecken und warten auf unseren Flug mit der AIR NEW ZEALAND über Wellington nach Christchurch.
Um 11.15 Uhr startet unsre Maschine pünktlich gen Süden. Nach kurzem Zwischenstopp in Neuseelands Hauptstadt Wellington, mit bitterst chilliger Reggaemusik durch alle Lautsprecher J, erreichen wir um circa 14 Uhr Christchurch. Koffer geholt und schnell zum Hertz-Stand, unsern neuen Ford Territory abholen. Eigentlich hätten wir den erst ab morgen gebucht gehabt, aber konnten ihn glücklicherweise bereits heute bekommen. Diesmal ist er silberfarben und vor allem sauber J
Mit diesem fahren wir sogleich nach Christchurch-City und parken in einem Parkhaus. Das Wetter hier ist weniger gut, es regnet und hat circa 13 Grad. Also im Parkhaus schnell die lange Hose und den Pulli angezogen und nach einem Café oder einer Essenmöglichkeit gesucht, Schließlich landen wir wieder mal bei Burger King. Nach einem """"Festmahl"""" schlendern wir noch bisschen durch die Straßen Christchurchs – eine sehr schöne Stadt, die europäisches Flair versprüht und nicht wie die meisten Neuseeländischen oder Australischen Städte an Amerika erinnern. Vielleicht gefällt sie uns deswegen so gut?! Nach einer Stunde Internetcafé gehen wir durch Souvenirläden und kaufen je zwei lustige New Zealand T-Shirts bevor wir im Starbucks je einen Caramel Macciato trinken. Dann gehen wir unsere Reise erst an. Mittlerweile ist es 19 Uhr und wird langsam dunkel in Neuseeland. Unser Ziel heute ist noch Kaikoura, circa 170 km nördlich von Christchurch. Bei immer stärker werdendem Regen und schlechten Lichtverhältnissen, die wir von der Nordinsel schon gewohnt sind, machen wir uns auf die Reise, die Südinsel Neuseelands zu erkunden.
Endlich in Kaikoura angekommen, regnet es leider immer noch. Wir suchen die nächste Tanke und kaufen noch Nüsse und was zu trinken, dann sehen wir uns nach einem Restaurant um. Hier erinnert alles etwas an Deutschland. Regen. Berge und breite Strassen. Ok, da Meer gibt's bei uns nicht!
Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz vor einem Restaurant, in dem wir was essen wollen. Natüüüürlich hat die Küche schon geschlossen. Ich meine klar…ist ja auch schon kurz nach 21 Uhr. Um 22 Uhr werden wir schließlich gebeten das Lokal zu verlassen – Ladenschluss. Hier ist nix, aber auch wirklich NIX los! Also begeben wir uns auf den Parkplatz und richten unser Nachtlager im Auto ein, nachdem wir in einigen Motel gefragt haben, aber 15ß$ war uns zu teuer. Also Sitze nach hinten gedreht à waagrechte Liegefläche. Es ist auf jeden Fall bequemer als im Kofferraum, weicher. Nach einiger Zeit Ratschens, versuchen wir gegen Mitternacht zu schlafen.
Logbuch Eintrag 16: 22.3.2006
Nach einer eher ungechillten Nacht (ich lag auf dem Fahrersitz à Lenkrad) wache ich mit eingeschlafener Hand, steifem Genick, Blasenschwäche und durchfrorenem Körper auf. Es war wirklich so krass kalt in der Nacht. Das leicht angefeuchtete Handtuch als Decke zu gebrauchen war nicht wirklich schlau. Am kältesten waren meine Füsse, man kann sie mit Eiszapfen vergleichen. Wenigstens gings dem Dai nicht anders. Ich geh pinkeln und lege mich wieder hin. Um 9.30 Uhr kann ich nicht mehr schlafen und ärgere Dai, damit auch er aufwacht. Umziehen, Zähneputzen und zu einem Info-Site, um überhaupt mal rauszufinden was man hier machen kann – vor allem bei Regen und Kälte. Dai möchte unbedingt Whale-watching machen. Wir fahren erst mal frühstücken, um das ganze noch mal zu bereden. Nach einem guten Frühstück kommen wir erst mal zu dem Entschluss einen Schlafsack zu kaufen, weil's die letzte Nacht so bitter kalt war und wir aus Preisgründen nicht vorhaben ein Backpackers oder Motel zu beziehen. Also fahren wir und suchen nach einem passenden Geschäft. Gesucht – gefunden – gekauft. Jetzt aber schnell zum Whalewatching buchen. Um 12.15 Uhr müssen wir am Flughafen Kaikoura sein, denn wir nehmen den 30-minütigen und 90% Flug übers offene Meer, um Wale zu sehen.
Nach der Ankunft an dem kleinen Flughafen, erhalten wir eine kleine Einführung bevor wir in die Luft gehen. Dai darf hinten sitzen, beschließe ich, während ich neben dem Piloten sitze. Die Propellermaschine hat genau eine Rückbank, ist also sehr klein. Wir fliegen aufs offene Meer in circa 1.000 Fuß Höhe. Nach nichteinmal fünf Minuten erblicken wir einen Schwarm Pottwale, hier Sperm Whales genannt. Wirklich beeindruckend wie groß die Tiere sind. Der Pilot geht auf 500 Fuß runter, damit wir die Wale aus der Nähe betrachten und fotografieren können. Nach circa 40 Minuten Flug, landen wir total zufrieden wieder auf dem Kaikoura Airport. Wir bedanken und verabschieden uns und fahren wieder in die Stadt, um Mittag zu essen und den weiteren Verlauf des Tages zu planen.
Unser Ziel für heute heißt Arthur's Pass, ein Schneegebiet circa 300 km von Kaikoura. Der Arthur's Pass liegt auf circa 2.000 Metern über Normalnull, also erwarte ich Schnee. Kurz nach Kaikoura nehmen wir einen Tramper von der Nordinsel mit, Richard, der nach Christchurch will. Wir werden ihn bei der Abzweigung zum Arthur's Pass wieder absetzen. In Woodend tanken wir und verabschieden uns von Richard. Danach fahre ich wieder. Über Rangiora, Sheffield und Springfield geht es in die Porter Heights, ein kleiner Offroadtrip, der uns zum Verhängnis werden sollte. Sauschöne Gegend hier – tolle Bergkulisse, Seen, Flüsse, Kieswege, kurz vor Sonnenuntergang – also genau das Richtige für einen kleinen Offroadtrip denken wir uns fahren in ein Gebiet, von dem aus wir schöne Schnappschüsse machen wollen. Wir fahren über Stock und Stein bis wir kurz vor einem See stehen. Ich frage Dai, der schon ausgestiegen war, um Fotos zu machen, ob man dort fahren könne. „Jaja…is alles hart, fetz ma rüber!" Ok, denke ich und fahre dennoch vorsichtig auf den Untergrund. Siehe da…es ist Schlamm und wir (Dai ist inzwischen wieder zugestiegen) sinken mit der Schnauze voll ein. Super…ich lege den Rückwärtsgang ein und versuche aus der Scheiße wieder rauszukommen. Vergiss es, wir sind zu tief drin. Was nun?? Hier ist weit und breit NICHTS! Der nächste Ort ist 21 km weg und wir es wird bereits dämmerig. Kacke! Wir steigen aus und versuchen es mit Anschieben, Fussmatten unterlegen, Steine/Geröll hinter die Reifen,…bringt alles nichts, wir sinken immer tiefer. Kurz vorher haben wir einen Camper gesehen, Dai rennt zu ihm und bittet um Hilfe, während ich weiter versuche rauszukommen. Da nichts geht, gehen wir zu dem älteren englischen Ehepärchen im Camper und fahren mit Ihnen nach Springfield, 21 km, zur nächsten Tanke. Hoffentlich hat die noch auf, es ist schon fast 19 Uhr und da macht ja bekanntlich ALLES in Neuseeland dicht. Um kurz vor 19 Uhr erreichen wir die Caltex, der Tankwart ruft einen Abschlepper an, der uns für 160$ rausziehen kann. 10 Minuten später ist der auch schon da und wir fahren zum Ort des Geschehens. Da das Gelände etwas schwierig erreichbar ist, befürchten wir, dass der Truck dort nicht hinkommt. Der Abschleppdienst macht seine Sache sehr gut und wir sind innerhalb von 15 Minuten wieder auf dem Trockenen. Ist nochmal glimpflich ausgegangen. Wir bedanken uns nochmal bei dem Pärchen und dem Abschleppdienst und setzen unsre Reise erleichtert gen Arthur's Pass fort. Auf dem Weg dahin amüsieren wir uns über das Erlebte, auch die vorangegangen Geschichten mit dem Auto J. Irgendwo „in the middle of nowhere" natürlich, steht ein Ehepaar mit Autoproblemen. Da wir wissen wie es sich anfühlt, wenn keiner hält, halten wir und fragen, ob wir helfen können. Das Wasser scheint Ihnen ausgegangen zu sein. Wir haben nur Trinkwasser, das wir ihnen anbieten können. Schließlich fahren wir den Ehemann zum nächsten Hotel, wo er einen Kanister Wasser holt und wieder zurück. Da das Auto wieder funktioniert, fahren wir die restlichen 30 km zum Arthur's Pass.
Hier ist es wie ausgestorben und es hat genau noch EINE Bar/Kneipe geöffnet, die natürlich nichts mehr zu essen hat außer ein Brot und Chips und einen komischen Kuchen. Ich entscheide mich für Brot, Bier und Chips, Dai nimmt das gleiche nur den Kuchen statt des Sandwiches (meins war das letzte J). Wir essen und da das Licht ausgemacht wird (21.30 Uhr!), gehen wir und fahren auf den nächsten (Camping-)Parkplatz, um unser Nachtquartier aufzuschlagen. Schlafsack raus, Sitze verstellt, umgezogen, Fenster einen Spalt auf und noch ein paar Kekse gegessen. Der Sternenhimmel über uns ist phänomenal, so etwas haben wir beide vorher noch nirgends gesehen. Man erkennt Milchstrasse und tausende Sterne der südlichen Hemisphäre. Wahnsinn. Wir ratschen noch ein Weilchen, bevor wir um circa 23 Uhr beschließen zu schlafen.
Logbuch Eintrag 17: 23.3.2006
Um kurz vor 9 Uhr wache ich aufgrund Kälte und Fliegenplage in unsrem Auto auf. Hier sind duzende Fliegen drin. Scheiße! Fenster auf, war keine gute Idee (1.kalt, 2.Fliegen). Genervt von den Mistviechern wecke ich Dai und wir beschließen nach einer weiteren halben Stunde aufzustehen und uns langsam auf die Socken zu machen. Gesagt – getan, wir suchen eine Frühstücksmöglichkeit in Arthur's Pass. Unweit finden wir ein Café „Formerly The Chalét" wo wir ein Intercontinental Breakfast zu uns nehmen können. Wetter wird von neblig zu strahlend blauer Himmel ohne Wolke. Saugeil! Also schnell gegessen und los Richtung Mt. Somers, dem Drehort von „Herr der Ringe". Auf dem Rückweg passieren wir erneut unsre Lieblingsstelle von gestern, wo wir anhalten und das ältere hilfsbereite Ehepaar besuchen. Er fragt, ob wir wieder an den Strand wollen J Ja aber dieses mal zu Fuß. Nach einigen herrlichen Landschaftsaufnahmen und unsrem Loch, fahren wir eine Kiesstrasse nach Lake Coleridge Village, ein herrliches Gebiet, an einem See gelegen und von Bergen umrahmt. Ich denke, das hier wirkt alles so unreal, aber das ist es nicht! Die Landschaft beeindruckt uns wirklich schwer! Wir passieren Windwhistle und Mt. Hutt (ein Skigebiet, leider kein Schnee, nur auf den obersten Bergwipfeln) Gegen 13 Uhr erreichen wir Mt. Somers, ein Ort, der gar nicht an „Herr der Ringe" erinnert. Natürlich müssen wir weiter rein ins Gebirge, also entweder Lake Heron oder Lake Clearwater.
Wir entscheiden uns zum Lake Heron zu fahren, was eine ausgesprochen gute Idee war, aber dazu später. Auf Schotterwegen fahren wir circa 20 km und erspähen bereits von weitem eine sensationelle Bergkulisse, die für „Herr der Ringe" verwendet wurde. Wir fahren durch ein wunderschön herbstlich anmutendes Gebiet Richtung Lake Heron, wobei wir immer wieder mal anhalten und Fotos machen und die Natur genießen. So einen intensiven Naturgeruch habe ich noch nirgends erlebt – süßlich und lieblich wie eine gute ägyptische Shisha. Endlich erreichen wir den Lake Heron, wir halten und machen einige schöne Fotos von den schneebedeckten Bergen, die das Gebiet umgeben. Diese Ruhe ist wirklich ein Genuss! Nach einiger Zeit verabschieden wir uns wieder von diesem schönen Fleckchen Erde und fahren Richtung Christchurch. Wir müssen noch das Auto vom getrockneten Schlamm befreien und erreichen somit um circa 17 Uhr Christchurch. Wir haben natürlich einen Bärenhunger und gehen, obwohl wir keinen Cent Geld mehr cash haben zum Thailänder, da Dai's Visa noch geht. Es wird langsam dunkel und wir brauchen noch einen geeigneten und nicht allzu öffentlichen Parkplatz für heute Nacht. Natürlich brauchen wir Proviant für die Nacht und kaufen Bier, Schokolade und Pornohefte (kosten ja nur 13$ und wir habens ja so dicke J à Schnapsidee). Wir cruisen ziellos in Flughafennähe umher und finden erst nach 40 Minuten ein uns geeignet erscheinendes Gelände. Also parken, Bier auf, Schoko rein und Musik an. Wir ratschen natürlich noch ein Weilchen und amüsieren uns über unsre finanzielle Lage, bevor drei LKWs der Post uns fast komplett einparken. Wär natürlich saulustig, wenn die die ganze Nacht dableiben würden, dann kämen wir nicht zum Flughafen – sau geil! Ein Postparkplatz also…Nach circa 2 Stunden sind wir wieder alleine auf dem Parkplatz und bereiten uns auf die kurze Nacht vor – wir müssen morgen schließlich wieder früh raus…
Logbuch Eintrag 18: 24.3.2006 Tag der Abreise aus Neuseeland
Um 6.30 Uhr klingelt der Handywecker, was mich bis kurz vor 7 kalt lässt, da ich gerade die beste Autonacht aus ganz Neuseeland hinter mir habe. Ich ziehe mich schnell um und packe schnell alles zusammen. Um kurz nach 7 sind wir am Flughafen Christchurch angekommen und geben erst mal unser Baby aka Ford Territory ab. Jetzt schnell zum Check-In und dann Richtung Auckland.
Um 8.40 Uhr nehmen wir die Air New Zealand und starten den eineinhalbstündigen Trip nach Auckland. Ankunft bei strömendem Regen – die Frisur sitzt – gegen 10 Uhr am Auckland Domestic Airport. Da wir nachher sowieso zum International müssen, laufen wir das jetzt gleich im Regen hin und geben unser Gepäck für die letzten Dollar in ein Schließfach ab und nehmen den Bus in die City. Wir haben ja noch einiges vor heute – Stichwort „126" und „Falschparken". Der scheiß Bulle, der mich damals angehalten hat, meinte Kreditkarte würde zum Bezahlen gehen – ging natürlich nicht! Vollidiot! Ja okay, ich meine es ging aus zweierlei Gründen nicht: erstens ist mein Kreditrahmen gesprengt und zweitens konnte man eben nur Cash oder Cheque bezahlen. Klasse! Cash haben wir gar nix mehr, aber ich finde im Reißverschlussfach meines Geldbeutels noch 100€, die Rettung! 100€ sind 183$, Dai hebt noch 60$ ab und das bedeutet für mich: keinen „criminal record" im Pass und erneute Einreise in dieses wunderschöne Land möglich! Dai kann seine Parkstrafe telefonisch und per Kreditkarte einlösen. Erlöst von allen Schulden gehen wir befreit erst mal zu Wendy's, um uns den Bauch mit Burgern vollzuschlagen. Von den übriggebliebenen 20$ kaufen wir Postkarten und ein Souvenir. Hauptsache Geld sinnlos rausschmeißen J
Um circa 14.30 Uhr erwischen wir den Shuttle Bus zum Flughafen, der uns zwar noch endlang durch die Stadt fährt – egal, erstens haben wir genügend Zeit und zweitens schlafen wir die ganze Busfahrt. Nach 40 Minuten Busfahrt, sind wir wieder am International Terminal angekommen und holen unser Gepäck ab. Danach zum Check-in…natürlich auf blauem Teppich, also nicht mit den „Normal-Touristen" anstehen. Wie das möglich ist? Dai hat doch die Emirates Silvercard…der alte Vielflieger…bald hab ich sie auch J. Also das schnell erledigt und ab in den DutyFree Bereich, weil der Dai natürlich noch 2 Stangen Kippen mitnehmen muss, von denen er mir eine unterjubelt, zwecks Zoll.
Um 16.50 Uhr steigen wir in unsre Maschine ein und setzen uns auf chilligen Sitze mit viel Beinfreiheit. Auf dem dreistündigen Flug nach Brisbane, sehen wir uns „Derailed" an, spielen Spiele und essen ein leckeres Chicken.
Um circa 20 Uhr erreichen wir Brisbane International Airport, wo wir durch den Zoll und Einwanderungsblabla hindurch, von Anna abgeholt werden. Wir fahren nach Miami zu Dai, wo ich schnell meine Sachen umpacke und vor allem Geld einpacke. Das wichtigste aber ist eine D U S C H E! Drei Tage ohne duschen, da riecht man schon teilweise SELBST was und fühlt sich nicht wohl in seiner Haut. Neugeboren fahren Peter, Anna und ich um 22 Uhr wieder nach Brisbane zu Anna. Als wir dort ankommen, gibt's erst mal ein Bier und danach ein chilliges Spa-Bad zu dritt. Oberst-chillig so was – schön warm, nass, Massagefunktion und Bier! Was will man mehr? Die perfekte Kombination!
Irgendwann nach Mitternacht kommen Anna's Eltern nach Hause und wir werden herzlichst begrüßt und mit Bier versorgt. Hier lässt es sich aushalten J. Um circa 2 Uhr Nachts begeben wir uns auf unsre Zimmer und ratschen bis 3 Uhr. Anna geht dann in ihr Zimmer und Peter und ich schlafen auch gleich ein – ich habe davor schon leicht gedöst (Jetlag – hahaha ;) ), also fällt mir das Einschlafen nach diesem anstrengenden Reisetag nicht sonderlich schwer…
Logbuch Eintrag 19: 25.3.2006 Melbourne
Anna weckt uns unverständlicherweise bereits um 8.45 Uhr. Plemplem…die spinnt doch J Als Ihre Mutter um 9 Uhr vom Einkaufen singend zurückkommt, ist der Schlaf endgültig dahin. Peter will endlich mal wieder Weisswürste mit Brezn frühstücken, ist aber nicht gewillt welche zu holen, also knobeln wir – schnick schnack schnulle: 3:1 für Peter. Scheiße, er darf liegen bleiben und ich fahre zum Bäcker. Also fahre ich mit Anna zum „King of Cake – German Bakery". Dort kaufen Anna und ich 5 Brezn und 8 Weisswürste, danach noch zu Anna's Dad und süssen Senf holen. Wieder „daheim" wecke ich Peter während Anna und Ihre Mum Weisswürstfrühstück vorbereiten – leider ohne Weissbier L
Nach dem typisch bayrischen Frühstück mit leider viel zu harten Würsten (wahrscheinlich zu lang im Wasser J ) wird erst mal gechillt und Simpsons geschaut.
Um circa 13 Uhr fahren wir in die Stadt, um meinen kaputten iPod zum Apple Center zu bringen, danach trinken wir chillig einen (Eis-)Kaffee und relaxen an der Promenade. Da es bereits kurz vor drei ist und wir noch zur „South Bank" wollen, machen wir uns auf die Socken. Die „South Bank" ist ein künstlich angelegter Strand mitten in der Stadt – von Hochhäusern umrahmt – am Fluss gelegen. Ich sags mal so: endgeile Location! Man kann dort in einem quasi Pool neben dem Fluss baden/schwimmen/planschen (sehr schöner Blick auf die Skyline Brisbanes). Wir tauchen uns circa 90 Minuten, bevor wir uns auf den Weg zu Anna machen, um unsre Sachen zu packen. Peter chillt bei wenig Zeit & dreht sich erst mal eine…Ne kla…wir haben ja Zeit. Um 17.45 Uhr fahren wir dann los zum Flughafen (Flug geht um 18.40 Uhr) um in Richtung Melbourne aufzubrechen.
Um 18.10 Uhr erreichen wir den Flughafen und LAUFEN – ich meine fast SPRINTEN – zum Check-in von Jetstar, wo wir bereits erwartet werden. Schnell das Ticket geholt und ab zur Kontrolle vor dem Betreten des Sicherheitsbereiches. Peter hat natüüüüürlich SchereN dabei – das dauert. Schließlich werde ich noch, weil wir ja sooo viel Zeit haben, auf Drogen gefilzt und dann können wir zu unsrem Gate. Relativ pünktlich, um 18.45 Uhr, starten wir Richtung Melbourne. Auf dem zweistündigen Flug dahin, lernen wir Deanna kennen, eine sehr nette und hübsche 25-jährige Personal Trainerin.
Wir kommen um punkt 22 Uhr in Melbourne Avalon an. Richtig…AVALON!!! Nicht Tullamarine. Avalon Airport liegt eine gute Stunde Busfahrt von Melbourne weg. Also verabschieden wir uns von Deanne, tauschen noch schnell Nummern und nehmen den Shuttle-Bus zur Melbourne Central Station. Die Stunde Busfahrt schlafe ich, da ich todmüde bin.
Um 23 Uhr kommen wir an und gehen Richtung Elizabethstreet bzw. Hungry Jacks's, weil wir bitter hungrig sind. Nach der Stärkung gehen wir auf Backpackerpreisvergleichssuche und landen schließlich im „International Backpackers" und bezahlen stolze 30$ pro Nacht.
Jetzt aber auf in Melbournes Nachtleben, es ist schließlich Samstag Abend und bereits halb eins. Wir laufen relativ planlos umher, bis Peter mich dazu überredet ins „Public Office" zu gehen – einem Drum&Base und Trance Schuppen. Leider ist, als wir ankommen, die große Party schon vorbei und die leeren Fabrikräume im obersten Stock sind nahezu leer. Aber coole Location muss man sagen…Wir gehen also zum Yarro-River, in der Hoffnung in einem der vielen dort angesiedelten Clubs noch einen drauf machen zu können. Da uns aber keiner wirklich zusagt, sei es die Musik oder die Leute, machen wir uns, erschöpft vom vielen gehen und reisen, auf den Rückweg ins Backpackers.
Nach nur 40 Minuten umherirren finden wir es schließlich und gehen um circa 3.40 Uhr ins Bett.
Logbuch Eintrag 20: 26.3.2006
Um kurz nach 10 stehen Peter und ich nach einer kurzen Nacht auf, um auszuchecken und eine neue Bleibe zu suchen. Wir erfragen in zwei Backpackern die Preise und entscheiden uns fürs „Nomad's", ein gepflegtes und ebenfalls 30$ kostendes Hostel. Schnell die Sachen aufs Zimmer und zum Frühstücken ins „Café Bakpak", in dem Peter schon gearbeitet hat und das Personal kennt. 7.50$ für ein sehr gutes Frühstück mit allem was das Herz begehrt ist ein guter Preis.
Danach machen wir uns auf den Weg zum „Federation Square", weil dort Sonntags immer die Post ab geht…mit Live Musik und allem drum und dran. Da heute das Ende der Commonwealth Games ist, ist der gesamte Platz voller Menschen. Wir gehen über den Yarro-River in den Alexandra Garden, wo gerade ein Radrennen (die letzte Disziplin der Games) stattfindet, das wir uns natürlich ansehen. Im Anschluss schlendern wir durch den Park Richtung Botanische Gärten (schon in Sydney mein Lieblingsplatz) und chillen uns auf eine Wiese. Dann wieder über den Yarro-River zur anderen Seite der Promenade. Wir strawanzen an den etlichen Cafés und Straßenkünstlern vorbei und machen's uns im „World Café" gemütlich. Nach fünf Bier machen wir uns auf den Rückweg, um zu duschen und was zu essen. Es gibt Pizza 4 free im Hostel…
Um circa 21 Uhr gehen wir wieder zum „Federation Square", da es dort eine fette Party mit Feuerwerk und Musik geben soll. Als wir dort ankommen, erwartet uns eine enorme Menschenmasse und um 22.30 Uhr das zu erwartende gigantische Feuerwerk, das eine Viertel Stunde nonstop ging! Im Anschluss ist im Alexandra Garden und am Federation Square jeweils eine Bühne mit Live-Musik aufgebaut – eine Art Festival. Wir gehen also vom einen Musik-act zum anderen und feiern bis Mitternacht. Danach scheint die große Sause vorbei zu sein, aber Peter und ich haben noch Lust auf Party. Dummerweise ist Sonntag Nachts wenig geboten – wir gehen schließlich ins „Showgirls Bar 20", einem der zahlreichen Stripclubs in der Kings Street. Wir trinken drei weitere Bier und schauen blöd in der Gegend rum. Peter schmeißt mit Fünfern durch den Club J erreicht damit aber sehr wenig.
Um 3.15 Uhr gehen wir Richtung Backpacker, da Peter morgen um 6 Uhr aufstehen muss. Schließlich sind mit um kurz vor 4 im Bett.
Logbuch Eintrag 21: 27.3.2006
6 Uhr…mein Handywecker, den ich extra für Peter gestellt habe, weckt J E D E N im 8er Zimmer…außer Peter, die Pfeife. Den Anschiss der anderen bekommt Peter gar nicht mit; ich hole mir das Handy und wecke Peter, der um 7 Uhr mit dem Zug zur Führerscheinprüfung irgendwo hinfahren muss, und lege mich danach wieder ins Bett.
Um 10 Uhr gehe ich im Halbschlaf nach unten, checke aus und gebe meinen Rucksack im Baggage Room ab, da ich nicht die ganze Zeit damit rumlatschen will. Mein erstes Ziel heute heißt ganz klar: Hotel Bakpak zum billigen Frühstück.
Gesättigt mache ich mich auf den Weg, die 3,3 Millionenmetropole Melbourne zu erkunden. Mein Weg führt mich als erstes zu „rentforless", da wir eigentlich für heute 9 Uhr ein Auto reserviert hatten, es aber morgen erst wollen. Als das geklärt ist, gehe ich in die Fussgängerzone, zur Bourke Street, um ein bisschen zu bummeln. Genug Schaufensterbummeln gemacht, ich will was sehen, also gehe ich nach China-Town. Von dort aus Richtung Parlament, wo ich schon von weitem eine Menschenmenge in türkis erblicke. Was da los? Schaumermal… Es ist quasi so was wie bei uns die Meisterfeier des FC Bayern am Rathaus, nur eben mit den australischen Athleten und „volunteers". Ich höre mir also die Reden an, klatsche den Athleten zu obwohl ich keinen einzelnen kenne und jubele wenn die Menge jubelt. Als mir das zu blöd wird, gehe ich zur Flinders Street (gleich neben dem Federation Square), um einige Souvenirläden abzuklappern und zu essen.
Schließlich entscheide ich mich ein „Melbourne 2006" T-Shirt zu kaufen, finde aber keine passenden Preise. Ich erinnere mich an gestern und den Alexandra Park, in dem so was wie ein Outlet Store für die Shirts war. Also hingegangen und zwei zum Preis von einem gekauft…da „lohnt" sich doch das 45-minütige Anstehen an der Kasse – die Idee mit dem Warten nach den Spielen hatten wohl mehrere…
Nach einiger Zeit chillen am Federation Square mache ich mich um circa 17 Uhr auf den Rückweg, aber eine Bank in der Bourke Street lacht mich dermaßen an, dass ich noch 50 Minuten dort chille und Leute beobachte. Im „Nomad's" angekommen, hole ich meinen Rucksack und Peter nach 10 Minuten ebenfalls dort ankommt – Timing sag ich mal. Er hat's geschafft und wir checken wieder im „Nomad's" ein. Schnell essen wir was Mexikanisches 4 free und duschen danach. Da der Abend noch jung ist und wir was machen wollen, fragen wir die Rezeptionstante was man an einem Montagabend machen kann. Sie sucht einige Locations raus, die es wert sein sollen hinzugehen. Ein Reggaeclub mit Dub-Sound, ein 1$/pot beer Backpackerbar und ein Live-Rock-Schuppen. Reggae spricht uns am meisten an, also hin – tote Hose! Ohne reingegangen zu sein gehen wir zu dem 1$/pot beer Backpacker, der sau asslig ist, nur Gothic-Leute und krasse Heavy Metal Musik. Das billige Bier (1,25 Liter für 4.50$) tröstet uns schnell über die Missstände hinweg. Nach drei Eimern Bier und einigen neuen Bekanntschaften (ein Chilene, ein Holländerin, die sogar auf unsrem Zimmer ist und einem Deutschen). Zu viert gehen wir den letzten vorgeschlagenen Club austesten, der sich als ganz gut erweist. Wir verlieren nicht nur den Deutschen und die Holländerin, sondern auch uns sehr schnell. Nach vier weiteren Bier finden wir uns auf der Tanzfläche wieder. Die Rezeptionstante, Sarah, ist auch da – Peter schleppt sie natüüürlich ab J
Um 3 Uhr werden wir quasi rausgeworfen und machen uns auf den Heimweg – getrennt, da Peter die Orientierung verloren hat und mir weismachen wollte wo's am schnellsten zum Hostel geht. In seinem Zustand wusste er es ja ach so gut... – Ich war vor ihm da und gehe schlafen, keine Ahnung wann und wie Peter heimgekommen ist...
Logbuch Eintrag 22: 28.3.2006 Roadtrip Great Ocean Road
Um kurz vor 12 wachen wir sehr verkatert auf – scheiße! Erstens weil Auscheckzeit um 10.30 Uhr ist und zweitens, weil wir das Auto für 10 Uhr gemietet haben. Egal…abwechselnd gehen wir duschen, da unsre Zimmerkarte nach 10.30 Uhr nicht mehr funktioniert. Nach dem problemlosen Auschecken gehen wir zum Autovermieter, um das Auto abzuholen. Ein Hyundai Accent.
Um 13.10 Uhr kann der Roadtrip losgehen, bzw. erst mal das Frühstück im Hotel Bakpak. Um circa 14.30 Uhr machen wir uns endlich auf den Weg zur „Great Ocean Road" und den „12 Aposteln" (durch das Meer entstandene freistehende Felsbrocken in Küstennähe). Da wir so spät losgefahren sind, werden wir heute leider nix mehr von den Aposteln sehen (man fährt circa 5 Stunden ohne halten).
In Angelsea fahren wir auf den örtlichen Golfplatz, um die Rasenmäher zu betrachten. Klingt zwar komisch, ist aber so. In Angelsea werden nämlich etliche Kängurus als Rasenmäher verwendet, da diese das Gras derart genau kurz abfressen, dass kein mechanischer notwenig ist. Wir sehen eine ganze Horde, etwa 30 Tiere, beim grasen. Sie sind derart zutraulich bzw. wenig imponiert bzw. so beschäftigt mit fressen, dass man bis auf circa 1m heranrücken kann und sich sogar mitten in die Herde stellen kann. Ein sehr cooles Gefühl…
Über Geelong und Torquay gelangen wir zur Great Ocean Road, einer Straße, direkt am Ozean mit zig Haltemöglichkeiten, um die tolle Aussicht zu genießen und Fotos zu machen. Wir nehmen fast jeden Lookout mit, da die Aussicht wirklich phänomenal ist. Ich bin von diesem Fleckchen Erde derart begeistert, dass ich sogar Neuseeland in frage stelle. Ich entscheide mich jedoch für ein klares Unentschieden.
Auf der Weiterfahrt sehen wir Koalas, teilweise auf der Strasse (wir steigen aus und gehen quasi auf Augenhöhe mit dem Tier) und auf den Bäumen in einem kleinen Waldstück. Wieder steigen wir aus und gehen tiefer in den Wald hinein, um mehr Tiere zu sehen. Die Fotos, die wir machen, lassen den Flair etwas tourimäßig wirken, aber was soll's? Wir sind ja Touris…
Bei bereits absoluter Dunkelheit fahren wir das letzte Stück durch den Dschungel (sehen wieder viele Tiere (Opossums, Kängurus, etc.), überfahren aber keins) nach Port Campell, wo die 12 Apostel sind und halten auf dem Parkplatz. Dort machen wir es uns im Auto gemütlich und machen erst mal den von unsrem letzten Geld gekauften 4 Liter Tetra-Pak Wein auf, hören Ben Lee zum 13.000sten mal und hauen uns Pizzacracker rein. Kohlemäßig schaut's ganz lau aus (25$ tanken, Rest essen = 9 $ Rest. Rückreise ist also fraglich, wenn Peters Konto ebenfalls nichts mehr hergeben sollte, wie er behauptet. Darüber machen wir uns bzw. Peter sich jedoch keine Gedanken – wird schon klappen…
Um 23.15 Uhr legen wir uns auf die Vordersitze unsres Autos und schlafen.
Logbuch Eintrag 23: 29.3.2006 „12 Apostel" und Abreise
Der um 4 Uhr gestellte Handywecker reißt mich aus meinem ohnehin mäßig ungemütlichen Schlaf – Peter ist schon wach, konnte kaum schlafen. Um 4.45 Uhr erspäht Peter angeblich die ersten Sonnenstrahlen am Horizont und wir gehen in völliger Finsternis zum Lookout für die 12 Apostel um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Auf dem Weg dorthin sehe ich drei Sternschnuppen am wunderschön klaren Himmel der südlichen Hemisphäre – ansonsten ist es wie gesagt stockfinster und arschkalt. Peters Licht am Horizont bzw. Sonnenaufgang war ein vorbeifahrendes Auto oder eine Stadt. Also gehen wir zum Auto zurück (auf dem Weg hören wir ein Känguru hüpfen, sehen tun wir nichts – rein gar nichts!).
Ich lege mich übermüdet noch mal hin und schlafe bis 6.40 Uhr. Erschrocken wache ich auf, da ich dachte, den Sonnenaufgang verpasst zu haben. Zum Glück nicht, aber diesmal erkennt man wirklich einen hellen Schimmer am Horizont, also machen wir uns wieder auf den Weg zum Lookout. Jawoll…es wird langsam hell, dauert aber seine Zeit.
Um kurz vor 8 fängt die Sonne endlich an über die circa 30 Meter hohen Küstenfelsen auf uns und die 12 Apostel zu scheinen. So einen phantastischen Sonnenaufgang habe ich noch nie gesehen und bin froh ihn erleben zu dürfen. Es ist wirklich ein denkwürdiger und wunderschöner Moment und Anblick, wie das Zusammenspiel von Sonne, Morgenröte, Apostel und Meer (auch das Rauschen der Wellen) zusammenwirken.
Es folgen etliche Bilder vom Aufgang bis hin zur kompletten Helligkeit. Um noch bessere Fotos machen zu können, klettere ich über einen Absperrzaun auf den zukünftigen 13. Apostel. Dieser befindet sich etwa 30 Meter vom Lookout und ist nur über einen schmalen sandigen Untergrund zu erreichen – jetzt verstehe ich die Absperrung, da der Untergrund wirklich nicht befestigt scheint. Dennoch – hier ist es tausendmal besser als am Lookout, erstens da ich alleine bin und nicht umgeben von Touristen und zweitens, da ich die beste Sicht auf das Spektakel habe. Ich bekomme wahrscheinlich als erster der Leute hier die ersten Sonnenstrahlen ab. Peter kommt ebenfalls hinüber und wir machen einige eindrucksvolle Fotos vor der Traumkulisse.
Da wir das Auto dummerweise um 13.10 Uhr abgeben müssen, machen wir uns schweren Herzens auf den Rückweg – aber beste haben wir gesehen…
Wir haben ja noch ein taffes Programm vor uns: „Loch Ard Gorge" und die „Erskine Falls".
Loch Ard Gorge ist eine traumhafte Bucht, unweit von den Aposteln gelegen, in der in den 1920ern ein Schiff aufgelaufen ist und alle Menschen darauf bis auf zwei gestorben sind. Eine ebenfalls sehr schöne Kulisse. Leider können wir das Schiffswrack wegen Zeitmangels nicht besichtigen.
In Apollo Bay kaufen wir von den letzten 7.20$ in einer Bäckerei ein – und tanken für 13 $. Jetzt sind wir wirklich pleite L
Wir essen und fahren nach Lorne, davon 9km zu den „Erskine Falls", einem momentan leider mit sehr wenig Wasser gefüllten Wasserfall, dessen Anblick dennoch wunderschön ist, da er in einer sehr grünen und Dschungelartigen Umgebung ist. Ich schätze ihn auf eine Höhe von 30 bis 40 Metern, er besitzt jedoch mehrere Treppen. Da er sehr schmal ist, mündet er natürlich auch in einem sehr kleinen, circa 8 Meter breiten Rinnsal. Dummerweise habe ich den Akku der Kamera bei den Aposteln, der Great Ocean Road und Loch Ard Gorge verprasst und somit waren nur Handyfotos möglich.
Nun müssen wir uns allerdings schleunigst auf den Rückweg machen, wenn wir das Auto rechtzeitig abgeben wollen. 150km sind in zwei Stunden nicht zu bewältigen, da es eine sehr kurvenreiche Straße ist und wir wenig Benzin haben.
Peter checkt noch mal sein Westpac Konto und – tatsächlich – er hat noch Geld drauf! Also haben wir wieder Geld, um in Torquay zu tanken. Die verbleibenden 110km können wir in einer Stunde zwar nicht schaffen, beeilen uns natürlich dennoch. Wir brauchen anderthalb Stunden.
Glücklicherweise hat die Autovermietung zu und ist erst wieder um 14.30 Uhr anzutreffen. Genügend Zeit also, um mit Peter noch zu Vic Roads zu fahren, da er seinen Motorradführerschein abholen will. Wir fahren auch noch ins Hotel Bakpak, da Peter dort ein Praktikumszeugnis abholen muss. Lief allerdings alles scheiße! Nach der problemlosen Autoabgabe gehen wir wieder ins Bakpak, wo Peter das zu managen versucht, während ich Tagebuch schreibe und im Internet surfe.
Der gute Peter macht sich nun für zwei Stunden auf den Weg zu VicRoads, um das dort zu klären, während ich zeichne, Musik höre und schlafe.
Nachdem der feine Herr seinen Arsch wieder her bewegt hat, gehen wir zum Asiaten schlemmen…klaaa…wir haben ja dick Kohle, aber 6.50$ pro Person für 4 Mahlzeiten lässt sich einrichten.
Im Anschluss gehen wir ins „Big W", einen Barttrimmer kaufen und dann in einer Bar ein Bier trinken. Gelassen machen wir uns nun auf den Weg zum Busbahnhof und fahren diesmal zum Tullamarine Airport. Nach nur 25 Minuten Busfahrt erreichen wir diesen und gehen zum Check-in, danach zu Gate 10, wo wir unseren restlichen 4Liter Tetra Pak Wein beginnen zu trinken. Leider schaffen wir nur ein Glas, denn dann geht's schon um 21.10 Uhr in die Maschine, wo wir die Weinparty allerdings weitergehen lassen wollen. Noch VOR dem Start werden wir gebeten dieses zu unterlassen und der Wein (circa 2,5 Liter Rest) wird uns einfach abgenommen. „I'm so sorry!" B_I_T_C_H_! Was nun? Wir grübeln circa eine Flugstunde, wie wir den Wein zurückbekommen können, den die Stewardess ja nur in die Gepäckablage über uns verstaut hat. Es war alles erdenklich Mögliche dabei, von Geldangeboten (10$ J )bis hin zu Diebstahl – alles genauestens durchdacht, bislang aber nicht durchgezogen.
Update: TRICK 17! Ich, der am Gang sitzende starte ein klasse Ablenkungsmanöver, indem ich aufs Klo gehe, Peter rauscht mir hinterher, Gepäckluke laut auf, Wein raus, Gepäckluke noch lauter wieder zu und fertig. Als ich wiederkomme, kann die Party weitergehen. Jawoll…lääääääääuft!
Nach drei Weinchen landen wir auch schon wieder und keiner hat's gemerkt. Besser gelaunt, quasi als Sieger dieser Aktion, verlassen wir erhobenen Hauptes das Flugzeug und binden der Stewardess unseren Sieg noch auf die Nase, ehe uns Dai um 22.30 Uhr in Coolangatta/GoldCoast abholt.
Zurück daheim, schauen wir noch eine DVD an und überspielen die ganze Fotos auf den Laptop, ehe wir um circa 3 Uhr schlafen gehen.
Logbuch Eintrag 24: 30.3.2006
Heute sind der Peter und ich bereits um kurz vor 10 aufgestanden. Ich mache mein berühmtes Frühstück, diesmal jedoch keine Rühr- sondern Spiegeleier. Dai ist in der Uni und kommt erst um 13 Uhr wieder, also chillen Peter und ich einfach nur, surfen im Internet und schreiben am Tagebuch.
Als der Dai da ist, fährt der Peter nach Byron Bay, eine Schnecke besuchen, dessen Sohn Geburtstag hat. Dai erledigt einige Aufgaben für die Uni, während ich immer noch chille.
Ich fahre Dai um 16 Uhr in die Uni und weiter ins Robina Town Center, einer Einkaufsmall, in der ich Geld wechseln will. Lauter verwirrende Schilder und keine Bank. Als ich eine finde, will mir diese weismachen, dass es nur mit Reisepass möglich wäre zu wechseln und so einen Quatsch! Wenn die meine guten Euros nicht wollen, dann eben nicht! Vollidioten!
Ich entschließe mich also nach Surfers Paradise zu fahren, was jedoch keine sonderlich schlaue Idee war…erstens: Rushhour, zweitens: Tankanzeige blinkt, drittens: zeitlich unmöglich rechtzeitig bei einer Bank zu sein. Also fahre ich nach Hause und Dai kommt auch bald mit Ken nach Hause. Es ist so unglaublich heiß, dass man im Sitzen und nichts-tun einfach anfängt zu schwitzen und stinken! Da kann man nicht mal raus auf die Terrasse, geschweige denn zum Surfen gehen! Fast schon ätzend!
Am Abend gehen Dai und ich noch zum DVD-Verleih und leihen uns „The 40 year old virgin" (sau witzig!!!), „Mr. & Mrs. Smith" und „Barley Legal" (solala) aus. Wir sehen uns „The 40 year old virgin" an und lachen uns kaputt…
So geht dieser relativ ereignislose Tag um circa 4 Uhr zuende und ich gehe ins Bett…
Logbuch Eintrag 25: 31.3.2006
Heute bin ich, da ich erst um 4 Uhr ins Bett gegangen bin, auch erst um 12 Uhr aufgestanden. Ich mache natürlich Frühstück…Spiegeleier mit Toast auch für Dai mit (Peter ist noch unterwegs in Byron Bay).
Dai und ich wollten heute einen Shopping-Tag einlegen, d.h. eigentlich einen Surf-Tag, aber es pisst wie „cats and dogs", also shopping. Wir fahren nach Nerang in einen Billabong und Quicksilver Outlet Store und ich kaufe mir eine neue Mütze und ein Shirt. Dai schlägt mit einer Badeshort zu.
Danach fahren wir nach Southport in eine Shopping Mall, wo Dai sich noch mit einer Short einkleidet. Wir essen und fahren nach Surfer's Paradise, wo ich die letzten Souvenirs einkaufe. Außerdem kaufen wir Abendessen. Danach wieder nach Hause um zu chillen. Peter kommt irgendwann auch und wir bereiten das Essen vor. Es gibt Schnitzel mit Kartoffelpüree und Gemüse. Lecker lecker…
Da wir nicht wirklich was Besonderes für heute Abend vorhaben, schauen wir uns einfach wieder eine DVD („Barely Legal") an und trinken gemütlich was zusammen.
Um kurz nach 2 geht dieser eigentlich ruhige Tag zu Ende und wir gehen ins Bett…
Logbuch Eintrag 26: 01.04.2006
Heute war der aufregendste Tag überhaupt…
Zuerst waren wir in Surfers Paradise und haben circa 3 Meter hohe Wellen geritten. Um circa 14 Uhr sind wir essen und danach wieder zum Surfspot, wo die Wellen noch höher waren. Plötzlich wurde aber Haialarm ausgerufen. Alle mussten raus aus dem Wasser. Ich war dummerweise etwas hinterher und sehe unweit von mir eine Flosse auftauchen! Scheiße! Was tu ich jetzt, da ich noch nicht so der gute Surfer bin und oft von den hohen Wellen falle. Wäre ein gefundenes Fressen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nun, da ich dies noch schreiben kann, habe ich es wohl irgendwie geschafft. Ich sehe also die Flosse und paddle was das Zeug hält, da ebenfalls eine sehr große Welle auf mich zukommt. Wenn diese mich verschluckt, werde ich zu Haifutter. Also paddle ich quasi um mein Leben, erwische die Welle, in der ich sogar noch einen Fischschwarm ausmachen kann, stehe auf und reite die Welle so schnell es geht Richtung Strand wo der Rest der Surfer mir zusieht und zuruft! Im knietiefen Wasser, springe ich von meinem Board und laufe so schnell ich kann an den Strand, wo es einen riesen Applaus gibt! Dai steht schon dort und beglückwünscht mich, einige der Surfer sowie der Lifeguard klopfen mir auch noch auf die Schulter und zeigen mir den Daumen nach oben. Ich kann's noch gar nicht richtig fassen, dass ich gerade einem Hai davon gesurft bin – in Angstsituationen scheint der Mensch zu allem fähig zu sein! Mann Mann Mann…
Ich gehe für heute erst mal nicht ins Wasser und Dai ist der selben Meinung! Also fahren wir wieder heim, wo Peter faul auf der Couch liegt. Er scheint gut gelaunt zu sein – wieso nur? Er erzählt, er habe vorher ein nettes Mädchen im Cafe kennengelernt und diese mit zu Dai genommen, was Dai nicht gefällt. Den Rest der Geschichte könnt Ihr Euch ausmalen…
Abends kochen wir lecker Shrimps und schlemmen was das Zeug hält.
Lu, ein Freund von Dai kommt, vorbei und wir trinken eine Flasche Wodka binnen 50 Minuten. Angeheitert setzen wir uns ins Auto und fahren nach Surfers Paradise, wo Dai den Besitzer eines Strip-Clubs kennt. Also Eintritt for free und Shots ebenso. Das lassen wir vier uns nicht entgehen und lassen richtig die Sau raus!
Da der Besitzer, Dai schon lange nicht in seinem Club gesehen hat, fordert er Chantall, eine Stripperin, auf für uns einen Private Lapdance zu machen. Sie macht das wirklich gut und wir geben ihr ein angemessenes Trinkgeld. Stichwort: „Fünfer durch den Club werfen"
Unsre Laune verwandelt sich schlagartig ins Negative, als wir sehen wie ein Betrunkener Mann, Chantall anfasst, was in einem Stripclub nicht erlaubt ist. Wir vier überlegen keine Sekunde und zerren den Mann weg von Chantall, den Rest erledigt der Türsteher draußen…Chantall ist happy, dass wir ihr geholfen haben und belohnt uns nochmals mit Ihren Stripkünsten, was wir natürlich gerne annehmen (ihr aber sagen, dass wir das gerne getan haben ;) )
So neigt sich der Abend um circa 4.30 Uhr dem Ende und Chantall fährt uns noch nach Hause, da wir dazu nicht mehr in der Lage sind…der Besitzer, Jack, hat uns den ganzen Abend nach der „Rettungsaktion" von Chantall, frei trinken lassen…
Logbuch Eintrag 27: 02.04.2006
Heute sind Peter und ich bereits um halb neun aufgestanden, da wir mit Lu und seiner Freundin nach Byron Bay an den Strand zum surfen wollten.
Lu kommt um 10.15 Uhr, abgemacht war 9 Uhr…Jetzt schnell das Surfboard in den Kofferraum und ab geht die einstündige Fahrt nach Byron Bay zu einem guten Surfspot.
Angekommen am Strand geht's gleich ins Wasser zum surfen. Mit dem Board vom Dai klappt's leider nur sehr mäßig, da es sehr klein ist. Ich nehme nach einiger Zeit Lu's und schaffe es einigermaßen zu surfen. Gestern ging das noch besser – notgedrungen…
Nach circa 2 Stunden geh ich raus aus dem Wasser, da ich Hunger habe. Glücklicherweise bin ich nicht der einzige – wir fahren in den Ort, wo ich mir Fish&Chips kaufe. Danach geht Lu und Anhang irgendwo shoppen, während Peter und ich wieder zum surfen fahren. Peter liegt am Strand und pennt und ich versuche mich weiterhin beim Surfen.
Um circa 17 Uhr surfe ich immer noch, gehe aber gleich raus, da der Sonnenuntergang einfach fotografierwürdig ist. Ich mache einige Shots und gehe wieder surfen. Peter erwacht und holt mich aus dem Wasser, da Lu angerufen hat, wir sollen ihn abholen kommen.
Gesagt – getan. Also machen wir uns auf den Heimweg, wo Dai schon wartet.
Gegen 18.20 Uhr kommen wir dort sehr müde an und machen es uns auf der Couch gemütlich. Wir beschließen heute mal einen DVD Abend zu machen. Also schauen wir uns gleich zwei Filme an („American Pie Band Camp" und „My boss' daughter" mit Ashton Kutcher). Nach den Filmen schreibe ich noch restliche Postkarten und gehe um 2.15 Uhr ins Bett.
Logbuch Eintrag 28: 03.04.2006
Heute bin ich erst um circa 11 Uhr aufgestanden, da ich recht fertig vom Surfen etc. war. Frühstück gemacht und dann. Gegen 12 Uhr fahren Peter, Dai und ich dann nach Currumbine zu einem Surfspot. Ich leihe mir jedoch vorher noch ein „Long-Board" aus, da es mit diesem einfacher scheint. 20$ für 24 Stunden ist ein guter Preis, also Long-Board hinten am Kofferraum raushängen lassen und die 15 Minuten nach Currumbine gefahren. Das Auto ist mit drei Surfboards und uns Dreien ziemlich voll. Macht aber nix, ich sitze vorne J
Am Spot angekommen, erwarten uns riesige Wellen von mindestens zwei Metern, Felsen, eine nicht zu schwache Strömung und jede Menge Surfer, die es alle besser können als wir. Egal, nur so lernt man es denke ich und stürze mich in die Fluten. Bis ich mit dem Long-Board erst mal zu dem Punkt komme, an dem die Wellen nicht mehr genau vor einem brechen und einen wieder 5 Meter zurückspülen, nachdem man sich mühsamst 3 Meter nach vorne gepaddelt hat, vergeht circa eine halbe Stunde! Aber jetzt bin ich da und erwarte meine erste große Welle mit dem Long-Board – sie kommt, ich paddle, bekomme Speed und schaffe sie sogar zu reiten…5 Meter…dann zerschmettert sie mich und treibt mich 20 Meter gen Strand. Also das Gleiche nochmal…paddeln, zurückgespült werden, paddeln, erschöpft eine Welle nehmen usw. Um circa halb drei fahren wir wieder nach Hause, da Dai in die Uni muss – ich fahre ihn und im Anschluss mit Peter wieder an den Spot.
Diesesmal scheinen noch mehr Surfer da zu sein als vorhin und die Wellen noch größer! Aber so langsam hab ich den Dreh raus und komme relativ schnell nach vorne an die besagte Grenze. Nachdem ich es schaffe einige Male bis zum Strand zu SURFEN (ohne zu fallen) tauschen Peter und ich Boards – was mich im Endeffekt wieder Meilen nach hinten wirft, da ich nicht raus komme! Mit diesem kleinen Board paddelt man zwar mehr, kommt aber langsamer voran L.
Um 18 Uhr packen Peter und ich die Segel, erstens da es schon dunkel wird (à Haie kommen) und zweitens weil wir Dai abholen müssen. Also fahre ich Peter nach Hause und hole danach Dai von der Uni ab. Wir fahren noch schnell was zu Essen kaufen und dann nach Hause.
Heute gibt es „Chicken Kiev" und „Asian Chicken" mit Kartoffelpüree und Gemüse. Schmeckt mal wieder ausgezeichnet ;)
An meinem letzten Abend in Australien machen wir natüüüürlich was? Genau – DVD Abend J Die Jungs haben sich richtig was einfallen lassen und einen Film vom KZ Auschwitz rausgesucht *augenroll*. Naja…bedrückend wie der Film, ist auch die Stimmung irgendwie – vielleicht liegt's am Film?!
Auf jeden Fall gehen wir zeitig, um kurz nach Mitternacht, schlafen, da wir morgen in aller früh, gegen 6 Uhr morgens, noch mal surfen gehen und den Sonnenaufgang ansehen wollen.
Logbuch Eintrag 29: 04.04.2006 Goodbye Australia
Natürlich sind wir NICHT um 5.30 Uhr aufgestanden, um zu surfen, sondern erst um kurz vor 9. Dai muss wieder in die Uni, wo ich ihn hinfahre, da ich das Auto gerne hätte um a) noch einkaufen zu fahren und b) zum surfen.
Also fahre ich nachdem ich Dai abgesetzt habe, ins „Pacific Fair", der Einkaufsmall nähe Surfers. Ich kaufe mir von meinem quasi letzten Geld noch eine Badeshort (Surfershort J) und ein paar Billabong Flip-Flops.
Um kurz nach 10 bin ich daheim und Peter und ich machen uns auf den Weg zum Miami Beach – surfen. Dort waren wir schon öfters und die Wellen waren angenehm – heute nicht! Bittere Brecher dabei und keine Chance über die Grenze zu gelangen – also ein Kampf nicht allzu weit zurückgespült zu werden. Im relativ seichten Wasser kann man aber bereits surfen und somit lautet meine Devise heute: des passt scho…(es fehlt auch die Lust, wenn man 40 Minuten nur von Brechern immer bis ins Knietiefe Wasser gespült wird, noch weiter rauszupaddeln!)
Ich erwische wieder ein paar Wellen und das macht zum Abschluss noch mal gute Laune (im Gegensatz zu meinen mittlerweile BLUTIGEN Nippeln und der aufgeriebenen Haut auf Brust und Bauch). Die Wellen hier sind sehr fies, da von sie von zwei Seiten gleichzeitig auf einen niederpreschen! Außerdem ist die Strömung der stark, so dass wir gegen 12.45 Uhr etwa 15 Minuten zum Auto gehen müssen, da wir soweit gespült wurden.
Der kleine Dai hat bereits 6 (!!!) mal angerufen und möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden. Ich hole ihn schnell ab und als ich wieder daheim bin, muss es relativ schnell gehen. Essen machen (nur Instant Nudeln, keine Zeit für mehr), duschen, packen, etc.
Dai wird um 14 Uhr von Peter wieder in die Uni gefahren während ich einpacke. Erstmal alles wieder finden! Es fehlt natüüüürlich ein Handtuch und das Kofferband, das sich als sehr notwendig herausstellt, da der Koffer proppe voll ist. Ich finde es nicht und Dai weiss auch nicht wo es sein könnte. Wenigstens ist das Handtuch da.
Um 16 Uhr machen Peter und ich uns auf den Weg nach Brisbane zum Flughafen. Auf dem Weg dahin schlafe ich, während es ein heftiges Gewitter gibt. Wir müssen langsam fahren. Schließlich kommen wir um kurz nach fünf an und parken das Auto.
Kurz darauf kommt Anna und wir kaufen ein Kofferband im Duty Free. Als ich einchecken möchte, hat die Emirates Tante ein Problem mit meinem Koffer – zu schwer (43 kg insgesamt mit Handgepäck)! Pro Kilo müsste ich 38$ bezahlen. Kannst mich mal!
Ich packe aus meinem kleinen Koffer, der eigentlich als Handgepäck gedacht war, meine Bücher und Broschüren aus und gebe sie Peter zum lesen wieder mit, er soll sie mir mitbringen wenn er kommt. Jetzt habe ich nurnoch den Rucksack und die Laptoptasche – das scheint gerade so zu gehen. Den kleinen Koffer muss ich auch aufgeben!
Leicht gereizt gehe ich mit Anna und Peter einen Cappuccino trinken bevor ich um 19.45 Uhr in den gesicherten Bereich gehe um zu Gate 79 zu gehen, wo meine Maschine auf mich wartet. Um 20 Uhr ist Boarding-Time und ich setze mich auf meinen gemütlichen Platz.
Um 20.35 Uhr heißt es endgültig: Goodbye Australia!
Schweren Herzens schaue ich noch mal aus dem bereits fliegenden Flugzeug auf Brisbanes Lichtermeer – das war's wohl…
Auf dem 7-stündigen Flug nach Singapur schaue ich erst mal Kinofilme („Rumor has it" (Kevin Kostner und Jennifer Anniston)) und esse ein Chicken Curry, das sehr mundet.
Ich schlafe circa 3 Stunden bevor wir um kurz nach 2 Uhr Ortszeit Singapur erreichen.
Die meisten Passagiere verlassen die Maschine, aber mir ist das zu blöd, da wir eh in 30 Minuten wieder zum Weiterflug da sein sollen – und außerdem kenne ich den Flughafen bzw. Singapur schon. Also kommen die Passagiere wieder und der Weiterflug nach Dubai kann um circa 3.30 Uhr weitergehen.
Logbuch Eintrag 30: 05.04.2006 „do buy" formerly knows as Dubai
Nach dem Start in Singapur bin ich so k.o., dass ich gleich wieder einschlafe. Nach 2 Stunden wache ich auf und sehe mir das Ende von „Dick und Jane" an, was ich allerdings nicht verstehe, da der Zusammenhang fehlt. Friends ist besser…
Ich schlafe 3 weitere Stunden und frühstücke ein Käseomlett mit „lecker" Würstchen – wääh!
Danach geht es relativ schnell, da die Flugzeit auf 6:52 Stunden festgelegt wurde. Also lese ich noch ein bisschen im Dubai-Reiseführer, bevor die Maschine EK433 um 6.35 Uhr Ortszeit Dubai landet. Jetzt mit dem Bus in den Arrival Terminal und durch die Passkontrolle.
Schnell die Koffer geholt und raus zum „Arabian Adventure" Schalter, um meinen Shuttlebus zu erreichen. Um kurz nach 7 fahre ich in einem Kleinbus in mein Hotel „Pearl Residence" im Herzen Dubais.
Nach „nur" 30 Minuten erhalte ich ein schönes Doppelzimmer mit Küche, Bad, Wohn- und Schlafbereich. Erschöpft lege ich mich erst mal hin und gehe danach duschen. Es ist ja noch früh und ich habe den ganzen Tag und morgen Zeit Dubai anzuschauen…
Als ich um circa 11 Uhr frisch geduscht und gestylt für Dubai aus meinem Hotel gehe, stellt sich natürlich als erstes die Frage: wohin? Mein erstes angepeiltes Ziel ist, das im „Marco Polo" Reiseführer empfohlene Einkaufszentrum „Bur Juman Centre", das ich unweit von meinem Hotel lokalisiere. Auf Anhieb hingefunden. In dieser gigantischen Einkaufsmall befinden sich 300 Geschäfte in „Suq-Manier", also wie ein Markt aufgebaut. Alle exquisiten Marken sind vertreten, von Louis Vuitton über Sachs New York, Dolce&Gabbana, Calvin Klein, Dior bis hinzu Chanel und Bang&Olufsen. Alles was bei uns teuer ist, ist hier auch teuer, aber billiger als bei uns…also schlage ich natüüüürlich NICHT zu, da ich kaum Geld habe. Schauen kostet ja nix. Ich genehmige mir in Business-Manier ein Sandwich und einen Latte Macchiatto und betrachte von meinem Platz aus, die Scheichs in weiß und deren Frauen in schwarz. Die Scheichs scheinen so reich zu sein, dass sie gar nicht mehr arbeiten müssen und stattdessen mit den Frauen einkaufen gehen können/wollen/müssen (wer weiß das schon so genau…?!?). Auf jeden Fall habe ich genug so getan, als hätte ich Geld, denn ich war in diversen Edelboutiquen („I'm only looking for a new Armani Sunglass…I lost mine!" J), und möchte den Tag noch sinnvoll nutzen.
Also beschließe ich, da ich gelesen habe, dass die Märkte bzw. Bazare erst wieder um 16 Uhr öffnen, mit dem Taxi ins „Madinat Jumeirah" zu fahren. Dies tue ich jedoch eigentlich nur unter dem Vorwand das berühmte und einzige 7-Sterne Hotel dieser Welt, das „Burj Al Arab" zu sehen, da ich nicht als Tourist angesehen werden will. Also laufe ich noch ein Stückchen, um das Taxigeld zu sparen und nehme schließlich eines zum „Madinat Jumeirah", einer nach dem Vorbild des mittleren Ostens entworfene Basarstrasse in einem gigantischen Gebäudekomplex mit 5-Sterne Hotel und Appartements. Dieses Treiben und Ambiente hier hat einen gewissen orientalischen Flair, den ich sehr mag. Es hat dieses typische Basar-Handel-Flair, das ich schon aus Ägypten kennen und lieben gelernt habe. Leider sind die Sachen hier auch relativ touristisch angehaucht und somit teuer – ich kaufe nichts!
Genug flaniert, ich mache mich auf den circa 800 Meter langen Weg zum „Burj Al Arab", das ich schon von der Promenade vor dem künstlichen Kanalsystem des „Madinat Jumeirah" gesehen habe. Da hier ÜBERALL gebaut wird, ist das Erreichen bzw. Begehen eines Gehweges gar nicht so einfach – alles abgesperrt. Ich gehe dennoch ein Stück darauf, da ich keine Lust habe auf der 6-spurigen Strasse von einem hupenden (hier hupen alle wegen nichts!) an-/überfahren zu werden.
Endlich stehe ich davor…das isses also…das Burj Al Arab. Ein 320 Meter hohes 7-Sterne-Luxushotel, das durch seine einmalige Segelarchitektur bekannt ist. Leider kommt man nicht näher ran, als bis zur Einfahrt, da dort Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden, dass nicht jeder möchte-gern wie ich, einfach in der Hotellobby rumspaziert und blöd gafft – genau das hätte ich getan J Aber so isses auch eindrucksvoll, vor allem, weil man es sich irgendwie nicht so hoch vorstellt.
Natürlich muss ich jetzt auch noch das „Jumeirah Beach Hotel" sehen, das wie eine gigantische Welle (wellenförmig) nur 300 Meter neben dem Burj Al Arab liegt. Leider ist das 5-Sterne Hotel so breit, dass man auf die andere Straßenseite, also 12 Spuren, wechseln müsste, was irgendwie nicht geht, da keine Zebrastreifen oder Ampeln zu sehen sind, geschweige denn Gehwege. Also begnüge ich mich mit dem Anblich aus der Nähe.
Es ist bereits 15 Uhr und ich möchte ja noch einiges machen heute. Also nehme ich wieder ein Taxi und fahre nach Deira, ein Stadtteil quasi am anderen Ufer des Dubai Creek (ich wohne in Bur Dubai). Dort möchte ich gerne das Gold-Viertel, „Dubai City of Gold" besichtigen. Die unscheinbare Gasse hat es in sich. Im Goldsuq (suq = Markt) findet man circa 300 Juweliergeschäfte, deren Schmuck sich immer mehr zu übertrumpfen scheint. Die Strasse ist von vier Seiten erreichbar und von Polizisten umgeben. Ich verstehe jetzt auch den Namen Dubai, er scheint vom englischen „do buy" zu kommen. Man wird an jeder Ecke angesprochen, ob man nicht vielleicht eine Rolex oder Rado Uhr haben möchte…seh ich so aus oder was? Ich hab doch meine Bling-Bling Uhr J
Da mir das Angequatschwerden zu blöd wird, und es langsam 16 Uhr wird, gehe ich zum Gewürzmarkt, der nicht weit weg ist. Der Gewürzsuq ist quasi wie jeder andere nur, dass man ihn schon von weitem riechen kann. Es duftet nach Curry, Koriander, Safran, Weihrauch und Myrrhe – ein verwirrender Duft. Alle Gewürze sind in großen Kisten vor den jeweiligen Geschäften positioniert, so dass man auch ja alles riecht. Ich kaufe lediglich Shisha-Tabak, da der deutsche deutlich schlechter ist, als der original orientalische.
Nachdem ich das ebenfalls mit allen Sinnen erlebt habe, beschließe ich erst mal zu essen. Ein kleiner Burger am Dubai Creek für 5 DHS (Dirham – 1 € = 4.35 DHS) reicht für den Anfang. Ich beschließe mit dem Boot über den Creek zu fahren und nehme eine Abra – ein Wassertaxi. Mit diesem günstigen Verkehrsmittel (1 DHS) habe ich noch eine schöne Sicht auf die Skyline Dubais im Fast-Sonnenuntergang. Die Sonne steht zumindest schon tief, also spiegelt sie sich schön in den Glasfassaden der Wolkenkratzer wieder. Auf der anderen Seite sieht man die Suqs und teilweise noch historischen Gebäude Dubais – ein krasser Kontrast!
Am anderen Ufer angekommen, gehe ich auf den Alten Suq „Meena Bazar", um mich dort noch etwas rumzutreiben. Ich finde schließlich einen günstigen Laden, der für 8 DHS T-Shirts kaufen kann. Ich kaufe vier.
Danach will ich eigentlich nach Hause gehen, kenne mich aber nicht wirklich aus. Ich komme am „Dubai Museum" vorbei und denke „warum nicht?". Also gehe ich zum stolzen Eintrittspreis von 3 DHS ins Museum und sehe mir die Geschichte Dubais an. Von den Perltauchern angefangen, über die Entdeckung des Öls und dem damit verbundenen Handel bis zur Gegenwart, ist alles abgedeckt. Ein schönes Museum und ein guter Zeitvertreib.
Jetzt gehe ich einfach drauflos in irgendeine Richtung in der Hoffnung auf vertraute Umgebung zu treffen bzw. das Straßenschild mit der Aufschrift „Khalid Bin Al Waleed Road" zu lesen. Bingo! Ich gehe die Straße entlang und kaufe noch einen Döner zum Abendessen. Dummerweise habe ich jetzt erst gemerkt, dass ich die Strasse in die falsche Richtung gelaufen bin – bis zu dem Punkt, wo ich heute Vormittag das Taxi zum „Madinat Jumeirah" genommen habe. Also laufe ich den Weg zurück ins Hotel, wo ich erschöpft vom vielen und langen Laufen erst mal den Döner esse und danach dusche.
Was mache ich mit dem Abend? Eigentlich wollte ich in eine Shisha-Bar gehen und gemütlich eine Wasserpfeife rauchen. Ich schmeiße erst mal die Jukebox an und lege mich aufs Bett. Natürlich schlafe ich ein…obwohl es erst 21 Uhr ist.
Als ich aufwache ist es kurz vor 2 Uhr, also wird das mit der Wasserpfeife wohl nichts mehr. Ich schalte Laptop und Licht aus und schlafe.
Logbuch Eintrag 31: 06.04.2006 Bye-Bye Do buy!
Heute bin ich voll ausgeschlafen um kurz nach halb neun aufgestanden, habe geduscht und gepackt. Dann das Gepäck in den Luggage-Room und ab zum Intercontinental Breakfast. Es gibt so ziemlich alles außer Wurst (hauptsache diese ekligen Würstchen da haben – disgusting).
Im Anschluss an das Frühstück, so gegen 10.15 Uhr möchte ich zu „Wafi City", einer älteren, aber exklusiveren Einkaufsmall, als das „Bur Juman", schauen. Also nehme ich ein Taxi und fahre hin. Es ist wirklich eine schöne Einkaufsmall und sie erscheint mir auf den ersten Blick sogar größer als das „Bur Juman". Ich schlendere durch die Einkaufsgassen, finde aber nichts Ansprechendes bzw. preislich erschwingliches.
Um halb zwölf fahre ich wieder mit dem Taxi ins „Bur Juman", um noch Datteln für meine Eltern zu kaufen. Ich spaziere schier unendlich lange durch die Gänge, bis ich an einem Customer Service frage, wo man denn „Dates" kaufen könne. Ahh…im „Bateel", das habe ich schon gelesen. Nach einer kurzen Wegbeschreibung mache ich mich auf den Weg dahin und kaufe 2 kg Datteln und getrocknete Aprikosen.
Ich muss einplanen, noch 20 DHS für die Flughafengebühr übrig zu haben, also laufe ich zurück zum Hotel, wo ich in der Lobby etwas am PC schreibe.
Um circa 13.40 Uhr werde ich von einem Mitarbeiter der „Arabian Adventure" Agentur abgeholt und zum Flughafen gebracht, wo ich sogleich einchecke. Nachdem ich die Koffer diesmal ohne Probleme recht zügig abgeben konnte, begebe ich mich in den Duty Free Bereich um die letzten Souvenirs der verbleibenden Dirhans zu kaufen. Als der Aufruf zum Boarden kommt, begebe ich mich noch an eine Bar und werde von einer netten Frau aus meinem Hotel auf einen Weiß wein eingeladen. Dankend nehme ich an und mache mich danach zum boarden bereit.
Mit einer kleinen Verspätung von 20 Minuten startet die Emirates EK051 um circa 16.20 Uhr Richtung München. Auf dem ruhigen Flug sehe ich mir diesmal „Dick und Jane" von Beginn an, an und esse wiedermal ein gutes Chicken. Gemütlich trinke ich zwei Weißwein, esse und sehe fern.
Nachdem ich genug gesehen habe, versuche ich mittels der gemachten Fotos und Videos eine DVD zusammenzuschneiden, was bisweilen ganz gut klappt…
Um 20.45 Uhr MEZ komme ich relativ erholt in München an, wo ich schnell mein Gepäck hole und von meinem Vater abgeholt werde.
Alles in allem bin ich also gut von meiner langen Reise wiedergekommen.
Danke nochmal an Dai für die Unterkunft und den Spass den wir zusammen hatten!
Nachtrag Logbuch Eintrag 26a: 01.04.2006 True story
Erstmal ein herzliches APRIL APRIL zu der Geschichte „Logbuch Eintrag 26".
In Wirklichkeit lief der Tag folgendermaßen ab:
Peter und ich wurden um circa 10 Uhr durch die Hitze im Wohnzimmer geweckt und machten Frühstück, während Dai schon in der Uni war.
Da es heute wieder so heißt ist, machen wir eigentlich nicht besonders viel. Peter verkrümelt sich irgendwo in einem Café und ich schreibe Tagebuch und versuche meine Wäsche zu finden. Als Dai um circa 15.30 Uhr nach Hause kommt, beschließen wir noch eine Runde am Miami Beach surfen zu gehen.
Die Wellen heute sind ein Witz, also bleiben wir nur circa eine Stunde…danach wird es eh dunkel. Als wir wieder daheim sind machen wir essen. Es gibt heute Hamburger mit Kartoffelpüree – sehr gut!
Danach holen Dai und ich noch 5 DVDs, da wir mal wieder einen DVD-Abend machen wollen. Eigentlich wollten Peter, Lu und ich heute weggehn, aber Lu meldet sich nicht, also DVD schauen.
Lu kommt mit seiner Freundin um halb zehn vorbei während wir schon was trinken. Jetzt wäre noch Zeit wegzugehen, aber irgendwie packt uns die Lust nicht, also geht Lu mit seiner Freundin alleine nach Surfers Paradise.
Peter, Dai und ich schauen uns einen lustigen Film an, an dessen Name ich mich nicht mehr erinnern kann. Danach ratschen wir vier noch ein bisschen und gehen um circa zwei Uhr schlafen.
Ereignislose Tag in Folge: 3 L - I want action!!!