jajajaaa... ich wurde nun tatsächlich schon von einer nicht-mit-angewesenen person angeschrieben, wann ich denn endlich was zu meinen highfield-eindrücken in diesem jahr schreibe...
ist ja immer so, dass man besser erstmal ein paar tage wartet, damit sich alles ein bisschen setzen kann und man nur das wichtigste ausformuliert... ich denke, ich schreib's jetzt mal auf, wa?

donnerstag, 16.08.2007
wir waren insgesamt 9 leute, die man in 3 auto-teams aufteilen konnte: 1. team "früher vogel/vorhut/pansen-attack/aufbaudullis/erfahrung pur" waren flo, christoph und ich. wir waren erstaunt, wieviel dann letztendlich doch in den kofferraum passte und düsten also auf insider-rat hin am donnerstag vor dem festival um 13h los in richtung hohenfelden.
wir bummelten ein bisschen, hielten nochmal bei einer bekannten fast food kette und bestaunten mal wieder diesen komischen, aufgeschippten berg bei wildeck-hönebach, der sich höher und imposanter als jeder naturgewachsene berg in der umgebung in die landschaft erhebt. was zur hölle machen die damit???
kurz vor dem ziel fielen uns natürlich immer mehr autos auf, die vollgepackt bis oben hin mit lustigen insassen in die gleiche richtung fuhren wie wir...

und auf den letzten 2 km vor dem festivalgelände kamen wir in einen kurzen stau, bei dem wohl für 2 gruppen auf dem weg zum festival das wochenende schon hier gelaufen war... bei dem verbeulungsgrad derer autos war eine weiterfahrt nicht mehr möglich - aber offensichtlich wurde niemand verletzt. ich gönnte mir derweil mein erstes bier.
kurz nach 16h kamen wir bei strahlendem sonnenschein an! selbst die dicke wolke, die vorher im anmarsch schien, entschied sich dann doch für eine andere richtung zum weiterflug.

nachdem wir einen besseren parkplatz als im vorjahr zugewiesen bekamen, ging es ans lustige auspacken...
mit der ersten ladung machten wir uns auf dem weg durch das bändchen-zelt (ohhh... gelb-orange leuchtet es dieses jahr ums handgelenk... wie sommerlich

) auf den campingplatz. erste erkenntnis: meeensch! da hatten ja schon ein paar tausend die gleiche idee wie wir!
man muss ja bedenken, dass offizieller anreisetag eigentlich erst freitag sein sollte...
wir fanden den optimalen zeltplatz für unsere gruppe: auf der anhöhe mit blick nach überall - direkt am weg, keine dixis in der nähe, weg zu den festen sanitären anlagen in 3 minuten machbar, zum campingplatz-ausgang richtung bühne genauso lang, ergo zum ort des geschehens gerade mal 6-7 minuten! echt toll!!
aufbauen.
als erstes nahmen wir also die zelte und den pavillon mit.
es war extrem windig, also hatten wir auch so unsere schwierigkeiten beim aufbau: bei dem zelt von matze, das flo aufbauen durfte, weil er mit ihm darin nächtigen wollte, fehlte irgendwie das gesamte unterzelt. ergo hatte er auf einmal das oberzelt stehen und hätte sich schön auf dem rasen lümmeln können, der nun auch den zeltboden bildete.
in seiner not rief er matze an, der das alles regeln wollte.
bei dem 5-mann-zelt, das wir nur zu 3. bewohnen wollten riss der gummifaden einer tragenden stange. somit war ein aufbau unmöglich! und hatten wir nicht noch letztes jahr gesagt, dass wir ab der festivalsaison dieses jahr auf jeden fall ein neues zelt brauchen???
wie gut, dass wir noch extra tape-band gekauft hatten, einfach nur "weil man das immer braucht"! das gute tape umwickelte die losen stangen und auf einmal stand das zelt bombenfest wie ne 1!

ich baute noch das vorratszelt auf (das eigentlich auch als not-unterkunft herhalten sollte) und kurze zeit später ging es an den pavillon.
der erwies sich als einfach zu errichtendes konstrukt, wobei der wind allerdings seine standfestigkeit in beträchtlichem rahmen zu stören versuchte.
aber davon bekamen wir gerade nicht viel mit, weil wir mittlerweile die bewährte taktik des über-den-zaun-reichens der mitbringsel anwendeten. macht natürlich jeder hier!
einer holt die sachen aus dem auto und reicht sie über dem zaun zum campingplatz, ein anderer aus der gruppe nimmt sie und trägt sie zum zelt. so erspart man sich die eingangskontrollen in den übergangszelten.
klappte natürlich wunderbar, bis dann mal eine security kam, um in fremden taschen zu wühlen (die wirklich nicht zu uns gehörten) und sämtlichen glas-alkohol rauszufischen. dumm gelaufen für die!
wir entschlossen uns derweil, dann doch den regulären weg über die kontrollstelle zu gehen. war allerdings kein problem, weil wir mittlerweile meister im verstecken von flaschen in unserem gepäck geworden sind. man muss bedenken: auch nutella ist im glas! ...und wenn man ungeschickt ist, wird einem das vorne abgenommen und man muss ein ganzes wochenende leiden (oder die nutella-pfannkuchen für 3 tacken auf dem festivalgelände essen).
als wir zu unserem zeltplatz kamen, wunderten wir uns darüber, dass wir ihn nicht mehr wieder erkannten... der pavillon war weg!
ein kurzer blick hinter unser 1,80 m hohes 5-mann-zelt verriet: der pavillon hat eine reise zu den nachbarn gemacht, nachdem der wind ihn seiner bodenwurzeln enthob.
diesmal verwendeten wir alles, was auch nur annähernd nach hering aussah und kloppten das teil fest in den boden. auch hängten wir beide seitenteile dran, so dass es in unserer mitte allmählich windstill wurde.
eeeeeendlich konnten wir uns in unseren campingstühlen niederlassen und mit mit bier anstoßen! nebenbei wurde der grill angefeuert, damit wir schon mal ordentlich fleisch drauf wälzen konnten.
hach... das war schööön! ein blick auf die uhr verriet, dass es mittlerweile kurz nach 19h war, somit waren nun auch team zwo "die 2 vonna chillerei/guuude-laune-galooore/team sonnenschein", also matze und elli und das 3. team "abi 2006/die 3 newbies/frischer wind" mit philipp, louisa, dennis und thomas (zu viert in einem(!) kleinen auto + alle vorräte, schlafsäcke, etc.) inna kolonne on the road.
es war allerschönste abendsonne und die 2 männer auf den campingstühlen neben mir machten sich so langsam ans aufblasen ihrer luftmatratzen.
anschließend richtete ich das 5-mann-zelt soweit ein und wir starteten einen spaziergang über den platz in richtung stausee.
es war echt wunderschönes licht und man konnte den einen oder anderen blick auf die große bühne und das festivalgelände erhaschen. als wir am seeufer ankamen, war die freude noch größer

ganz viel "ahhhhhh" und "ohhhhh" und "schöööön" und "haben wir dir zu viel versprochen?" und 2 lustige typen, die schon mal lustig im warmen wasser der abendsonne badeten.
auf diesen moment, in dem der genuss des festivals schon weit vorab spürbar ist, habe ich mich schon das ganze jahr gefreut!!
zurück am zelt machten wir... ja, was machten wir da eigentlich?... irgendwie hab ich da jetzt nen schnitt drinnen und auf einmal kam ein anruf, dass in 5 minuten eintreffen der kolonne wäre.
ohhhhhh.... war das nochmal stressig!
am anfang die sucherei: wie findet man leute, die noch nie auf dem gelände waren, anhand der beschreibung von flaggenmasten, übergangszelten und flutlichtern, wovon es jeweils mehr als genug gibt? irgendwann... hatten wir uns endlich und die freude war groß!! das planlose herumlaufen auch, aber das sollte sich legen!
team philipp & co. haben sich natürlich ihr nutella-glas und ihren wodka abnehmen lassen, weil sie noch nicht so die alles-glas-verstecken-skills drauf hatten wie wir... aber ich bin mir sicher: nächstes mal wisst ihr sowas von bescheid!!

matze hatte das fehlende unterzelt für das schlafgemach der beiden herren dabei und somit waren beide happy!
das 4er auto hatte ein igluzelt normaler größe dabei und wollte sich zu viert hinein ferchen. wir boten ihnen das eigentliche vorratszelt als weitere schlafstätte an, da wir in unserem palast bemerkt hatten, dass auf der hinterseite noch ein extra-stauraum für sämtliche lebensmittel war.
in das eigentliche vorratszelt wollte aber niemand alleine einziehen, somit wurde es kurzerhand zu deren vorrats- und taschenzelt und die sache war geritzt!
so langsam wurden die sounds im discozelt immer durchdringender, aber wir hatten ja elli's ghettoblaster dabei und großen zeitaufwand betrieben, um die richtigen cds zu brennen... pustekuchen!
das cd-deck funktionierte nicht und kassetten hatten wir natürlich keine dabei. also blieb das teil aus und wir ließen uns von der nachbarschaft beschallen

wir saßen also unter unserem pavillon in den campingstühlen, hatten nebenbei den grill und ne fackel an und konnten sämtlichen kleinkram auf unserem stylo klapptisch lagern... es war einfach traumhaft! besonders als wir dann richtig mit dem trinken anfingen, unsere beauftragte für natur-gegebene halluzinogene mit ihren errungenschaften die runde erhellte und wir uns beim gemeinsamen besseren kennen lernen einen lachflash nach dem anderen genehmigten.

so nach und nach bekamen wir besuch aus der nachbarschaft und führten herrliche dialoge... "ey mann! dir ist soooo verdammt kalt!"
das ging bis in die nacht hinein und bis wir uns entschlossen, alle im zelt zu verschwinden. bei uns dreien war viel platz, was das hasuen im zelt wesentlich komfortabler machte. natürlich hatte man sich gerade in den schlafsack eingemummelt, als die blase anfing zu drücken...
elli und ich gingen meistens zu zweit den weg bis zu den sanitären anlagen. die männer gingen im dunkeln schööön an den zaun... es sei denn, es war nicht die blase, die drückte

irgendwann schlief ich dann doch mal während der wummenden bässe und bekannten melodien im discozelt ein...
teil 2 folgt!
