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Last Updated: 3/7/2010

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Sunday, January 11, 2009 

Dave Dee ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 65 Jahren an Krebs. Im Herbst 2008 musste er plötzlich operiert werden, aber davon hat er sich offensichtlich nicht mehr erholt.. Freunde und Fans sind traurig. Wer war eigentlich dieser Dave Dee?


Den Titel "Three Steps To Heaven" hatte der amerikanische Rock’n’Roll und Rockabilly-Musiker Eddie Cochran gerade im Studio eingespielt, als er am Ende  einer Tournee  durch Großbritannien bei einer Taxifahrt zwischen Bristol und London auf tragische Weise verunglückte. Wegen eines geplatzten Autoreifens prallte das Taxi am 17. April 1960 gegen einen Laternenpfahl. Cochran wurde so schwer am Kopf verletzt, dass er diese Verletzungen Stunden später nicht überlebte. Unter den Polizisten, die den Unfall aufnehmen mussten, war ein junger Polizeischüler namens David Harman. Nachdem Cochrans Gitarre aus dem Unfallfahrzeug geborgen und zur Polizeistation gebracht worden war, soll der Polizeischüler die Gitarre selbst ausprobiert, sie „ordentlich gespielt“ haben, wie er sich später öffentlich bekannte. Da war David Harman selbst berühmt, kein Polizist mehr, dafür ein Star.


Schon 1961 gab Harman seinen Polizistenjob auf, um mit Freunden als Musiker Geld zu verdienen. Das war damals in England nicht ungewöhnlich. „Dave Dee and the Bostons“ nannte sich die Band, die anfangs nicht nur in britischen Clubs auftrat, sondern auch in der Bundesrepublik. Etwa im berühmten Hamburger Star-Club, wo einst auch die „Beatles“ damals noch als Begleitband von Tony Sheridan sich für kleine Gagen durchs Musikerleben arbeiteten. Immerhin bekam Dave Dee mit seinen Freunden 1964 einen Plattenvertrag, zwei Jahren später sollten sich dann die ersten Erfolge einstellen. Und „DDDBM&T“ oder besser „Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich“ stürmten mit Riesenhits in die Charts: „Hold tight“, „Save me“, „Bent it“ (alle 1966), „Okay“, „Zabadak“ (1967), „The legend of Xanadu“, „Last night in Soho“ (1968) „Tonight, Today“ und „Don Juan“ (1969) wurden ihre größten Hits in dieser Formation, die aber zunächst nur bis 1969 bestand. Dave Dee verließ damals die Band, um eine Solokarriere zu starten und dann auch als Co-Moderator im Beat-Club „anzuheuern“...
 
Von Mitte bis Ende der sechziger Jahre nahmen „Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich“ 13 Hits auf, von denen es acht in die „Top Ten“ schafften. Ein Nummer-1-Hit hat sich bei den Fans international unverwechselbar eingeprägt: „The legend of  Xanadu“. Das ist jener „Gassenhauer“, bei dem es Dave Dee bis ins hohe Alter richtig knallen ließ,  der ehemalige „Bobby“, wie in  England die Polizisten bezeichnet werden, eine lange Lederpeitsche schlug.
 
DDDBM&T kommen zwar aus der Beat-Generation, doch die erfolgreichen Musiker sind typische Vertreter des so genannten Brit-Pops. Sie haben sich viel später nach ihrer Trennung als Band in den neunziger Jahren wieder zusammengerauft, obwohl Dave Dee sehr oft auch solo durch die Lande tingelte,  während dann „Dozy, Beaky, Mick & Tich“ ohne ihren Frontmann und Peitschenknaller auftraten. Ohne Dave Dee sind  die Jungs zwar gut, aber eben doch nicht komplett. Nun müssen sie aber ohne ihn auskommen. Die Trennung von Dave Dee war – wie sie gerne zugeben – 1969 ein besonders harter Schlag und ein Rückschlag für die Karriere der Band. Dave Dee versuchte sich zwischenzeitlich nicht nur als Moderator sondern auch als Plattenproduzent, sogar mit einem eigenen Label.
Trotz ihrer großen Erfolge in den sechziger Jahren, von denen sie natürlich  immer noch gezehrt haben, konnten Dave Dee und seine Freunde mitunter neidisch auf die jungen „Erfolgshelden“ der Musikszene  von heute. schauen.  Schaffen die nämlich den großen Durchbruch international, dann fließt das ganz große Geld meist in Strömen. Zwar haben auch DDDBM&T über viele Jahre große Engagements und Gagen gehabt, aber die sind am Ende doch nicht mit einigen Musikgrößen vor allem der achtziger und  neunziger Jahre bis heute zu vergleichen. Zu „ihrer Zeit“ kamen Dave Dee  und seine Mannen auch mit deutlich weniger Tour-Equipment aus  als heute, die Musikhallen waren kleiner. Mehr noch – trotz des großen Erfolges in den sechziger Jahren musste sich etwa Dave Dee auch durch viele kleine Engagements bei kleinen Festen, großen Firmen- und Familienfeiern und Werbeaktionen durchs Künstlerleben tingeln.

Sunday, January 04, 2009 





Die Sängerin Helene Fischer ist aus Thüringer Sicht die überragende  Interpretin der deutschen Schlagerszene. Nach einer Punktwertung aus den  wöchentlichen Hitparaden des MDR in Thüringen, bei der jeder Titel nach  seiner jeweiligen Wochenplatzierung Punkte bekommt, holte Helene Fischer zum  Abschluss des Jahres 2008 in der 50 Plätze umfassenden deutschsprachigen  Hitliste sage und schreibe vier Spitzenplätze unter den erfolgreichsten fünf  und stellte damit die übrige Konkurrenz weit in den Schatten.

Unangefochten belegt Helene Fischer die Plätze 1 bis 3 sowie 5 unter den  Top 50 des MDR in Thüringen: 'Du hast mein Herz berührt', 'Ich glaube Dir  hundert Lügen', 'Lass mich in Dein Leben' und 'Mal ganz ehrlich'. Unter die ersten  fünf Interpreten konnte sich nur noch die junge Nachwuchssängerin Jennifer  mit 'Denn nur mit Dir ist es Liebe' drängeln. Viermal unter den besten 50  Titeln ist bei den Männern Michael Heck. Jeweils drei Platzierungen schafften Nik P. und Olaf Berger, aber auch die Thüringer Country-Queen Linda  Feller. 'Liebe ist wie ein Haus', 'Mit mir machst Du keinen Fehler' und 'Was uns  einmal wichtig war' sind die Titel, mit denen Linda Feller sich in den  Hitparaden erfolgreich lange platzieren konnte.(Quelle: Mein Bericht in der TLZ). Mehr Infos auch in meinem Backstage-Blog und im Eastside-Blog







Wednesday, December 31, 2008 



Ich wünsche allen Freunden und Usern ein gutes friedliches und erfolgreiches neues Jahr 2009 und immer gute Musik auf den Ohren...



Sunday, December 21, 2008 



Major Tom plant einen spektakulären Höhenflug. Aber nicht mit dem Raumschiff ins All sondern einen Bühnenauftritt  hundert Meter unter der Erde - im Bergwerk. In Merkers nämlich - das ist ein Städtchen in der Nähe von Eisenach (Thüringen) - soll das Jubiläumskonzert von Peter Schilling und seiner Band am 28. März 2009 über die Bühne gehen. Ich bin bereits eingeladen und werde den Termin bestimmt nicht verpassen. Major Tom alias Peter Schilling war übrigens schon in Merkers und hat die tolle Location unter Tage in Augenschein genommen. Die TLZ (Thüringische Landeszeitung) wird an diesem Montag (22. Dezember) von dem bevorstehenden Ereignis ausführlich berichten...


 
Das Kalibergwerk in Merkers ist jetzt auch Erlebnisbergwerk, also wie das Erlebnisbergwerk Glückauf in Sondershausen (Nordthüringen) eine außergewöhnliche Aufführungsstätte oder ein spektakulärer Drehort für Videospots.

„Der schönste Platz der Welt ist für mich die Bühne. Dieses Erlebnis in einem so  einzigartigen Ambiente wie dem Erlebnisbergwerk zu toppen, lässt mich schon vor  Vorfreude Gänsehaut bekommen“, gibt der Peter Schilling freimütig zu. Und wenn dem einen oder anderen  Fan möglicherweise ein wenig mulmig ist, sich dem besonderen Erlebnis in 500  m Tiefe zu stellen, den lässt der Sänger wissen. „Es ist ein faszinierendes  Gefühl, in der Abgeschiedenheit des Bergwerkes ein solches Kunstwerk der Natur  zu erleben.“

Beim Besuch des Bergwerks musste Schilling natürlich auch den blauen Kittel und Helm aufsetzen, so wie es sich unter Tage im Kalirevier gehört. Der Steiger Gunder Krieg machte den Star mit der Untertagewelt des Kalibergwerks vertraut, zeigte ihm die dort zu findenden 'Salzkristalle'. Aber auch in einer großen Fördermaschine durfte Peter Schilling Platz nehmen. Eine tolle Angelegenheit, welche die Agentur von Peter Schilling selbstverständlich mit der Fotokamera eingefangen hat (Bilder).

Wer übrigens an der Veranstaltung im Erlebnisbergwerk Merkers interessiert ist, der sollte sich den genauen Termin vormerken: 28. März 2009. Beginn 19.30 Uhr. Aber die Einfahrt ins Bergwerk geht bereits um 17.30 Uhr los, weil ja das Publikum schubweise mit dem Förderkorb unter Tage gebracht werden muss.







Monday, July 21, 2008 

Aus dem Kurzurlaub zurück habe ich mich - rein musikalisch - heute auf eine Musik-Legende besonnen, die heute Geburtstag hatte - nämlich den sechzigsten. Ich denke an Cat Stevens, mit dessen Musik ich in meiner Jugend erwachsen geworden bin. An seinen tollen Lieder, die richtig "hausgemacht" waren, nicht von Technik geprägt, sondern von schönen Melodien, die einfach gut ankamen, und von Texten, über die es lohnte, nachzudenken. Heute nennt sich Cat Stevens schon lange nicht mehr so, er ist durch prägende Ereignisse zum Islam übergetreten - schon vor vielen Jahren - heisst jetzt Yusuf Islam. Er wurde eben wegen seines religiösen Bekenntnisses von den USA schikaniert und vom Regierungsapperat sogar wegen vermeintlicher Sympathie mit Terroristen - welch ein Unsinn!!!! - boykottiert und ausgegrenzt. Tatsächlich, davon bin ich überzeugt, ist Cat Stevens ein wirklicher Friedensbotschafter - und könnte ein Vermittler zwischen den Religionen sein. Aber soweit und so tolerant kann die offizielle US-Politik wohl nicht denken....

Zugegeben, ich mag und mochte schon immer seine Musik. Denn die war Ende der sechziger und in den siebziger Jahren einfach Kult, weltweit erfolgreich, "spitze" eben. Und heute werden große Hits von ihm wieder gecovert. Etwa "Father And Son", ein tolles Lied, das ich selbst gerne spiele und singe. Aber andere Titel von Yusuf Islam sind unter seinem damaligen Namen Cat Stevens natürlich noch erfpolgreicher um die Welt gegangen: "Morning Has Broken" oder "Moonlight Shadow" bzw. "Tea for the Tillerman". Und der in jüngerer Zeit so erfolgreiche Hit "First Cut is the Deepest" ist auch von Cat Steven
>Er war und ist ein ganz großer Interpret und Musiker. "Wild World" und Peace Train" sind Hymnen geworden. Seine Friedensbotschaft ist angekommen, auch wenn sie von manchen Leuten ignoriert und boykottiert wurde. Persönliche Erlebnisse, oder besser Erschütterungen, haben sein Leben geprägt, beeinflusst. Der gebürtige Londoner, Sohn eines griechisch-zypriotischen Vaters und einer schwedischen Mutter, hat sich weltweit in die Herzen von Millionen gesungen, sie mit seinen romantsichen, versöhnlichen und vor allem friedensbewegten Liedern begeistert - bewegt.
Steven Demetre Georgiou musste Schicksalsschläge bewältigen, sich gegen Krankheiten behaupten. Bei Malibu wäre er Mitte der siebziger Jahre fast ertrunken. Er soll damals gebetet haben - hat überlebt. Sein Bruder David soll ihm ein Koran-Exemplar gegeben haben. Jedenfalls ist er päter zu Islam übergetreten, hat von seinem Millionenvermögen den Großteil gespendet, sich selbst aber über viele Jahre zurückgezogen.

Er hat sich für die Hungernden der Welt engagiert, aber auch mit den Opfern des 11. Septembers 2001 (die Terroranschläge in New York und in Washington) geweint. Schlimm ist, dass dies viele Amerikaner nicht verstanden haben - nur, weil er sich zum Islam bekannte. Tatsächlich ist er eben ein wirklicher Versöhner, einer, der zwischen den Religionen - davon bin ich überzeugt - vermitteln könnte. Aber im Kern ist er eben "nur" Komponist, Musiker und Sänger. Für micht war und ist sein Geburtstag jedenfalls ein Tag der Besinnung, ein willkommener Anlass, mir alte Scheiben anzuhören, deren Botschaften heute noch aktuell sind. Happy Birthday Yusuf Islam!


Thursday, July 17, 2008 

Erst vor wenigen Wochen feierten sie iin der der Klassikerstadt Weimar ihr Bandjubiläum, jetzt packen sie die Koffer für die Olympischen Spiele in Peking. Denn sie sind wieder dabei, gehen mindestens neun Mal an den Start: Roland Rynkowski, Lutz Schwabe, Kerstin Buchfelner, Arite Mayhof-Plewe und "Kani" Bernhard Kanhold - die Musikformation "Rest of best" aus Weimar. Nicht nur in der Sportszene sind die Musiker bestens bekannt und sehr beliebt. Einige Größen lassen "Rest of best" sogar zu besonderen Anlässen einfliegen...




Bislang waren die Musiker von "Rest of best" ja "nur" bei drei Olympischen Winterspielen dabei - in Nagano, Salt Lake City und Turin. Was natürlich der Tatsache geschuldet ist, dass Thüringen ja eigentlich ein typisches Wintersportland ist, zumindest gemessen an den hochkarätigen Wintersportlern, die hier zu Hause sind. Hier im Bild sinddie Musiker von "Rest of best" mit der mehrfachen WM-, Weltcup- und Olympiasiegerin Silke Kraushaar und mir (weil ich das Band-Jubiläum in Weimar  moderiert habe) zu sehen.  Es sind nun die ersten Sommerspiele, bei denen die Weimarer dabei sind. Frontmann Roland Rynkowski hat dafür in den letzten Wochen auch viele Drähte und Kontakte genutzt. Denn ohne gewaltige Sponsorenunterstützung ist der Aufenthalt in Peking nicht zu leisten.

Der Ferienflieger Air Berlin ist ja schon seit Jahren ein guter Partner für die Weimarer Band und sorgt deshalb auch jetzt für die Flüge. Weil die Hotelzimmer so wahnsinnig teuer sind, werden die Musiker von "Rest of best" für die Dauer ihres Peking-Aufenthaltes vom 6. bis 25. August in einer gemieteten Wohnung nahe dem Kempinski logieren. Wie Roland Rynkowski mir aus dem Urlaub heraus am Telefon verraten hat, ist es ihm durch seine "Drähte" zu IOC-Vizepräsident Thomas Bach - bei dem spielten sie auf dessen 50. Geburtstagsparty in der Fechterhochburg Tauberbischofsheim - und durch gute Firmen- bzw. Sponsoren-Kontakte gelungen, mehrere olympische Rahmen-Veranstaltungen in Peking festzumachen.

Sie werden gleich mehrere Abende im so genannten "Deutschen Haus" bestreiten, darunter einen von Mercedes-Benz ausgerichteten Empfang mit IOC-Vertretern. Und der berühmte Berliner Champions Club hat in Peking sogar ein historisches kaiserliches Reislager im Stadtzentrum angemietet und zur Eventhalle umfunktioniert. Dort im so genannten Champions Club Beijing 2008 werden sich dann Sponsoren, Spitzensportler und ehemalige Olympioniken gemeinsam mit geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik treffen und vergnügen. Auch beim "Berliner Abend" mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sorgen die Musiker von "Rest of best" als olympiareife Botschafter guter Unterhaltung für die richtige Partystimmung.

Nach Peking nehmen die Musiker aus Weimar aber nur ihre Musikinstrumente mit, lassen ihre eigene Tontechnik zu Hause. Das wäre sonst viel zu teuer geworden, was den Transport betrifft. Außerdem müssen in Peking alle Funk- bzw. Sendeanlagen kleinteilig im Vorfeld angemeldet und genehmigt werden. Also auch jedes kleines Funkmikrofon mit der passenden Übertragungsanlage dazu. Bei so umfassender "Olympia-Organisation" setzt Roland Rynkowski besser auf bereits vor Ort angemeldete und vorhandene Technik. Er hat mir aber versprochen, dass er pünktlich mit seiner Band von den Olympischen spielen nach Weimar zurückkehr - schliesslich ist "Rest of best" die "Hausband" der TLZ und natürlich auch in diesem Jahr beim großen Goethe-Weinfest der TLZ in Weimar (28. bis 31. August) mit dabei.

Mehr über "Rest of best" in meinen Backstage-Beiträgen auf meiner Zeitungshomepage unter dem Jubi-Beitrag oder dem Reithaus-Feten-Bericht




Wednesday, May 21, 2008 

....

Heavens Garden (Bild) aus Erfurt ist ein Gospel-Pop-Chor unter Leitung von Marlies Nicolmann,  einer vielseitigen Berufsmusikerin. Der Chor singt regelmäßig Gospels, die mit dem sorgsamen Einsatz von klassischen Musikinstrumenten darbietet, was man von einen Gospelchor heute erwartet - groovend, spritzig und offen, ohne überladen zu wirken. Die bis zu 30 Sänger/innen vorwiegend aus der Region  Erfurt machen seit nunmehr elf Jahren wöchentlich Musik und kommen mit Events, Festen und Konzerten beim Publikum gut an. Und jetzt wollen sie beim ZDF-Grand-Prix der Chöre richtig durchstarten, ins Finale kommen und dort ganz vorn platziert werden. Das hängt vom vorausgehenden Online-Voting zum Grand Prix der Chöre ab. Heavens Garden hat ein gutes Vorbild: "GospelRock Begegnungen", eine Thüringer Formation, schaffte im vergangenen Jahr beim Grand Prix der Chöre den dritten Platz im Finale.

 

Mehr als 550 Chöre haben sich auch dieses Jahr für den Grand Prix der Chöre im ZDF beworben. Davon wurden 140 Chöre zu den Castings eingeladen. Heavens Garden aus Errfurt war dabei. In Köln wurden dann etwa 50 Chöre ausgewählt, die es in die nächste Runde schafften, darunter auch der Chor aus Thüringens Landeshauptsatdt. Die Finalisten, die jeweils ihr Bundesland vertreten sollen, standen nach fünf Wochen endlich fest. Heavens Garden vertritt nun dsa Bundesland Thüringen, doch von 16 ausgewählten Chören kommen nach einem Online-Voting nur 8 ins TV-Finale via Bildschirm. Also ist jetzt das Voten angesagt...

Wednesday, April 30, 2008 

Ob sie nun auf einer Yacht vor Florida die Hochzeit des Boxprofis Axel Schulz musikalisch umrahmten, für Fürst Albert von Monaco spielten, als der noch Prinz war und seinen 40. Geburtstag feierte, oder bei der Hochzeit von Rennrodlerin Silke Kraushaar für Stimmung sorgten - sie lieferten musikalisch immer eine "olympiareife" Leistung ab. Was kein Wunder ist, sind sie doch bei bis jetzt drei Olympischen Spielen die viel gefeierten musikalischen "Botschafter" Thüringens und Deutschlands gewesen: "Rest of best". Heute - am Vorabend des 1. Mai 2008 - feiert die Weimarer Kultband das 20-jährige Jubiläum mit einer großen Party. Mehr noch: "Kani", das Weimarer Original und Urgestein in der Formation, steht seit 45 Jahren als Rock'n'Roller auf der Bühne - auch dieses Jubiläum wird deshalb gefeiert, im Beisein alter musikalischer Weggefährten und einiger prominenter Gäste...

Rest of best mit Kani

 

Was die Jubilare künstlerisch so alles schon hinter sich und auf dem Buckel haben, das wird  natürlich bei  der Jubiläumsparty verraten. Da gibt es was von "Rest of best" auf die Ohren, aber "Kani"  alias Bernhard Kanhold tritt auch solo und mit alten Weggefährten seiner "Polyphon" aus DDR-Zeiten auf. Roland Rynkowski und "Kani" alias Bernhard Kanhold wollen zudem an alte Zeiten ihrer berühmten "Berliner Dampferband" erinnern. Musikalisch versteht sich. Und während die Musiker dann live auftreten, werden "stumm" dazu alte Videoszenen der kunterbunten Musikkarrieren abgespielt.

"Kani" (Bild) alias Bernhard Kanhold ist der Senior der Weimarer Kultband, steht seit 45 Jahren auf der Bühne. Gemeinsam sind "Rest of best"-Frontmann Roland Rynkowski, Kerstin Buchfelner, Arite Mayhof-Plewe, Lutz Schwabe und Bernhard Kanhold so etwas wie ein Weimarer "Gesamtkunstwerk". Ein "olympiareifes" eben, waren sie doch alle bei den Olympischen Spielen in Nagano, Salt Lake City und Turin als deutsche und Thüringer "Botschafter" der Unterhaltung mit von der Party und wurde von Sportgrößen und Funktionären aus aller Welt gefeiert.

"Rest of best" haben viele persönliche Promi-Freunde: Fürst Albert von Monaco, IOC-Vize Thomas Bach, Box-Ikone Muhammad Ali, viele deutsche Olympia- und WM-Größen vor allem der wintersportlichen Szene. Eiunige davon werden wohl heute in Weimar bei der großen Party im "Reithaus" im Park an der Ilm mit dabei sein - Ich übrigens auch, denn ich moderiere diese Doppeljubiläumsparty meiner Freunde. Deshalb auch von dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch!

Mehr Infos auch in meinem Backstage-Blog

und die Bildergalerie von der Party auf der TLZ-Homepage unter:  Bildergalerie

Sunday, April 27, 2008 

Sie ist die erfolgreichste deutsche Sängerin, hat in den deutschen Top 100 Charts der Alben die Beatles und Pink Floyd auf die Plätze verbannt. Riesige Konzerthalle zu füllen, ist für sie aktuell kein Problem. Sie ist ein Phänomen, sorgt in ihren Tournee-Orten für Staus, aber bei ihren Konzerten können ihre musikalischen Streicheleinheiten ein Feuerwerk der Emotionen auslösen. Sie wird eigentlich der Schlagerszene zugerechnet, ist aber längst bei der jungen Partyszene angekommen - mit ihren Hits, die Partyknaller und Fetenhits auch noch sind. Die große Frau mit rotbrauner Mähne, dem ewigen Mini, den hochhackigen Overknees und den schon kultigen Hits ist immer die Selbe: Andrea Berg.

Erlebt habe ich Andrea Berg (Bild / Fotos: Marcus Scheidel / TLZ) bereits bei verschiedenen Auftritten, meist riesigen Veranstaltungen. Doch das Konzert im Rahmen ihrer aktuellen Tournee hat doch einige Maßstäbe gesetzt - zumindest für die deutschsprachige Musikszene. Ich war in Erfurt dabei, auch backstage, habe darüber nicht nur in meiner Tageszeitung, der TLZ, und in meinem Backstage-Weblog auf der TLZ-Homepage geschrieben. Ich will mich auch hier mit dem Phänomen Andrea Berg auseinandersetzen.

Man muss wohl so ein Konzert oder vielleicht sogar mehrere davon erlebt haben. Da reisen ganze Fan-Clubs und -Delegationen in fortgeschrittenen Jahren an, Kinder werden mitgenommen und das Gastspiel wird als Familien-Event konsumiert. Auf den Zufahrtsstraßen der Messehallen sind Staus angesagt, kein Wunder, wenn die Schallmauer von 10.000 Besucher locker erreicht wird, vorausgesetzt die Kapazitäten lassen das zu. Und die Fans werden in einen emotionalen Sog gezogen, feiern in einem Stau der Gefühle die Sängerin, die eigentlich die meisten Songs immer im gleich oder zumindest ähnlichen Sound abliefert. Für den sorgt seit einigen Jahren der Produzent Eugen Römer.

Andrea Berg hat fast alle Hits in den letzten Jahren im gleichen Strickmuster gesungen - von Liebe, Sehnsucht, Freude, Enttäuschung, vom Verlassensein und glücklichen Momenten. Es sind immer irgendwie Beziehungskisten, die dort thematisiert werden. In die sich aber vor allem Menschen mit etwas Lebenserfahrung reindenken können, eben solche, die schon einige Tage auf dieser Welt unterwegs sind.

anbergoverknee1.jpg

Nun ist die Sängerin Anfang 40, seit einiger Zeit mit einem Fußballmanager wieder unter der Haube, aber wenn sie auf die Bühne kommt, dann stets im Mini-Mini, meist in Stiefel, auch in hochhackigen Overknees, und auch an einer heißen Corsage lässt es die gebürtige Krefelderin nicht fehlen. Immer betont sexy, ein Hauch von etwas verrucht - die weiblichen Fans tolerieren das, die männlichen wolles es - überwiegend? - darüber gibts wohl keine Erhebungen.

Andrea Berg ist auf der Höhe ihrer Erfolge, hat eigentlich abgeräumt, was es in Deutschland zu holen gibt. Sie ist auf dem Gipfel ihrer Karriere, da ist nicht mehr viel zu toppen. Und sie genießt das alles, aber in den großen Konzerten gibt sie sich immer wieder verblüfft, gerührt angesichts der Zuneigung ihrer Fans. Das ist wohl nicht gespiel sondern wirklich ehrlich. Sie kann es manchmal selbst nicht begreifen.

Mit ihren Gesten steuert sie das Publikum. Die Fans gehen im Gefühlstaumel und im Schunkeldunkel der Hallen wie berauscht mit, lassen sich in einer Woge der Begeisterung mitreißen. Selbst die junge Generation kennt sie, denn ihre Hits sind längst Partykracher geworden. Wenn sie sich - was niemand weiß - in einigen Jahren aus dem Rampenlicht etwas zurückzieht, dann werden wohl viele ihrer Erfolgstitel als Gassenhauer in der Partyszene munter fortleben.

Irgendwann trällern sie dann jene kleinen Kinder, die heute auch schon mit ihren Eltern (oder manchmal sogar den Großeltern) in den Konzert dabei sind, dann vielleicht sogar mit auf die Bühne geholt werden, um nach dem jeweiligen Finale dann mit Mohrenköpfen, Autogrammen und Postern belohnt zu werden. Und wenn am 5. Juli die Freizeitanlage Fautenhau in Kleinaspach nahe Stuttgart Zigtausende mit Kind und Kegel aus der Republik anlockt, weil dort, wo Andrea Bergs Mann mit seiner Familie eine beliebte Hotelanlage betreibt, dann das große Jahres-Open-Air steigt. Und die Gefühle haben dann keine Schweigepflicht beim Berg-Fest von Deutschlands erfolgreichster Sängerin überhaupt…

Sunday, April 27, 2008 

Er ist leidenschaftlicher Tänzer, Profi und mit der Breakdance-Formation "Da Rookies" auch international erfolgreich - der Erfurter Michél "Michler aka Mime" Meier (28). Beim viertägigen Freizeit- und Medien-Spektakel "Kinder-Kult" in den Erfurter Messehallen ( Mehr dazu in meinem TLZ-Backstage-Blog )traf ich den Künstler, der dort auf der großen Bühne  performte und zudem in kleinen Workshops interessierten jungen Talenten die Geheimnisse des Breakdance vermittelte.

Schon seit 1995 ist er in der Hip Hop-Szene als Tänzer aktiv, seit gut zweieinhalb Jahren bei den "Da Rookies" dabei und mit ihnen international erfolgreich unterwegs. Nicht nur deutsche Auszeichnungen hat die Formation eingeheimst, sondern auch Titel weltweit, die osteuropäische Meisterschaft bei "Battle of the East" etwa oder jüngst den Weltcup. Die "Da Rookies" haben in einer Tatort-Serie mitgewirkt und ließen sich mit ihren Darbietungen auf der weltgrößten Funsportmesse in Orlando / USA feiern.

Inzwischen gibt Michél sein Können und Wissen rund um den Breakdance in der "Movement Dance Academy" weiter, engagiert sich in Thüringen aber auch beim Projekt "DeLIGHT-House",  einer Medienwerkstatt für junge Menschen "in der Orientierung". Da geht es sowohl um Straßenkunst als auch um die Integration junger Menschen mit all ihren Problemen. Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen ist Träger dieses Projektes.

Michél trainiert seit Jahren mehrere Stunden täglich, kann sich ein Leben ohne Tanz überhaupt nicht mehr vorstellen. Und er muss gut sein, weil er damit seinen Lebensunterhalt verdienen und seine junge Familie ernähren muss. Jedenfalls findet er bei seinen Workshops den richtigen Draht zu den Jugendlichen, die es selbst mit dem Breakdance versuchen wollen. Er zeigt ihnen die Standard-Moves, bringt ihnen bei, wie wichtig die Gefühlslage für den Tanz ist, der Flow.

In den Erfurter Messehallen war die Freizeit- und Medienmesse "Kinder-Kult" ein geeigneter Rahmen, um die Kinder und Jugendlichen zu erreichen. In mehr als 50 Erlebniswelten war dort nämlich Fun, Action, Musik, Tanz und Sport angesagt.

Thursday, April 10, 2008 

Bernd Clüver, der "Junge mit der Mundharmonika" feiert heute - am 10. April 2008 - seinen 60. Geburtstag. Bernd "nullt" also. Herzlichen Glückwunsch!

Ausführlicher habe ich das in meinem Backstage-Blog auf unserer Zeitungshomepage gewürdigt.

Eine Menge Erfolgstitel hat Bernd Clüver  auf den Markt gebracht, nicht nur "Der Junge mit der Mundharmonika" und "Der kleine Prinz", sondern auch  "Das Tor zum Garten der Träume" (1974), "Mexican Girl" (1979), "Wenn ich dich berühr" (1981), "Der Wind von Palermo" (1985), "Engel in Blue Jeans" (1997) oder "Desperado" (2001). Bernd ist Sänger, Moderator, Autor, produziert selbst und betreit als Verleger ein eigenes Label. Natürlich hat er zu Hochzeiten seiner Karriere große Auszeichnungen - Goldene Europas, Goldene Stimmgabeln, Bravo-Ottos und die "Löwen" von (damals) Radio Luxemburg  eingeheimst.

Bei all diesen Erfolgen ist er zwar selbstbewusst, aber doch bescheiden - eben auf dem "Teppich" - geblieben. Das gefällt vielen Leuten, die ihn kennen, auch mir. Zuletzt traf ich ihn bei einer großen Schlagerstarparaden des MDR in der Erfurter Messehalle. Im Bild (von links) Veranstalter Manni Schulte, MDR-Landesfunkhauschef Werner Dieste, Bernd Clüver und ich...

Monday, March 03, 2008 
Les Humphries ist tot. Er starb schon am zweiten Weihnachtsfeiertag in einem Krankenhaus in Südengland, offensichtlich an einem Herzinfarkt nach einer Lungenentzündung. Erst jetzt sollen - so melden es die Agenturen - seine Ex-Ehefrau Dunja Rajter die Sohn Danny die Nachricht vom Tode erhalten haben. Per E-Mail  von Dannys Halbbruder Chas, wurde Dunja Rajter zitiert. Sie war von 1972 bis 1976 mit Les Humphries verheiratet.

Der hatte einst - er lebte damals in Hamburg -  die großartige und mitreißende Gesangstruppe gegründet, das muss so 1969/70 gewesen sein. Es war eigentlich ein hochkarätiger Multikulti-Pop-Chor. Damals scharte Les Sängerinnen und Sänger um sich, die einen Hauch von Flower-Power und jede Menge Gospel-Feeling mitbrachten - aus ganz verschiedenen Herkunftsländern. Etwa vier Jahre war auch der spätere Schlagerkönig vom Ballermann in Mallorca, Jürgen Drews, dabei.

Mitreißende Gospelschlager waren das Markenzeichen: Mexico, Kansas City, Mamo Loo, Rock My Soul oder To My Father's House und andere. 40 Millionen Tonträger gingen in wenigen Jahren über die Ladentische. Die Mitglieder der rund 20-köpfigen Musik-Formation wechselnden relativ oft. Aber schon 1976 war Schluss mit Lustig, die Band ging auseinander. Spätere Versuche, die Formation zu beleben, schlugen fehl. Eigentlich sollte in diesem Jahr ein neuer Versuch gestartet werden.

Les Humphries lebte in den letzten Jahren ziemlich einsam und zurückgezogen in Südengland. Er hatte einst auch den Titelsong zur Krimiserie "Derrick" komponiert. Ende der siebziger Jahre geriet Les ins Visier deutscher Steuerfahnder, er zog sich nach England zurück.Schlagzeilen machte er dann 1998, als eine fingierte Todesmeldung Schlagzeilen machte. Das soll er selbst ausgelöst haben. Aber er war wohlauf, das ganze eine Falschmeldung, vielleicht ein PR-Trick. Ob wohl deshalb die wirkliche Todesnachricht erst jetzt in Deutschland verbreitet worden ist? Hat man es vielleicht anfangs wieder nicht geglaubt? Es ist nicht zu ändern, alles andere wäre ohnehin Spekulation. Vielleicht bewahren wir einfach einige der großartigen Stimmungshits in unseren Köpfen...
Wednesday, February 27, 2008 

Er wird wohl an seinem Ehrentag die meiste Zeit im Studio verbringen, hat er jedenfalls gesagt, und dann vielleicht mit seinem Bruder "nochn Bier" trinken ?... Tom Astor wird heute 65 Jahre alt, erreicht damit das Rentenalter. Nur in Rente geht der deutsche Country-Superstar ganz bestimmt nicht. Einmal Cowboy, immer Cowboy - und ein solcher kennt doch kein Rentenalter (es sei denn, er fällt vom Gaul - und was dann). Was gibt es eigentlich Neues? Ist der German Country Music Award - um den sich Tom immer besonders engagiert und verdient gemacht hatte - eigentlich "gestorben" oder kehrt das Event irgendwann in die Erfurter Messehalle zurück? Offensichtlich hat Astor eine "kreative Pause" eingelegt, jedenfalls macht er sich in jüngerer Zeit etwas rar

Er hat eine riesige Fan-Gemeinde, auch wenn ihn nicht alle in der deutschen Musikszene mögen. Es gibt eben Leute, die mögen es nicht, wenn Country-Musik auf Cowboy, Wild-West und Truckerszene reduziert wird. Was eigentlich bei Tom Astor so auch nicht der Fall ist. Musikalisch beherrscht er fast die gesamte "Platte" dieses Musikgenre. Aber im Radio, da wird er von den Sendern meist auf seine eher typischen Country- und Trucker-Schlager reduziert. Und wohl deshalb auch des öfteren in volksmusikalische "Schubladen" und entsprechende Event-Programme gesteckt. Tatsächlich ist Tom Astor sehr viel vielseitiger, was die Countrymusik betrifft. Vielleicht ist er gerade deshalb so gerne in den USA, um dort das natürliche Feeling dieser Art von Musik zu erleben und um in den entsprechenden Studios der dortigen Countryszene mit hochkarätigen internationalen Künstlern zu arbeiten.

Der "Cowboy aus dem Sauerland" - er ist in Schmallenberg, einem schönen Erholungsort , zu Hause - steht seit 45 Jahren auf der Bühne, hat mehr als 700 eigene Songs geschrieben, mehr als dreieinhalb Millionen Alben verkauft. Eigentlich heißt Tom auch Wilhelm Bräutigam, aber ob es mit dem Namen in der MUsikszene gegangen wäre, weiß ich nicht - vielleicht als "Country-Willy"...

Er hat mit vielen internationalen Country-Größen auf der Bühne gestanden, gespielt und gesungen - John Denver, Johnny Cash, Chris Kristofferson, Willie Nelson, Dave Dudley, Billy Swan oder den Bellamy Brothers. Er ist in der "Grand Ole Opry" in Nashville aufgetreten - als erster deutscher Sänger, eine Sensation. 2007 war er gar in Amerika für den "Global Artist Award" der CMA nominiert. 13 x wurde er als "Sänger des Jahres" mit dem deutschen Country Award ausgezeichnet, hat alle möglichen Trophäen ergattert. Und ist nachg wie vor sehr fleißig - 60 bis 70 Auftritte pro Jahr oder tagtäglich die Arbeit im Musikstudio. Sein jüngstes Album "Duette" ist schon eine Weile auf dem Markt, daber auch etwas Besonderes, weil sich Tom damit einen eigenen Traum erfüllt hat - legendäre Country-Duette mit "Ikonen" dieser Musikszene aufzunehmen. Ich habe darüber schon zu einem früheren Zeitpunkt in meinem Backstage-Blog berichtet.

Tom Astor ist das, was man eine "ehrliche Haut" nennt. Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn er bei einem Country-Festival vor Zigtausenden Fans zu später Stunde mit handverlesenen Musikern auf die Bühne kommt und dann die echte Country-Musik aus den Staaten singt und spielt, in Englisch versteht sich. Das ist dann eine ganz andere Liga, in der sich Tom dann bewegt und behauptet. Aber hierzulande hat er natürlich die deutschsprachige Countryszene nachhaltig geprägt, weil hier viele von ihm seine deutschen Cowboy- und Trucker-Songs möchten.

Noch weiß niemand so richtig, was aus dem deutschen Country Award werden soll. Dort war er über ein Jahrzehnt der "Dauer-Abräumer", was die Trophäen betrifft. Zuletzt waren die Country Award Galas in Erfurts Messehalle, doch diese Art von öffentlicher Veranstaltung und gleichzeitiger TV-Gala war ein Kompromiss, den einigen Verantwortlichen der Szene und der Fernsehmacher nicht mehr gefallen hat. Wahrscheinlich wird die Gala deshalb künftig als reine Studio-Produktion über die Bildschirme gehen, aber wirklich Konkretes ist da noch nicht raus. Konkret ist aber, dass Tom heute eigentlich in Rente geht. Eigentlich - wahrscheinlich gibt es bald neue Songs und ein neues Album. Bestimmt auch Auftritt in Thüringen. Bis dann…

Sunday, February 17, 2008 


Es war natürlich alles sehr spannend beim Bundesvision Song Contest mit Stefan Raab. Ein derartiges Herzschlagfinale hatte es noch nicht gegeben. Das letzte Ländervotum brachte die Entscheidung für die Brandenburger Folk-Metal-Band "Subway to Sally" - mit einem Pünktchen Vorsprung vor "Clueso" aus Thüringen, der bis dahin über weite Strecken geführt hatte. Platz 1 an Brandenburg, Platz 2 nach Thüringen, Platz 3 Sachsen-Anhalt und Platz 5 Mecklenburg-Vorpommern. Nur die Sachsen mussten sich abgeschlagen mit der Schlusslicht-Laterne zufrieden geben. Wenn das in der Gesamtbilanz kein Aufschwung Ost ist, was denn dann? Die Sache hat nur einen Haken oder sogar zwei: Wenn so die Suche nach dem echten Bundesfavoriten läuft, dann ist das zwar für alle ziemlich werbewirksam, gerät aber in Teilen zur Lachnummer. Sogar die  Mauer in den Köpfen wird wieder bemüht. Danke, Stefan Raab, für diesen Bärendienst, Du wirst so einem "Ra(a)benvater" des deutschen Grand Prix, wo Du eigentlich Wegbereiter sein möchtest, oder?
Man muss nicht darüber lamentieren, dass der Bundesvision Song Contest für (fast) alle Teilnehmer eine tolle Plattform zur Selbstdarstellung war. Die meisten Künstler können am Ende - egal wie sie abgeschnitten haben - von der öffentlichkeitswirksamen Präsentation profitieren. Daran ist nichts auszusetzen.
Und man darf Stefan Raab auch die gute Absicht unterstellen, denn er wollte wohl seinem Spektakel schon einen Hauch von Grand Prix verpassen - Euro-Hymne, Aufmarsch mit den Landesflaggen, dazu kurze Vorstellungen der Bundesländer. da war die redliche Absicht zu erkennen. Und eine Musik, die wirklich die breite Masse der Jugend in der Republik erreicht - mit Songs in deutscher Sprache, das verdient Respekt.
Doch dieses Abstimmungssystem ist eine Katastrophe, bedient es doch total den auch noch organisierten Länderegoismus. Irgendwie bringen wir unsere Länderkandidaten schon durch, natürlich mit der höchsten Punktezahl daheim. Meistens jedenfalls, nur die Nordrhein-Westfalen hatten das noch nicht ganz geschnallt, warum sie die "eigene" Formation auch "nur" auf Platz 2 beförderten, dafür die Brandenburger Siegerband an die Spitze holten. Das gab dann am Ende auch den Ausschlag.
Mal abgesehen davon, dass ja die Länder doch sehr unterschiedlich groß sind und am Ende doch eigentlich der oder die beliebtesten Künstler als Bundessieger gekürt werden sollen, was aber bei dieser Form der Länderabstimmungen ja nicht wirklich funktioniert, geht es bei dieser Art von erklärtem Ländereifern natürlich auch um das Geschäft, was noch so dran hängt. Außerdem wäre doch die echte bundesweite Addition der tatsächlichen Stimmen viel zu einfach und nicht spannend genug.
Ein Vergleich zu einer Sportlerwahl liegt da nahe. Man stelle sich vor, es würde bundesweit der beste Sportler des Jahres nach der Publikumsgunst gesucht. Jedes Land entscheidet sich dann für einen eigenen Länderfavoriten und versucht eben den nach dem Raab-Muster und Bundesvision-Prinzip durchzuboxen. Weil es ja nicht drum geht, den wirklich besten oder beliebtetsten in der bundesweiten Publikumsgunst zu finden, sondern darum, sich als Land zu behaupten. Da würden sich manche über den so ermittelten Bundessieger ganz schön wundern.
Nein - es geht nur so, dass ein Land nicht für den eigenen Kandidaten voten darf, sondern nur über die Reihenfolge aller anderen Finalteilnehmer zu befinden hat. Ganz kann dann zwar auch ein taktisches Abstimmungsverhalten nicht ausgeschlossen werden, etwa der Schulterschluss von Nachbarn oder die Solidarität etwa der neuen Länder. Aber ganz sicher ist dann das Gesamtresultat ein etwas anderes - weil alle die Stimmen, die bei Raab etwa für den jeweiligen Kandidaten im eigenen Land verbleiben, auf die anderen Kandidaten verteilt würden.
Statt dessen wurden diesmal vor allem die Grabenkämpfe der Länder bedient, die Rufe nach der Mauer sind plötzlich auszumachen.. Denn in einigen  Köpfen verhindert die dortige "Mauer" des Länderegoismus, sich darauf zu besinnen, dass es eigentlich darum geht, einen Sieger zu ermitteln, der dann auch geeignet sein sollte, international zu punkten, zu überzeugen, die Publikumsgunst zu erobern - möglichst ohne taktisches Gezerre, sondern allein mit einem überragenden Song und einer überwältigenden Performance. Es geht hier nicht vorrangig um ein Partyerlebnis und darum, seinen eigenen Länderkandidaten an die Spitze zu pushen, auch wenn er nicht das Zeug zum Grand Prix Hit hat. Vielleicht besinnen wir uns ja bis zum nächsten Mal?…
Saturday, February 09, 2008 
Er gehört zu einer bekannten Weimarer Musikerfamilie, hat richtig was auf dem Kasten (und in den Fingern), schon mehrere Auszeichnungen ergattert. Er ist Sänger, Pianist, Komponist und Arrangeur. Und lernt immer noch dazu. Aktuell ist die Jazzpianistin und Komponistin Maria Baptist seine Lehrerin. Aber am kommenden Valentinstag, da hat Er einen großen Tag, denn in einem historischen Kino in Luxemburg gibt es eine Uraufführung mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Dirigent wird der Belgier Ivan Meylemans sein. Doch das Musikstück hat Er komponiert: Clemens Rynkowski aus Weimar. Die Komposition ist eine Stummfilmmusik für ein Meisterwerk der Filmgeschichte. "Big Business" mit Laurel & Hardy. Der berühmte Streifen ist aus dem Jahre 1929. Die Komposition von Clemens Rynkowski aus 2008, und der Komponist gerade 29 Jahre jung…

Die Stummfilmusik von Clemens Rynkowski ist etwa so lang wie der historische Streifen - gute 20 Minuten lang. Der Weimarer hat eine Komposition für eine kleiner Besetzung geschrieben, denn in dem historischen Kino in Luxemburg, wo die Uraufführung am Valentinstag über die Bühne gehen wird, ist nur Platz für 15 Musiker. Die große Besetzung der Luxemburger Philharmoniker würde da auch nicht gehen.

Wer ist nun dieser Clemens Rynkowski aus Weimar? Die Mutter ist Professorin an der Musikhochschule "Franz Liszt" Weimar, sein Vater ist ebenfalls Profimusiker, der Frontmann der Formation "Rest of best" aus der Klassikerstadt. Clemens Rynkowski selbst hat sein Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Sorin Enachescu und Prof. Linde Großmann absolviert. Seit 2004 macht der freischaffende Pianist, Sänger, Komponist und Arrangeur auch noch ein Studium für Komposition und Jazzklavier an der Hochschule für Musik "Hans Eisler" bei Prof. Maria Baptist.

Clemens Rynkowski ist musikalisch auf verschiedenen Betätigungsfeldern erfolgreich zu Hause, wirkt(e) in verschiedenen Ensembles mit: "salonorchesterweimar", "Global Warming Brothers", "Junges Rahlstedter Kammerorchester", "Combo Deluxe". Schon 1999 holte Clemens einen 3. Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". 2002 gab es den Bundespreis der Firma Grotrian-steinweg für besonders ausdruckstarkes Klavierspiel. Und zusammen mit dem "salonorchesterweimar" gewann er 2003 den Kleinkunstpreis "Ravensburger Kupferle".  2005 wurde der Musiker als "Künstler des Jahres 2005" vom gedu-Verlag ausgezeichnet.

Konzertreisen brachten Clemens Rynkowski schon nach Schweden, Finnland, Holland, Österreich, Tschechien, Mexiko und in die USA. Er hat bereits mehrere Auftragswerke für Großes Orchester geschrieben, außerdem Stücke für Kammerensembles, Bigband, Streichquartette, Film-, Hörspiel- und Theatermusiken. Die Stummfilmmusik für "Big Busienss" mit Laurel & Hardy ("Dick und Doof") ist auch ein Auftragswerk. Auftraggeber ist das Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Man darf gespannt sein, wie die zeitgenössisches komposition sich mit dem historischen Stummfilm-Streifen aus dem Jahre 1929 verträgt. Sechs Aufführungen sind aktuell schon geplant in Luxemburg. Vielleicht ist ja demnächst auch ein Gastspiel der Luxemburger Philharmoniker in der Klassikerstadt Weimar drin, Stummfilmmusik von Clemens Rynkowski inklusive…