Gender: Male
Status: Single
Age: 28
Sign: Pisces
City: Berlin
Country: DE
Signup Date: 9/26/2006
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Thursday, November 02, 2006
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Wednesday, November 01, 2006
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So, nach einiger Zeit und auf vielfaches Drängen tausender Fans erscheint mal wieder ein Ausschnitt aus meinem ach so aufregenden Leben.
Letzten Donnerstag zum Beispiel als ich in meiner Wohnung Seelenruhig am PC saß und der ersten Herbststurm dieses Jahres draußen die Bäume entlaubte und alte Omas von ihrem Leid erlöste, (tja die Natur reguliert sich immer selbst) bekam ich seltenen und unerwarteten Besuch.
Das ganze lief so ab, dass ich in mein Spiel vertieft durch einen gewaltigen Rums und ein helles Gekreische aufgeschreckt wurde. Nach wenigen Sekunden hatte ich mich auch schon von dem Schreck erholt und sah den Uhrsprung der Geräusche, nämlich eine Elster die durch den Sturm an meine Fensterscheibe geblasen worden war und durch den Wind nun einen auf Garfield machte… und das alles ohne Saugnäpfe.
Bevor ich allerdings meine Kamera zur Hand hatte um das Unglück des Pechvogels festzuhalten ließ die Böe nach und mein Besucher verabschiedete sich trudelnd in die Tiefe.
Für alle Frauen und Tierliebhaber, der Vogel ist nicht unten angekommen sondern fing sich noch und zog sicher, wenn auch recht lädiert, von dannen. Ob er an diesem Tag noch bei anderen Leuten vorbeischaute weiß ich nicht, ich wünsche ihm aber viel Glück und möge ihm beim nächsten Sturm ein offenes Fenster vergönnt sein.
Als Beweis für die Geschichte steuere ich noch ein Foto vom Abdruck, den mein Besucher bei mir, respektive auf meiner Fensterscheibe, hinterlassen hat bei.
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Saturday, October 14, 2006
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Current mood:  cynical
Heute wollen wir uns einmal über ein Leebewesen unterhalten das trotz seinen unübersehbaren Lebensunfähigkeit und Nichtangepasstheit an die Umwelt vom Schicksal der natürlichen Auslese verschont geblieben ist. Der gemeine Trolley-Benutzer. Diese niedere Lebensform zeichnet sich dadurch aus das es auf seinen mehr oder weniger ausgedehnten Streifzügen seine Habe in einem quadratischen Gebilde aus Stoff und Plastik hinter sich herzieht. Sehr oft ist er an Bahnhöfen, Flughäfen, Hotels und Taxiständen zu finden. Nicht nur das er durch diese Transportmethode erheblich an Geschwindigkeit und Beweglichkeit einbüßt, was ihn daran hindert den vielen Feinden zu entkommen. Und davon hat der Trolley-Benutzer einige, wie Schaffner, Dieben, Motz-Verkäufer(Obdachlosenzeitung) und natürlich Leute wie mich. Leute die durch Trolley-Benutzer den Boden küssen mussten, dumm angemalt wurden, Züge verpassten und ziemlich doof aussehen einen Troleyparkplatz zu durchqueren ohne die ganze Scheiße niederzumähen. Um euch die absolute Lebensunfähigkeit dieser Spezies, hauptsächlich hervorgerufen durch sein Unsoziales Verhalten, zu zeigen, berichte ich euch von meine persönlichen Erlebnisseen während der Beobachtung diese Kreaturen.
Tag 1: Auf dem Weg zum Zug noch schnell nen Kaffee und Brezeln organisieren und dann ab zum Bahnsteig. Ich hetze also los den gesamten Bahnhof hinunter, biege gerade in die Treppe zum Bahnsteig ein, als die Welt eine seltsame Perspektive einnimmt. Die gegenüberliegende Wand wird zur Decke und der Fußboden nähert sich rasendschnell meinem Gesicht. Mein erster überraschter Gedanke war, Ratziger ist tot und die haben mich zum Papst gemacht (schließlich kenne ich niemanden der so intensiv den Boden küsst). Danach kam der Gedanke das der Boden recht warm und nass ist was ich sehr schnell auf meine verschüttete Kaffe zurückführen konnte. Als ich mich umsehe erblicke ich auch schon den Grund für meine Begegnung mit dem Boden, Ein Trolley Marke Geschäftsmann (5 l Stauraum, gerade genug um ein Hemd und einen Wecker mitzunehmen), direkt an der Ecke geparkt plus einen ziemlich erregten Trolley-Benutzer der meinte ich solle gefälligst aufpassen wo ich hintrete. Da mir nichts passiert war (der Kaffee war eh miserabel) haute ich ihm noch ein "Dummes Arschgesicht" um die Ohren und war im Zug verschwunden. Aber geärgert hat es mich den ganzen Tag.
Tag 2: Auf der Heimfahrt kurz vor Berlin Hauptbahnhof machte ich eine neuerliche Entdeckung. Die Größe des Transportgerätes steht in reziproker Relation zur Größe und zum Alter der Benutzer. Das beste Beispiel stand im Gang direkt vor mir, nämlich ein junger Kerl in etwa meiner Größe (193 cm) mit einem Trolley im 5 l-Format und eine Frau die aussah als hätte sie schon mit Eva getratscht, die einen Trolley hinter sich herzog den die meisten Ford K Besitzer als Garage bezeichnet hätten. Als der Zug zum Halten kam wer unser Jungspund sofort raus aus dem Zug, na ja fast den sein Minitrolley verkeilte sich im Türrahmen und unser Jungchen musste ihn erst mal freifriemeln. Danach kam die alte Dame die sich der über-die-Planke-gehen-Technik bediente. Sie schon den Trolley einfach vor sich her in der festen Erwartung irgendein Idiot würde das Ding draußen in Empfang nehmen. Als das nicht der Fall war versuchte sie das Ding in Zeitlupe von Stufe zu Stufe zu schleppen.. Als ich dann meine Hilfe anbot und das Ding aus dem Zug wuchtet sagten mir meine Arme und mein Kreutz gleich das die alte Fregatte Blei geladen hatte und das nicht zu knapp. Mann, das Ding hatte das doppelte Gewicht der alten Vettel möchte ich mal meinen. Meinen Anschlusszug habe ich aber dennoch verpasst und ein Dankeschön von der Alten war auch nicht drin. Denkt jetzt nur nicht ich hätte aus Mitleid oder Freundlichkeit geholfen. Aber stellt euch mal vor wie lange ich da hätte sitzen müssen um der Polizei zu erklären das die Alte nen Schwächeanfall hatte und von ihrem Gepäck erschlagen wurde.
Tag 3: Ich bin gerade wieder auf dem Sprung Richtung Zug als mir vom Kopfende der Treppe 4 Trolley-Benutzer der Marke alt und groß entgegen kommen. Warum diese Mumien ihre Trolleys die Treppe runterschleppten wo nebenbei gleich eine Rolltreppe und ein Fahrstuhl auf Benutzung warteten ist mir unklar. Wahrscheinlich eine Mischung aus Sportsgeist "Los Leute das schaffen wir noch" gepaart mit Verdrängung "Nein das stimmt nicht, ich bin nicht so alt wie der Zettel an meinem Zeh sagt.". Was mir aber absolut unklar war ist, warum zur Hölle sie dabei alle nebeneinander gehen mussten. Die Treppe ist zwar breit aber bei 4 alten Säcken und ihren Riesentrolley´s ist irgendwann Schluss. Bei dem Versuch mich am äußersten Rand an den Alten vorbeizuschieben sah ich mich mit Anfeindungen wie Rüpel und Raudy konfrontiert. Kurz überlegte ich dem Wurmfutter per Tritt zu einem Geschwindigkeitsrausch zu verhelfen aber da mein Zug bereitstand entschied ich mich dagegen. Schade eigentlich, hätte gern gewusst wer schneller unten ist, er oder sein Trollry.
Ihr seht also das Trolley-Benutzer eine äußerst unsoziale und lebensunwürdige Spezies darstellen die es bisher geschafft haben dem wachsamen Auge von Mutter Natur und der Evolution zu entgehen. Daher rufe ich alle die unseren Planeten lieben auf diesen Fehler schnellstmöglich zu beheben. Wenn ihr einen Trolley-Benutzer seht nehmt ihm das Ding ab und haut es ihm um die Ohren. Wenn das Ding zu schwer ist, schmeißt es dahin wo es hingehört, ins Gleisbett. Sollten Trolley-Benutzer dies hier lesen... ÄNDERT EUCH.
Gute Ruchsäcke gibt es schon ab 90 € und die sind viel praktischer als eure dämlichen Rollkoffer.
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Wednesday, October 11, 2006
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Current mood:  stressed
Category: Life
...das zumindest dachte ich als ich gestern Abend mit dem IC im Berliner Hauptbahnhof einfuhr. Auf dem Bahnsteig drängten sich ein Haufen Leute, wie viele, keine Ahnung. Ich bin im öffentlichen Dienst, da gilt alles ab 5 Leuten einfach nur noch als unangemeldete Demo. Wie üblich wartete wieder der halbe Zug darauf auszusteigen um die 4 Stockwerke hoch zu den anderen Gleisen zu hechten oder wenn sie Glück hatten sich ein bisschen in den tollen Geschäften des neuen Bahnhofs zu tummeln. Und normalerweise klappt das auch recht gut aber diesmal schlug die Masse der einsteige Willigen unerbittlich zu. Jung wie alt drängte durch die Türen herein und traf in den engen Gängen auf all jene (mich eingeschlossen) die den Wunsch verspürten auszusteigen. Wie die Einsteigenden, hier im weiteren Verlauf VI (Vollidioten) genannt es, z.B. an meinem Einstieg, fertig gebracht hatten eine Vierköpfige Familie samt Kinderwagen zu überrennen und beim Anblick der weiteren Fahrgäste im Gang verdutzt dreinzublicken ist mir echt ein Rätsel. "Oh hier stehen ja schon welche." " Was wollen die denn?" " Etwa aussteigen?" "Nein, doch nicht am Hauptbahnhof mitten in Berlin. So was macht doch keiner." Die Tatsache das jeder Versuch der Aussteigenden, im weiteren Verlauf WHI (Wesen Höherer Intelligenz) genannt, mit Gegendrängeln und Pöbeleien der VI´s beantwortet wurde und sich der Gang immer mehr mit Verstärkung für die VI-Truppen füllte ist ein Zeichen dafür das diese Titulierungen recht treffend sind. Ein inzwischen gequetschter Blick aus dem Fenster kündigte das nahen der Zugbegleiter an, im weiteren Verlauf NONRAOM (Nur optisch nicht real anwesende Ordnungsmacht) genannt. Diese sahen sich das Gedrängel das wohl die gesamte Länge des Zuges in Beschlag nahm kurz an und entschieden das der leere Bahnsteig auf der anderen Seite ein viel besserer Anblick wäre. "Auf dem Bahnsteig ist kein Mensch." "Eben, da könnte jemand auf die Schienen stürzen und keiner würde es sehen." "Na dann lass ihn uns besser beobachten solange das Umsteigen stattfindet." In unserem Wagon begann sich die Sache nach geschlagenen 2 Minuten des Drängelns allerdings zu klären. Zum einen waren die WHI des Nachbarwagens vollständig vernichtet worden und die VI´s unseres Wagens wichen dorthin aus, was den Druck auf uns verringerte. Zum anderen waren alle Alten und Schwachen in irgendwelche Abteile gedrängt wurden und auf dem Gang befanden sich nur noch die Familie mit Kinderwagen und neben oder besser vor mir noch 2 recht gewichtige Fahrgäste (wohl der Grund warum ich nicht schon zu Mus zermatscht worden waren.) Den Wagen (ohne Inhalt) als Rammbock benutzend zwangen wir die VI zurück und konnten 3 Minuten nach Ankunft des Zuges endlich Berliner Boden betreten. Nachdem dann auch die Alten und Kranken evakuiert waren konnte ich mir noch mal durch die Fenster hindurch die Masse der VI´s näher betrachten. Meine anfängliche Vermutung, die haben Angst stehen zu müssen erwies sich als falsch, es waren noch genug Sitzplätze frei. Auf meine Frage an einen der Kartenknipser warum er und seine restlichern Platzhalter nicht versucht hätten die Sache zu klären bekam ich nur ein "Wieso, hat doch alles geklappt" zu hören. Zugegeben Recht hatte er irgendwie und gearbeitet hatte er auch, auf dem leeren Gleis ist keinen ins Gleisbett gestürzt.
Moral. So, kommen wir mal zu den Lehren die uns meine tägliche Katastrophe vermittelt hat. 1. habe immer mindestens einen Kinderwagen als Rammbock im Zug. sollte kein Kinderbeförderungsmittel vorrätig sein können auch Rollstühle, Gepäckwagen oder 2 Flaschen handelsübliches Pfefferspray genutzt werden. 2. liebe VI, mit Zugeinstiegen ist es wie mit Kaufhauskassen, egal an welcher du stehst du wirst immer länger brauchen als alle anderen. Ja selbst wenn du durch alle Planung und Erfahrung der Erste am Einstieg bist kommt immer noch eine alte Frau mit 3 Schrankkoffern aus dem Zug oder einen Familie mit Kinderwagen (die in meinem Fall nicht das sonst vorhandenen totalitäre Durchsetzungsvermögen einer solchen Institution an den Tag legte) oder mein Favorit. Eine Frau/Mädel die an der Zugtür schon von Ihrem Freund/Mann mit den Worten "Hallo mein kleiner Spatz" in den Arm genommen wird. Eigentlich ganz süß so junge Liebe zu beobachten wenn es da nicht 2 gravierende Probleme gäbe: Problem 1 der "süße Spatz hat ein Hinterteil wie ein 40Tonner. Problem 2 besagtes Hinterteil steckt noch zu 70% in der Türöffnung.
3. Die deutschte Bahn sollte sich überlegen ihre NONRAOM´s für solche Fälle mit Migränesticks zu bewaffnen um die VI´s dieser Welt auseinander zutreiben. Dies setzt allerdings ein Spezielles Training voraus damit nicht auch die WHI´s vermöbelt werden. "Wollen sie rein oder raus?" "Rein" "Boing-> Migräne"
Übrigens von den Russen war nirgends was zu sehen, nicht mal in Bernau. War anscheinend einfach nur viel los.
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Tuesday, October 10, 2006
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Current mood:  peaceful
Category: Life
So wie gestern versprochen kommt nun der zweite Teil meiner abenteuerlichen Heimfahrt am letzten Freitag. Im ersten Teil hatte ich ja ein Zeitproblem welches von Leuten verursacht wurde die schon eine menge Zeit verbraucht hatten und nun indirekt hinter meiner her waren.
Als ich nun also nach Atem ringend im Gang des IC´s Richtung Berlin stehe und langsam die Umgebung analysiere werden mir einige Dinge klar. 1. Du stehst in einem Raucherabteil. -> ich stoppe sämtliche Atemübungen aber der kratzende Husten in meiner Kehle macht mir schnell klar das ich bereits den Straßenbelag der Halben Frankfurter Allee inhaliert habe, danke liebe Raucher. 2. der Gang zum Nichtrauchergroßabteil ist knallvoll mit rauchenden Wehrdienstleistenden, einem Kinderwagen und einem Trolli von der Größer eines Kleinwagens (keine Ahnung wie sie den in den Zug bekommen haben). Als ich mich unter viel Geschiebe, Geboxe und unzähligen Unflätigkeiten endlich in das Massenviehabteil durchgeschlagen habe sehe ich schon die Katastrophe. Abgesehen von der völligen Überfüllung balgen sich auch noch 2 Kinder in einem Haufen Spielsachen im Mittelgang herum. Aber auch ein Lichtblick erkennt mein geschultes Auge...einen Gangplatz keine 4 Reihen von mir entfernt und einen anderen Fahrgast an der anderen Seite des Abteils. Wir beide mustern uns kurz, er ein typischer Mittdreißiger im billigen Zwirn eines niederen Bankangestellten mit Laptoptasche und einem mittlerem Trolli bewaffnet. Also kein Pendler, höchstens ein erfahrener Reisender, kompetent in Zugangelegenheiten aber im direkten Platzkampf einem Pendler an Kraft und Erfahrung weit unterlegen. Trotzdem blitzt in seinen Augen so was wie Hoffnung auf diesen Sitzplatz auf und schon setzen wir uns beide in Bewegung. Er wird wie abzusehen von seinem Trolli behindert und hat noch nicht einmal das Kinderhinderniss aus Spielzeug und ...na ja Kindern erreicht da stehe ich schon vor dem Sitz und erhasse einen Blick auf meinen Platznachbarn für die nächste Stunde. Ein Mittelgroßer Halbstarker von vielleicht 1,70 m mit etwa 70 bis 80 Kg Gewicht (das ist später noch von Belang), Seine verkniffenen Miene die wohl Boshaftigkeit symbolisieren soll und die Nato-Olive Tasche über ihm zeigen deutlich, ein Bundi. Aus der Seitentasche ragt auch noch ein schwarzes Barett mit dem Abzeichen der Panzertruppe. also eine Pinklitze, breit fahren, schmal denken wie mein Kollege so treffend bemerkt hat. Auf meine Frage ob der Platz noch frei wäre erhalte ich außer einem finsteren Blick nur noch ein Grunzen. Ah, einer der auf schweigsamer Fiesling machen will, na dem werde ich es zeigen, dachte ich mir und nahm das Grunzen mal als Zustimmung. Kaum saß ich da zeigte sich auch schon, dass mein Sitznachbar sein Territorium (rund 70% der 2 Sitze) durch einfache Hartleibigkeit zu verteidigen suchte. Aber nachdem ich durch einen kurzen Rechtsrutsch seinen gesamten Lebensraum auf quadratische 100x60x20 beschränkt hatte zeigte er sich sehr schnell kompromissbereit. Mein Anzugtragender Konkurrent war inzwischen an mir vorbeigeschlurft auf der Suche nach einem anderen halbwegs bequemen Sitzplatz, na ja meine Wünsche begleiten ihn. Als ich gerade meinen Kopfhörer richte und voll aufdrehen will um dem Geplärr der 2 Teppichraten zu entgehen die sich keine 2 Reihen von mir entfernt gegenseitig mit Matchbox Autos beschmeißen entwickeln die Plagen auch schon eine neue Methode mich und alle anderen zu ärgern: Sie fangen an den Gang hinauf und herunter zu rennen und dabei gegen die Sitze und alles was ihnen sonst in Reichweite kommt zu schlagen. Von irgendwelchen Erziehern wie Gefängniswärtern oder Raubtierbändigern die die Monster in Schach halten könnten war nichts zu sehen. Aber das änderte sich ziemlich schnell als ich meine Beine in den Gang streckte (völlig ohne Absicht, ehrlich, wo soll ich die Dinger denn auch sonst hinstrecken) und einem der Biester das Fliegen beibrachte. Unglücklicherweise war dem Kleinen wohl die Schwerkraft schon ein Begriff den er hielt sich sklavisch daran und traf nach einem erhebenden Meter wieder auf dem Boden auf. Sofort erhob sich eine Frau Mitte 20 mit noch einem dieser genetischen Fehlgriffe auf dem Arm und kam ihrem Stammhalter zu Hilfe. Was sie zu mir sagte kann ich nicht klären, die Musik war etwas zu laut und wirklich interessiert hat es mich auch nicht (nach 12 Stunden Arbeit ist einem fast alles egal außer vielleicht ein Axt schwingender Massenmörder im Treppenhaus oder ein Topmodell im Bett). Beim betrachten der Frau, ihre beste Zeit lag schon hinter ihr was nach 3 Kinder verständlich ist und was wahrscheinlich der Grund ist warum es nur 3 Kinder sind und nicht noch mehr fiel mir auf das sie nicht mal einen Ring trug und ich konnte nicht verhindern das mir der alte Witz mit der Zeitungsanzeige wieder in den sinn kam. "Tausche schwerverständliches Buch über Empfängnisverhütung gegen Kinderwagen." Nicht das ich viel auf die Ehe gebe aber wenn man/Frau schon so dämlich ist sich 3 Bälger anhängen zu lassen sollte sie mindestens noch den Erzeuger dazu fangen. Ich weiß ich weiß, das klingt alles sehr gemein von mir aber wer sich schon mit 3 Unfällen in einen Zug setzt ohne sie unter Kontrolle zu halten, kann wohl kaum mit Verständnis oder gar Freundlichkeit rechnen. Mein Grinsen kommentierte sie dann noch mit einem vernehmlichen "Arschloch" und verzog sich dann mit ihrer kompletten Brut zurück auf ihren Vierer. Als ich dann endlich dachte ich könnte mir wenigstens noch 30 min. Ruhe gönnen, mein Nachbar hatte inzwischen auch mit dem Rumzucken aufgehört und sich mit der Situation abgefunden, da fängt das Baby dieser Brunftkuh an zu plärren und ist durch keine Bemühung der Welt ruhig zu stellen. Da es mit der Ruhe nun vorbei ist beschließe ich mir einige geistige Notizen zu machen. 1. An mich selber, freitags immer spät nach Hause fahren. 2. An die Bahn AG, -separate Wagen für Rauchen (mit Krematoriumsfunktion nach Ausfahrt aus dem Bahnhof), -separate Wagen für Alte Leute (mit Krematoriumsfunktion nach Ausfahrt aus dem Bahnhof), -separate Wagen für Kinder (mit Narkotisierungsfunktion und Schleudersitz für extrem Widerstandsfähige Individuen nach Ausfahrt aus dem Bahnhof)
Am Ende der Fahrt, ohne Schlaf und ohne jegliche Erholung quetschte ich mich aus dem Zug und schleifte mich gerade noch so zum Stand eines bekannten Kaffeehauses aus Seattle um meinen Frust in einem Becher Mocha-Frappucino zu ertränken. Na ja, wenigstens ist Freitag, d.h. die nächste Tour ist erst in 2 Tagen fällig.
Das war es dann erstmal für heute. Lesen sie demnächst, Omaha-Beach im Hauptbahnhof und die wunderbare Welt der Trollibesitzer.
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Monday, October 09, 2006
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Current mood:  amused
Category: Life
Letztens sitze ich wie immer in meinem Büro und tue das was alle Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und Robinson Crusoe tun...auf Freitag warten (ich entschuldige mich hiermit für diesen Kalauer aber so oft wie ich mir den schon anhören musste konnte ich einfach nicht an mich halten). Um es zu präzisieren warte ich eigentlich nur noch auf 15:30 Uhr und damit auf das Ende meiner Kernzeit. Endlich befreit von meinen Pflichten mache ich mich also auf zum Bahnhof um meinen Zug nach Bitterfeld zu erreichen. Kaum war ich drin und sitze teilt mir der geschärfte Blick meiner Pendleraugen den ich mir als quasi Pendlerveteran erarbeitet habe schon das Problem mit. Der Zug aus Annaburg hat mal wieder Verspätung und mein Zug wird wieder warten um die armen Schweine die Umsteigen müssen aufzunehmen. Nun muss man dazusagen das ich auch so ein armes Umsteigeschwein bin oder es in Bitterfeld zumindest werde und das mein Zug nur eine Toleranzzeit von ca. 4 Minuten hat. Nach 1 Minute kommt der Zug dann auch an und das Umsteigen von einem Bahnsteig auf den anderen könnte zügig beginnen, hoffe ich zumindest aber was da kommt habe ich noch nie erlebt. Zuerst hechten zwei ältere Damen in erstaunlichem Tempo auf den Bahnsteig und blockierten die Tür des Zuges um anschließend mit wildem Anfeuerungsgeschrei zu beginnen. Überrascht von diesen Ereignissen sehe ich aus dem Fenster und erblickte eine ganze Truppe von Rentnern die sich humpelnd, schnaufend und ächzend dem Zug näheren. Die ganze Szene ist eine Mischung aus "Dawn of the Dead" und diversen Mumienfilmen aus dem 30ßiger Jahren. Diese Abteilung der Äonen, dieser Verein der Verwesung kriecht also langsam in den Zug genauso wie die Karenzzeit meines Zuges immerweiter dahin kriecht. Als dann die ganze Bande endlich Platz gefunden hat und ich eingehüllt in eine Wolke aus 7411, Chanel Nr. 5 und Formaldehyd fast die Besinnung verliere kann ich nicht umhin mir diese Gestalten der Geschichte mal genauer zu betrachten. Der Hauptpunkt meiner Betrachtung: Sie sind alt... und ich rede hier nicht von "oh-das-Brot-ist-alt-wirf-es-weg" alt sondern von richtig-echtem alt. Einige dieser Leute haben schon an der Cheops-Pyramide gegraben - und ich meine nicht die Ausgrabungen sondern die Grabungen für das Fundament. Einige dieser Leute haben wahrscheinlich schon die Große Mauer gesehen als diese nicht mehr als ein Gartenzaun war. Auch die Gespräche sind nicht gerade etwas was mich vor Freude jauchzen läßt. anscheinend sind diese Veteranen des Verfalls gerade damit fertig geworden ihre gloreiche Flucht vor den Russen 1945 nachzustellen und die alten Vetteln waren mal mit um "zu sehen was der Karl und der Heinz damals so getrieben haben". Als ich diese erschreckende und für meine Lage recht sinnlose Betrachtung angestellt habe kann ich mich meiner Uhr und damit meinem Problem widmen. Es ist 16:14 und noch 3 Stationen bis Bitterfeld, wenn er Fahrer nicht noch unterwegs zum Pissen anhält können wir es schaffen. Ein kurzer Blick durch den Wagen zu meinen Kollegen zeigt mir, dass sie zu dem gleichen Ergebnis gekommen sind. 4 Minuten und 2 Stationen später bereiteten wir uns auf den Ausstieg vor. Als erste raus und dann im Laufschritt aufs nächste Gleis und versuchen in den Zug zu springen. 16:19 Uhr, der Zug fährt in Bitterfeld ein, die ganzen Fahradökos und Rentner murren weil wir sie auf die hinteren Plätze beim Ausstieg gedrängt haben aber ein böser Blick und ein geknurrtes Scheiß Rentner bringt die Situation zur Ruhe. Der Zug hält und wir sprengen fast die Türen bei dem Versuch alle gleichzeitig anzulaufen. Dann sind wir raus und die Treppe runter, beim Aufstieg zum anderen Gleis ertönt auch schon die Ansage das unser Zug sich jeden Augenblick in Bewegung setzten wird. Mit letzter Kraftanstrengung erreiche ich den Zug und schaffe es gerade noch meinen Rucksack an der sich schließenden Tür vorbei ins Innere des Zuges zu ziehen. Ein kurzer Blick und ich sehe, dass es die anderen ebenfalls noch geschafft haben. Ich atme kurz durch und bereite mich auf die nächste schwierige Aufgabe vor, in einem Freitagnachmittagzug einen Platz zu finden.
Anmerkung des Verfassers. Ich hab keine Ahnung ob das hier jemand liest und ob es demjenigen gefällt aber ich poste es trotzdem das ich gerade eh nix zu tun habe. Diese katastrophale Geschichte ist wirklich so passiert und sie geht im 2. Teil sogar noch weiter. Sollte sich jemand an der Länge des Berichts stoßen, ich habe mich schon kurz gefasst und auch im Hinblick auf eine Initiierung auf meine Gedanken hinsichtlich dieser Alterskolonne verzichtet. Ach ja, wie immer gilt das alte Spiel, wer mir 3 Rechtschreibfehler findet und einschickt kriegt einen besonderst schweren geschenkt.
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Wednesday, October 04, 2006
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Current mood:  pissed off
Category: Life
Da schwing ich mich wie an jedem normalen Wochentag um 4:00 Uhr aus dem Bett, schaffe es wie üblich sogar den Wecker zu überholen was der lediglich mit einem "bling" vom ersterbenden Netzteil quitiert. Mein erster Gedanke wie an jedem Arbeitstag wenn ich denn im Bad vor dem Spiegel stehe:
"Ich will zurück nach Hause"
Was nicht bedeutet das ich mich in meinem jetztigen zu Hause nicht wohlfühle sondern das ich zurück will in den Traum den ich gerade verlassen mußte und in dem ich nicht durch halb Deutschland muss um zur Arbeit zu kommen und auch nicht in allem kurz vor dem Aus stehe. Aber egal, wie jeden Tag um 5:00 aus dem Haus und ab zum Ostbahnhof um den scheiß Zug zu erwischen. Hatte ja gelesen das die Bahner ab um 7:00 mit ihren Warnstreiks beginnen wollen. Aber da bin ich fast auf der Arbeit und die werden den Zug ja wohl nicht mitten auf der Strecke stehen lassen und ab um sieben können sich dann die glücklichen Langschläfer und Touristen mit dem Problem rumschlagen.
So sah jedenfalls mein Plan aus aber wir alle wissen ja das es nie so läuft wie geplant und so kam es dann auch das ich am Bahnsteig von den in Streikuniform (zu Oberteilen umfugtionierte Müllsäcke) gekleideten Bahnmitarbeitern mit den freundlichen und Sympatieerregenden Worten "bis um 7 jet hier nix mehr" abgespeißt wurde. Ach ja und ein Trostpreis gab es aber dann auch noch. einen Flyer mit dem schönen Titel "schütze deine Bahn". Dabei schoß mir am Anfang eigentlich nur ein Gedanke durch den Kopf: "Wenn das wirlkich meine Bahn währe hätten Inteligenzresietente wie unser mister-bis-7-jet-hier-nix-mehr echt schlechte Karten.
Aber mal im ernst, ich kann die Bahner ja verstehen das sie ihre Jobs gesichert haben wollen. Aber liebe Bahnangestellte wenn ihr schon sowas macht dann doch bitte großflächig in dem Morgenstunden so ab 7, vieleicht auch schon um 6 aber bitte bestraft doch nicht auch die Leute die schon dadurch gestraft sind das sie zu solch unchristlichen Zeiten auf den Beinen sein müssen. Das ist (auch wenn ich weiß das das nie zieht) nicht fair von euch. aber so sitze ich nun in der Berliner Zweitstelle und werde versuchen den Tag rumzubringen. Vor allem der Bruch in meinen Schlafgewohnheiten macht mir zu schafen, die 2 Stunden Schlaf im Zug sind doch nicht zu überschetzen.
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