Metalearth.de - 9/10Es ist 2004 und 2 Harzer Jungens gründen das Projekt „September Murder“. Drei Jahre später spielt die Band innerhalb von weniger als 4 Monaten über 20 Shows und besucht danach das Schmiedeberg 7 Studio um die erste EP „After Ever Setting Sun“ aufzunehmen. Diese schlägt ein wie eine Bombe und hinterlässt nichts, ausser guten Reviews und einem Plattendeal mit Maintain Records. Nun liegt endlich der erste Langspieler hier bei mir, der auf den Titel „Agony in Flesh“ hört.
Eingeleitet wird das gute Stück mit einem seichten Wellenrauschen und Möwenschreien. Langsames Schlagzeug setzt ein, kurz bevor auch endlich der Rest in Aktion kommt. Ein verdammt geiles Riff, welches man im Death-Doom nicht besser finden könnte. Allmählich steigert sich das Tempo, bis schließlich auch Sänger Olli einsteigt und dem Ganzen die Krone aufsetzt. Ein verdammt geiler Einstieg in das Album, welcher sogar Gänsehaut-Momente bietet, was mir persönlich noch nie im Death Metal untergekommen ist!
Das beste an der ganzen Sache: Die ganze verdammte Scheibe ist auf diesem genialen Niveau! Ob alles zerschmetternde Dampfwalzen, wie in „Slavery of Heartdisruption“ oder Blastgewitter wie in „To Satisfy the Eye of an Obsessed“; ob langsame Atmosphärische Momente aus „After Ever Setting Sun“ oder technische Riff wie in „Breathing Cadaver“ - dieses Album bietet alles was ein gutes Death Metal Album bieten sollte. Dabei fallen besonders zwei Aspekte sehr positiv auf:
1. Findet sich hier nicht eine Sekunde so etwas wie Clean Gesang. Olli bewegt sich ausschließlich zwischen Growls und Screams, was der Musik sehr gut tut, da so trotzdem Abwechslung geboten wird.
2. Ist auf den ganzen 35 Minuten kein einziges Solo zu finden. 35 Minuten reinster Death Metal ohne irgendwelche Ablenkung. Das findet man heute leider viel zu selten. Trotzdem beweist die Instrumental Fraktion das sie ihr Handwerk beherrscht.
Es gibt nur einen einzigen kleinen Kritikpunkt, den ich anbringen muss. Und zwar haben zwei Songs der EP auch ihren Weg auf das Album gefunden. Dadurch wirken die 35 Minuten Spielzeit doch etwas wenig. Mich persönlich stört dies nicht, was aber auch daran liegt, dass ich die EP nicht kenne, aber vielleicht ist der ein oder andere etwas längere Fan doch ein wenig enttäuscht über so wenig neues Material.
Alles in allem liefern uns „September Murder“ Death Metal auf aller höchsten Niveau, welche locker mit der etablierten Konkurrenz mithalten kann. Eins ist jetzt schon klar: Nach „The Faceless“ und jetzt noch „September Murder“ kann sich kein Freund des Death Metals über ein schwaches Jahr 2009 beschweren.
Mir bleibt nur noch zu sagen, dass „September Murder“ den Durchbruch mit diesem Album mehr als verdient hätten. Für mich schon ein kleiner Favorit für das Album des Jahres! Nur die Sache mit den zwei Songs der EP verhindert die 10 Punkte.
Bleeding4Metal - 10/10Die Erfolgsgeschichte der 4 Jungs aus dem Harz hat ein neues Kapitel, nämlich ihre erste Full-Length CD namens "Agony In Flesh". Nach dem ihre eigenproduzierte 4-Track EP "After Every Setting Sun" 2007 schon für einige Furore sorgte, legen sie nun, mittlerweile unter den Fittichen von Maintain Records, sehr deathtig nach. 2 Songs von der EP sind auch auf dem Album vertreten, welche noch einmal neu aufgenommen und durch den Mischer von "Pluto" Neuber geschickt wurden, was dem Ganzen einen noch optimaleren Glanz verleiht. Musikalisch hat sich, zum Glück, nicht viel verändert, außer, dass die neueren Songs noch einen Tick technischer aus fallen und Olli's "Gesang" noch brutaler rüber kommt. Überhaupt kommt hier eine lange nicht mehr gehörte musikalische Raffinesse zum Vorschein, welche man wohl eher bei alt gedienten amerikanischen Death-Metal Bands vermutet, denn bei einer deutschen Combo, deren Durchschnittsalter gerade mal 22 Jahre beträgt! Um so erstaunlicher ist dann auch die Tatsache, dass 2 der Jungs reine Autodidakten sind.
DEICIDE, MORBID ANGEL und auch SUFFOCATION zehren noch von ihren bahnbrechenden Erfolgen Anfang-Mitte der Neunziger, konnten der rasanten Entwicklung aber leider nichts entgegen setzen. SEPTEMBER MURDER's "Agony In Flesh" allerdings bläst kräftig neuen Wind und Ideen in die etwas angestaubte Death-Metal Szene, was mit Sicherheit auch international nicht unbeachtet bleiben wird, dessen bin ich mir sicher!
Volle Punktzahl für die Jungs aus Thale (Harz) und Respekt vor so viel Kreativität und handwerklichem Geschick!
In diesem Sinne
skàl
Scarred For LifeAus dem schönen Harz stammen SEPTEMBER MURDER und knallen dem Rest der Welt mit "Agony In Flesh" ein ordentliches Brett reinsten Todesbleis vor die Füße. Die vier Herren beweisen auf diesem Debütalbum, dass sie nicht nur viel Zeit im Proberaum verbracht haben, sondern auch noch das Geschick haben, ihr Können in gute Songs umzumünzen.
Brutal und schnörkellos gehen SEPTEMBER MURDER zu Werke, verstecken aber immer wieder unterschwellige Melodien in den Refrains oder gelegentlich auch in den Riffs ("Between Grass And Guilt"). Von trendigem Melodic Death Metal ist das Quartett trotzdem meilenweit entfernt. Stattdessen wird sowohl in amerikanischer, als auch gelegentlich schwedischer Manier drauf losgeprügelt. Obwohl technisch absolut fit, verzichtet man darauf, sich in ständigen Breaks zu verlieren, anspruchsvoll ist das Material aber alle mal.
Besonders die kreative Gitarrenarbeit von EMANUEL BRAUER gefällt, aber auch die verständlichen Vocals von OLIVER SCHACKE sind abwechslungsreich und pendeln zwischen Kreisch- und Growl-Gegrunze. Das Songwriting könnte noch besser auf den Punkt gebracht werden, einfach um dem Wiedererkennungswert der einzelnen Nummern zu erhöhen. Gegeben ist dieser aber definitiv beim eingängigen Titeltrack, dem etwas ruhigeren "After Every Setting Sun" und dem feinen "Slavery Of Heartdisruption". Das detailverliebte "Again, It Crossed My Way" sei ebenfalls noch als Anspieltipp genannt und zu guter Letzt sei noch der druckvolle und klare Sound lobend erwähnt. Liebhaber anspruchsvoller Death Metal-Sounds sollten dieser einheimischen Kapelle dringend ihr Ohr leihen.
Andy
Hotel 666 - 8,5/10Zwei Jahre ist es her, dass die die Harzer Rocker von SEPTEMPER MURDER ihre Erstlings-Ep „After Every Setting Sun“ rausgehauen und damit sicher nicht nur mich schon einmal gut angefixt haben. Zwei Jahre sind ja nun, kosmisch betrachtet, ein verdammter Furz in der Ewigkeit und an und für sich nicht der Rede wert. Was soll sich da schon groß verändern?
Um es kurz zu machen: Verändert hat sich im Hause SEPTEMBER MURDER auch nicht viel, zumindest stilistisch nicht. Immer noch lieben die Hügelbewohner den Death Metal skandinavischer Schule und würzen ihn mit ein paar bösen thrashigen Licks. Geändert hat sich indes die Durchschlagskraft der Band, und das nicht zu knapp. Bereits der herrlich unheilvolle, schleppende Einstieg in den Opener „...And The Entrails Fill The Sea“ lässt ahnen, dass die Band einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat. Und dieser Eindruck bestätigt sich durchweg. Die Mordbuben haben ihren ansprechenden Stil beibehalten und noch etwas straffen können. Dazu fahren sie diesmal einen Sound auf, der internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Und weil ich merke, dass es schwierig ist, eine Scheibe zu beschreiben, die einen einfach nicht still sitzen lassen will, gibt es jetzt Klartext:
Fette Doublebass, mörderische Riffs, ein herrlich grunzkreischender Sänger und acht Stücke, die sich nach spätestens zwei, drei Hördurchgängen hartnäckigst festsetzen, auch dank der fiesen todesmetallischen Melodien, die mit dem üblichen Schwuchtelkram von heute nichts zu tun haben. Fans von allem was ordentlich ballert und einfach nur Spaß macht, müssen SEPTEMBER MURDER diese Scheibe abkaufen! Und auf die Konzerte gehen! Und moshen und toben was das Zeug hält! A propos Konzerte: SEPTEMBER MURDER, VOMITORY und BOLT THROWER an einem Abend in einem mittelgroßen Klub und ich kann glücklich sterben!
Visions - Underground - 9/10Über diese CD habe ich mich richtig gefreut, als ich sie aus meinem Briefkasten raus gefischt habe. Im Herbst 2007 hatte ich bereits das Vergnügen die EP „After Every Setting Sun“ reviewen zu dürfen, und jetzt legen die vier Jungs von September Murder mit „Agony In Flesh“ noch einen drauf und veröffentlichen ihr erstes Album. Inzwischen gibt’s ein neues (passenderes) Logo und einen neuen Drummer, musikalisch hat sich aber nichts geändert. Die Band aus dem Harz spielt nach wie vor guten, kompromisslosen und puren Death Metal.
Acht Songs finden sich auf „Agony In Flesh“, wovon „After Every Setting Sun“ und „Again, It Crossed My Way“ auch bereits auf der EP vertreten waren. Mit guten 36 Minuten Spielzeit hat die CD auch eine angenehme Länge und wird nicht langweilig oder nervig. Einziges Manko ist noch die fehlende Abwechslung. (Und ich habe bei der EP noch drüber gemeckert, dass zu viel Abwechslung da ist... ich kann mich auch nicht entscheiden) Man muss teilweise doch recht genau hinhören, alleine schon um die Wechsel zwischen den Songs mitzubekommen. Ansonsten macht „Agony In Flesh“ einfach Spaß, sowohl beim aufmerksamen Zuhören, als auch beim nebenbei laufen lassen. Soll heißen: die Musik hat technisch was zu bieten, die Jungs beherrschen ihre Instrumente, und gleichzeitig kann man sich auch einfach austoben und den Kopf kreisen lassen.
Es freut mich wahnsinnig, dass die Vier bei einem Label untergekommen sind, und ich hoffe, dass sie am Ball bleiben und dann bei Gelegenheit auch noch weitere Alben dem jetzigen folgen werden.
Ich hab‘ es leider immer noch nicht geschafft, mir September Murder mal live anzuschauen, aber sie bleiben definitiv auf meiner „unbedingt-mal-sehen“-Liste!
The-Pit.de - 8,5/10Die Band September Murder gründete sich 2004 und die erste EP „After Every Setting Sun“ aus dem Jahre 2007 schlug begeisterungstechnisch in den Medien schon hohe Wellen. Nun, zwei Jahre später, ist es für die Jungs aus Thale im Harz an der Zeit, mit „Agony In Flesh“ die erste Full Length-Scheibe ins Rennen zu schicken.
Wie idyllisch beginnt doch der Song „…And The Entrails Fill The Sea“, der den Einstieg in das Album bereitet: Meeresrauschen und Möwengeschrei, bevor Emanuels Gitarre samt Clemens an den Drums und Guntars Bass mit all ihrer Macht ins Geschehen eingreifen und schließlich das Heft in die Hand nehmen. Und hier sei der Band das erste Lob ausgesprochen. Trotz des Gebolzes verlieren die Jungs nicht den melodischen Aspekt aus den Augen. Dann der Eingangsgrowls von Olli: Prädikat mächtig.
Ein kerniges Riffing sowie exzellentes Drumming zeichnet das folgende Stück "Slavery Of Heartdisruption” aus. Man reibt sich bei diesem Song noch einmal ungläubig die Äugelein, dass die Band tatsächlich aus den deutschen Landen stammt, denn das Material klingt so dermaßen amerikanisch, dass einem das Herz vor Wonne aufgeht. Aber noch mehr geht einem das Herz auf, wenn man nach dem Augen-Reiben wieder klar sehen kann und es schwarz auf weiß liest, was man vorher eigentlich schon wusste. Sehr schön zu hören, dass eine junge deutsche Band solch ein US Death Metal-Brett vom Stapel lassen kann.
Bester Beweis für exaktes und präzises Zusammenspiel ist das folgende nach vorn treibende Stück „Breathing Cadaver”, welches vom Tempo her nicht von der schnellsten Sorte ist, aber beim Agressivitätsfaktor trotzdem voll einschlägt. Dafür schöpfen die Jungs bei „After Every Setting Sun“ tempotechnisch wieder aus den Vollen. Einen Extrapunkt bekommt in diesem Song das Riffing, welches den Song stimmungstechnisch bestens in die gewünschte Richtung zu treiben weiß. Ein Killerstück des Brutal Death Metal, bei dem sicherlich die ein oder anderen Muskelstränge eine nette Übersäuerung erfahren werden. Und sehr gut kommt hier an, dass die Band auch in diesem Song die Melodie nicht gänzlich vergisst. Sehr gut gemacht!
Eingangs von “Between Grass And Guilt” sieht sich der Hörer konfrontiert mit harschem Riffing. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber dieses Stück hinkt den restlichen Granaten des Albums ein wenig hinterher. Das soll allerdings nur als Meckern auf ziemlich hohem Niveau gelten. Eigentlich machen die Jungs auch bei diesem Stück nichts falsch, lediglich finde ich zu dem Teil nicht solch einen Zugang wie dies bei den restlichen Stücken der Fall ist.
Dass das anschließende Stück “To Satisfy The Eyes Of An Obsessed” Besserung verspricht, wird schon nach den ersten Tönen klar. Das Teil ist wieder einmal mehr der beste Beweis für das handwerkliche Können des Quartetts. Kurz und knackig zwar, aber dafür haben die Musiker in dieser kurzen Zeit alles in diesen Songs gepackt, worauf es ankommt.
Auch in “Again, It Crossed My Way” fällt zum einen auf, dass alles beherzigt und eingebettet wurde, was einen sehr guten Death Metal-Song ausmacht. Zum anderen gehört auch hier die Band ein weiteres Mal gelobt, denn trotz der allgegenwärtigen Härte zeigt sich konstant der Sinn für das Einweben schöner Melodylines, ohne jedoch in Soli auszuufern. Außerdem ist es bemerkenswert, dass sogar noch Rhythmuswechsel mit eingebaut wurden. Ein klitzekleiner Wermutstropfen findet sich ganz zum Ende leider doch noch in der ansonsten bestens abgeschmeckten deftigen Death Metal-Suppe: Der Song wurde lediglich heraus gefaded.
Save the best for last, oder was? Der Titelsong namens “Agony In Flesh” kredenzen uns die Jungs ganz zum Schluss. Das Riffing bläst hier zum letzten Angriff auf die Muskelfasern im Nacken und zaubert dem geneigten Hörer nach dieser knappen halben Stunde ein wohliges Grinsen ins Gesicht.
Dem an sich schon exzellenten Material hat Peter „Pluto“ Neuber in den MegaWimpStudios noch den letzten Kick gegeben. Knackig, griffig und mit Unmengen an Druck schallt einem das Endergebnis somit um die Lauscher.
Fazit: Da wird es sich so manche altgediente Band wohl bald auf dem Altersruhesitz im Schaukelstuhl bequem machen müssen, denn die Wachablösung in Sachen Brutal Death Metal ist da und sie heißt September Murder.
Metal.de - 8/10
Geografisch gesehen mag der Harz halbwegs zentral in Deutschland liegen. Musikalisch trifft es die genaue Mitte zwischen Florida und Göteborg recht gut, wie SEPTEMBER MURDER mit ihrem ersten Album beweisen. Nachdem die Band mit ihrer "After Every Setting Sun"-EP von 2007 sensationell hoch eingestiegen ist (was wir wohlwollend zur Kenntnis genommen haben), haben die Jungs glücklicherweise einen Deal beim Berliner Label Maintain Records ergattert und direkt anschließend ihre Scheibe "Agony In Flesh" auf die Festplatte gehackt.
Zu hören gibt es sagenhaft bodenständigen Death Metal - saufett groovend wie die US-Top 5-Liga um IMMOLATION und Konsorten, und dabei gleichzeitig mit ein paar schwedischen Gitarrenharmonien gespickt, die AT THE GATES auch ganz gut zu Gesicht stünden. Im Tempo variabel, bietet jedes der acht Stücke genügend Doublebass-Walzen, kurze Blastausflüge und thrashiges Gedresche, dass jeder Death-Metal-Geschmack befriedigt wird.
Normalerweise bin ich nicht als Death-Metal-Fan bekannt, schon gar nicht, seit jede Kapelle meint, mit tuntigen Cleanvocals und den immer gleichen Beatdowns den Emomarkt überschwemmen zu müssen. Dieses Album macht aber einfach Laune, weil es so angenehm vom Zeitgeist und seinem Perfektionswahn befreit ist. Die vier noch erstaunlich jungen Herren verzichten auf jeden Hardcore-Einfluss, verbummeln eine gute Songstruktur auch nicht in nervösen Polyrhythmik-Spielereien, rumpeln aber auch nicht nur billige Riffs auf der runtergestimmten Leersaite. Der Gesang pendelt zwischen Gegrunze und einigen Schreien, die aber kontrolliert und nicht zu hysterisch wirken.
"Agony In Flesh" ist einfach ein basales, ehrliches Death-Metal-Album mit viel Spielfreue in einem zeitlos fetten Sound, den man bis zur Schmerzgrenze aufdrehen kann, ohne dass einem die Kompression die Trommelfelle zerfetzt. Ich bin der ehrlichen Ansicht, dass HACKNEYED sicherlich einen guten Job gemacht haben und für ihr Alter eine bemerkenswert gute Band sind. SEPTEMBER MURDER sind zwar ein paar Jahre älter, aber trotzdem auch noch recht jung - und sie schreiben über Albumdistanz die geileren Songs. Außerdem sind sie angenehm bodenständig, bügeln ihre kleinen, aber sympathischen instrumentalen Unperfektheiten nicht aus und haben es einfach verdient, dass sich jeder deutsche Deather die Platte mal gibt. 35 Minuten dauert sie, gerade die richtige Distanz für ein gepflegtes Feierabendbierchen mit einer Bangeinlage. Wenn SEPTEMBER MURDER das live so oder besser umsetzen, würde ich sogar mal wieder auf ein Metalkonzert gehen. Geile Show, Jungs!
MetalFactory - 8,2/10Nach ihrer erste EP "After Every Setting Sun", welche im Jahre 2007 für einiges Aufsehen gesorgt hat, bringt die deutsche Death Metal-Truppe September Murder nun ihr erstes Album auf den Markt. "Agony In Flesh" lautet der Titel des Silberlings und sticht mir mit einem toll gestalteten Albumcover sofort ins Auge. Der Bandname hört sich ja eher nach Metalcore an, das Logo erinnert mich an Brutal Death-Bands, und wenn man die Scheibe dem Player verfüttert, dröhnen einem als erstes fette Double Bass-Salven entgegen. Scheint so, als wären die Jungs für Überraschungen gut, und die vier Deutschen starten schon von Beginn weg so richtig durch. Die mörderischen Gitarrenriffs von Emanuel fallen immer mal wieder in thrashige Gefilde, brillieren mit skandinavischen Melodien oder lassen die Boxen mit groovigen Soli vibrieren. Frontsau Olli erinnert mich mit seinem Grunz-Geschrei an die alten Cannibal Corpse, und die Kreischparts sind kontrolliert und nicht zu übertrieben. In den 35 Minuten Spielzeit bläst einem ein Blastbeat nach dem anderen um die Ohren, hämmert Drummer Clemens wie ein Verrückter auf die Felle und lässt so eine ordentliche Todesbleiwalze aus den Boxen erklingen. Die Brücke zwischen Old School-Death und neuen, innovativeren Tönen gelingt den noch recht jungen Burschen ausserordentlich gut. Fans von Immolation, Cannibal Corpse, Suffocation, At The Gates und Krisiun sind mit der Platte von September Murder gut bedient. Headbangen erwünscht, denn dies hier ist eine wirklich spannende Neuentdeckung, die da auf uns zu kommt!
MetalNewsDer Name SEPTEMBER MURDER lässt vielleicht auf den ersten Blick in Richtung Metalcore denken [obwohl es dann wohl eher „A Murder In September“ heißen müsste], in Wirklichkeit aber regiert auf dem ersten Langspieler dieser aufstrebenden Combo aus Sachsen-Anhalt hochfeines Death Metal-Gekeule.
Um mal im Jargon der aktuell so beliebten TV-Kochshows zu wildern, bekommt man hierauf unter Volldampf ein Death Metal-Mehrgang-Menü kredenzt, das quasi original Kalbsschnitzelfeeling vermittelt, das vor dem Paniermehl und der heißen Pfanne ja auch erstmal ordentlich mit dem Plattiereisen bekommt.
Möwengeschrei leitet „...And The Entrails Fill The Sea“ ein und während sich die Seevögel noch am mit frischem Gedärm gefüllten Meer des Openers laben, entführt uns zunächst klagend-melodisches Riffing, bevor der Hörer mit dem ersten Break umgehend eins zwischen die Hörner verpasst kriegt.
„Slavery Of Heartdisruption“ setzt genau da an, killt im groovig-moshigen Mittelteil so richtig und schraubt jede handelsübliche Birne problemlos ab, nicht zuletzt weil Frontgrunzer Olli überwiegend den Chris Barnes zu seligen prä-“Corpsegrinder“-CANNIBAL CORPSE-Zeiten gibt.
„Breathing Cadaver“ ballert D-Zug-artig jeden Küchenbullen weg, bietet einen ebenfalls gnadenlos schlachtenden Groove- und Mitbangpart und auf dem aufgewärmten „After Every Setting Sun“ von der selbstveröffentlichten EP der Thaler Todestruppe werden regelrechte Melodie-Zwischengänge geboten. Auch IMMOLATION-Gegurgel- und -Geschredder darf goutiert werden, die Drums hobeln alles in mundgerechte Stücke, Geblaste und Doublebass-Parts liefern die ausgewogene Würze. „Between Grass And Guilt“ hat alles, was einen knackigen Death Metal-Song ausmacht: kehliges Grunten, Blastbeats und gewalttätig-flottes Riffing und nicht nur „Again, It Crossed My Way“ wischt sich mit seinem alles umsensenden Moshpart seine blutigen Hände an der Schürze ab.
Handwerklich tadellos angebraten und schön saftig bzw. noch roh und blutig produziert stellt dieses Menü, ähm, Debüt eine Art Bastard aus CANNIBAL CORPSE, DIMENSION ZERO, NILE, SUFFOCATION, AMON AMARTH und SIX FEET UNDER dar, indem es den eigentlich eher schwierigen Spagat zwischen alter Schule und Nouvelle Cuisine, also Brutal und Melodic Death Metal, relativ mühelos zu meistern versteht und damit erneut eindrucksvoll demonstriert, dass Geschwindigkeit, Brutalität und Eingängigkeit sich keinesfalls ausschließen müssen.
Dafür nicht weniger als fünf respektable Kochmützen und damit ein weiterer Sieg für die Death Metal-Kochprofis!
Rock Hard Ausgabe (04/09)Das aus dem Harz stammende Quartett mag das Death-Metal-Rad zwar vielleicht nicht neu erfinden, aber den Vorschusslorbeeren, die SEPTEMBER MURDER für ihre 2007 veröffentlichte EP "After Every Setting Sun" ernteten, wird das Debüt "Agony In Flesh" allemal gerecht. Aufnahmetechnisch mit einem amtlichen Dampfwalzensound in Szene gesetzt, untermauern die acht Songs deutlich die Ambitionen, nationalen Szenegrößen wie z.B. Necrophagist qualitativ auf die Pelle zu rücken. Da Sänger Olli zudem mit dem Talent gesegnet ist, durch den Wechsel von tiefsten Death-Metal-Growls zu Black-MetalGekreische genügend Abwechslung und Originalität in die Songs zu bringen, dürften sich SEPTEMBER MURDER bald auch außerhalb unserer Landesgrenzen einen Namen machen.
Fatal Underground ZineBereits mit ihrem ersten offiziellen Lebenszeichen der After Every Setting Sun EP, haben die Harzer Jungs eindeutig unter Beweis stellen können, was es heißt, leckeren „pure fucking Death Metal“ auf die Menschheit loszulassen. Deshalb verwundert es einem eigentlich auch überhaupt nicht, dass man nun mit „Maintain Records“ einen festen Labelpartner gefunden hat, welcher ohne Zweifel dafür sorgen wird, dass die Jungs bald in aller Munde sein werden. Denn auch die hier angebotenen 8 Stücke haben’s verdammt in sich und können bei den „großen“
Acts durchaus dafür sorgen, dass denen der Angstschweiß auf der Stirn stehen wird und man ihnen den Rang ablaufen könnte. Denn die 4 Burschen bieten auch hier wieder Stoff an, welcher einem so richtig die Ohren durchbläst und in keinster Weise darauf ausgerichtet ist, Gnade walten zu lassen. Da wird durchweg volle Kanne gezockt und wirklich kaum eine Ruhepause eingelegt. Zwar zockt man nun nicht durchweg das absolute Brett, sondern ist auch mal gewillt ein paar ganz leichte technische Sachen mit einzubauen, welche dann eher etwas schleppender wirken, hierbei aber in keinster Weise negativ auf das gesamte Geschehen wirken. Dabei setzt man neben fetten Blast Beats natürlich auch wieder verstärkt darauf, den einzelnen Stücken ne gehörige Portion an Groove zu verleihen. Im Vergleich zur EP hat man sich bei den neuen Stücken allerdings nun vollkommen der Death Metal Schiene verschrieben und lässt diverse Thrashriffs außen vor. Das die Jungs sich wirklich wieder ein Stück weiter entwickelt haben, merkt man besonders bei der Drumarbeit. Bei der EP stand die noch eher etwas hintergründig. Jetzt entfaltet die aber wirklich ihre volle Durchschlagskraft und rattern beständig wie ne Maschinengewehrsalbe durch alle Stücke. Da kann man absolut nicht mehr meckern. Genau so muss einem ne Death Metal Mucke um die Birne flattern – druckvoll, abwechslungsreich und vor Kraft strotzend. Gesangstechnisch hat man nichts großartig verändert, was ja auch absolut nicht nötig wäre. Denn was will man mehr als fette Growls gepaart mit leichtem kreischen??? Passt hier wie die Faust aufs Auge! Bereits die EP hatte ich ja schon zum Pflichtkauf deklariert. Mehr brauche ich ja dann wohl zum neuen Teil auch nicht zu sagen. Pflichtstoff für die Freunde der knallharten Death Metal Klänge. Können wir nur noch darauf gespannt sein, ob man das Teil dann doch noch einmal toppen kann.
Musik - TerrorverlagMit tonnenschweren Riffwänden, langsam walzender Doublebass und einer
mächtigen Groove-Keule starten SEPTEMBER MURDER in ihr Debüt.
Nach der EP „After Every Setting Sun“ schon als das nächste große deutsche
Death Metal-Ding nach NECROPHAGIST betitelt, haben sich die Harzer
Todesbleier richtigerweise erstmal gut 1,5 Jahre Zeit gelassen und mit
„Agony in Flesh“ ein druckvolles, rundes und erstaunlich routiniert
klingendes Debüt eingehämmert.
So klingen SEPTEMBER MURDER auf ihrer ersten Full Length zielgerichtet
wie alte Hasen. Scheinbar spielerisch lässt Gitarrist Emanuel krachende
Riffwalzen mit packenden Melodien kämpfen und im Duell von
kurz-knackigen Soli mit drückenden Groove-Passagen macht dem jungen
Klampfer keiner mehr was vor! Dazu haut Drummer Stefan auf seinem Kit
mächtig in die vollen, kombiniert brachiale Blasts gekonnt mit
wuchtigen und nackenbrecherischen Doublebass-Attacken und streut dabei
noch die ein oder andere Spielerei mit ein, ohne eine Facette zu
dominant durchdrücken zu vollen. Da wird sein Nachfolger Clemens, der
nach den Aufnahmen in die Band einstieg, mächtig was zu tun haben!
Wirklich optimal dazu growlt sich Fronter Olli durch alle Stilarten der
extremen Vocals und variiert seine Stimme passend zur Musik von
heiseren Growls hin zu tiefsten Grunts und auch mal kranken Screams.
Der Sound von „Agony in Flesh“ kommt dazu noch druckvoll und schön
transparent aus den Boxen geballert. Es ist wirklich erstaunlich, welch
ein nahezu perfekt Album diese junge deutsche Band schon mit ihrem
Debüt in die Waagschale schmeisst. Spielerisch ohne Makel, vom
Songwriting klassisch und packend arrangiert und mit einem druckvollen
Sound ausgestattet, spielen die Harzer ihre Songs mit einer
erfrischenden Spielfreude, welche vielen etablierten Bands heutzutage
schon verloren gegangen ist. Achtung Leute, hier kommt was Großes!
Heavyhardes - 5/6Im September war's, gar grausig der Mord, fleischgewordene Todesqual!
Übersetzt man das nun wieder zurück ins Englische, dann kommen so eine
Art Bandname und ein Albumtitel heraus, die beide einem Death Metal Fan
in Zukunft wohl auf der Zunge zergehen dürften. September Murder werfen
Agony In Flesh auf den Markt und feiern einen exquisiten Einstand.
Gleich der Opener "...And The Entrails Fill The Sea" des deutschen
Quartetts zeigt, aus welchem Silizium diese Scheibe geschnitzt ist.
Gemächlich geht es an, man hört Meeresrauschen. Ach, wie nett, eine
Möwe frohlockt das zarte Lied der See und erinnert mich an meine
Einschlafkassetten aus frühester Jugend. Dann ein Midtempodrumkit,
soso. Hmm, fette Metalgitarre und blökender Bass, aha. Interessant, das
Tempo verdoppelt sich, Doublebass, Gitarrengeschraddel,
Kindheitserinnerung dahin, wieder in Realität angekommen. Zum Glück.
Schöne 2:30 Minuten nimmt sich die Band Zeit, um mit ordentlich
Geballer ihr Album einzuläuten. Was so harmlos begann, entwickelt sich
nun zu einer sehr gelungen Blastbeatorgie und stellt einen würdigen
Auftakt für das Album dar. Genauso geht es bei "Slavery Of
Heartdisruption" weiter, das zwischendurch auch mal Verschnaufpausen
zum Midtempobangen gewährt. "After Every Setting Sun" bringt mit schön
groovigen Versatzstücken dann auch mal etwas Abwechslung in die Scheibe
und dürfte wohl die Nackenmuskulatur beanspruchen. Wenn man bis zu
diesem Punkt schon dachte, dass das Aggressionsmaximum der Band
ausgereizt sei, der wird durch "Between Grass And Guilt" eines Besseren
belehrt. Sauberer Blastbeat zu Beginn und zwischendurch, aber ansonsten
eher ein durchschnittliches Stück.
Kurzes Fazit: Geile Scheibe, aber zu wenig Abwechslung. Sehr gute
Musiker, besonders aber der Drummer und der Sänger, der an seinen
Kotzanfällen - ebenso wie ich - hörbar Spaß hatte. Was mir an der
Produktion nicht so ganz gefällt, ist, dass die Gitarren etwas breiig
dahinmetzeln und zu weit hinter dem Schlagzeug und dessen Klangwand
verschwinden. Dennoch tut das dem Gesamteindruck und der Hörfreude
keinen Abbruch, besonders, wenn einem die Doublebass um die Ohren
fliegt, dass es im Wald nur so rauscht. September Murder ist definitiv
ein Tipp für alle Freunde des gepflegten Hackfleisch-Metals.
Amboss-MagAus dem schönen Harz kommen
SEPTEMBER MURDER, die sich mit Blut "Death Metal" auf ihre Fahnen
geschrieben haben. Ihr Zweitwerk "Agony in Flesh" kann jeden, der auf
brutalen, schnörkellosen Death Metal der amerikanischen Schule steht
vom Fleck weg begeistern. Ohne Innovationen zwar, aber handwerklich
exquisit umgesetzt ballern die 8 Kompositionen mit messerscharfem
Riffing, Nähmaschinendrumming und fiesem Grunzgesang alles in Grund und
Boden, was nicht bei drei auf dem Baume ist. Anspieltipps sind "Agony in Flesh",
"After Every Setting Sun" und der Opener "...And The Entrails Fill The Sea".
Die Produktion aus den "MegaWimpSound"-Studio ist ganz und gar nicht
wimpy ausgefallen, aber getreu des MANOWAR-Mottos "Wimps and Posers
leave the Hall" macht man hier auch keine Gefangenen.
Mein Fazit: Solide, handwerklich überzeugende Death Metal-Kiste, die
definitiv Spaß macht und von Genre-Fans angecheckt werden sollte, was
auf www.myspace.com/septembermurder problemlos möglich ist. (chris)
FFM-RockNach einem Demo und einer EP kommt nun das Debüt der Band aus
Sachsen-Anhalt, die gleich mit dem Opener "...And The Entrails Fill The
Sea" meine Lauscher gespannt machen. Drückendes und hartes, im Midtempo
gehaltenes Drumming von Clemes Frank, wo sich dann tonnenschwere Riffs
von Emanuel Brauer und wuchtiger Bass von Guntar Elsasser dazu
gesellen. So geht es das halbe Stück, ab und an mal ein kurzer
Ballerpart, bevor dann der abwechslungsreiche Gesang aus Screams und
Growls von Oliver Schacke einsetzt. Ab diesem Zeitpunkt gibt es kein
halten mehr, da wird dann völlig hartes Todesblei gegossen. Auch
"Slavery Of Heartdisruption" hat die Eigenschaft, sich am brutalen US
Death zu orientieren, doch der rote Faden von September Murder ist ganz
klar der skandinavische Melo Death, der sich hier mit dem brutalen
Geballer hervorragend ergänzt. Bei "Breathing Cadaver" gibt es einen
sackstarken Mix aus Ballerorgie und brutalem Groove und vor allem die
Riffs sind ein absolutes Brett. Auch einen super Eindruck macht "After
Every Setting Sun", vernichtende Doublebass, zerstörerische Blasts,
einen Touch von Thrash und einen Sänger, der in jeder Stimmlage
brutalst rüberkommt.
Die Band schreibt sich Death Metal auf die Fahne und zelebriert diesen
auf ihrem Debüt schon wie alte Hasen, das einzige Manko ist die knapp
bemessene Spielzeit von nur knapp 37 Minuten. Ansonsten kracht es
September Murder ordentlich im Gebälk.
My Revelations Abrissbirne trifft auf Groovemaschine. Die vier deutschen Jungs von
SEPTEMBER MURDER werfen mit "Agony of Flesh" ihren ersten Longplayer
und heiß ersehnten Nachfolger der "After Everything Setting Sun EP" auf
den Markt. Obwohl schon diese einen Großteil der Kritiker für sich
gewinnen konnte, gab man sich für den aktuellen Output nochmal richtig
Mühe, um auch den Rest ins Boot zu holen. Dank einem abartig brutalen
Tempo, dass trotzdem Geknatter nicht langweilig wird, sollte das auch
kein Problem sein. Große Neuerungen sollte man zwar nicht erwarten,
dafür aber eine Dampfwalze, die den Nacken vom ersten bis zum letzten
Ton nichtmehr ruhen lässt. Unerlässlich treibt Clemens an den Drums die
Bande an und zertrümmert seine Batterie wie eine Maschine. Dank sehr
gutem Sound, lassen sich aber trotzdem die Melodien der Gitarre raus
hören, welche immer wieder aus typischen Abläufen ausbrechen und so das
Gesamtbild deutlich auflockern. Zwischen brachialen
Blastbeatabschnitten werden eher groovig-dynamische Parts eingestreut,
die dem ganzen einen modernen Touch verleihen, der an die aktuelle
KRISIUN Platte erinnert. Begleitet wird die instrumentale Abteilung von
Oliver am Gesang, der seine Sache bis auf wenige Ausnahmen sehr
routiniert und druckvoll macht. Dabei beschränkt er sich nicht wie so
häufig im Death Metal - Genre auf nur eine Tonlage, sondern wechselt
zwischen Höhen und Tiefen, zwischen gepressten und gegrunzten Stimmen
hin und her. Letztere sind für meine Ohren ein bisschen arg
schweineähnlich und werden auf die Dauer doch ein wenig nervig.
Glücklicherweise wird die Sau aber nur selten aus dem Stall gelassen.
Alles in allem eine dufte Platte, mit der sich SEPTEMBER MURDER mit
Sicherheit ihren Platz als feste Größe im deutschen Death Metal -
Bereich manifestieren werden.
Eternity Magazin - 5/6Ein gelungenes Debut, soviel sei verraten, das die deutschen September
Murder hier abliefern. Geboten wird technischer, brutaler Death Metal
mit vereinzelten Thrash und Mosh Passagen. Das Schlagzeug hämmert
wuchtig und präzise, der Sänger kreischt, keift und growlt und die
Saitenflitzer geben ihr Bestes. Die Präzision des Drummers verwundert
nicht, wenn man weiß, dass Drummer sonst bei Hidden in the fog, die oft
auch als deutsche Emperor bezeichnet werden, hintern dem Schlagwerk
sitzt. Zu diesen Doublebassgewittern gesellen sich fette Gitarrenwände
und gute Melodien der skandinavischen Schule, die aber immer wieder
durch Knüppelattacken unterbrochen und wieder aufgegriffen werden. Es
bleibt melodischer Death der eine Symbiose zwischen Nile, Heaven Shall
Burn und dem klassischen skandinavischem Death Metal schafft. Das ist
nicht meine Baustelle, aber die CD rotiert dennoch seit einiger Zeit im
meinem Autoplayer. Die Platte ist gut produziert, geht in Kopf und
Beine, aber der Wiedererkennungswert der Songs ist ausbaufähig. Freunde
des gepflegten Kopfschüttelns sollten auf jeden Fall die Bandseite
aufsuchen. Wer den Hörproben dort nicht abgeneigt ist, kann die CD
bedenkenlos kaufen. Ausfälle sind auf dem Album keine zu verzeichnen.
allschools.deLeicht und locker ist der Beginn, zuerst Meeresrauschen, dann das Schlagzeug, die Gitarren gesellen sich dazu und kredenzen ein angenehmes Intro, bevor Fahrt aufgenommen wird. Was dann nach 2:27 Minuten folgt ist auf die Knochen geschälter Death Metal. Und Hut ab meine Herren SEPTEMBER MURDER, endlich mal wieder ein straight gespieltes Todesbleialbum. Das Debüt „Agony In Flesh“ verbindet die brutalen Momente Groove orientierter amerikanischer und melodischer Schwedenbands. Dazu ein Sänger, der viel shoutet, gelegentlich im oberen Bereich, aber auch die gutturalen Klänge sicher beherrscht. Um nicht zu sehr der Aggressivität und letztlich der Monotonie zu verfallen, schrauben die Harzer mitunter das Tempo zurück und bekämpfen die Instrumente im Midtempo. Der Sound, gerade im Drumbereich, ist so wie er sein muss, fett, drückend und transparent. Sicher, „Agony In Flesh“ ist alles andere als eine Wiedergeburt oder eine Neuerfindung, dafür aber eine Demonstration über acht Tracks, wie klassisch und mit viel Hingebung gespielter Death Metal zu klingen hat. Und das Made in Harzany!
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Ein Gewitter vor dem Sturm: Ehe SEPTEMBER MURDER mit ihrem Opener '... And The Entrails Fill The Sea' einsteigen, lassen sie Gitarren und Schlagzeug erst langsam und dann immer schneller miteinander kämpfen. Fast drei Minuten lang dauert das infernale Vorspiel. Und für Death-Metal-Fans folgt danach weiterhin gar Erfreuliches: Sänger Oliver "Olli" Schacke beginnt zu keifen und grunzen. Lautstark, mit viel aggressivem Gift in der Stimme. Nicht nur sein Organ lässt aufhorchen. SEPTEMBER MURDER begeistern auf ihrem Erstling "Agony In Flesh" durchweg mit ihrem Death Metal amerikanischer Prägung, gerade wegen der vielen komplexen Strukturen zwischen Groove-Parts, IMMOLATION-Gescherbel und CANNIBAL CORPSE-Gurgeln. Dabei vermeiden es die Jungs aus dem Harz allerdings, nur technisch zu frickeln, ihr Können stellen sie in den Dienst ihrer abwechslungsreichen Songs. Acht sind es an der Zahl, 35 Minuten dürfen sie zerstörerisch vor sich hin wirken. Das gelingt, zumal der Sound klar und geradlinig aus den Boxen quillt. So ist "Agony In Flesh" ein wuchtig erfrischendes Debütalbum, das auch nach mehreren Durchläufen noch genügend aggressive Details bietet. Gerade solche Songs wie 'Breathing Cadaver' sind Lehrstücke für die akustische Kraft, die sich mit Instrumenten auf Death-Metal-Basis schaffen lässt. Das macht Lust auf mehr.
Anspieltipps: ... And The Entrails Fill The Sea, Breathing Cadaver, Agony In Flesh
Nocturnal Hall MagazinKeine Ahnung, wer im September alles so um die Ecke gebracht wurde oder wird, genügend Tatverdächtige gibt es allerdings – 8 an der Zahl! Mit einer kleinen Carcass Hommage eröffnet sich Agony In Flesh dem geneigten Death Metal Gehörgang, um im Anschluss den Kreis der Tatverdächtigen auf eine charakteristische Eigenständigkeit einzugrenzen. SEPTEMBER MURDER heben sich vor allem deswegen von der Death Metal Masse ab, weil die gelegentlichen Carcass-Anleihen der Neuzeit, speziell in der Gitarrenarbeit und bei den Vocals, gekonnt mit amerikanischem Death Metal kombiniert werden, ohne dabei zu sehr dem Plagiatswahnsinn zu verfallen. Und damit sich die Jungs aus Sachsen-Anhalt vollends abgrenzen, werden vereinzelt Death Metal Elemente der schwedischen Schule eingeschoben. Das macht Agony In Flesh in der Summe zu einem Album, das die Brutal Death Metal Schiene ebenso fahren kann wie groovend zermalmend arbeitet. Handwerklich gibt’s hier absolut nichts zu meckern! Zusätzliche Charakteristika von SEPTEMBER MURDER sind die Vocals. Auch hier setzt Agony In Flesh auf Vielfalt anstatt auf Einbahnstraße. Growls und Gekeife bringen genauso Farben ins passend produzierte Klangbild wie geshoutete Vocals. So hält sich die Liste der namentlich zu benennenden Artverwandten glücklicherweise auch recht kurz. Für eine Band, die mit Agony In Flesh ihr Debüt-Album vorlegt wahrlich ein guter Einstand!