review von www.allover-ffm-rock.de
Auf ihrem zweiten Demo gehen RAW deutlich härter zu Werke als beim Vorgänger, da klingen die Riffs von Mauro und Dirk deutlich fetter und härter, Drummer Alex (also Tombthroat) rollt extremer die Doublebass, ab und an gibt es auch schon fast Grindgeballer wie beim Titeltrack. Sänger Phil growlt diesmal auch mehr als je zuvor, auch wenn die Screams immer noch richtig markwerschütternd sind und auch vion Basser George kommt massiver Groove zu Tage. Bei "All Out War" vermischen Raw stilistisch verdammt viele Elemente aus klassischem Metal, Punk, Hardcore und vor allem wird dies mit purer Spielfreude vermischt, so dass der Song richtig erfrischend klingt. Deutlich mehr Speed und Grindparts beinhaltet "Sirens Calling", eine Nummer die in einfach unglaublicher Manier knallt ohne Ende. Einen Moshpit kann ich mir bei "Mosh" so richtig vorstellen, gnadenlos kracht es hier, da rollt die Doublebass zu fett groovender Mucke. Bei "Rock n' Raw" gehen die Pfälzer so richtig rotzig ans Werk, man könnte meinen, Lemmy hätte Bock auf was Schnelleres.
Raw sollte sich mal so manches Label anhören, denn so frei von der Leber weg und cool habe ich schon lange keine Combo mehr abgehen gehört. Auch der geile Sound des Happy Cadaver Studios hat daran einen verdammt großen Anteil, dass sich RAW so wohltuend von der Masse hervorheben.
www.metal-district.de
„Raw" sollte den meisten bisher nur als Lautmalerei des besten Kumpels bekannt sein, nachdem dieser, der netten Bardame hinterm Tresen mal wieder auf den Allerwertesten geschaut hat. Nun, zugegeben, mit irgendwelchem Porngrind oder romantischen Klängen a la Eros Ramazotti oder sonstiger „erotischer Beschallung" haben RAW aus der Ecke Mannheim nicht viel am Hut, sondern klingen eher nach einer Mischung aus MUNICIPAL WASTE, oder einer der Bands, die jetzt mit der neu aufkommenden Welle von old school Thrash Metals über den großen Teich kommen, mit einem doch deutlich weniger aggressiveren Sänger, der sich auch Growls aus dem Death Metal Bereich bedient.
Das soll allerdings nicht heißen, dass RAW nicht auch Ärsche treten können, wie die Großen. Denn dass die Jungs auf teilweise mehr als 12 Jahre Bühnenerfahrung zurück blicken können, hört man und ist auch ein Grund dafür, dass sie nach circa einjährigem Bandbestehen bereits ihr zweites Demo aufgenommen haben. Allerdings muss ich sagen, dass sich zwar in Punkto Songwriting einiges getan hat, der Gesang meiner Meinung nach zur 1. Demo allerdings nachgelassen (in sofern ich das mit den Tracks von der Myspaceseite bewerten kann) hat, denn da war dieser, aufgrund der noch nicht benutzten Growls deutlich aggressiver und passender.
Nichtsdestotrotz ein sehr cooles Demo, welches, auf leider nur 12 Minuten dennoch zu überzeugen weiß. Beste Songs sind eindeutig der Titeltrack „Holidays in Toxic Wasteland" sowie „Rock n' Raw", da diese neben durchdachten Songstrukturen und Riffingideen auch noch eingängige Refrains aufweisen, die sofort im Ohr bleiben. Wer also schon immer Gefallen an der neu aufkommenden Welle des old school Thrash Metals gefunden hat, sollte auf jeden Fall mal bei RAW rein hören und bei Gefallen die 3 Euro für „Holidays in Toxic Wasteland" aus dem Sparstrumpf kramen und sich den zugegebener Weise nicht allzuhübschen Rohling mit Einlegeblättchen sichern.
aaahhhhh hahaha
www.extreme-agression.de:
Ohne Scheiß und ohne Bestechung von der Band: Noch nie hat mir ein Demo einer Metalband dermaßen die Füße weggerissen wie „Holidays in toxic wasteland" von RAW!! Das Ding ist so geil, dass ich schon seit Tagen nix anderes im Kopf habe als die Refrain-Melodien von „All out war" und „Rock n.. Raw". Jetzt will ich also mal versuchen, die fünf Songs in halbwegs angemessene Worte zu fassen...
RAW sind fünf Freaks aus Mannheim, die sich aus verschiedenen Stilrichtungen zusammen gefunden haben und auf etliche Jahre Kracherfahrung zurückschauen. Beides wirkt sich sehr positiv auf RAW bzw. das Ergebnis ihrer Bemühungen, nämlich das zweite Demo, aus. Durch die geballte Spielfreude des Fünfers muss mensch sich schon mit einer atombetriebenen Kettensäge arbeiten (und die Rückstände dann im Feriengebiet verklappen...), die Songs fetzen durch die Gehörgänge wie der Roadrunner auf Speed. Nur zwei der Songs gehen über 2:30min hinaus, und dann auch nur um schlanke drei bzw. acht Sekunden. Das Ganze ist herrlicher Thrash Metal in einem maßgeschneiderten punkigen Outfit, der immer ganz kurz vorm Überdrehen steht, aber gerade noch gezügelt wird. Von Sekunde eins an knüppeln sich RAW auf der Überholspur durch die Spielzeit und denken nicht daran, eine Verschnaufpause auch nur anzudeuten. Die grundlegend eher simpel gestrickten Songs sind aber so pfiffig und genial gemacht, dass selbst der/die härteste Headbanger/in im Moshpit noch breit Grinsen muss, jede Wette. Moshen ist auch, was die Jungs wollen, siehe Song „Mosh"; und wer bei diesen heißen Rhythmen still stehen bleibt, hat entweder Eis in den Adern oder kein Herz im Leib. So ein großartiges Gespür für verblüffende, gradlinige Ohrwurmmelodien und tanz..., äh, moshbare Songbomben kommt mit Sicherheit nicht alle Tage daher, und wer dabei noch so rotzig und fuck-off-ig (?) rüberkommt, kriegt Höchstpunktzahl + x. Die Vision einer Tour mit KORADES macht mir gerade die Hände (und die Hose) feucht...
Das Demo ist mit Sicherheit ein Meilenstein im metallischen Underground und macht so viel Spaß, dass Worte zu schwach sind zum Beschreiben. Inständig beschwöre ich alle Menschen, die auch nur irgendwie was für krawalligen Thrash Metal übrig haben und eine rotzig-punkige Attitüde leiden mögen, sich die Songs anzuhören und die Band zu pushen! Wer Konzerte veranstaltet: EINLADEN! Wenn live auch nur die Hälfte der Power und des Drives rüberkommen wie aus den Boxen meiner schwächlichen Anlage, dann gute Nacht... Und Labels sollten sich diese Perle unbedingt schnappen, bevor es zu spät ist... Verdammt, hätte ich einen Arsch in der Hose, würde ich sofort ein Label aufmachen und RAW signen... Unbedingt anchecken, diesen Leckerbissen sollte sich niemand entgehen lassen! Peter
powermetal.de beweisen dass sie ahnung haben:
Wir haben es hier mit der 2006 gegründeten Band RAW aus Mannheim zu tun, die uns mit "Holidays In Toxic Wasteland" bereits ihren zweiten musikalischen Output präsentiert. Das Quintett steht für schnörkellosen Death-Thrash-Metal, der sich auch gelegentliche Ausflüge ins Grindcore- und Punklager gönnt. Keine Angst, hier regiert trotzdem jederzeit die Keule und alle musikalischen Elemente werden so homogen miteinander verpackt, dass sich daraus immer ein gnadenloses Up-Tempo-Feuerwerk entwickelt.
RAW gehen noch nicht mal im Ansatz vom Tempo und prügeln sich so in zwölf Minuten unaufhaltsam durch fünf Songs, von denen kein einziges Stück die 3-Minuten-Marke erreicht. Dabei wildern die beiden Gitarristen Mauro und Dirk öfter mal in SLAYER-Gefilden ('Siren's Calling', 'Mosh') und haben beim abschließenden 'Rock'n'Raw' wohl auch METALLICA's 'Motorbreath' vor dem kreativen Auge gehabt. Trotzdem sind es genau diese Riffs und Parts, die der Musik gut tun. Gerade die Anleihen an Tom Araya & Co. versprühen so viel Charme, dass man den Jungs gar nicht böse sein kann und eher sein Haupthaar dazu schütteln muss – sofern man denn noch welches hat. Auch die Soloarbeit der Herren fällt unter den Oberbegriff "Thrash" und dient rein zur kurzen Verschnaufpause, ehe Brüllwürfel Phil wieder zum verbalen Rundumschlag ausholt. Bei ihm gibt es nur eine Richtung: immer geradeaus. Egal ob nun Thrashgeschrei, Deathgebrüll, Grindgegrunze oder Blackgekreisch, es gibt gnadenlos etwas zwischen die Hörner. Gut, große Überraschungen fehlen und mir ist die ganze Chose auf Dauer auch etwas zu anstrengend, aber es kommt mehr als authentisch und lebendig rüber. Wenn es jedoch mal über eine volle Distanz gehen sollte, müssen die Jungs noch etwas an der Abwechslungsschraube drehen. Anhänger von feinem Gebolze dürften hier trotzdem ihre wahre Freude haben.
Die Produktion von "Holidays In Toxic Wasteland" fällt zwar noch in die Undergroundschublade, knallt trotzdem schon angenehm. Nur der Schlagzeugsound nervt auf Dauer ein wenig. Egal ob nun Drumcomputer oder Triggereinsatz, etwas mehr Authentizität könnte hier gerade im Beckenbereich nicht schaden.
Wer sich denn einfach mal eine Viertelstunde mächtig an der Rübe drehen lassen möchte und sich gerne inmitten eines Thrash-Death-Gewitters wiederfindet, der sollte sich die EP "Holidays In Toxic Wasteland" der Mannheimer RAW über deren Homepage irgendwie zulegen.
auch metal.de findets knorke:
Cover von Raw - Holidays In Toxic WastelandSchon eine komische Mischung, die RAW auf ihrem Demo "Holidays In Toxic Wasteland" präsentieren: tiefes Grindgegrunze und aggressives Thrashschreien trifft auf schwedische Death-Metal-Gitarren und ihr deutsch-amerikanisches Thrashäquivalent die dann gemeinsam mit Blastbeats und thrashigen Takten Sex haben.
Komisch klingt das allerdings nur auf virtuellem Papier, gespielt dafür umso besser. Grund dafür dürfte die ungeheure Spielfreude des Quintetts sein, denn ihr Gebräu springt einfach frisch aus den Boxen und überrennt jeden Zweifler. Auf Originalität wird geschissen, es wird geprügelt und gethrashed was das Zeug hält und das alles mit einer Inbrunst, die selbst den lahmsten Sesselfurzer nicht kalt lassen kann.
In Zeiten, in denen die meisten Bands aus dem Death- und Thrash-Metal-Lager fast ausschließlich auf Technik und den fetten Klang der Produktion setzen, tut es einfach gut, wenn man Mucke hören kann, der man anmerkt, dass sie aus Spaß am Musizieren entstanden ist. Die fünf vertretenen Songs hämmern sich in zwölf Minuten in den Kopf und wäre es nicht erst kurz nach neun, ich würde mir sofort ein Bier aufmachen.
Fraglich bleibt, ob diese Mucke auch auf einem ganzen Album so zünden würde, wenn die Jungs sich ihre Frische und Spielfreude aber bewahren und in dieser Art weiter lärmen, dann freue ich mich schon auf ein duftes Album, welches jede sommerliche Grill- und Saufparty mit dem gewissen Etwas verfeinert! I don..t want to dance, I want to mosh!
Punkte: 7/10
(Philip / 05.03.2008)
metallized.de sagt:
Was ist DAS denn?
Bereits ab dem ersten Ton ihres zweiten Demos
Holidays In Toxic Wasteland treten einem Raw mit einer Kompromisslosigkeit und Vehemenz in den Arsch, wie man es nicht alle Tage erlebt. Der Fünfer aus dem Raum Ludwigsburg-Mannheim liefert scheinbar mühelos rasanten Edelstahl der alten Schule, der noch dazu allen Gütekriterien standhält.
Freilich, echte Innovation sucht man vergeblich – dass
Holidays In Toxic Wasteland dennoch keineswegs austauschbar wirkt, liegt nicht zuletzt an der gekonnten Verknüpfung verschiedener Stile. Neben den Hauptbestandteilen Thrash und klassischem Heavy Metal findet sich nämlich auch eine nicht wegzudiskutierende Punk-Schlagseite (am deutlichsten in "All Out War"), wobei alle diese Einflüsse natürlich tief in der jeweiligen Old School verwurzelt sind. Somit lassen Raw keinerlei Zweifel daran, dass sie durch und durch Metal sind.
"Produktion? Ist was für Pussies!" scheinen uns Bandname und das äußerst spartanisch gestaltete Cover sagen zu wollen und ja, der Sound der Band ist in der Tat roh und ungeschliffen, ohne jedoch völlig unterproduziert zu rumpeln. Was kann der geneigte Fan mehr erwarten?
Auch das handwerkliche Können der Musiker ist über jeden Zweifel erhaben – besonders hervorgehoben seien an dieser Stelle nur die großteils im Eilzugstempo runtergegniedelten Gitarrenleads, die – in der Kürze liegt die Würze – richtig Spaß machen, und der asoziale Gesang, der zwischen heiserem Punkgekeife mit Anleihen bei Impaled Nazarenes Mikka und todesbleiernem Grunzröcheln hin- und herpendelt.
Einziges wirkliches Manko an
Holidays In Toxic Wasteland ist die extrem kurze Spielzeit, denn nach knapp einer Viertelstunde kommt der Demo-Silberling auch schon wieder zum Stillstand. Allerdings wird
Holidays… auch beim fünften Durchlauf am Stück nicht langweilig, wie in der Praxis bereits erprobt wurde.
Einzelne Songs als Anspieltipps anzuführen macht in diesem Fall keinen Sinn, da alle Tracks – und hier schließt sich der Kreis – auf das Heftigste Arsch treten. Wenn es sie nicht bereits gäbe, für diese CD müsste man wohl die Repeat-Taste erfinden…
Bewertung: 9/10
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