Helldriver Magazinehttp://www.helldriver-magazine.de/showRev.php?ID=3853Myra
The Venom Drips Label: European
Label: Group
Genre: Metalcore
Wertung: 5 / 7
Myra aus Leipzig sind die neue Band von ehemaligen Musikern von Think About Mutation und Full Speed Ahead. Dass wir es hier mit erfahrenen Musikern zu tun haben ist dem Debüt deutlich anzuhören. Stilistisch lässt sich die Band recht eindeutig in die Metalcore Schublade stecken. Das ist in diesem Fall jedoch keineswegs negativ gemeint. Denn obwohl diese Schublade gut gefüllt ist, gibt es immer wieder Bands, die dem Stil neue Frische einhauchen können. Myra gehören definitiv dazu. Die Stilmittel sind zwar weitestgehend bekannt, Die Truppe schafft es aber mit coolen Riffs und cleveren Arrangements sowie technischer Reife ein interessantes Album zusammen zu schustern. Dabei kommen neben flinken Metalleads, scharfen Breakdowns und monströsen Grooves auch Melodien nicht zu kurz. Myra verbinden diese beiden Elemente auf sehr ansprechende Art. Die Band verschließt sich auch nicht vor eher experimentellen Einflüssen. So gibt es in "Doomed From The Outset" sehr schicken weiblichen Gesang zu hören, was natürlich etwas an Deadlock erinnert, aber auch Myra gut zu Gesichte steht. Die Band sorgt in den richtigen Momenten für Abwechslung, ohne erzwungen zu wirken. Die Produktion ist druckvoll ausgefallen, was das Album weiter abrundet. Was man sich für die Zukunft wünschen könnte, wäre ein gesteigertes Maß an Eingängigkeit in allen Songs. Ansonsten ist kein Vorwurf zu machen. Myra sind ein ernst zu nehmender deutscher Newcomer, den ich mir in naher Zukunft auf demselben Level wie Bands wie Maroon oder Deadlock vorstellen kann. (rg)
Legacy #5806/2008 Dezember/JanuarMYRA "The Venom It Drips"
(European Label Group / Broken Silence)
Die vor drei Jahren gegründeten MYRA haben sich bereits erste Sporen durch
explosive Support-Gigs für u. a. Maroon, Heaven Shall Burn und Himsa
verdient. Mit den Genannten teil(t)en die Leipziger nicht nur die Bühnen,
sondern auch die musikalische Orientierung. Ergänzungshalber sollte man noch
Darkest Hour ins Feld führen, um eine ungefähre Vorstellung davon zu
erhalten, wie das Quintett klingt. Frei jeglicher Bedenken oder
irgendwelcher Scheuklappen zelebrieren MYRA auf ihrem Debüt-Album "The Venom
It Drips" intensiven und schön brachialen MetalCore im besten Sinn. Dank
einer exzellenten Produktion und eines über jeglichen Zweifel erhabenen
Songwritings gehen die zwölf Stücke der Scheibe super ins Ohr. Neben der
druckvollen Bratzigkeit nehmen sich die Leipziger glücklicherweise die
nötige Zeit, füllende Atmosphären und prägnante Hooklines zu setzen. "The
Venom It Drips" besitzt weitaus mehr Melodie und Tiefgang, als es im ersten
Moment den Anschein hat. Kaum zu glauben, dass in den Reihen des Fünfers
frühere Mitglieder von Think About Mutation und Full Speed Ahead stehen.
Doch trotz der bis in die Details hin ausgearbeiteten Feinheiten gilt es am
Ende festzuhalten, dass "The Venom It Drips" ein typisches, wenn auch
überdurchschnittlich gutes, MetalCore-Release ist, dass vor einigen Jahren
deutlich stärker eingeschlagen hätte, als es heute der Fall sein dürfte.
Nichtsdestotrotz liefern MYRA eine der besten MetalCore-Scheiben der letzten
Monate, wenn nicht sogar Jahre, ab. Die treibende und dynamisch inszenierte
Durchmischung aus einem brutalen Frontalangriff und melodischer Zwischentöne
hat es in sich! (AK) 12 Punkte
In Your Face
http://in-your-face.de/reviews/myra-the-venom-it-drips
Myra
The Venom It Drips
Label: European Label
VÖ: 30. Oktober 2008
Kontakt: http://www.myspace.com/my...
Alter Freund, was eine Bombe! Was die 5 Musiker von MYRA hier dem Hörer vor die Ohren hauen, ist oberamtlich und für Freunde des heftigen, thrashlastigen Metals mit leichtem Core-Einschlag ein gefundenes Fressen.
Die Leipziper gehen dabei gemäß dem Motto "We'll make no prisoners" vor und walzen alles nieder, was ihnen in den Weg kommt: Musikalisch en gros etwas an ältere TRIVIUM meets UNEARTH erinnernd, behalten sie auf den 12 Songs auf "The Venom It Drips" aber eine eigene Note bei und haben so einen Wiedererkennungswert, was zusätzlich zu Pluspunkten führt. Um eines kurz klarzustellen, hier wird nicht die millionste Kopie des Metalcores geboten, dafür sind MYRA einfach zu heavy. So wird fast komplett auf cleane Vocals verzichtet (nur bei "Doomed From The Outset" gibt es einen melodischen Refrain und dieser wird vorzüglich von der Gastmusikerin Susi Thimm ins Gesamtkonzept integriert) und der sehr gut agierende Sänger Sebastian Spillner bedient sich der Sorte vokalistischer Finessen, die er besonders kann, nämlich Deathgrowls und heiseren Schreigesang. Weiterhin sind noch die Mitstreiter von Herrn Spillner erwähnenswert, sie geben einfach alles und das daraus resultierende Teamplay überzeugt, v.a. auch bei instrumentalen Parts, die u.a. wie aus dem Nichts auftauchen und so für die oben erwähnte, eigene Note sorgen.
MYRA haben auch ein paar richtige Killertracks im Handgepäck, v.a. das auch auf myspace zu hörende "Third Rate Violation", über diesen Song würden sich alle Genregrößen freuen.
Ein kleiner Punktabzug gibt es bei MYRA leider doch. "The Venom It Drips" ist an einigen Stellen etwas vorhersagbar und einige Songstrukturen wiederholen sich - aber das ist beim sonst überzeugenden Gesamteindruck verschmerzbar und bietet Luft nach oben!
Eingetragen von Benjamin am 30.01.2009
FUZE 13 (Dez 08/Jan 09)
Fury geht es nicht so gut. Darauf lassen jedenfalls die blutunterlaufenen Augen des schwarzen Pferdes auf dem Cover des Debütalbums von MYRA aus Leipzig schließen. Und die alte Mähre Metalcore hat sicherlich auch schon bessere Tage gesehen. Doch sich von einem Emporkömmling wie Deathcore den Todesstoß versetzen lassen? Niemals! Denn obwohl „The Venom It Drips“ von Sebastian Reichl in einem Studio mit dem Namen Slaughter..s Palace gemischt wurde, war der DEADLOCK-Gitarrist nicht als Abdecker tätig: MYRA klingen lebendig wie ein junges Fohlen und sind aggressiv wie ein brünftiger Hengst. Rote Augen können also auch ein Zeichen für Vitalität sein. In dieser Form kann Fury jedenfalls nicht nur Bösewichte bewachen und Hilfe holen, sondern auch Leute zum Moshen und Headbangen bringen. „Na, Fury, wie wär..s mit einem kleinen Ausritt, hast du Lust?“ fragt der kleine Joey am Anfang jeder Folge der amerikanischen Fernsehserie aus den fünfziger Jahren. Dank MYRA kann die Antwort nur lauten: „Oh ja, und wie!“
(European Label Group/Broken Silence)
Thomas Renz
Slam #40 (November/Dezember 2008)
Myra
The Venom It Drips
European Label Group/Broken Silence
Die aus Leipzig stammenden MYRA stehen anno 2008 für ein dichtes Gebräu aus Metal und Core, wobei sich das hier Dargebotene durchaus mit internationalen Standards würden messen können, denn nicht selten fühlt man sich im Fall von “The Venom It Drips” an Formationen wie UNEARTH, HATESPHERE und auch AT THE GATES erinnert. In musikalischer Hinsicht Neuartiges geben die Leipziger hier zwar nicht zu Protokoll, so aber doch immerhin Frisches und Brachiales. „The Venom It Drips“ besticht insbesondere durch seine raschen Tempowechsel, die den Hörer bei fast jedem Song übereilen und ihr stets zu überrumpeln scheinen. Einzig und allein an der Aufnahmequalität hätten MYRA noch schrauben können. Die ist zwar allemal gutes Mittelmaß, einen Tick Brachialität hätte „The Venom It Drips“ jedoch durchaus noch gut getan. Nichtsdestotrotz haben wir es hier mit einer forscher Metal-Formation zu tun, von der man in Zukunft durchaus noch mehr erwarten darf.
www.myspace.com/myrametal
Dennis Grenzel (6)
music-scan.de
http://www.music-scan.de/Templates/reviews_team.php?id=10763
Die vor drei Jahren gegründeten MYRA haben sich bereits erste Sporen durch explosive Support-Gigs für u. a. Maroon, Heaven Shall Burn und Himsa verdient. Mit den Genannten teil(t)en die Leipziger nicht nur die Bühnen, sondern auch die musikalische Orientierung. Ergänzungshalber sollte man noch Darkest Hour ins Feld führen, um eine ungefähre Vorstellung davon zu erhalten, wie das Quintett klingt. Frei jeglicher Bedenken oder irgendwelcher Scheuklappen zelebrieren MYRA auf ihrem Debüt-Album „The Venom It Drips” intensiven und schön brachialen MetalCore im besten Sinn. Dank einer exzellenten Produktion und eines über jeglichen Zweifel erhabenen Songwritings gehen die zwölf Stücke der Scheibe super ins Ohr. Neben der druckvollen Bratzigkeit nehmen sich die Leipziger glücklicherweise die nötige Zeit, füllende Atmosphären und prägnante Hooklines zu setzen. „The Venom It Drips” besitzt weitaus mehr Melodie und Tiefgang, als es im ersten Moment den Anschein hat. Kaum zu glauben, dass in den Reihen des Fünfers frühere Mitglieder von Think About Mutation und Full Speed Ahead stehen. Doch trotz der bis in die Details hin ausgearbeiteten Feinheiten gilt es am Ende festzuhalten, dass „The Venom It Drips” ein typisches, wenn auch überdurchschnittlich gutes, MetalCore-Release ist, dass vor einigen Jahren deutlich stärker eingeschlagen hätte, als es heute der Fall sein dürfte. Nichtsdestotrotz liefern MYRA eine der besten MetalCore-Scheiben der letzten Monate, wenn nicht sogar Jahre, ab. Die treibende und dynamisch inszenierte Durchmischung aus einem brutalen Frontalangriff und melodischer Zwischentöne hat es in sich!
Arne
Partyausfall (http://www.partyausfall.de/reviews.php?article=695)
Nach einem 22 Sekunden langem düsterem Intro beginnt "Eternal Mayhem" als Start der ersten Full Length Scheibe der Leipziger Metalcore- (auch wenn sie das nicht gerne hören) Band MYRA. "Eternal Mayhem" geht als klassischer Opener direkt nach vorn und startet mit schnellen Riffing, dass im Refrain von wunderbar klingenden Gitarrenläufen abgelöst wird. Ein groovigerer Part und ein paar Crew-Vocals am Ende runden den Start auch wunderbar ab, so dass wir nun zum eher bekannteren "Third Rate Violation" kommen können. Der Song war der erste, der auch als Mp3 veröffentlicht wurde, und durch die ausgeklügelte melodiöse Vielfalt glänzt. Erstmals können wir uns auch an wunderschönen Soli und hier und da eingeschobenen schwedisch anhauchenden Death-Riffs ergötzen. "New Blood Will Run" wäre für mich nicht nur ein besserer Albumtitel gewesen, sondern ist gleichzeitig auch der Song mit dem kürzlich veröffentlichten Video. Außerdem wohl der Song mit der besten Hook auf der ganzen Scheibe. "Doomed From The Outset" habe ich vorher live noch nie bewusst gehört, und springt durch die eher getragenere Stimmung auch irgendwie aus dem Rahmen. Außerdem erklingen ganz unverhofft weibliche Vocals im Refrain. Kommt sehr souverän das Ganze und ist mehr als hörbar! Im Interlude "The Venom Part 1" ertönen gediegene Keyboardtunes mit zum Teil irgendwie fiesen Tönen - erinnert mich alles sehr stark an NINE INCH NAILS. "Forsaken By Silence" ist ganz klar das Highlight der ganzen CD und ist wohl einer der stärksten Metalcore Songs einer deutschen Band in den letzten 2 Jahren. Ein derartiger Hörgenuss ist mir lange nicht mehr untergekommen. "Bitter Tasting Kiss" und "Commited Mass Suicide" stehen dem kaum nach und lassen ebenso die Herzen höher schlagen. "Into Existence" drückt auch mächtig nach vorne der würdige Abschluss wird in "Facing Extinction" gefunden, der noch einmal die Verspieltheit der Gitarristen unter Beweis stellt.
Textlich geht es sowohl in die persönliche Richtung, als auch natürlich in die politische. MYRA liefern mit "The Venom It Drips" ein überdurchschnittlich gutes Metalcore Album ab, das vielleicht leider 3 Jahre zu spät kommt. Vielleicht aber hilft die Scheibe auch die in letzter Zeit eher "abgeschriebene" Musikrichtung wieder ein positiveres Licht zu stellen. Das Zeug dazu hat sie definitiv! Produziert wurde das Ganze in den "Kick The Flame" Studios in Leipzig, gemixt und gemastered wurde beim Gitarristen von DEADLOCK Sebastian Reichel.
von bloodshed