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Last Updated: 12/7/2009

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November 16, 2009 - Monday 

Category: Writing and Poetry


Das Maerchen vom „Schwarzkaeppchen“


Es war einmal...


ein Schwarzkaeppchen, dass furchtbar unter der nicht einsetzenden Konjunktur der Wirtschaft im Reiche der Hexe „Bonzenschwein“ litt. So sehr es sich auch muehte, gelang es ihm nicht Sonne zu sehen. Auftraege fuer sein Cateringunternehmen bekam es zur Genuege, aber es wurde keine Rechnung bezahlt. Nur die Schergen der Hexe waren der Meinung, dass es sehr reich sei und bemassen dementsprechend seine Steuerschuld, und was viel schlimmer war, sie vergassen nicht diese mit haertesten Mitteln einzutreiben. Was willst du mit zwei Nieren? Du hast zu lange Haare. Blutspenden war auch dauernd angesagt.


So begab es sich eines Tages, dass die Hexe bei Schwarzkaeppchen erschien und saeuselte: „Ich gebe dir eine Chance dein Leben zu verbessern. Zeige mir dein Koennen. Beliefere mich dem Erlesenstem was du hast und ich werde dich gross rausbringen. Du wirst dann mein monopolistischer Hoflieferant und kannst dich vor Auftraegen nicht retten. Ich werde dich beruehmt machen und du wirst in die Geschichte eingehen.“


„Wie waere es mit der Bezahlung der Aussenstaende? Das wuerde mir sehr helfen.“ sagte das Schwarzkaeppchen.


„Darueber reden wir spaeter mein dummes Ding.“ antwortete die Hexe.


Also machte sich das Schwarzkaeppchen an die Arbeit. Es buk, es braute, es kochte und schaute, dass auch die Erzeugersteuer ordentlich bezahlt wurde. „Was soll ich denn mit dem unnuetzen Knochenmark“ sagte es sich.


Als es alles vorbereitet hatte, machte es sich ans Liefern. Unterwegs traf es den Wolf, schielte auf seinen Pelz und ueberlegte, wie viel Kohle es wohl damit machen koenne, zoegerte nicht lange, machte den Wolf besoffen und half ihm beim Ausziehen. Dann zog es freudestrahlend mit dem Pelz zum Schwarzmarkt.


Wurde von Oekofaschisten nach Haue-Aua-Land entfuehrt. Bekam vom lieben Foerster einen richtigen Hasen und eine An gezeigt. Erhielt zwecks Optimierung der Strafgeldbezahlung einen sicheren Arbeitsplatz im neu erbautem konzentriertem Privatgefaengnis und wurde durch Leistungsmaximierung nach ein paar Wochen vom Dies- ins Jenseits befoerdert. Sein vollstaendiges Recycling verhilft der Hexe „Bonzenschwein“ die zur Ausuebung der Regententaetigkeit gehoerende Voellerei standhaft zu verkraften und solange neue Schwarzkaeppchen kommen, lebt es in ihr bis heute.


Und die Moral von der Geschicht...


Schwarzkaeppchen heilt der Hexe Gicht.


November 16, 2009 - Monday 

Category: Writing and Poetry


Das Maerchen vom „Weisskaeppchen“


Es war einmal...


ein Weisskaeppchen, dass schlief und traeumte, das Leben sei Freude. Es erwachte von der Hexe „Bonzenschwein“s Gekreisch: „Los Untertan, liefere mir gefaelligst die Edelsten Speisen und Getraenke, damit ich mich daran laben kann. Knechten ist sehr anstrengend. Es muss gelogen, gestohlen, betrogen, gemordet und auch ein bisschen gefoltert werden; und das Tag fuer Tag, Jahr fuer Jahr; und das Kriege fuehren erst ...“


So beschloss das kleine Ding, der ganzen Sache den richtigen Drall zu geben.


Es schwor Stein und Bein, dass es nicht laufen koenne, da es Kinderlaehmung habe und bekam ein Fahrzeug gestellt. Besoff sich masslos, fuhr laut skandierend durch den Wald, ueber den Wolf und krachte mit Getoese in der Hexe Haus. Fluchend spielte es auf deren Buckel mit dem Knueppel „Guten Abend, Gute Nacht“ bis der die Lichter ausgingen.


Hing dem Wolf ein Schild mit der Aufschrift “Ich war's!“ um und ihn selber auf. Heulte dem Inquisitor die „Unschuld vom Lande“ vor und wartete auf den Freispruch. Dann buddelte es die Hexe aus, machte aus deren Knochen Pins und eroeffnete die Bowlingbar „Bonzentot“, wurde reich damit und verstarb an Langeweile.


Und die Moral von der Geschicht...


Weisskaeppchen liefert nicht.