MySpace
myspace music


Team Schreibstoff



Last Updated: 7/15/2009

Send Message
Instant Message
Email to a Friend
Subscribe

Status: Single
City: Bamberch
State: Bayern
Country: DE
Signup Date: 5/9/2007

Blog Archive
[Older      Newer]
 /  / 
Tuesday, April 08, 2008 
Felix..allererster Slamtext, mit dem er nicht nur zahlreiche Slams gewann, sondern auch Nils.. Herz im Sturm eroberte, endlich online: "Augen auf beim Kindermedienkauf!"
Saturday, April 05, 2008 

Current mood:  dorky
Bald isses soweit: Nils jettet gen USA um John McCain den Wahlsieg unmöglich zu machen.Ein hehres Ziel,das Applaus verdient.Vermissen wird ihn die deutschsprachige Slam-Szene aber hallo.Als Trostpflaster für unsere unzähligen Fans soll noch vor Wuschels Abflug das erste Schreibstoff-Album erscheinen,mit den Team-Texten sowie dem besten Solozeugs.Gepresst wird das Material auf eine dieser neuartigen kleinen silbernen Schallplatten,die nur auf einer Seite bespielt sind und die man nicht mit einer Nadel zum Klingen bringt,sondern mit Laser! So wie bei Star Wars!
Tuesday, January 29, 2008 

Current mood:  excited
Schande über uns, wir haben die seite wirklich nicht so gepflegt, wie es ihr zustehen würde... der rest der herbsttour war dann auch noch genau so schön, wie wir uns das erwartet haben: Im eingeschneiten Wunsiedel haben wir ein extremes franken-slamily-wohlfühl-slamding erlebt, was den aktiven vor ort hoffentlich genauso gefallen hat wie uns; in bamberg gabs von uns wieder mal soloauftritte und eine erneute "Mia, mach uns den Ikea-Text" - Zugabe, sehr fein! 
Augsburg war für uns dann bislang völlig unerschlossenes Terrain, aber Horst ist nicht nur ein begnadeter Moderator, sondern auch noch ein Felix-Brenner-Lookalike, das macht ihn gleich doppelt sympathisch. Die Begleitcombo hat uns zwar ganz schön durch den Text schlingern lassen, aber spaßig wars in jedem Fall, trotz den üblichen Finaltexthängern - und so ein Doppelsieg hat ja auch was für sich :) Nils hats sogar so gut gefallen, dass er da im Januar noch mal solo aufgetaucht ist. Erlangen als spontaner abschluss war auch sehr gelungen, aber danach sollte es dann erstmal wieder gut sein mit Schreibstoff...

dementsprechend war der dezember dann auch ruhiger. es gab einen auftritt beim abschlussslam des würzburger workshops - da war viel guter Nachwuchs zu sehen, aber warum sieht man diesen guten Nachwuchs nie im akw!? Die hätten grad ein bisschen frisches Blut nötig...; zwei Tage später war dann Slamberg im Odeonkino - das war nicht nur angenehm warm, sondern auch noch einer der besten Slams in Bamberg, an die wir uns erinnern können, mit einem furiosen Heiner Lange als featured und einem genialen feld in der offenen liste - und hätte nora nicht alle zu siegerinnen und siegern erklärt, so hätte felix gewonnen. aber das ist ja egal. the coins are not the point (oder so)
Jahresabschluss war für uns (wie für viele andere) der Nürnbergslam im vorweihnachtlichen K4 - und da wurden wir sogar gefilmt! Geilo! (check http://de.sevenload.com/mitglieder/SirParker/alle for more)

Im Januar sind wir ja jetzt, und auch da gab es wieder ein bisschen Reiselust: Beim Dreikönigsslam in Würzburg waren wir jeweils solo Teil der Franconian Invasion, die das dünn besetzte Feld der einheimischen Slammerinnen und Slammer mit geballter Nürnberg/Bamberg-Power durchsetzte - was ist los, Würzburg, wo sind eure Leute, die wir kennen und lieben gelernt haben? Karin, Janis, Burkart, liebe Workshopleute - das ist EUER Slam! Da gibts keine Ausrede, zur Not mit nem miesen Text auf die Bühne...
In Fürth gab es uns auch wieder solo, Martin Geier hat endlich auch Franken gezeigt, 
warum er mit Recht "König von Kreuzberg" genannt wird. Und wie hat es Lange 
formuliert? "Wer auf deutschen Slams Herzblut vermisst, der schaue nach Franken!"
Dann waren wir bis gestern im Studio der MCA-Records-Crew - Ergebnisse davon gibt es demnächst in Auszügen hier bei MySpace und in ungeschnittener Länge auf CD, dann auch mit stylo-doityourself-booklet, entweder direkt bei uns auf tour oder über myspace. Aber das wird wohl noch ein paar wochen dauern. schaumerma.

wie gehts weiter? So:
29. Januar: Slamberg im Morph Club, Bamberg (Nils&Felix)
31. Januar: aus.lese in der Alten Weinerei, Nürnberg (Felix)
1. Februar: Poetry Slam in der Kresslesmühle, Augsburg (Nils)
2. Februar: Kunstvorgarten im Fünfeckturm, Nürnberg (Felix&Nils)
3. Februar: akw!-slam im akw!, Würzburg (Nils)

sowie eventuell:
8. Febuar: FFM-Slam, Frankfurt am Main (Schreibstoff)
9. Februar: Karlsruhe-Slam (Schreibstoff)

Was gibts sonst noch? Wir ziehen jetzt erst mal beide aus Bamberg weg - Felix dauerhaft, Nils für ein Semester - was das für Schreibstoff heißt, wird man dann sehen, wir sind aber einfach mal dezent optimistisch, dass da noch was kommt :))
Currently listening:
Poets & Madmen
By Savatage
Release date: 17 April, 2001
Tuesday, November 13, 2007 
Und wir bleiben dem Nachwuchs treu - am 8. November ging es für uns nach Nürnberg zum Pirckheimer Gymnasium. Da wir viel zu früh dran waren, hielten wir uns erst mal an dick belegte Pizza und ließen es uns gut gehen. Nach und nach schlenderten mit Schlumpf, Marta, Parkster, der legendären Frau WortWahl, Dennis, Benni, Mimi und Sven sowie Tobi die übrigen Mitglieder der Szene zu uns in die letzte Reihe, aus der Schule selbst kam Diana (oder die Jana?), welche an dem Abend ihren ersten Auftritt hatte. Als der Slam dann los ging, entwickelte sich die letzte Reihe schnell zum Äquivalent eines Ultra-Blocks in den Stadien - ob die zahlreichen Club-Fans in der Stadt auf uns abgefärbt haben? Egal, in jedem Fall johlten, tobten und pöbelten die versammelten SlammerInnen munter aus der letzten Reihe und kommentierten lautstark das Bühnengeschehen. In den Pausen inspizierten wir menschenverachtende Toiletten (ohne Brille! Bäh!), amüsierten uns über die niedrige Hänghöhe der sanitären Einrichtungen - und hatten allgemein jede Menge Spaß! Den Abend gewonnen hat übrigens Schlumpf mit einer ganzen Batterie an grandiosen Texten, wir standen ebenfalls im Finale, Marta machte die TriBühne fürs Finale komplett. Und der Star des Abends war natürlich Ersan, der beinahe schon critteresque durch den Abend geführt hat. Mal schaun, wann Nürnberg den zweiten Slam bekommt... :)
Danke für den schönen Abend an die SchülerInnen des Pirckheimers, den rolling bookstore aus zirndorf, die Pöbelpoeten (aka die Lümmel aus der letzten Bank), Mimis Oma for being wonderful, und den Pizzaladen neben dem Pirckheimer für lecker Speis...
Thursday, November 08, 2007 
Am Mittwoch, den 7. November, gab es dann eine Premiere: Schreibstoff wurde als Gast zu einem Poetry-Slam-Workshop ins Immerhin Würzburg eingeladen. Neben drei Texten (zum ersten mal seit langem wieder mal "Hamapatahutase", besser bekannt als "Der Peter-Pan-Text") gab es viel Gespräche und viele Fragen über Texte, Slams, das Teamleben und den ganzen Rest. Außerdem trieb monströs starker Kaffee Nils im 15-Minuten-Takt aufs Klo.

Dafür durften wir mit einigen sehr vielversprechenden jungen Poetinnen und Poeten zusammenarbeiten und ihre Texte hören und kritisieren. Nils war beeindruckt, Felix nicht minder - rauf auf die Bühne mit euch!

Die obligatorische Danksagung darf hier nicht fehlen:
Danke an Eva, die sich mit dem Workshop jede Menge Arbeit gemacht hat und das auch ganz toll hingekriegt hat!
Danke an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nicht nur tolle Fragen gestellt haben, sondern auch noch tolle Texte geschrieben haben!
Danke an Nina (? ich und mein namensgedächtnis...) für den Kaffee From Hell :) 

Kein Danke geht an die Zeit, denn die ging viel zu schnell vorbei. Blöde Zeit.
Thursday, November 08, 2007 
Und nur zwei Tage nach Passau gehts schon wieder weiter, diesmal in Schweinfurt bei der martialischen Dichterschlachtschüssel! Ein starkes Lineup erwartet uns ebenso wie das besondere Vergnügen, vor Nils' versammelter Familie zu slammen. Ein ausführliches Review des Abends findet ihr im Frankenslam-Forum unter http://www.frankenslam.de/forum/index.php?topic=2311.0, und viel mehr gibt es eigentlich auch nicht zu sagen - außer natürlich:

Danke an Manni, der nicht nur leckere Bewirtung aufgefahren hat, sondern auch noch durch den Abend geführt hat (und vor Stolz auf seinen U20-Nachwuchs beinahe geplatzt ist :) )
Danke an alle, mit denen wir die Bühne teilen durften und dem Schweinfurter Publikum mal ordentlich die Gehörgänge freigeputzt haben!
Danke an Kaddas (oder war es Lena?) Mama, die als Poetentaxi nicht nur Strafzettel von Schweinfurter Radarfallen kassiert, sondern auch noch bereitwillig übernachtung und frühstück für Felix und seine Freundin angeboten hat!
Danke an die KJG, welche Nils dann doch noch mal einen Abend rausgelassen hat, obwohl er eigentlich hätte arbeiten sollen.
Thursday, November 08, 2007 

Current mood:  impressed
Allerheiligen. Ganz Bayern versinkt in kollektiven Friedhofsbesuchen.
Ganz Bayern? Nein, das allfränkische Poetenduo [1] schwingt sich samt weiblichem Support tapfer in den nächstbesten Regionalexpress gen Nürnberg, von dort geht es dann via Regensburg und Plattling an den östlichsten Zipfel Bayerns - nach Passau. Unterwegs gibt es etwas Kulturschock: Schaffner, 
die so bayerisch reden, dass man sie nicht mehr versteht. Söhne, die mit ihrer Mutter
"nach Regensburg aufs Grab der Großmutter" fahren und einen grusligen Norman-Bates-Faktor von 10 haben - auf einer Skala von 1 bis 5, wohlgemerkt. Falls es in Niederbayern zu gräusligen Gewalttaten kommt, haben wir da einen Tatverdächtigen...
Vier Stunden später schleppt sich ein etwas erledigtes Trio durch 
die architektonischen Gräueltaten, welche sich dann "Neue Mitte" nennen dürfen.
Das war schon bei der SPD keine gute Idee, und das steht auch Passau nicht. Denn die Innenstadt hinter der neuen Mitte ist mir zwar immer noch etwas zu glatt, aber hat schöne lauschige Gässchen. Und das Scharfrichterhaus, welches bereits eine Stunde vor Slambeginn fast ausverkauft ist und 20 Minuten später wirklich die Türen schließen muss. Im Gedränge haben wir dann aber doch schnell Anna Kistner, unsere Gastgeberin und Herausgeberin des hörenswerten (www.)PoetryPodcast(.de) gefunden, welche uns mit Essen und Getränken versorgt - bzw. Gutscheinen für eben diese. Felix' Gänsebraten kommt leider nie an, Nils' Salat hingegen braucht nur 30 Minuten.
Und ein schöner Slam beginnt. Die erste Runde gewinnt Franzi Holzheimer, welche mich schon in Berlin beim U20-Finale begeistern konnte (und welche im Partnerlook mit der Slammasterin auftrat...); in Runde zwei treffen wir auf Bumillo, welcher eine grandiose Stoiberpersiflage und Die Brünette in der Ecke hinlegt, und nach dem Auftritt hat Nils schon alle Finalchancen dahinfließen sehen. Trotzdem gibt's Eine von Vier - diesmal ohne Mikroständer und mit beängstigend
viel Publikum auf der Bühne und viel Saallicht. Ungewohnt, to say the least. Aber anscheinend machen wir unseren Job ordentlich: Das Publikum votiert Bumillo und Schreibstoff ins Dreierfinale - also auf die Tri-Bühne mit uns! Die Finalreihenfolge wird hier mit Schere-Stein-Papier ausgelost, was Bumillo und uns irritiert, aber wir gewinnen gegen die beiden anderen und eröffnen damit das Finale. Unser Mutmachlied widmen wir diesmal einer Dame am Poetentisch, welche selbst schreibt - der Text passt, und selbst ein monumentaler Texthänger hält uns nicht auf. Bumillo gibt den Bavarian Stan, und Franzi bleibt ernster Lyrik treu. Die anschließende Applausabstimmung ist nicht eindeutig. Es kommt zum Dreiersieg mit vier Personen und anschließendem
Whiskygelage, Leuchtstäben in Haaren und einer luxuriösen Übernachtung in einer leerstehenden WG mit vollem Kühlschrank - wow, danke! DANKE! DANKE! Bei so einer guten Bewirtung bleibt man gerne über Nacht auswärts, und auch wenn wir am nächsten Tag unserem ersten Zug noch hinterherwinken müssen, kommen wir am frühen Abend wieder zurück. Passau hat sich gelohnt...

Danke an Anna und Christoph, das unermüdliche Slammasterduo, für Einladung, Bewirtung, Übernachtung und einen grandiosen Slam!
Danke an alle, mit denen wir an diesem Abend die Bühne teilen durften und ein tolles Bild der Vielfalt von Poetry Slam zeichnen durften!
Danke an das Publikum, welches uns nicht nur ins Finale geklatscht hat, sondern auch noch mehr Rückmeldung gegeben hat als jedes andere Publikum!
Danke an zwei bestimmte Personen, welche zu unseren Texten ganz besonders Rückmeldung gegeben haben - ihr wisst, wer ihr seid.

Und ein gewisser Respekt gebührt der Deutschen Bahn, der es gelungen ist, uns zweimal innerhalb von zwei Tagen extrem räudigen Cappucino anzudrehen... eure Kaffeeverkäufer sollten Gebrauchtwagen verkaufen!

[1] Geboren in Unter- und Mittelfranken, wohnhaft in Oberfranken. Man nennt uns auch All Franconian All Stars. Aber zugegebenermaßen eher selten. Quasi nie.
Schade irgendwie.
Wednesday, October 31, 2007 
Bamberg ist Slamberg! ist zurück - und begann für uns etwas stressig, da Slammasterin Nora Gomringer in Dresden fest saß und nicht rechtzeitig kommen konnte - und ein paar Stunden später stand Nils am Mikrofon, während Felix hinter den Kulissen werkelte und dafür sorgte, dass die Tanzfläche ein flauschiger Kuschelrasen wurde und Nils nicht vollkommen durchdrehte... aber eigentlich hat das ja alles ganz gut geklappt, der Laden war brechend voll, und mit 10 Namen, 2,5 Featured Artists und einem siegreichen Christian Ritter war alles toll - ein schöner Abend!

Und jetzt beginnen die Tage der großen Schreibstoff-November-Tour, welche ich hier einfach mal die Slam-Around-The-World-Tour nennen möchte, schließlich sind wir ganz schön international unterwegs. Schwaben! Niederbayern! Schweinfurt!

1. November: Passau (Niederbayern)  
3. November: Schweinfurt (Unterfranken)
7. November: Würzburg (Unterfranken)
8. November: Nürnberg (Mittelfranken)
9. November: Wunsiedel (Oberfranken)
13. November: Bamberg (Oberfranken)
16. November: Augsburg (Schwaben)

Und danach ist dann erstmal Pause bis zum Dezemberslam in Bamberg...
Tuesday, October 16, 2007 
Berlin war dann doch noch großartig. Großartige Rückblicke, die eigentlich alles wirklich Wichtige sagen/schreiben, gibt es bei Heiner Lange (www.dichterlange.de), Ko&Rayl (poetry.claudio.de), Lars (lars-sub-omni-canonae.blog.de und Volker Strübing. (www.schnipselfriedhof.de 
Da muss man vermutlich bald ein bisschen scrollen, aber das sind ganz 
generell ganz lesenswerte Blogs, also muten wir euch das bisschen Arbeit mal zu.

Zu den deutschsprachigen Meisterschaften fahren zu dürfen, ist eine Leistung.
Zum Substanz-Slam nach München eingeladen zu werden, ist eine Ehre.


Diese Ehre wurde uns am vergangenen Sonntag zuteil. Nach einer versetzten Anreise und anschließendem Teamfindungsprozess 
zogen wir ein bisschen durch das Westend, genossen lecker Pizza, Pommes und 
gute Gesellschaft, zogen über die in Auflösung begriffenen Reste des Oktoberfests, 
bis wir just in time das Substanz erreichten.
Was uns erwartete, war eine sehr, sehr schöne Location (etwas langgezogener Club mit Bühne am kurzen Ende des Raums und ein Publikum, welches vor dem Slam mal eben die halbe Straße herunter gewartet hat. An dieser Schlange konnten wir uns als Auftretende dankenswerterweise vorbeimogeln, um drinnen nicht nur Lange zu treffen, sondern auch noch Ko&Rayl, immerhin Träger des "Lebenswerk"-Slammys, und das nicht mal zu Unrecht. Auch die lebende Legende Jack McCarthy 
(aus Chicago, USA), die späteren Doppelsieger Tilman Birrer (beim Pinkeln 
getroffen) und  Severin Gröbner sowie Richie Küttel schwirrten als geladene Gäste 
durch die Räumlichkeiten des Substanz.
Für die offene Liste traten neben einem mir namentlich leider nicht bekannten, anscheinend frisch zugezogenen Neumünchner noch der supersympathische Highspeedpoet Bumillo, der Resident-DJ des Substanz Misanthrop sowie Ernst Froh auf. Nach netten Tischgesprächen (unvergessen Jack McCarthy: "I would have done much better if I had grown up in a time when it wasn't needed anymore to move your feet if you wanted to dance") begann die erste Runde. Ernst Frohs Text habe ich 
leider nicht mehr im Kopf. Anschließend trug Heiner seinen schönen, lautmalerischen 
Bahntext vor. Severin Gröbner haut in schönstem Österreichisch eine Geschichte 
über das Ende der schönen Utopie "Komm, wir gehen nach Spanien und verkaufen 
selbstgemachten Schmuck" in das feiernde Publikum - das wird später zum Rundensieg 
reichen. Der mir leider namentlich nicht näher bekannte Poet erzählte sein literarisches Roadmovie - von Kiel bis München gibt es anscheinend viel Möglichkeit für kreatives Denken. Schöner Spannungsbogen, teilweise in den gepflegten Nonsens abdriftend. Die Runde beendete Richie Küttel mit einem Text über eine Bank. Schöner, solider Slamtext und auch professionell vorgetragen - da erkennt man halt Erfahrung.
Vor der zweiten Runde schwang sich Jack McCarthy auf die Bühne und verzauberte mit Haikus, lyrisch angehauchten Kurzgeschichten und feinen Gedichten das Publikum und die anwesenden Poeten. Großes Kino!!!
Nun schlug Tilman Birrers Stunde: Er kramte mal alles hervor, was es so an Klischees und Stereotypen über Osteuropäer gibt und verpackt das Ganze sehr geschickt in eine unterhaltsame Geschichte, welche so rein handwerklich gesehen wirklich super war. Man kann es schade finden, dass der Inhalt im besten Falle als einfach nichtexistent, im schlechesten Falle als anti-osteuropäisch verstanden werden kann (von dieser Lesart hat sich Tilman jedoch distanziert; aber Inhalt einer Nachricht entsteht ja immer erst beim Empfänger, in diesem Falle also beim Publikum), aber trotzdem großes Storytelling. Das Publikum wird ihn später dafür ins Finale klatschen. Nun wird Misanthrop, DJ des Substanz-Slam, einen Text über einen unangenehmen Nachbarn vortragen. Klarer Rap-Vortrag, leider mit einigen Texthängern, welche den Vortragsrhytmus stören, aber in 
jedem Falle ordentlich, ind so mancher Mensch im Publikum wird sich im lyrischen Ich wiedergefunden haben.
Anschließend betreten wir die Bühne. Bei 10 Minuten Auftrittszeit darf man auch gern mal eine etwas längere Ansage machen (was wir nutzen), anschließend gibt es Eine von Vier, hinein in einen stillschweigenden Saal - das war für mich ganz schön emotional, aber das Feedback aus dem Publikum war wieder einmal bestärkend und ein ganz schöner Kick.
Anschließend zeigte Bumillo seine Skills, mit einem Regenbogentext, dem ich leider nicht so ganz folgen konnte, sowie einem wunderschönen Stück über einen Sommerschal aus Lyrik - großartig!
Im Finale stößt Tilman also auf Severin. Tilman beginnt mit einem Text, der wieder von Klischees zehrt - in 
diesem Falle trifft es die Bewohner Großbritanniens. Severin beginnt mit einem 
Lautgedicht und erzählt anschließend eine vorhersehbare Geschichte über 
Betrunkene, welche jedoch sehr sympathisch ist und von den Details lebt und sie 
allgemein sehr liebenswert gemacht hat. Verdienter Doppelsieg, auch wenn man 
sich fragen kann, wieviel Poetry in diesem Slam noch war.

Anschließend verbrachte ich noch eine schöne Zeit mit Heiner, Richie und später auch noch Ko. Unsere Runde diskutierte über die kommenden Meisterschaften, (mal wieder) über den umstrittenen U20-Sieger in Berlin und die Slamszene im allgemeinen. Anschließend packte ich mir ein Taxi, um meinen 
ICE nach Bamberg noch rechtzeitig zu erwischen. Im Zug kam es dann zu dramatischen 
Szenen (Schlägerei! Stromausfall! Verspätung!) - aber das ist eine andere Geschichte.

Wir hatten in jedem Fall eine schöne Zeit in der großen Stadt im Süden Bayerns! Danke an alle Besucher des Substanzslam, an Ko&Rayl für die Einladung, an Heiner und Jack und Bumillo für die Tischgesellschaft und die vielen Lacher, an die "Westend-Posse" und an den sympathischen ghanaischen Taxifahrer, der mit mir rote Ampeln ignoriert hat und mir damit den Abend gerettet hat.

Nils
Thursday, October 04, 2007 

Current mood:  thoughtful
So, gestern war dann die Eröffnung des SLAM2007. Felix konnte in Vorrunde 1 seinen Solo-Text leider nicht ganz bringen (gnadenloses Zeitlimit ohne Bewährungschance...), erntete aber trotzdem 32 von 50 möglichen Punkten und konnte sich relativ lange auf einem Qualifying-Platz halten (hat es aber leider trotzdem nicht ganz geschafft - die letzten Starter haben sich ganz oben platzieren können).

Im Team haben wir den ersten Startplatz in der Vorrunde 3 erwischt, und damit die undankbare Rolle gehabt, mit einem ernsten Text die Runde zu eröffnen. Die erreichten 31 Punkte reichten uns dann noch zu Platz 8 (von 13), damit sind wir eigentlich zufrieden. Jetzt schauen wir uns noch ein bißchen die Hauptstadt an, ärgern uns mit fadem Kantinenfraß und langen Wegen zwischen den Veranstaltungen herum.

Auf zum Kinderslam!