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Antifa Hermagor/Šmohor



Last Updated: 11/25/2009

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Friday, November 13, 2009 

........Unlängst kam es aufgrund des "Stopp der Misandrie"-Flyers der Antifa Hermagor/Šmohor zu Uneinigkeiten zwischen den Mitgliedern der Autonomen Antifa Kärnten/Koroška und mir, der ich diesen Flyer gestaltet und gedruckt habe. Aufgrund der Meinung einiger Personen, der Text wäre sexistisch, antifeministisch, würde im Widerspruch zur Arbeit einer Antifaschistischen Aktion stehen sowie weiters aufgrund der öffentlichen, den Inhalt des Flyers betreffenden Stellungnahme seitens der Antifa Kärnten/Koroška auf deren Internetseite, fühle ich mich zwar nicht zu einem Rück-Statement und zur Rechtfertigung verpflichtet - da ein Dialog, wie es mir scheint, in dieser Beziehung ohnehin zum Scheitern verurteilt wäre - doch eine kleine Klarstellung der Sicht, die die Zeilen des Flyers wiedergeben sollen, ist angebracht:

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dass es nicht in meiner Intention und allgemein dem Ziel einer antifaschistischen Bewegung entspricht, anti-emanzipatorische "Propaganda" zu verbreiten, muss Voraussetzung sein, um über den Flyer zu sprechen. Dass ich selbst den antifeministischen Diskurs im gesellschaftlichen Alltag verabscheue und ehest beseitigt wissen will, muss ich von daher nicht eher ausführen.

Ausgangspunkt meines Gedankens und des Flyer-Inhaltes ist die Audimax-Besetzung an der Uni Wien: den emanzipatorischen und feministischen Kurs zu führen ist unabdingbar in dieser Bewegung, diesem Protest, wie immer man es nennen kann oder will. Für eine emanzipatorische Bildungspolitik einzutreten und patriarchale Strukturen in- und außerhalb der Universität zu lösen ist nicht nur begrüßenswert, sondern fordert die Unterstützung einer jeden einzelnen Person.

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Doch ohne die Entwicklung und aktuelle Situation im Audimax bezogen auf das Thema Sexismus näher ausführen zu wollen - denn das wäre ein zeitraubendes Unterfangen - erlaube ich mir zu sagen, dass ich mit vielen Aktionen, Transparenten und Vorwürfen, wie etwa dem relativ großen (und nebenbei lieblos gestalteten) Transparent der Kampflesben, schlicht und einfach nicht einverstanden bin - während ich von einer Frau, die offenbar für die Kampflesen-Gruppe mitverantwortlich war, auf die Frage, wie es etwa um die Repräsentation von homosexuellen Männern in dieser Bewegung stehen sollte, mir unverständlicherweise, als Macker "gebrandmarkt" wurde, wurde bereits erster Missmut über den offensichtlichen Fehlkurs feministischer Aktivist_innen im Publikum laut. Weiters schienen sich auch verbale Übergriffe von (offenbar betrunkenen) Frauen „hinterm Mikro“ gegenüber Männern auf das Publikum nicht sonderlich positiv auszuwirken. Viele Besetzer_innen kritisieren die Radikalität der feministischen Aktivist_innen, über den von vielen als nervend wahrgenommenen Versuch der Übermittlung eines falschen Bezuges zur Thematik des Sexismus. Verhärtet hat sich, daraus resultierend, das Bild über Frauenplena, Frauenräume und -AGs, dessen Idee grundsätzlich begrüßenswert ist, aber den vorhin erwähnten Umständen entsprechend nur noch karikativen Charakter aufweisen kann - das ist in diesem Falle der Besetzung des Audimax schade und bedauernswert, denn die Chance zu einer objektiven Auseinandersetzung mit dem Thema des Sexismus wäre hier bestimmt interessanter gewesen als radikale Ansichten einiger weniger.

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Das zeigt sich erneut in der Auseinandersetzung der Autonomen Antifa Kärnten/Koroška mit dem Inhalt des Flyers "Stopp der Misandrie", der grundsätzlich auf die Situation im Audimax anspielen soll - hier wurden auch nicht mehr als fünfzig der Flyer verteilt oder geklebt, den Rest gibt es nur virtuell, doch die Möglichkeit, den Flyer über das Internet anzusehen, kann sich je nach Entwicklung der Protestaktion natürlich ändern, auch wenn ich zugegebenermaßen pessismistisch darüber bin – mit Kritik in eigenen Reihen umzugehen, ist bestimmt nicht leicht, aber diese Kritik ist ohne Frage wohlverdient.

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Zu den Anschuldigungen seitens der Autonomen Antifa Kärnten/Koroška bleibt mir noch kurz zu sagen: gerade in linken Kreisen sollten Flyer wie diese auf den Grundgedanken des Zieles, die sich eine Antifaschistische Aktion gesetzt hat, aufbauen – d.h. man sollte im Großen und Ganzen ein vereinbartes Bild über das Thema Sexismus als Voraussetzung dafür, einen solchen Flyer zu lesen, vorweisen können, um überhaupt in der Lage zu sein, dessen Inhalt einerseits und zugegebenermaßen als kleinen Kritikpunkt aufzunehmen, sich aber nicht in seinen Grundwerten bedroht zu fühlen und wiederum verbale Äußerungen zu tätigen, die eines erwachsenen Menschen unwürdig sind – übrigens: für Burschis hab ich diesen Flyer bestimmt nicht gedruckt und deren Meinung dazu interessiert mich auch gar nicht.

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Den "Kampf der Geschlechter" mit den Waffen der Gewalt führen nur die selbsternannten Krieger_innen. Ich und die Mitglieder der lokalen, kleinen und kriegsunwilligen Antifa Hermagor/Šmohor haben die Waffen längst verschrottet und lachen über militante, menschenverachtende Strukturen in linken und rechten Kreisen.

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Gegen den Krieg und für den friedlichen Dialog zwischen Mann und Frau!

Gegen jedwede Form des Sexismus!

Sexismus basiert auf geschlechtsunspezifischen Problemen.

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Denn da einige der Antifa Kärnten/Koroška offenbar die Definition des Sexismus nicht zu kennen scheinen, mach ich mir die Arbeit, sie aus Wikipedia zu zitieren: „Unter Sexismus versteht man die Diskriminierung oder Unterdrückung von Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit.“ (de.wikipedia.org/Sexismus)

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Stellt euch vor, es ist Krieg – und niemand geht hin.

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J.M.R., 08. November 2009

Monday, October 26, 2009 
Die Misandrie (griech. „Männerhass“) wird durch eine feindselige und stereotypische Haltung gegenüber Männern definiert und stellt eine Form des Sexismus dar, der durch gezielte Diskriminierung gegen Männer offen und ungerechtfertigt betrieben und durch den Prozess des Gender-Mainstreamings zu legitimieren versucht wird.

Das destruktive, misandristische Verhalten nährt den „Kampf der Geschlechter“, der in dieser Form nicht weiter existieren darf! Trotzdem die Emanzipation der Frau noch ausbaufähig ist: die Misandrie im speziellen scheint sich seit einiger Zeit immer weiter auszubreiten und wird von eingeschüchterten Männern oft kritiklos hingenommen, um nicht als frauenfeindlich zu gelten – dieser Gestalt des missglückenden Dialoges zwischen den Geschlechtern gilt es nun, eine neue Form zu geben.

Für ein friedvolles Miteinander zwischen Mann und Frau!
Gegen den radikal-feministischen Konsens!
Gegen den „Kampf der Geschlechter“!
Stopp dem Sexismus!
Stopp der Misandrie!


Zum Flyer: 1
Sunday, September 20, 2009 
Die Medienrevolution innerhalb der österreichischen Neonazi-Szene hat ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden. Die Texte, die an rassistischen und homophoben Gedanken und Äußerungen kaum zu überbieten sind, bilden einen Teil des neuen, „nationalen Widerstandes“. Die BetreiberInnen von Alpen-Donau.info, die durch die Speicherung der Daten auf einem amerikanischen Server angeblich „nicht ausgeforscht werden können“ und sich vorerst weiter hinter der Maske der Anonymität verstecken dürfen, ließen es sich hinsichtlich des am 20. September 2009 in Klagenfurt stattgefundenen Ulrichbergtreffens nicht nehmen, im Vorfeld dazu Hauptakteure der Kärntner Linken und Gegner – GAJ Kärnten, Antifa, Kommando R.O.S.A., AK gegen den Kärntner Konsens – zu „beleuchten“ und ihrem interessierten Publikum zu präsentieren: und das gleich – selbstverständlich rechtswidrig, wie alles andere auf dieser Seite auch – mit persönlichen Daten, Fotos und Wohnadressen der jeweiligen Betroffenen!

Bezogen auf den Vortrag „Kärnten und seine rechts-revisionistische Gedenkkultur“ am 17. September 2009 in der Stadtbibliothek Hermagor also nicht verwunderlich, wenn der Vortragende des „AK gegen den Kärntner Konsens“ anwesende Fotografen und Reporter bittet, ihre Kamera für diesen Abend ausgeschalten zu lassen, denn „die Kräfte von Alpen-Donau.info durchforsten vor allem das Internet, um an die gewollten Daten Ihrer Gegner zu kommen“.

Eine umso bemerkenswertere Leistung der Betroffenen, sich ungehindert dieser Tatsache der aufkeimenden Neonazi-Szene trotzdem weiterhin aktiv in den Weg zu stellen.

Und was die Seite Alpen-Donau.info und ihre möglichen Unterstützer (oder gar Betreiber?) betrifft: Unter „Verweise“ gibt es unter anderem einen Link zur Internetpräsenz der FPÖ – was der FPÖ selbst, wie es aussieht, recht gut in den Kram zu passen scheint. Berechtigterweise unter Verdacht gezogen werden können wieder einmal der dritte Nationalratspräsident Graf und seine Schergen.

Gegen die Seite ist am besten sofort Anzeige zu erstatten.
Sunday, September 13, 2009 
Einladung zum Vortrag des AK gegen den Kärntner Konsens über Kärntens rechts-revisionistische Traditionspflege: das Ulrichsbergtreffen in Klagenfurt.

Wann? Am 17. September 2009 um 19:30 Uhr
Wo? In der Stadtbibliothek Hermagor
Was ist mitzubringen? Freunde, Familie, Diskussionsbereitschaft, Interesse :-)

Zu den Flyern: 1 | 2

Ausgerechnet zum 50-jährigen Jubiläum der bis dato ungehinderten, rechts-revisionistischen Traditionspflege der Kärntner Ulrichsberggemeinschaft kommt es dieses Jahr zum vorläufigen Zusammenbruch des umstrittenen Ulrichsbergtreffens – eine der bislang größten Gedenkveranstaltungen Europas, die Deckmantel ist für die Vernetzung und den Austausch von politisch-ideologisch klar zu positionierenden Zeitzeugen, Veteranen der Wehrmacht/Waffen-SS, Burschenschaftlern und Neonazis – und das in Begleitung und Unterstützung von PolitikerInnen fast aller Parteien sowie dem österreichischen Bundesheer. Doch seit dem 50-jährigen Bestehen des Treffens erteilen Verteidigungsminister Norbert Darabos, Bgm. Christian Schneider und LH Gerhard Dörfler dem Treffen und dem damit verbundenen Rechtsextremismus heuer erstmals eine klare Absage, die schlussendlich zur kompletten Auflösung des Ulrichsbergtreffens führt. Ein kleiner Sieg im Kampf gegen moralisch und historisch unvertretbare Kärntner Gedenkkultur – wäre da nicht die kurz nach der Absage herausgegebene Presseaussendung der FPÖ: Unter der Führung des FPÖ-Abgeordneten Jannach soll das Gedenktreffen schon dieses Jahr kurzfristig und provisorisch fortgesetzt werden… (dj)

Dieses Jahr feiert die Ulrichsberggemeinschaft ihr 50 jähriges Bestehen und somit traurigerweise ein halbes Jahrhundert ungehinderte rechtsrevisionistische Pflege von Opfermythen und NS Verherrlichung. Denn wenn sich Jährlich am Ulrichsberg in Kärnten/Koro?ka, Veteranen der Wehrmacht und Waffen SS zusammen mit Politiker_innen fast aller Parteien und Neonazis unter tatkräftiger Unterstützung des Bundesheeres treffen, geht es ihnen nicht um ein reines Toten- oder Friedensgedenken. Mit dem Gedenken an die gefallenen Kameraden aus den eigenen Reihen und an verschiedene Einheiten und NS Organisationen, wird ein positiver Bezug auf den Nationalsozialismus als Ganzen hergestellt. Das deren unzählige und unfassbare Verbrechen hier keine Erwähnung finden ist nur logisch, würde es doch einen positiven Bezug verunmöglichen. Stattdessen wird versucht die Verbrechen der Nazis mit anderen aufzurechnen, wie zum Beispiel mit jenen der Partisan_innen, um somit die Schuld zu minimieren und sich selbst als Opfer darzustellen.
Die Infoveranstaltung soll nicht nur über die historischen und aktuellen Entwicklungen des Ulrichsbergstreffens informieren, sondern auch die Rolle des österreichischen Bundesherres herausarbeiten, die Beteiligung von Neonazis an den Feierlichkeiten aufzeigen sowie den „Europagedanken“ der Kamerad_innen kritisch fassen und in den neurechten ethnopluralistischen Diskurs des „Europas der Völker“ integrieren. Und natürlich gibt es auch umfangreiche Infos über die diesjährigen geplanten Protestaktionen gegen das Ulrichsbergtreffen.
(AK gg. d. Kärntner Konsens)
Thursday, June 11, 2009 

Current mood:  adventurous
Hermagor ist ein Standort, der von seinem belebten Tourismus durch Gäste aus aller Herren Länder wirtschaftlich und folglich existenziell abhängig ist.

Die Tatsache, Repräsentanten der rassistischen, volksverhetzenden und ausländerfeindlichen FPÖ im Gemeinderat Hermagor das Mitspracherecht zu gewähren, steht daher im absoluten Widerspruch zur totalen Abhängigkeit des Gailtales von ausländischen Touristen und Gästen und zum friedlichen multikulturellen Zusammensein zwischen Österreichern und Touristen aus aller Welt während der Sommer- und Wintersaisonen.

Die Propaganda der FPÖ zu den kommenden EU-Wahlen hat uns eindeutig gezeigt, was die Vertreter dieser volksdeutschen Partei von unseren Urlaubsgästen (als auch von unseren Mitbewohnern mit Migrationshintergründen) halten – der antifaschistische Untergrund Hermagor/Šmohor fordert daher GR Steinwender zum sofortigen Austritt aus der FPÖ – oder aus dem Gemeinderat selbst auf – nicht, um die Meinungsfreiheit einzuschränken, sondern um dem Rassismus von Strache und seinen Marionetten endlich auch in Hermagor Widerstand zu leisten und den Mittelfinger zu zeigen!

Denn Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
So auch im Gailtal!

Die Hauptkommandozentrale des antifaschistischen Untergrund Hermagor/Šmohor

Mai, Juni 2009
Saturday, May 02, 2009 


Wednesday, April 29, 2009 
In der Berichterstattung der KRONE herrscht bekanntlich große Subjektivität - nicht etwa, weil die Berichterstattung in der KRONE wie in keiner anderen Tageszeitung auffällig hoch in Kolumnen von "Dichands Helfern" präsentiert wird, sondern diese KRONE-Kolumnisten selbst gar nicht daran denken wollen, dem Leser ihre Meinungen seriös und sittlich beizubringen.

Doch basiert diese "kronische", journalistische Rüpelhaftigkeit nur vordergründig auf dem Prinzip der Provokation - denn bei Geburtstagsglückwünschen an einem 20. April in Martins "In den Wind gereimt"-Gedichten oder gar Holocaust-Verniedlichungen in Richard Nimmerrichter's "Staberl"-Kolumnen ("Wer den Herrn Hitler überlebt hat, wird auch den Herrn Grosz überleben") ist der Zuständigkeitsbereich der Provokation längst nicht mehr vorhanden - denn Voraussetzung zur Bezeichnung einer Tat als Provokation bedarf es einer Pointe, die in diesen Fällen nicht bzw. wiederum in einem absolut aus dem Kontext gerissenen, vielmehr gar nicht vorhandenen Zusammenhang dargeboten werden.

Am 26. April 2009 schreibt Martin Wolf beispielsweise in seiner "In den Wind gereimt"-Reihe: "Das Ostgesindel, ohne Frage / ist unsrer Städte großer Plage / Ob sie nun Bettler, Räuber, Diebe / ob frech im 'Augustin'-Vertriebe (...)" (sic!) und beendet seine Zeilen mit dem Vers "Kein Wunder, wenn man Strache wählt". Neben seiner politischen Unflätigkeit ist Wolf Martin bekannt für seine lyrischen Angriffe gegen "schwule, linke Kirchenfresser" (28.07.1995) und "Gruppen von verrückten Schwulen" (10.09.1995)

Auch der Briefeschreiber "Jeannee", der täglich einer (prominente) Person in Zusammenhang mit aktuellen Geschehnissen einen Brief zukommen lässt (nebenbei könnte man aufgrund des Schreibstils und der Qualität der Briefe oft meinen, der Mann habe Ghostwriter im Volksschulalter angestellt) schreibt am 22.05.2008 an Eva Glawischnig:

"Frau Glawischnig: Nix gegen Ihre Vorliebe für die „Seitenblicke" und Ihr dort ab und an gezeigtes flaches Bäucherl (das allemal unterhaltsamer ist denn das Pilz'sche Giftverspritzen und die Van-der-Bellen¬Gähnerei), aber verschonen Sie uns fürderhin mit Ihrer Suderei (danke, Gusi) gegen Rassismus. Nicht sehr herzlich, Ihr Michael Jeannee"

Hans Dichand erkennt in einem Interview für den Film "Tag für Tag ein Boulevardstück": "Die sitzen daheim und schreib uns jeden Tag einen Leserbrief, wissen sie. Und ich finde das also wirklich sehr lustig, weil sie schreiben das ja umsonst, sie kriegen ja kein Honorar dafür. Nicht, also es sind Seiten, die uns nichts kosten auch noch."

Im September 2008 zeigt eine ÖVP-Statistik das Verhältnis zwischen Anzahl der Leserbriefschreiber und der tatsächlich im "freien Wort" erschienen Leserbriefe: 1812 Leserbriefe von nur 18 Schreibern, das ist das haarsträubende Ergebnis. Abgesehen von den Vermutungen, Hans Dichand und seine engsten Mitarbeiter stecken hinter diesen 18 Schreibern, sind es zumindest Meinungen von Menschen, die das ideologische Bild der KRONE widerspiegeln - Spitzenreiter dieser 18 Schreiber sind Franz Weinpolter, Helmut Kafka, Franz Köfel, Stephan Pestitschek und Johannes Abl, wobei der Name Franz Weinpolter jeden 2,2ten Tag in der Leserbriefecke aufscheint - er gilt als "Anwalt des kleinen Mannes" und thematisiert in seinen Briefen offenbar am liebsten Inhalte, die sich um Ausländer und Asylwerber drehen. "Da beklagt sich dieser Tage etwa ein 'Franz Weinpolter, Wien', den man nicht im Telefonbuch findet, anlässlich des Todes [von Seibane Wague] im Wiener Stadtpark, dass man "früher noch Neger sagen durfte' und der Tod des Afrikaners wieder einmal ein Grund 'für die links-grünen Gutmenschen (ist), den bösen Rassismus anzuprangern'." (taz.de)

Ein Leserbrief eines gewissen Alfred Hersch vom 08.03.08 hat folgende Worte zum Inhalt: "Wäre es früher möglich gewesen, dass drei Würstelstände nebeneinander aufgemacht hätten? Heute erlaubt man es den Kebabbuden-Besitzern, da man Angst davor hat, als Rassist bezeichnet zu werden. Ist das das Bild von Wien, das man in Zukunft haben will? (...)" Was der Verfasser dieses Briefes mit der Veröffentlichung seines Schreibens erreichen will, kann höchstens erahnt werden. Antwort darauf versuchte allem Anschein nach wiederum der "Dichter" Wolf Martin zu geben:

"Es leitet heutger Wertmaßstab sich direkt von den Nazis ab: Je mehr die was herabgesetzt, je höher wird es heut geschätzt. Und vieles sucht man zu vermiesen, nur weil auch Nazis es gepriesen." (21.03.09)

Angst vor der politischen Macht der Krone brauchen Österreicher nicht zu haben, schreibt Standard-Redakteur Eric Frey am 07.04.08. Doch abgesehen von der politischen Macht sollte man sich Gedanken über die ideologische Macht - hierfür findet das Wort "Propaganda" wieder ihre Anwendung - machen, die die KRONE auf ihre knapp drei Millionen Leser ausübt.

Franz Fucks