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Lichtenberg



Last Updated: 12/23/2009

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Thursday, November 05, 2009 
„Panzerkreuzer Potemkin“ ist einer der absoluten Klassiker der Filmgeschichte. Das berühmte Opus von Sergej 
Eisenstein wurde am 1. Dezember 1925 im Moskauer Bolschoi-Theater als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der 
russischen Revolution 1905 uraufgeführt. Die Handlung lehnt sich sehr frei an die tatsächlichen Ereignisse an, der 
Meuterei der Besatzung des Kriegsschiffs „Knjas Potjomkin Tawritscheski“ gegen die zaristischen Offiziere – für 
Eisenstein eine Tragödie in fünf Akten. Wiewohl ein Propaganda- Werk, wurde der Film begeistert aufgenommen 
und machte den Regisseur weltbekannt. „Panzerkreuzer Potemkin“ wurde mehrfach, unter anderem in den 
1950er-Jahren vom britischen Kinomagazin Sight & Sound, zum „besten Film aller Zeiten“ gekürt. 
 
Nun macht sich der Wiener Avantgarde-Veteran Franz Reisecker alias Lichtenberg daran, den Stummfilm neu zu 
vertonen. Die Bilder-Wucht, Dringlichkeit und Dramatik des Films – die in der berühmten Treppen- Szene im Hafen 
von Odessa ihren Höhepunkt findet – möchte Lichtenberg in einer zeitgemässen, elektronischen Tonspur 
widerspiegeln und verstärken. Tatsächlich kein Frevel: Sergej Eisenstein wünschte sich, daß jede Generation ihre 
eigene Musik zu seinem Film komponiert. 
 
Die erste genuine Komposition wurde von Edmund Meisel 1926 für die deutsche Fassung geschaffen; der Film war 
zuvor ohne Originalmusik, mit Zusammenstellungen aus Werken klassischer Komponisten wie Beethoven und 
Tschaikowski, aufgeführt worden. Seither entstanden unterschiedlichste Fassungen, die bekannteste unter 
Mitwirkung der Pet Shop Boys. 1950 komponierte Nikolai Krjukow die Musik für eine Neufassung des Films. 1976 
wurden für eine in der Sowjetunion restaurierte Fassung, die sogenannte „Jubiläumsfassung“, Ausschnitte aus 
Sinfonien von Schostakowitsch verwendet.  
 
„Panzerkreuzer Potemkin“ zählt zum Bewegendsten und Wertvollsten, was das unendliche Menschheitsarchiv 
Internet an Fundstücken birgt“, so Reisecker. „Ich finde zunehmend Interesse daran, Töne und Klänge entlang 
einer vorgegebenen Abfolge von Bildern, Geschichten und Spannungsbögen aufzurollen. Die grossen Werke der 
Stummfilmära faszinieren mich da besonders“. 
 
Lichtenberg erscheint unter diesem Blickwinkel als besonders trefflicher Künstlername. Als vielseitiger Gitarrist war 
Franz Reisecker bereits bei Bands wie den Occidental Blue Harmony Lovers, dem Orchester 33 1/3 oder Trio 
Exklusiv tätig. Das Projekt Lichtenberg bietet dem Musiker die Möglichkeit, sich ganz und gar seiner Vorliebe für 
elektronische Klänge zu widmen. „Reisecker ist zudem ein Meister darin, sich ständig neu zu erfinden und seine 
Fühler nach neuen Herausforderungen auszustrecken“ (MICA). Insofern darf man gespannt sein, was ihm zu einer 
schier übermächtigen Vorlage wie „Panzerkreuzer Potemkin“ – live und frisch auch auf DVD – einfällt. 

Thursday, July 30, 2009 
Disography

1992: Occidental Blue Harmony Lovers       LP: Kampf die Kraft / Gash Rec.
1994: Mastalsky                                                 CD: Tonic / Gash Rec.
1995: Mastalsky / The Same                           CD: Fm95 / GiG Rec.
1997: Mastalsky                                                 CD: Superstore / Gash Rec.
1997: Lichtenberg                                              CD: Music For Refreshing The Systems/PDNRec.
1997: Franz Reisecker                                      CD: Picknick mit Hermann / Rhiz
1997: Orchester 33 1/3                                      CD: Orchester 33 1/3  / PND&Rhiz
1998: Lichtenberg  / Happy                              CD: Mastalsky Remix / Klein Rec.
1998: Orchester 33 1/3                                      CD: Maschine Brennt / Charizma
1998: Orchester 33 1/3                                      CD: Steirischer Herbst 98 / ORF
1999: Lichtenberg                                              CD: Vacation / Klein Rec.
1999: Lichtenberg / Drink my Destille             CD: 13 Statements Werk / Charhizma
2000: Lichtenberg /Hyenas&Maust.               CD: VWSF-01/00 / Soundfondation
2000: Lichtenberg                                              CD: Five Lives / Klein Rec.
2001: Lichtenberg / Dr. No vs   Mr. X              CD: Homegrown Loft / Tribe Club
2001: Trio Exklusiv / Jacksons Tune              CD: Homegrown Loft / Tribe Club
2002: Lichtenberg / 5 Lives                              CD: Ikarus Filmmusik / INK & Monkey
2002: Trio Exklusiv                                             CD: Trio Exklusiv / Geco Tonwaren & Hoanzl
2002: Trio Exklusiv / Dry Angel                        CD: Fm4 Soundselection7 / Intonation
2003: Fritz Ostermayer ( Recordings )            CD: Kitsch Concrete / Mego  
2003: Lichtenberg                                              CD: Flimmern / Pate Rec.
2003: Trio Exklusiv / Teguise                           CD: Fm4 Soundselection9 / Universal
2004: Trio Exklusiv                                            CD: The Value Pack / Universal
2005: Franz Reisecker / Südpol                     CD: FAQ Soundtrack / Dukoshop
2005: Franz Reisecker / Deepdaun               CD: Dog2 Attwenger Remix / Trikont
2005: Trio Exklusiv                                            CD: International Standards / Universal
2007: Lichtenberg                                             CD: Dont Let Them Down / Schiff Ahoi*
2007: Lichtenberg                                             CD: As Happy As I Can  / Schiff Ahoi*
2007: Trio Exklusiv / Time To Feel                 CD: Gut&Böse 30 Jahre Falter / Universal
2008: Lichtenberg / Am Fluss                         CD: Fm4 Soundselection 18 / Sony Bmg
2009: Lichtenberg / Panzerkreuzer               DVD: Monkey Records

Thursday, July 02, 2009 
Lichtenberg vertont Walther Ruttmann Berlin: Die Symphonie der Großstadt
Am 26. Juni erfährt der Filmklassiker „Berlin: Die Symphonie der Großstadt" in der Kunsthalle Karlsplatz eine höchst interessante Neuinterpretation durch den Avantgarde-Veteran Franz Reisecker alias Lichtenberg. Der Wiener Elektroniker schickt sich an, den experimentellen Dokumentarfilm von Walther Ruttmann aus dem Jahr 1927 akustisch in ein ganz neues Gewand zu hüllen, um es in einem neuen zeitgemäßen Licht erstrahlen zu lassen.
 
Hinter dem Namen Lichtberg verbirgt der in der heimischen Musikszene gar nicht mehr so unbekannte und zugleich sehr umtriebige Franz Reisecker. Als vielseitiger Gitarrist war er bereits bei Bands wie den Occidental Blue Harmony Lovers, dem Orchester 33 1/3 oder dem Trio Exklusiv tätig. Das Projekt Lichtenberg bot dem Musiker schließlich die Möglichkeit, sich ganz und gar seiner Vorliebe für elektronische Klänge zu widmen. Mit einem deutlichen Hang zum Experiment gelang es dem musikalischen Freigeist seinen ureigenen Sound stetig weiter zu entwickeln.
Franz Reisecker ist zudem ein Meister darin, sich ständig neu zu erfinden und seine Fühler nach neuen Herausforderungen auszustrecken. Dabei hilft ihm mit Sicherheit seine ausgeprägte Offenheit gegenüber unterschiedlichsten Genres und Kunstformen. Ob die Einflüsse nun aus dem Rock, des Pop oder der Elektronik stammen, der Wahlwiener schafft es fast spielend alles unter einen Hut zu bringen, ohne dabei auch nur einen Moment gekünstelt zu wirken. So darf man auch durchaus gespannt sein, wie Reisecker die Vertonung des Dokumentarfilm „Berlin: Die Symphonie der Großstadt“ anzulegen und in welch akustisches Gewand er diesen Klassiker der Filmgeschichte zu hüllen gedenkt.
Nicht selten haben bereits andere MusikerInnen unter Beweis gestellt, dass die Kombination aus Musik und Stummfilm bestens funktionieren kann. „Berlin: Die Symphonie der Großstadt“ beschreibt einen Tag in der Großstadt Berlin, welche in den 1920er Jahren einen industriellen Aufschwung erlebte. Walther Ruttmann beleuchtet in seinem Dokumentarfilm die Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu dieser Zeit mit dem Ziel,  Berlin als lebenden Organismus darzustellen. Ruthmann verpasste dem Film durch seine damals ungewöhnliche Schnittfolge eine Analogie ähnlich einer Sinfonie. (mt)
"Berlin. Die Sinfonie der Großstadt", 1927 © Eva Riehl

Tuesday, June 10, 2008 
OUR ALBUM ''AS HAPPY AS I CAN'' IS ALBUM OF THE WEEK
ON RADIO FREE FM/DE ***
Monday, January 07, 2008