http://www.dj-blog.com/?cat=9I was asked for an interview and heres the result.
attention here - its in german language. 
Shak Digital - House Music wie sie war und wie sie sein sollte
Kaum ein anderes Label in Deutschland released so viele EPs im
Musikstil “Jackin House” wie Shak Digital. Vielleicht spielt es in
unserer globalisierten Welt keine Rolle mehr, ob ein Label direkt aus
Chicago oder aus Deutschland agiert. Bei Shak Digital haben schon viele
internationale Künstler ihre Musik released: The Sound Diggers, JR From
Dallas, Erik Bo, Quirk Burglars, Tracy Cooper, Sun City Hustlers, Tom
Drummond - um nur ein paar zu nennen.
Rick Neumann, Produzent, der Labelchef von Shak Digital Records,
Shak Street und Shaker Plates erzählt uns, wie das Label entstanden
ist, von seinen eigenen Produktionen und welche Zukunftspläne er hat.
Deutsche DJs und Produzenten im Bereich Deep, Jazzy, Jackin und Funky House sind rar. Wie kam es zur Gründung von Shak Digital?
Ich habe quasi aus der Not eine Tugend gemacht, denn als
ich 2005/2006 meine ersten selbstproduzierten Stücke fertig hatte, hab
ich diese natürlich auch meinen Favorit-Labels zur Veröffentlichung
angeboten. Jedoch wollte keines diese aus heutiger Sicht zwar
infantilen aber charmanten Stücke veröffentlichen.
Im Endeffekt hab ich die Sache dann selbst in die Hand genommen und
meine Stücke mit zusätzlichen Remixen von befreundeten Künstlern beim
amerikanischen digital vertrieb
stompy.com veröffentlicht und so wurde
Shak Digital, ursprünglich als Vertrieb für meine eigenen stücke
gedacht, im Sommer 2006 geboren.
Weitere Vertriebe wie Beatport und Traxsource folgten bereits wenig
später und aufgrund der ersten Erfolge erhielt ich Anfragen von anderen
Künstlern auf meinem Label zu veröffentlichen.
Wenig später sind dann meine eigenen Produktionen mehr und mehr in
den Hintergrund geraten und Shak Digital etablierte sich als reines
Label.
Wie hast du es geschafft, einige der besten Jackin House
Produzenten unter Vertrag zu nehmen? Verrätst du uns dein Erfolgsrezept?
Erfolg kann man leider nicht planen und auch nicht erzwingen.
Mit „Shak“ biete ich Talenten ein Sprungbrett in den Focus, indem
ich Songs von teils vollkommen unbekannten Künstlern mit Remixen von
bereits seit 10 und mehr Jahren etablierten Acts veröffentliche.
Damit erhalten ihre Produktionen bedeutend mehr Beachtung und es
macht sie natürlich auch stolz gemeinsam auf einer Veröffentlichung mit
Szenegrößen wie James Curd oder Da Sunlounge zu sein.
Künstler wie Erik Bo aus Frankreich, der in den letzten 15 Monaten
richtig durchgestartet ist, und auch Tom Drummond aus Australien haben
zum Beispiel auf Shak Digtal ihr Debut gegeben und werden jetzt von
anderen Labels massiv gesignt und starten ihre eigenen Labels.
Und trotzdem vielen jetzt die Türen geöffnet sind, kommen die
Künstler gern zu meinem Label zurück, was dann für mich wiederum
Bestätigung ist vieles richtig gemacht zu haben.
Jedoch habe ich mittlerweile Probleme die zahlreichen Releases
zeitnah zu veröffentlichen, weshalb mir seit diesem Frühjahr das „Shak
Street“ Label fortan dabei hilft.
Warum hast du zusätzlich zu Shak Digital und Shak Street auch noch Shaker Plates gegründet?
Nun Shaker Plates bewegt sich auf vollkommen anderem
Terrain wie die beiden „Shak Labels“ und fungiert auch unabhängig von
ihnen.
Mit Shaker Plates habe ich bereits 2 Vinyls veröffentlicht, die mehr in den „techhousigen“ Bereich zielen.
Stücke, die glaube ich von dem Shak Digital und Shak Street Käufern nicht unbedingt favorisiert werden.
Allerdings ist Shaker Plates auf dem besten Wege sich auf dem
härteren Vinylmarkt zu etablieren und ich bin schon heute sehr
gespannt, wie die nächste scheibe mit Sascha Braemer und Lopazz
Beteiligung angenommen würd. Für die Jackin Freunde sei erwähnt das
Nick Maurer, der Sänger der Greenskeepers Band an den Vocals zu hören
sein würd.
Jackin House ist in Deutschland sehr unbekannt. Und das
obwohl die Musik hier sehr gefragt ist! Wenn ich auf Partys auflege,
werde ich immer und mehrmals gefragt: Von wem ist der Track denn? Und
nach meiner Antwort folgt immer ein erstauntes: “Von dem hab ich noch
nie was gehört”. Glaubst du, dass sich der Musiktrend in Clubs sich in
Zukunft von Minimal/Electro wieder in die Richtung Deep, Jazzy, Jackin
und Funky House bewegen wird?
Ich glaub ja. Speziell in diesem Jahr sind viele Minimal
Produktionen mit organischen Samples, sprich Saxophon oder ähnlichem
veröffentlicht wurden. Was bei DJs und Partygängern den Horizont zu
mehr Chicago beeinflusstem House wieder geöffnet hat. Nicht ohne Grund
werden mittlerweile Chicago DJs wie Derrick Carter oder Sneak wieder
regelmäßig in Deutschland, der Minimalhauptstadt, gebucht und diese
Partys sind gerammelt voll.
Allerdings wunder ich mich auch immer wieder wie wenige, für mich
hochrangige, Produzenten und DJs in Deutschland bekannt und anerkannt
sind.
Welche Zukunftsvisionen hast du, wenn du an deine Labels und deine eigenen Produktionen denkst?
Für meine eigenen Labels hab ich eigentlich nur das Ziel
die Qualität hoch zu halten und gleichzeitig dabei den Spaß an der
Sache nicht zu verlieren. Für meine eigenen Produktionen bin ich
zurzeit voll und ganz auf Kollaborationskurs und es werden in naher
Zukunft auch wieder Tracks mit meiner Beteiligung erscheinen.
Da wäre zum einen die bereits erwähnte nächste Shaker Plates platte
und dann ist da noch ein Projekt namens Johnny Karton in den
Startlöchern. Johnny ick grüß dir hiermit!
Vielen Dank für das Interview!
Weitere Infos zu Rick Neumann und den Labels: