Oblivion - Metal and Gothic Magazine
Bereits
mit „Belle Epoque“ konnte der Kanadier Glenn Love positiv auf sich
aufmerksam machen, nur schade, dass das Album seinerzeit ein wenig in
dem Veröffentlichungswahn untergegangen ist. „Crypthesthesia“ ist die
musikalisch konsequente Fortführung jenes Albums, alleine mit dem
Unterschied, dass sich Glenn Love nicht mehr ganz so vehement zwischen
alle elektronischen Stühle
setzen, sondern ihre musikalischen Konturen geschärft haben und nun
konsequent auf elektronische und stets tanzbare Düsterhymnen setzen.
Brillant dabei, dass es Glenn Love mit einfachsten musikalischen
Mitteln gelingt Songs zu erschaffen, die gnadenlos ins Ohr und ins Bein
gehen
und keinerlei Anstalten machen, sich wieder zu verlieren. Bestes
Beispiel hierfür sind „Sagt mir wo“ und das unmittelbar nachfolgende
Titelstück, die mit ihren einfachen aber effektiven Rhythmen und den
nachhaltigen Melodien, die häufig durch eine leicht angezerrte Stimme
charakterisiert werden, dauerhaft im Ohr bleiben und jeden Tanzboden
zum Brennen bringen. War „Belle Epoque“ - bei aller Klasse – noch von
vielfältigen musikalischen Einflüssen geprägt, so beweist
„Crypthesthesia“, dass auch die Reduktion auf „weniger“ durchaus „mehr“
sein kann. Ein grossartiges Album, dass für Freunde elektronischer
Kunst ohne Frage eine Bereicherung darstellt.
9/10 - MK
Link:
http://www.obliveon.de/pn-om/
BI Musix Best of Musik
Sound: 9 von 10, Booklet: 9 von 10, Laufzeit: 7 von 10, Spezials: 7 von 10, Gesamtbewertung: 8 von 10
Insidern unter uns, dürfte er mittlerweile kein Unbekannter mehr sein:
Glenn Love. In früheren Zeiten agierte der Kanadier eher in Richtung
Rave. Mittlerweile berauscht er jedoch die Sparte Dark
Electro/Industrial, wobei man es noch deutlich heraus hören kann, dass
er einst in den Gefilden des Ambient und Celtic Folk zugegen war. Das
Ergebnis kann sich hören lassen, denn diese Mischung ist nicht nur
hochexplosiv, sondern auch ein zündender Stoff, der jedes
Electro-/Industrial-Herz höher schlagen lässt.
Mit “Cryptethesia“ liegt mir eine Scheibe vor, die es in sich hat.
Irgendwie schrill, schräg und doch etwas Besonderes, etwas vollkommen
Neuartiges. Glenn Love versteht es eben, durch angenehme Rhythmen und
clubtaugliche Beats zu begeistern.
Erstmals macht Glenn Love auch von seiner Stimme Gebrauch. Und dies
sowohl in deutsch (”Schnee von gestern“ und “Sagt mir wo“) als auch
in english please, was dem Gesamtkonstrukt noch ein Stück
Persönlichkeit verleiht. Seine Tracks untermalt er mit dem ein oder
anderen Sprachsample. Knallharte Beats gepaart mit einer gehörigen
Prise fetter Basslines. Unnachgiebig knallt er uns mit seinen zehn
Titeln gellende, jedoch angenehme Sounds um die Ohren. Die einzelnen
musikalischen Elemente harmonieren miteinander und man empfindet, dass
hier eine gewaltige Portion Feinfühligkeit dahinter steckt!
Dass Glenn Love auch ruhiger kann, zeigt er mit den beiden letzten
Songs “River“ und “Outskirts“. Die Scheibe nimmt somit ein
milderes Ende, hat dennoch bis zum Ausklang nichts an ihrer
Brachialität verloren.Alles in Allem ist die Scheibe zwar fast durchweg im selben Rhythmus
komponiert, allerdings hat jeder einzelne Song seine ganz persönliche
Note. Dieser Stoff ist mit Sicherheit nicht nur etwas für die
Tanzflächen, sondern auch etwas um zu Hause in Fahrt zu kommen.Anspieltipps: “Schnee von gestern, Cryptesthesia, River.
link:
http: //www.b1musix.de/?p=2182#more-2182
Terrorverlag Alternative Music Webzine
Kanada ist eher als das Land der „unendlichen Weiten“ und Holzfäller
bekannt. Aber auch einige Dark-Electro-Projekte wie ASSEMBLAGE 23 oder
die EBM-Legende FRONT LINE ASSEMBLY stammen aus dem hohen Norden. GLENN
LOVE ist in unseren Gefilden eher weniger bekannt. Das könnte sich mit
seinem gerade erschienenen dritten Album „Cryptesthesia“ und
zahlreichen Live-Performances in Europa ändern.
Waren die ersten Scheiben noch vermischt mit Elementen aus Trance,
Ambient und sogar der keltischen Musik, ist „Cryptesthesia“ ein reines
Dark-Electro-Album mit stampfenden Beats, durchweg tanzbaren Rhythmen,
auflockernden Trance-Melodien und verzerrtem Gesang geworden. Typisch
für diese Art Musik. Aber gut gemacht und viele der Tracks haben
durchaus das Potenzial, sich auf den heimischen Dancefloors zu
etablieren. Musikalisch kann Mr. Love locker mit Combos wie SUICIDE
COMMANDO oder WUMPSCUT mithalten. Auch in Kanada hat man das große
Potential der deutschen Dark-Elektro-Szene erkannt. GLENN LOVEs neues
Album erscheint wie schon der Vorgänger auf dem deutschen Label
Sonic-X, einem Sublabel von Danse Macabre, auf dem unter anderem
natürlich auch DAS ICH zu Hause sind. Zudem sind einige der Tracks auf
Deutsch gesungen.
Aus dem Einheitsbrei vieler Dark-Electro-Bands sticht GLENN LOVE
jedenfalls weit heraus. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass der
Kanadier seine Musik nicht unter haufenweise Samples versteckt. Dass
Glenn auf „Cryptesthesia“ erstmals seine Stimme zum Einsatz kommen
lässt, ist ebenfalls sehr förderlich. Zusammenfassend ist das
vorliegende Album ein gelungenes Werk mit vielen potentiellen Hits.
Bleibt zu hoffen, dass diese auch ihren Weg in die „schwarzen Clubs“
finden. Denn genau da gehören sie hin und weniger in den heimischen
CD-Player.
link:
http://www.musik.terrorverlag.de/rezensionen.php?select_cd=7933
Northern Gothics Webzine
Dunkle
elektronische Musik aus Kanada? Da schnalzen Kenner doch gerne mit der
Zunge. ASSEMBLAGE 23 und natürlich FRONT LINE ASSEMBLY seien nur
stellvertretend für viele ausgezeichnete und erfolgreiche Acts aus
Nordamerika genannt. Dagegen ist der Musiker GLENN LOVE bislang
hierzulande weniger bekannt. Wer nicht gerade ein Insider der
Electro-Ambient-Szene ist dürfte bislang mit dem Namen wenig anfangen
können.
Das
Label Sonic-X schickt sich nun an, diesen unhaltbaren Zustand zu ändern
und schickt 'Cryptesthesia' ins Rennen. Dies ist bereits das dritte
Album des Kanadiers. Das Debüt 'Cruel Utopia' (2001) fand vor allem in
seiner Heimat Beachtung. Der Zweitling 'Belle Epogue' (2006) verschob
die musikalischen Koordinaten des Künstlers mehr hin zu Dark Electro,
wobei auch Einflüsse aus Neo-Folk, Trance und Ambient hörbar waren.
Diesen Weg beschreitet GLENN LOVE auch mit 'Cryptesthesia' konsequent
weiter. Allerdings ist von Ambient nicht mehr übrig geblieben. Strictly
Dancefloor-orientiert gibt die Scheibe mächtig Gas. Erstmals sind hier
deutliche Industrial-Elemente hörbar. Die Leichtigkeit des Trance
schimmert bisweilen noch durch, aber überwiegend geht es schon sehr
treibend-aggressiv zu Werke. Dark-Rave im besten Sinne? Ja, zumal Herr
Love erstmals auch mit Gesang (teilweise sogar in deutscher Sprache)
arbeitet. Dieses Stilmittel gibt den Tracks noch mehr Tiefe und spricht
für das Bemühen, den zehn Songs der Scheibe ein individuelles Gesicht
zu verleihen.
Dark-Electro ist ja mitunter sehr stupide und so mancher Act versucht,
durch einen Sample-Overkill etwas Abwechslung in das Rythmus-Gewitter
zu bringen. Solcher Hilfsmittel muss sich GLENN LOVE
jedoch nicht bedienen. Die Titel sind abwechslungsreich genug und der
Kandier versteht es vortrefflich, genug offene und versteckte (diese
entdeckt man allerdings erst nach mehrmaligem geduldigen Durchhören)
Gimmicks in das Album einzubauen.
Seine Roots aus Ambient und Celtic Folk treten dabei allerdings kaum
noch zu Tage. man muß schon sehr aufpassen, um das eine oder andere
Fragment dieser Spielarten zu entdecken. Aber in erster Linie ist dies
auch kein Album zum Hören, sondern entfaltet seine Stärken eindeutig im
Clubeinsatz.
Diese Lebensberechtigung wird auch nicht durch die vergleichsweise
ruhigeren Tracks auf dem Album wie 'Nuit Musee' oder 'Cryptesthesia'
geschmälert, die dennoch gut funktionieren.
GLENN LOVE macht Musik für die späteren Stunden im ambitionierten Club
- wenn die Hits 'abgearbeitet' sind und DJ und Publikum noch Lust auf
etwas Neues und Innovatives haben. Und genau in diesen Neugierigen
dürfte 'Cryptesthesia' auch die Zielgruppe finden, die das gelungene
Output des Nordamerikaners gebührend zu goutieren weiß.
Mein Fazit: An der breiten, nur durchschnittlich
interessierten Masse wird dieses Album leider als eines von vielen
Electro-Alben vorbei gehen. Zu erwähnen sei letztlich noch, dass die
Scheibe in Deutschland, nämlich im saarländischen TS-Musix-Studio
produziert und gemastert wurde. Ob dieser Heimvorteil was nützt? Man
wird sehen...
Link:
http://www.northern-gothics.de/index.php?option=com_content&task=view&id=592&Itemid=139
DarkSound
Glenn
Love tritt mit seinem dritten Longplayer „ Cryptesthesia“ in die
Fußstapfen des Dark-Electros und Industrials, ohne seinen bisherigen
Weg des Ambient und Celtic Folk gänzlich zu verlassen. Und was dabei
herauskommt, kann sich getrost auch in der Schwarzen Szene hören
lassen. Mit „Cryptesthesia“ beweist dieser ehrgeizige
Underground-Künstler aus Toronto (Kanada), dass er auch elektronische
Industrialmusik arrangieren kann. Die Tracks erklingen fließend und
unbeschwert aus den Boxen.
Durchgehend ertönen eindringliche und
beachtlich komponierte Melodien, welche vereint mit den rhythmischen
Beats harmonieren. Besonders auffällig bei „Cryptesthesia“ ist, dass
Glenn Love erstmalig eigene Vocals zum Einsatz bringt und das sowohl in
englisch als auch in deutsch ('Schnee von gestern' und 'Sagt mir wo').
Auch der ein oder andere Sprachsample macht sich hier und da bemerkbar.
FAZIT:
Damit hat Glenn Love wirklich ein feinsinniges Album geschaffen,
welches meiner Meinung nach auch die Leistung aufbringt, die Clubs zu
erobern. Jedoch könnte Glenn Love in Zukunft etwas mehr Abwechslung
einbauen und diesem typischen Sound noch etwas mehr Eigensinn verpassen.
Anspieltipps: 'Death Desire', 'Schnee von gestern', 'Nuit Musee', „Hang on“
Link:
http://www.darksound.eu/topMusic-op-album-idartist-275-idalbum-312.html