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Last Updated: 12/1/2009

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Status: Single
City: Berlin
State: Berlin
Country: DE
Signup Date: 11/6/2005

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February 28, 2009 - Saturday 

Current mood:  catalyzed


http://soundcloud.com/we-are-on-air/we-are-on-air-...

1. Makala feat. Nacion Funk Allstars: Cartoon Tune / Lovemonk
2. Nat King Cole: Day In Day Out (Cut Chemist Remix) / Capitol
3. Lucinda Slim & The Lonestars: All This Time / Melting Pot Music
4. Simon S: A Free Soul / Soulclap
5. Grand Pianoramax feat. Celena Glenn & Spleen: The Hook (Rogall meets m.path.iq Remix) / ObliqSound
6. Mocky: Golden Dream / Crammed
7. Intrusion with Paul St. Hilaire: Little Angel / Echospace
8. Salvatore Agrosi: Spirit (Lars Behrenroth Space Valley Mix) / Deeper Shades Of House
9. Langenberg & Manuel Tur: Silk Drive / Freerange
10. Mulatu Astatke & The Heliocentrics: Masengo / Strut
11. Charles Spearin: Vittoria / Arts & Crafts
12. Dr. Lazerlyde: What That Do / Lamadameaveclechien
13. Messer Für Frau Müller: Zorros Mummy / Solnze Records
14. Sal Davis: Makino / Counterpoint
15. Jackson Sisters: Miracles / Tiger Lily
16. The Dynamics: Miracles / Big Single
February 18, 2009 - Wednesday 

Category: Parties and Nightlife

Hosted By:
m.path.iq (new forms / we are...)

When:
Saturday, February 21, 2009

Where:
Lovelite
Simplonstr. 38/40
Berlin
10245

Description:
sneaky live! djs marc hype, rogall & m.path.iq on 2 floors

Click Here To View Event
February 11, 2009 - Wednesday 

Current mood:  talkative
Compact Disc

Mulatu Astatke & The Heliocentrics
Inspiration Information
Strut
040CD
!K7
20.03.09

Der dritte Anlauf der Inspiration Information Serie wartet wieder mit einem wahren Highlight auf: Die äthiopische Legende Mulatu Astatke trifft auf Stones Throws Heliocentrics. Und schon der Beginn mit weinerlich schönem Gesang, psychedelischem Gedengel und gelegentlichen HipHop-Beats, die von einer verzerrten Gitarre konterkariert werden, zeigt, dass wir es hier nicht mit einer gewöhnlichen Hörerfahrung zu tun haben. Es ist eine mutige Platte geworden, die von ChaCha bis Sun Ra alles amalgamisiert, was sie im Äther findet. Dabei treffen schräge Nummern für Nerds auf fast schon mehrheitsfähige Songs; nicht alles überzeugt sofort, doch mehrmaliges Hören verändert die Wahrnehmung. Ein sehr spannendes Projekt.

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Compact Disc

Dusty
Keep It Raw
Jazz&Milk
JM CD 003
Our

Wäre Quantic etwas älter, würde ich sagen, es wüchse uns hier einer nach. Doch Christian ‚Dusty’ Döpke mit dem britischen Tausendsassa auf eine Stufe zu stellen, wird beiden nicht ganz gerecht. Dusty hat für sein erstes Album definitiv länger gebraucht, hat dafür aber mit mehr Bedacht gearbeitet. Und man kann auf ‚Keep It Raw’ eine Entwicklung nachvollziehen, die sich bei Will Holland über Alben ablesen lässt: Von samplebasierten Funk-Breaks aus dem Computer hin zum vermehrten Einsatz analoger Mittel und diverser Gastmusiker. Auch der Sound öffnet sich auf ähnliche Weise: Latin und Jazz kommen hinzu. Der Münchner hat sich seit seinen sensationellen ersten 12“s, die hier nicht fehlen, so weit entwickelt, dass er in der Lage ist, ein echtes Album mit Spannungsbogen inklusive Ballade zu schaffen. Vinylisten werden den Dusty-Progress auf der ‚Keep It Raw EP’ und der aktuellen ‚An Exotic Breed’ nachvollziehen. Superb.

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Compact Disc

Tosca
No Hassle
G-Stone / !K7
!K7
240CD
17.04.09

Richard Dorfmeister und Rupert Huber haben es nicht eilig. 4 Alben in 15 Jahren sind nicht gerade viel. Umgedreht kann man ihnen nicht vorwerfen, sie hätten zuviel Beliebiges veröffentlicht. Womit wir beim Thema wären: Ihr neuestes Album ist erneut unverkennbar Tosca von den ersten Sounds an. Wer also bahnbrechend Neues der Wiener erwartet, wird enttäuscht. Dafür funktioniert das Album als Ganzes absolut hervorragend, weil es nicht den Versuch wiederholt, auch den Dancefloor zu bedienen. So gesehen ist ‚No Hassle’ eher wieder wie ‚Opera’ geworden; eine Klangtapete mit Langzeitwirkung. So tot wie der klassische Wiener Sound gesagt wird, so lebendig ist er hier wieder. Man muss allerdings ein gewisses Maß an Zeitlosigkeit erreichen und das konservieren die Beiden erneut ganz entspannt – und eben nicht beliebig. 

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Compact Disc

Nat King Cole
Re:Generations
Capitol
EMI
06.03.09

Eigentlich ist es ein Wunder, dass sich jetzt erst konzertiert des Vermächtnisses von Nat King Cole angenommen wird. Leute wie The Roots, Amp Fiddler, Will.I.Am, Brazilian Girls oder Cut Chemist hätten das auch früher gern getan. Von Letzteren stammt auch das Highlight. HipJazz, der swingt als wäre er für Cole gemacht worden. Gegenbeispiel sind aber etwa Nas und die Gebrüder Marley, die lieber nicht blind dazwischen gerappt hätten und so wie Anfänger klingen. Auch die Roots bekommen den Style-Crossover nur bedingt hin. Dagegen klingt das postume Duett mit Bebel Gilberto viel homogener. Die Auswahl der Remixer lies aber eh kein rundes Ergebnis zu. So ist hier bei weitem nicht alles Gold, was glänzt. Weitere Highlights von Cee-Lo und Bitter:Sweet machen das Projekt aber mehr als Interessant.

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Compact Disc

The Sweet Vandals
Lovelite
Unique
UNIQ153
Groove Attack
27.03.09

Lovelite. Bei dem Titel wird der Berliner Rezensent natürlich aufmerksam. Und tatsächlich ist hier vom Friedrichshainer Kult-Kiezclub die Rede. Dort spielten 2006 die Sweet Vandals und trafen auf Unique Boss Henry Storch. Boom! Seither sind sie eine von Europas Top-Funk-Bands. Inzwischen sind die sympathischen Spanier beim zweiten Album angekommen. Roh und ehrlich sind sie noch immer – wie das Lovelite – aber auch gereift wie ein Gran Reserva. James Brown wird nicht mehr gecovert, sie rocken mit ihrem ganz eigenen Sound nicht weniger. Dazu kommt etwa mit ‚I Hate To Hate You’ ein veritabler Soul-Hit, der zeigt, das Röhre Majka weit mehr kann als Schreien und Shouten. Eine Bläsersektion haben sie auch weiter nicht nötig. Die Vandals sind eben die Vandals.

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Compact Disc

Azaxx
The Exotic Delight Bay
TruThoughts
TRUCD185
Groove Attack
09.03.09

Onkel Quantic macht ne Release-Pause wie es scheint. Das lässt dem Teamchef Rob Luis die Zeit, neue Jungstars in die Stammformation zu nehmen. Hier der Franzose Azaxx, der schon vor Jahren mit seiner 7“ ‚Bahia’ auf Howlin’ für reichlich Trubel sorgte. Nun kommt er endlich auf dem Brightoner Label mit der vollen Breitseite. Schon die Burner der entsprechenden 12“ ‚Carioca Paradise’ und ‚Happy Mango’ kicken massivst wie Zero dB auf einem Lateinamerika-Trip. Zum typischen Spektrum von TruThoughts kommt noch etwas Schmutz aus Baltimore. Jazz, Funk und Mambo haben den Arsch lange nicht mehr so hoch bekommen. Doch hier wird nicht nur auf die Clubs geschielt. Einige Tunes würden so manche Cocktailbar von der Selbstvergessenheit befreien. Gebrochen bleibt es immer, durchschreitet alle Tempi und zeigt ein Gefühl für wohldosierte skurrile Samples aus der Mottenkiste. Macht einfach Spaß.

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Compact Disc

V.A.
Freerange Records Colours Series: White 06
Freerange
FRCD23
Intergroove
06.04.09

Freerange ist ein Label mit großem Output. Dass dabei auch genug Qualität abfällt, zeigt immer wieder und inzwischen zum sechsten Mal die farbige Labelschau. Dabei wird nicht dogmatisch am eigenen Roster festgehalten, sondern eher der Fluss des großen Ganzen repräsentiert. Macht Shur-I-Kan noch den Anfang, so machen Gorge, Tony Lionni und die Lovebirds gleich klar, dass das Reservoir unerschöpflich ist. Dabei fält auf, dass die Tracks natürlich alle Ihre Wirkung auf dem Floor nicht vermissen lassen, sich das Ganze aber auch wegen seiner Aufgeräumtheit im sauberen Daheim hören lässt. Kein effekthaschendes Gebounce, kein affektiert manisches Geschrei. Eher sublim arrangierte Euphorie. So reihen sich exzellente Tunes von Solomun, Pezzner, Vincenzo, Lars Behrenroth aneinander wie es sein soll, damit eine solche Compilation überhaupt ihre Daseinsberechtigung erhält. Und das neue Goldstück von Langenberg & Manuel Tur fehlt natürlich auch nicht.

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12“

Juju Orchestra
This Is Not A Tango Remixes
Agogo
AR 18 VL
OUR

Das Juju Orchester gib es im Grunde nicht mehr. Das Una Mas Trio und der Bahama Soul Club sind bereits in die Lücke gesprungen. Das muss aber nicht davon abhalten, dem international erfolgreichen Projekt noch mal den Remix-Segen zu erteilen. Mit Diesler, Dubben und Dining Rooms wären die drei Dimensionen voll. Doch Frohlocker machen obendrein aus dem Eff-Eff aus ‚This Is Not A Tango’ einen clever elektrifizierten Mix, der natürlich genau nicht nach Gotan Projekt klingt. Oder? Dining Rooms’ Version taugt eher beim Slow-Food. Diesler funkt sich wie es inzwischen schon zur Gewohnheit geworden ist, in‚Nao Posso Demorar’ hinein und Dubben over- und underduben selbiges mit ihrem verschmitzten Trademark-Sound. Eine für alle.

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12“

Stee Downes
Put A Little Love In My Soul
Sonar Kollektiv
SK205
Rough Trade

Das Album von Stee Downes dürfte eines der unterschätztesten 2008 sein. Da machen Remixe zwecks weiterem Anschiebens Sinn. Simbad kommt oldschoolig ums Eck, schräger Filter und technoider Bounce werden letztlich durch fliegende Synths und hintergründige HiHats umspielt. Diesler frischt ‚Movement’ mit etwas Funk auf, bleibt aber im radiotauglichen Songformat. Fein. Dazu Ishfaq mit einer tweakenden NeoSoul Version des hier namengebenden ‚Put A Little Love In My Soul’ und eine Extended Version von ‚What Is Wrong With Groovin’, dem Winner des Albums. Runde Sache.

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Digital

Salvatore Agrosi
Spirit EP
Deeper Shades
DSOH008

Ganz starke EP auf dem Label des Exil-Deutschen Lars Behrenroth. Salvatore Agrosis ‚Spirit’ ist feinster Usunlade-Sound. Dezent Afro gepaart mit Synths, die mit Wiedererkennungseffekt. Lars Behrenroth selbst mach gleich 2 Remixe. Insbesondere die Space Valley Version holt aus den Synths noch mehr raus und arrangiert sich bis die Herzdurchblutung steigt. ‚I Can’ macht das gleiche Spiel, ersetzt den Afro aber durch sexy Vocals. Mindtech schieben das wieder in ihrem Remix etwas nach vorne an, bleiben aber so deep wie es sich für das Label aus L.A. gehört. Ich plädiere auf sofortige Pressung!

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12“

Intrusion with Paul St. Hilaire
Little Angel
Echospace
Intrusion003
Rubadub

Dub. Das kann man beim Namen der Künstler erwarten. Wenig Techno hier. Dafür eine ganz deepe Nummer mit digitalen Delays, die sich ganz tief in die Windungen graben. In der ‚Version’ kommen dann auch mal Beats hinzu. Die Vocals sind hier längst entfallen. Auf der Flip wünscht man sich dann endgültig, dass die Platte sich automatisch umdreht. Zeitgemäßer kann Dub kaum sein.

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7“

Lucinda Slim & The Lone Stars
All This Time
MPM
MPM 071
Groove Attack

Mal wieder eine echte Soul-Single auf Melting Pot. Und selig sind die Leser, denn sie werden die Namen Keb Darge und Zap Mama als Glockenläuten zu ihrer Erleuchtung erhalten. Selig, denn Lucinda Slim hat eine Stimme, die auch ohne großes Volumen den Engelschor ersetzt. Das Radio wird es vermelden und die DJs werden es predigen. Das von Krewcial produzierte ‚All This Time’ ist definitiv eine der Soul-Nummern des Jahres. Das Instrumental ‚Lone Stars Theme’ hat dazu noch diesen Impetus, der selbst den Pastor swingen lässt. Ach ja, Lucinda, ist Resident-Kollegin von Keb und als Nia Saw mit ihrer Truppe Zap Mama bekannt geworden. Aber diese Platte wäre auch ohne Namedropping großartig.

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12“

Of Norway
The Governor’s Daughter
Afro Art
AFR034
Lasgo / Prime

Afro Art hatte schon ein paar Mal Meilensteine zwischen Eklektik und Elektro veröffentlicht. ‚Green Gold’ und ‚Jazz Room’ gehören noch immer zu den besten Waffen in den Plattenkisten. Und nun kommt Of Norway mit einer unterschwellig psychedelisch clappenden Nummer, die eher Elektronika als Techno ist – oder Detroit in Norwegen - und liefert eine Steilvorlage für den nächsten Volltreffer ab. Danny J Lewis ist für zwei Mixe zuständig, die ungleich mehr nach vorne ziehen, ja brasilianisches Temperament beimengen. Damit zeigt der ehemalige Spiritual South Produzent, dass er jederzeit noch einen nachlegen kann. Absolute Primetime für die Eklektiker und euphorisch percussiver Wahnsinn für Technoheads. Bombe!

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Currently listening:
Bemowe Frazy
By Bemibem
Release date: 2003-03-15
January 23, 2009 - Friday 


http://soundcloud.com/we-are-on-air/we-are-on-air-...

Playlist on www.we-are-online.org and soundcloud.com.

January 9, 2009 - Friday 

Current mood:  talkative
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Singles....

André Lodemann feat. Nathalie Claude....

Searchin’....

[Best Works Records 001 / Kompakt]....

Zuweilen genügt ein einziger Sound, um einem Track etwas Magisches zu verleihen. Das kann man hier exemplarisch an dem beinahe bassigen Synths veranschaulichen. Introvertierte Euphorie und kollektive Ekstase zugleich. Dabei ist es nicht einfach DeepHouse, den Daniel Best Dank seines Weggefährten André Lodemann auf seinem neuen Label zu etablieren scheint. Broken Beats haben hier ihre Spuren hinterlassen und der Jazzgesang von Nathalie Claude ist sirenengleich. Charles Webster setzt dem Ganzen auch noch die kontemporäre Primetime-Krone auf, indem er die Spuren etwas begradigt und die düstere Seite akzentuiert. Dazu beide Versionen auch als Dub. Jetzt schon eine der Platten für 2009.

m.path.iq....

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Singles....

Fimo....

Pollenflug EP....

[Progcity Deep 006]....

Mannheim mal wieder: Ich muss jetzt nicht spekulieren, welche 3 Köpfe hinter dieser deepen EP stecken. Aufgeräumt aber nie einfach nur Minimal kommen die 3 Tracks daher. Alle arbeiten sublim nach vorn und arrangieren sich in ihrer entspannten Reduktion wie von selbst. Pollenflug hebt scheinbar ganz langsam ab und trägt die Tänzer dorthin, wo sie mit den beiden anderen Titeln landen. Insbesondere Casa De La Musica mit seinen Vocalschnipseln ist wie gemacht für die Afterhour. Endless Ride ist dann techige Psychedelik. Damn clever.

m.path.iq....

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Alben....

Ashley Thomas....

A Tale Of  Two Cities....

[WahWah 45s /  Groove Attack]....

NeoSoul bewegt sich schon seit einer Weile neben dem Revival des originären alten Sounds in einer Sackgasse. Doch Ashley Thomas schafft es über weite Strecken seines Albums, einen eigenen Entwurf, der weder bloß advanced oder sonst was sein will, zu schaffen, der neben den großen Ahnen einen wirklich eigenen Platz verdient. Der Titelsong sollte jedem Motown-Freund das Herz aufgehen lassen. Dazu kommen Momente, die seine musikalische Breite und Tiefe vom Songwritertum bis hin zu Broken Beats ausloten. Leider gelingt ihm das nicht alles sofort, sonst wäre dies ein Instant Classic. Deutliche Anzeichen dafür sind aber da.....

m.path.iq....

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April 13, 2008 - Sunday 

Category: Music

Alben

V.A.

Jazz & Milk Breaks

[Jazz & Milk / OUR]

Wer einen latenten Hang zu Funk, Jazz und quergedachten Samples hat, ist bei Jazz&Milk in einer Oase des guten Geschmacks angekommen. Zwischen der Beliebigkeit des Bootlegwahns und dem 100.000stem Amen-Break denken Dusty und Kollegen einfach soviel weiter, dass der Terminus Halbwertzeit durch Konsistenz ersetzt wird. Auf dieser Labelschau finden die stärksten Tracks des Münchner Labels erstmals auf CD zusammen. Soll heißen, wer hier nur die ersten beiden Maxis gleichen namens erwartet, wird mit weiteren Nummern von Rube, Romanowski und Kollegen in die Familie eingeführt. Und die versteht dank diverser Zitate aus Jazzbreaks, Afro, Downtempo und amüsanten Details auch auf dieser Länge als großes Ganzes zu funktionieren.

www.jazzandmilk.com

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Alben

V.A.

Freerange Records Colours Series: Orange 05

[Freerange / CD20]

Bei Freerange wird es so schnell keinen Mangel an House-Tunes geben, die als Konsens zwischen UK und Kontinent taugen. Manuel Turs "Arcorado", Milton Jacksons „Cycles", Marcel Waves „27 Holton" und zuletzt Jimpsters slicker Übertune "Dangly Panther" seien nur exemplarisch erwähnt. Llorca, Brett Johnson, Compuphonic und MotorCity Soul vervollständigen das Klangspektrum, das mit klaren Farben und trotz des Tanzimpetus mit einer Aufgeräumtheit von seltener Konsequenz strahlt.

www.freerangerecords.co.uk

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DVD

Quantic Soul Orchestra & Spanky Wilson

Live In Paris

[TruThoughts / TRUDVD147]

In Frankreich ist die neue Funkwelle ungleich größer als bei uns. Da verwundert es nicht, dass diese Aufnahmen in Paris gemacht wurden – ansonsten hätte man James Browns Stimmlegende Spanky Wilson mit der ganzen Band nach Tokio verfrachten müssen. Doch auch Kenner bei uns wissen um Will Hollands Qualitäten als Produzent, Gitarrist Bandleader und Hutträger. Nur er schafft es, Spanky einer neuen Generation zu präsentieren, was diese sichtlich bewegt. Die 17 Songs atmen eine großen Geist – und leben davon. Einzige Ausnahme ist der Keyboarder Stephen Large, der seine Tasten mit jedem Körperteil beherrscht. Hot sweat! Und am Ende liegen sich zu „Sunshine Of Your Love" alle in den Armen. Mehr als nur ein Zeitdokument.

www.quantic.org

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Singles

Inverse Cinematics

Passin' Through EP

[Pulver / 042]

Das Erstlingswerk im Album-Format des jungen Stuttgarters wurde bereits von allen Seiten über den Klee gelobt. Insofern sind die drei Tunes hier von ihm ein Muss für Jeden, der sowohl Detroit-Historie als auch Early-90s HipHop diggt. Oder am besten gleich auch noch die Jazz-Roots, die er jüngst bei Michael Rüttens Soulsearching droppte. Knowledge, Openmindness und andere Anglizismen werden mit einer Leichtigkeit und seltenen Klarheit ad absurdum geführt und neu gestrickt. Pulvers Jüngster Sam Irl zeigt bei seinem Remix zu „The Rise And Fall", dass der Nachwuchs bei Pulver bereits weiter gedeiht. Fast schon beängstigend.

www.pulver-rec.com

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Single

Ostinato / DJ Da Cut

Antiaircraft / Fake Democrazy

[Rudel / 002]

Fast untergegangen wäre mir die jüngste Rudel Records. Dabei wird hier PostRock-Intro mit Jungle-Vibes und analoges Gefühl mit digitalem Druck auf so originäre Weise verbunden, dass es nicht einfach ist, einen Vergleich zu ziehen. Baze Djunkiii und DJ Da Cut aka Maya Princess auf der einen und Rattlesnake auf der anderen Seite remixen was Spaß macht. Das Ergebnis ist dann weit entfernt vom überproduzierten Neurowahn und bringt vielmehr zuweilen verloren gegangenes Trillerpfeifen-Flair entspannterer Tage zurück. Da werden Hände und Füße revitalisiert.

www.rudelrecords.de

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Single

Douglas Greed

Remix EP

[Combination / 057 / Neuton]

Drum'n'Bass-Produzenten gehen in letzter Zeit vermehrt zu Dubstep und ähnlichem über. Auf geraden Beats hat man sie aber selten erlebt. Insofern dürfte diese EP, die gleich vier echte Headz auf scheinbar ungewohntes Territorium entführt, ein echtes Novum sein. Douglas Greed ist den Breakbeat-Nerds selbst auch als DJ Real bekannt und begeisterte immerhin Marcus Intalex, Klute sowie Miguel Ayala und Chopper aka Einzelkind zum Feldversuch. Dass alle bereits Erfahrungen in diesem Spektrum gesammelt haben, hört man ihren Produktionen an. Intalex zeigt mit seiner Bassline noch am ehesten die übliche Soundfülle, bleibt aber im Vergleich zu seinen Kollegen harmlos. Klute hat gar nicht die großen Floors im Sinn, sondern tweakt und ploinkt bis die Psychose kracht. Eher für nebelschwere Momente. Punktsieger sind daher die Einzelinder, die am kompromisslosesten nach vorne eilen, zuerst der Wumms und erst dann die Breite des D'n'B.   

www.combination-rec.de

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Single

Rez & Phunkt

Quench Quisine

[Distorzone Gloss / 001 / Discomania]

Der erste Release von Distorzone zeigt die Label-Vision, House mit der Verspieltheit von Jazz und IDM aber auch mit der Effektivität von Minimal zu versöhnen. Rez & Phunkts Original plockert und mäandert smart herein und taugt mit seinen Ambient-Synths gar fürs Space-Picknick. Will Saul & Tam Cooper sind da spätestens nach dem ersten Break ein paar Bässe direkter, lassen es aber im Arrangement mit reichlich Sounds und kleinen Beatoffs intelligent stolpern bis rocken. Die techige Abfahrt ist dann der düstere Trip von Marble Arts. Nach wie vor wabert es von allen Seiten, doch alleine das Thema zieht alles dermaßen oszillierend bis fauchend nach vorne, dass sein Untertauchen im Beat alleine blanke Euphorie lostritt. So clever, dass es sich selbst erklärt.

www.distorzone.com

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Alben

Replife

The Unclosed Mind

[Futuristica / CD003 / Groove Attack]

Das Album meines Monats kommt ganz klar aus Cleveland. Im HipHop gibt es derzeit zwei prägende Schulen. Die eine ist besonders advanced und die andere geht back to the oldschool. Replife fügt beidem soviel Seele zu, wie ich es vielleicht noch nie gehört habe. Das liegt daran, dass er als seine persönliche Oldschool eher Davis und Coltrane nennen würde. Doch Jazz ist hier kein Klischee und das Advancedsein kein Selbstzweck. Dieser MC hat eine echte Mission. Vor der verneigen sich auch Dego, Kaidi Tatham, Marc de Clive-Lowe und Atjazz als Produzenten – und Gilles hat auch längst zugegriffen. Das bedeutet aber nicht das Ende im modernen Jazzghetto – Replife wird weit über den elitären Leftfield-Zirkus für allgemeines Kopfnicken sorgen. Word.

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Single

Sean Palm

Corian

[Railyard / 015]

„House ist die einzige Musik, die nur Spaß machen soll", sagte mal ein Kollege gewagt daher. Und hier erklärt sich mal wieder warum: Sean Palm macht seinem Nachnamen Ehre. Was schlicht beginnt, entwickelt sich mit jeder neuen Nuance zu einem sonnenschweren Monster mit Kuschelfaktor. Die Synths liegen ganz weit hinten und die Delays im Vordergrund erzeugen hypnotische Weite. Der Neuseeländer Simon Flower zieht das Tempo an, lässt aber genug Leerstellen, um diese erst Stück für Stück zu füllen. Sublim ist das Spiel mit den High-Hats. Euphorie-House für Naturfreunde.

www.railyardrecordings.com

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Alben

Syncopix

Icarus

[Syncopix / CD001 / Groove Attack]

Roland Bogdahn hat gerade erst zusammen mit Buddy Michael Sauer ein Album veröffentlicht, da kommt auch schon sein ganz eigenes Debüt auf eigenem Label ums Eck. Die 13 exklusiven Tracks zeigen seine ganze Bandbreite von heaviest Liquid („Rising" und „Chronos" haben ad hoc Hymen-Status) über Rock-Rave (Gitarren werden nicht erst seit „Nightlistener" und „Anonymous" eingesetzt) bis hin zu slicken Rollern wie „Lost In Space". High-End-Produktionen am Fließband. Da findet jeder Dj seinen Liebling, garantiert. Doch leider verbrennt sich das Ganze im Album-Format wie der Album-Titel schon suggeriert – eine Bruchlandung gibt es aber nicht.

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Single

Kylie Auldist

Community Service Announcement

[TruThoughts / 157 / Groove Attack]

Wow. Wenn man diese beiden Songs als Maßstab für das nehmen darf, was Kylie Auldist noch machen wird, dann haben wir es hier mit der nächsten Nicole Willis zu tun – um nicht voreilig noch größere Namen des neuen Soul-Movements zu nennen. „Community Soul Movement" hat die orchestrale Breite eines Mark Ronson, einen totsicheren Groove und eine Stimme zum Reinlegen. „Cut You Loose" ist das Pendant im Funk. Bläser auf den Punkt, Drumz, die man samplen will – aber das verwundert nicht, wenn man die Bamboos im Hintergrund vermuten darf. TruThoughts hat auf jeden Fall eine zweite Alice Russell, wenn man das so sagen darf. Wunderbar.

m.path.iq

 

 

Single

Lars Behrenroth

Ice On The Sun

[Freerange / 104]

Den amerikanischen Exil-Deutschen hatte ich nicht auf Freerange erwartet – und doch passt es wie Faust aufs Auge. Gleiches gilt für den Namen der EP. Diese Musik ist so sehr heiß und kalt wie mein Chinese süß und sauer macht. Er treibt die schlichte Effektivität seiner letzten Releases auf Liebe*Detail und Prog City Deep noch eine Stufe weiter. Jedes Schnippen birgt Euphorie und die Synths gleichen einem Sonnensturm. Killer! Version alias Charles Webster und Atjazz gehören derzeit auch zu meinen absoluten Lieblingen und cutten den Sturm in Winde, die weniger Epik aber mehr melodiöse Elemente antreiben. Dazu ein weiterer Behrenroth, der sich mehr an seiner House-Deepness orientiert, dabei deutlich mehr arbeitet, aber bewusst keinen Sound zuviel setzt. Bin gespannt, welche Tunes er sich noch für sein eigenes neues Label aufgehoben hat.

m.path.iq

 

 

Alben

Madteo

Memoria

[Morphine / 006 / Rush Hour]

Auf zwei 12"s hat sich ein Manifest gefunden, dass nur in kranken Hirnen oder in den Untiefen der Panorama Bar verstanden werden kann. Madteo treibt das Morphine-Spiel mit den Referenzen Disco, Jazz, Dub, Noise und eben Detroit auf eine neue Spitze. Moodymans Exzesse sind nichts dagegen. Man muss sich erst durch eine raue Klangwand wie „Room1" hören, man muss erst die „Avenida Liberdade" durchschritten haben, bis die Drums einen erlösen. „Maconha Low Disco" zwirbelt Löffelklatschen und anderen Tand über einem zerstörten Herzschlag-Bass dass es selbst Sun Ra erfreut. Schlussendlich „Alan Greenspin" treibt den apokalyptischen Wahn in manische Clubgefilde. Abseitig ja, aber dabei so genial, dass es weh tut.

www.morphinerecords.com

m.path.iq

 

 

 

March 31, 2008 - Monday 

Category: Music

V.A.

Freerange Records Colour Series: Orange 05

(Freerange CD20)

 

Freeranges Farben-Serie geht in die fünfte Runde. Und um es vorweg zu nehmen: Sie werden mit jedem Release konsistenter. Klare Höhepunkte sind Manuel Turs „Arcorado" und Jimpsters „Dangly Panther". Doch auch Llorca, Marcel Wave, Homerun und Milton Jackson zeigen sich in Bestform. Innerhalb des House-Spektrums deckt der Label-Roster von deep bis jacking, von techy bis discoid, episch und straight alles ab, was Bounce und Musikalität vereint. Gemein ist allen Tracks dazu eine Aufgeräumtheit und Ruhe in der Produktion, die selten geworden ist und den Briten eine akustische Corporate Identity verleiht. Keine Snare zuviel, keine Breitband-Rave-Attitüde – und dennoch genug, um auch den letzten Primetime-Affekt zu befriedigen. Dazu werden ganz sublim neue Künstler auf Freerange etabliert, die auch die Farbe Nummer Sechs leuchten lassen werden: MotorCity Soul, Mitzan & Lasimo, Nacho und Compuphonic zeigen, dass da noch Luft nach oben ist. Womit wir wieder bei der Konsistenz wären: Hier macht man keine One-Shots nur um des Hits willen.

m.path.iq

 

Sonar Kollektiv Orchester

Guaranteed Niceness

(Sonar Kollektiv 170 / Rough Trade)

 

Bei seiner Premiere zur Popkomm musste das Orchester noch Lehrgeld bezahlen und ging im Vergleich zu Drumlesson unter. Seither werden die Streicher aber direkt abgenommen. Solche Klangprobleme hat das Jubiläumsprojekt des Sonar Kollektivs auf CD natürlich nicht. Da ist der Name des Albums Programm. So spielt sich das Orchester unter Leitung von Volker Meitz durch die Speerspitzen des Backkatalogs und fügt selbst Klassikern wie „Fedimes Flight" und „Rej" etwas Neues hinzu. Einzig einen Joe Dukie kann man in meinen Ohren nicht ersetzen. Über den Grundklang, der sich ganz an einer braven Umarbeitung der Originale orientiert und etwa die Geigen nicht ein einziges Mal zum opulenten Streich ausholen lässt, kann man auch diskutieren. Etwas mehr Mut zur dramatischen Interpretation hätte die Dynamik in dieser Besetzung durchaus erhöht. All das ist aber Kritik auf höchstem Niveau. Fans von Jazzanova, Clara Hill, Thief, Micatone, Fat Freddies Drop, Georg Levin und Co. bekommen eine edle Fassung ihrer schokosüßen Lieblinge, denen nur die Sahnehaube fehlt.

m.path.iq

Currently listening:
Swell Communications
By Swell Sessions
Release date: 02 October, 2007
March 11, 2008 - Tuesday 

Current mood:  productive
Category: Music

Alben

V.A.

Jazz & Milk Breaks

Jazz & Milk / OUR

Wer einen latenten Hang zu Funk, Jazz und quergedachten Samples hat, ist bei Jazz&Milk in einer Oase des guten Geschmacks angekommen. Zwischen der Beliebigkeit des Bootlegwahns und dem 100.000stem Amen-Break denken Dusty und Kollegen einfach soviel weiter, dass der Terminus Halbwertzeit durch Konsistenz ersetzt wird. Auf dieser Labelschau finden die stärksten Tracks des Münchner Labels erstmals auf CD zusammen. Soll heißen, wer hier nur die ersten beiden Maxis gleichen namens erwartet, wird mit weiteren Nummern von Rube, Romanowski und Kollegen in die Familie eingeführt. Und die versteht dank diverser Zitate aus Jazzbreaks, Afro, Downtempo und amüsanten Details auch auf dieser Länge als großes Ganzes zu funktionieren.

www.jazzandmilk.com

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Alben

Ensemble Du Verre

Sanctuary For Animals (11 Collages)

Batterie 001

Gerade erst erhielt sein Solo-Projekt Energie Du Verre durch Mr. Scruff höchste Weihen. Nun kommt Sönke Düwer auch mit seinem Ensemble Projekt ums labeleigene Eck. Dabei geht der studierte Drummer, bekannt durch die Mojo Club Hausband Groove Galaxi, konsequent seinen eigenen Weg weiter. Er fusioniert nicht nur die instrumentalen Erzählweisen seiner Musikerkollegen mit gelegentlichen Spoken Words, bei denen auch Ursula Rucker wieder gerne mitmacht; die größte Entwicklung ist vielmehr in seiner Verwendung des Laptops zu finden. Wenn die Frage auftaucht, wo die Freiheit des Jazz am Computer beginnt, dann ist dieses Album eine subtile Antwort. Insofern sind hier und da Assoziationen zum Cinematic Orchestra ein angenehmer Nebeneffekt, der der Eigenständigkeit dieses Albums keinen Abbruch tut.

www.batterie-records.com

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Alben

Gabriele Poso

From The Genuine World

Yoruba 017 / Groove Attack

Ein Album auf Osunlades Label muss schon mehr zu bieten haben als das beseelte Klischee perkussiver House-Tracks. Ethno-Einflüsse sollten mit Musikalität und dem Gefühl für elektronische Beats zu einer von Stereotypen befreiten spirituellen Botschaft erhoben werden. Dann spielt die Herkunft der Musik auch keine Rolle mehr, weil sie diese Ton für Ton transzendiert. Gabriele Poso treibt das bei zwar nicht zur Vollendung, sondern entwirft ein fragiles Bild, das mit fortwährender Dauer stetig an Farbe und Tiefe gewinnt, bis man bemerkt, dass es eine andere Welt skizziert. Eine Klangoase, die Kraft spendet – wenn man sie lässt.

www.yorubarecords.com

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Alben

Kaleta & ZoZo Afrobeat

Country Of Guns

Tramp / Kudos

Tramp-Chef Tobias Kirmayer kann das Diggen nicht lassen. Und weil hier nicht nur manisch mit Herz nach Verschüttetem gegraben wird, weil hier Funk seine zuweilen elitären Scheuklappen verliert, erhebt sich der Verstand über das reine Retro-Klischee und zeigt, wo die Vibes noch am Leben sind. So etwa bei Kaleta, der den Kutischen Verweise mit seinem 13köpfigem Ensemble alle Ehre macht. Wenn er nicht mit Lauryn Hill tourt, spielen er und seine New Yorker Freunde Afrobeat der über den endlosen Arrangements derart gleitet, dass es auch hier ein Fieber in der Gemeinde auslösen dürfte. Wo sonst oftmals eine selbstverliebte Spielweise analog zu schlimmsten weißen Jazzkellerlegenden den Künstler dem Publikum entrückt, ist ZoZo eher ansteckend. Marleys und Toshs „Get Up, Stand Up" bekommt en paasant einige weitere wichtige Noten verpasst. True Spirit - Vinyl only!

www.tramprecords.com

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Alben

Rogue Soul

Rogue Soul

Edel

Der Electric Mojo Resident Michael Sauer und Roland Bogdahn aka Syncopix veröffentlichen als Rogue Soul ihr Album-Debüt. Während mein iTunes das Ganze als Jazz bezeichnet, kann ich aber nur feinsten Drum'n'Bass hören. Bogdahn sorgt wie gewohnt für tighte Produktion und Sauer für die Inspirationen, die von Floor-Straightness bis Reggae und jeder Menge Soul und Popability einiges Mitbringen. Beim Bonus-Track verneigen sie sich auf halbem Tempo vor HipHop. So entstand eine fette Ansammlung von 12"s, die selbst Hospital gerade mal wieder gut tun würden. Das Album-Format im D'n'B aber hinkt weiter.

www.myspace.com/aroguesoul

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Single

Lynx & Maple / Lynx & Kemo feat. Ciah

Shaku / Skylines

Digital Soundboy / SRD

Eine Sekunde war ich überrascht, dass diese musikalische Reduktion aufs Wesentliche und Wärme im Sound nicht von Calibre ist. Doch so weit fällt der Apfel nicht. Lynx hat auf Soul:R, Creative Source („Disco Dodo") und Bingo genug Duftmarken gesetzt. Nun auf Digital Soundboy mit 2 Tunes, die wieder ganz weit vorne liegen. Dubknowledge bei „Shaku" und progressive Breaks, die eine Nähe zu Dubstep aufweisen mit Vocals von Ciah und Kemo bei "Skylines". Letzter hat sich nicht nur zu einem der Besten MCs in Deutschland gemausert, sondern zeigt bei Arbeiten mit den Homewreckers und Just Banks eine stilistische Offenheit, die – wenn sie in den D'n'B zurückfließt – ihm nur gut tun kann. This is the future.

http://globalenemies.blogspot.com/

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Alben

Nostalgia 77

One Offs, Remixes & B-Sides

Tru Thoughts 146 / Groove Attack

Benedic Lamdin ist nicht zu stoppen. Die Album-Release-Dichte nimmt stetig zu und ganz nebenbei schüttelt der Herr einen Remix nach dem nächsten aus dem Ärmel und löst sich immer wieder souverän von seiner Wurzel Jazz und beweist sich als echter Allrounder. So kommt eine Doppel-CD zustande, die Bonobo und die New Mastersounds mit Povo und Elizabeth Shepard eint. Ein besonderer Höhepunkt ist der Grand Phabao Remix des White Stripes Covers „Seven Nation Army". Selbst die zweite Cd mit den B-Seiten zeigt einfach nur, dass Lamdin diese im Grunde nicht kennt. Wer nicht all die Vinyle gediggt hat, bekommt hier das ganz große Rundumwohlfühlpaket.

www.nostalgia77.com

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Alben

V.A.

Freerange Records Colours Series: Orange 05

Freerange CD20

Bei Freerange wird es so schnell keinen Mangel an House-Tunes geben, die als Konsens zwischen UK und Kontinent taugen. Manuel Turs "Arcorado", Milton Jacksons „Cycles", Marcel Waves „27 Holton" und zuletzt Jimpsters slicker Übertune "Dangly Panther" seien nur exemplarisch erwähnt. Llorca, Brett Johnson, Compuphonic und MotorCity Soul vervollständigen das Klangspektrum, das mit klaren Farben und trotz des Tanzimpetus mit einer Aufgeräumtheit von seltener Konsequenz strahlt.

www.freerangerecords.co.uk

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Single

Matthew Bandy & Jevne feat. Four Feet

Living In My Future

Conya 025

Während das Original mir viel zu sehr nach Ibiza schielt, ist es mal wieder Manuel Tur, der aus den Zutaten ein episches und arpeggioschweres Meisterwerk baut. Mit jedem Chord wird es ein wenig düsterer bis die Spannung kulminiert und ein beinahe sakrales Happening sich auf dem Floor abspielt. Ganz groß.

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Single

Art Bleek

Exposed

Klakson 018

Nach Loungin' und Rushhour findet sich Art Bleek nun auf Klakson wieder. „Exposed" erinnert mich stark an beste Atjazz-Tage. „Deepest Thoughts" zeigt dann noch mehr Disco-Bewußtsein. Wo die Schnittstelle von NuJazz und House schnell langweilig wurde, hat er einfach dann doch das gewisse Etwas. Die Bassline ist voller, das Arrangement weiter, die Bass kickt mehr. Dazu verdaddelt er sich nie auf seinen Synths, sondern nutzt Jazz als atmosphärisches Stilmittel, das sich dem Groove unterordnet. Kein Wunder, dass er gerade von beinahe allen einschlägigen Radio-Podcasts um Gast-Sets gebeten wird. Von diesem Franzosen werden wir noch viel hören.

www.klakson.nl

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Single

Spirit Catcher

Voo Doo Knight Remixes

Mood 060 / Word And Sound

Pünktlich zum Album auf 2020 Vision gibt es Remixe von dem Hit, mit dem alles begann. Spirit Catcher selbst sind mit einer Acid-Live-Version dabei, bei der selbst Michael Jackson sich vor Angst ins Höschen macht und die Beiden bittet, „Thriller" neu zu mastern. Die Spanischen Kollegen von Wagon Cookin verzichten auf die Vocals und strippen das ganze in ein kühles Meisterwerk, in dem sich Strings und Synths steigern bis der trockene Beat zur Ekstase genügt. Diese wird dann mit beinahe trancigem Eifer ausgewälzt bis auch der letzte auf dem Klo mitbekommen hat, das drinnen gerade die Hölle los ist. Killer-Maxi.

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December 29, 2007 - Saturday 

Current mood:  satisfied
Category: Music

12"

DJ Pippi vs. Willie Graff

Hyper Space

Drumpoet Community 010 / Groove Attack

14.12.2007

 

Wo sich bislang fast nur die Züricher Familie tummelte, kommt nun eine überraschende Dosis Ibiza hinzu. Während DJ Pippi dort bereits bekannt ist, kommt Willie Graff nur im Sommer aus New York und lässt sich den Bauch kraulen. Sein letzter Release auf Ibadan hätte vielleicht etwas mehr Percussions assoziiert, doch der Titel des Tracks gibt hier die Richtung besser vor. Mit einer psychedelischen Gelassenheit nähern sie sich gemeinsam dem klaren Technoiden. Der Space Dub geht mit mehr Bass endgültig im Labelsound auf. Optimal am frühen Morgen.

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12"

Soulphiction

Ghana Wadada

Sonar Kollektiv 179 / Rough Trade

4.2.2008

 

Michael Baumann kündigt sein nächstes Album auf Sonar Kollektiv an. Hier kann er sich noch mehr als sonst vom Dancefloordiktat lösen und seinen Soul in Ton meißeln. Ghana filtert unter ein Flötenloop ein Afro-Vocal, einen düsteren Slapbass und zu guter letzt die Bassdrum, die nur bei ihm so langsam sein darf, weil er eine Spannung erzeugt, die das Vakuum füllt. Bei Prison Song steuert Highfish alias Marcin Oz einen Basslauf bei und die Shaker flirren durch die Weite der Savanne. Velveteens ist noch der techigste Track und zugleich der langsamste. Ein kleines und feines Beatdown-Inferno.

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December 29, 2007 - Saturday 

Current mood:  chill
Category: Music

Vinyl – Deutschland

 

Matt Flores

Our Secret Garden

Combination 053

Neuton

12/2007

 

Geradeaus geht's schneller. Und Matt Flores scheint die Wegstrecke gut zu kennen. Keine Leitplanken in der schlichten Savanne. So düst er mit diesen Tunes wie in einem alten Rennspiel mit 120 Meilen gen aufgehender Sonne auf eine Oase zu. Aufgeräumt wie in einem japanischen Garten ist es dort, jede Blüte, jedes Schnippen und jedes Piano haben hier einen genauen Platz, von dem sie mit schlafwandlerischer Sicherheit wirken. Sowohl Our Secret Garden als auch Sleepwalk Ensemble zeigen ihn von seiner besten deepen und straighten Seite.

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www.combination-rec.de

 

 

Vinyl – UK

 

The Samp Brothers & Outbound

Alcoholic Drinks

Afro Art 033

OUR

 

Bei Paul Murphys neustem Label-Release darf man HipHop als den großen Nenner konstatieren. Das liegt primär an dem australisch-britisch-italienischen Trio Outbound, die dem Track mit ihren flüssigen bis angetrunkenen Raps die partyhymnenartige Grundstimmung verleihen. In der Whiskey Fassung der italienischen Samp Brothers, die Mr. Afro Art gemäß Murphys Law in seiner neuen Wahlheimat begegnet sein dürften, schlägt das Alkometer euphorisch aus, wenn einer der Feiernden es nach den heavy swinging Latin-Vibes noch zum Pusten schafft. Absoluter Gewinner. Der Remix aka Vodka Version kommt vom John Peel Award Winner selbst und mischt wie immer ohne jede Scheuklappe Elemente, die man durchaus aus so manchem Gangsta-Tune kennt mit einem Orchester-Sample, dass wieder mal den Hang zum Osteuropäischen des Meisters dokumentiert. Dezent vorglühen und ab auf den Floor.

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www.afroartrecords.com

 

 

Vinyl – Deutschland

 

Mango Juice

Cry Out EP

Switchstance 012

Groove Attack

 

Moers goes Reggae. Das war dem Label schon immer immanent, kommt aber bei der EP des MCs Mango Juice mal explizit zum Ausdruck. Vier eigene Tracks entsprechen aber nicht einfach nur dem Rasta-Klischee, sondern arbeiten sublim mit diversen Einflüssen wie spanischer Gitarre und lassen die Breakbeatlastigkeit des Labels durchscheinen. Das verwundert spätestens dann nicht mehr, wenn sich Kabanjak und die Ancient Astronauts als Produzenten outen. Letztere haben auch noch einen Drum'n'Bass Remix in petto, der endgültig die Butter vom Brot zieht.

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www.myspace.com/mangojuiced

 

 

Compact Disc

 

The Nostalgia 77 Octet

Weapons Of Jazz Destruction

Tru Thoughts 137

Groove Attack

19.11.2007

 

Benedic Lamdin scheint dasselbe Produktivitätsgen wie sein Kollege Will Holland zu haben. Kaum hat sich der Rauch um das letzte Album, das u.a. Jazzalbum des Jahres bei Worldwide wurde, verzogen, legt er mit seinem Oktett auch schon eines nach. Und wenn die absoluten Glanzpunkte hier nicht ganz so plakativ strahlen, dann liegt das schlicht daran, dass er scheinbar noch ein paar letzte Cohibas im Jazzclub rauchen will bevor man sich auch dort zum Qualmen auf den Hof stellen muss. So feiert er auf seine Art den Sound der ganz Großen des Jazz und muss lediglich fürchten, dass mancher eben mit denen nach wie vor zufrieden ist. Doch auch wenn Lamdin vielleicht kein Davis und kein Coltrane ist, so ist das hier auf seine Art kontemporäre Spitze.

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Vinyl – Continental

 

Rodney Hunter

Wanna Groove?

G-Stone 031

Soul Seduction

 

Die Remixe zum Album vom Groove-Hunter kommen passend zu den letzten Maxis von Mr. Omnipräsent Christian Prommer und den beiden Four Artists von Wahoo. Dabei beeindruckt mich wieder ein Mal, wie Prommer lässig seine zuletzt so effektive Soundsignatur hier auf über 10 Minuten auswälzt und dabei immer mehr Fahrt aufnimmt. Ein ganz großes düster deepes Zuckerschlecken. Noch süßer Dixon und Georg Levin, die die Vocals und einen E-Bass-Lauf ins Zentrum stellen. Sweet Disco Music war dafür schließlich der Ausgangsvibe. Honey, wanna groove?

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Vinyl – Deutschland

 

Motor City Drum Ensemble

Black Label 27

Compost 277

11/2007

 

Danilo Plessow alias Inverse Cinematics alias Hipster Wonkaz hat sich ein neues Pseudonym zugelegt,  bei dem er nun auch noch den ganz straighten Beats fröhnt und wieder mal beweist, warum der junge Stuttgarter zur kommenden Produzenten-Elite zählt. Drei Tracks bouncen mit soviel hörbarem Wissen ums Eck und bedürfen auch keiner einzigen unnötigen Spur um etwas zu verdecken, was nicht da ist. Auch in der Reduktion bleibt seine Musikalität und sein rockender Instinkt präsent. Stripped Down To The Bone bringt das explizit zum Ausdruck. Die Wendungen schüttelt er aus dem Ärmel wie ein alter Hase. Bekenne mich wiederholt befangen.

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Compact Disc

 

Trus'me

Workin' Nights

Fat City 026 / Groove Attack

 

Sakra. Da kommt ein Producer ums Manchester Eck, der mit seinen Blacklabels auf Love4Music die Connaisseure von Craig bis Mad Mats begeisterte. Man stelle sich vor, Moodymann würde statt auf seine Roughness auf seine Grooves setzen, immer zwischen Disco und Detroit vermittelnd, mal straight, mal unfassbar slow und deep, aber immer mit einer unverwechselbaren Art, seine eigenen Einflüsse in ein Fluidum zu tauchen, dass allgemeines Arschwackeln verursacht. Und hier darf ich das sogar so nennen. Ganz großes Tennis.

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Compact Disc

 

V.A.

Modern Funk

Freestyle / Groove Attack

 

Kaum ist eine Stilrichtung auf dem Weg zur Hipness, gibt es auch schon die Compilations, die man nicht haben will. Ganz anders verhät es sich aber mit dem Funk-Revival und dem Schaffen von Freestyle-Boss Adrian Gibson. 20 Songs resümieren in einer nicht zu toppenden Dichte den Stand der Dinge. Alles was gerade im Funk abgeht, ist hier vertreten: The Bamboos, Mark Ronson, The Sweet Vandals, The Dap Kings, Spanky Wilson… Dazu ein paar echte Digs und ein paar Neuheiten, die keinen Deut nachlassen. Genau so wird's gemacht.

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Compact Disc

 

V.A.

4hero …mixing

Sonar Kollektiv 176 / Rough Trade

 

Man hätte drauf wetten können. Dego setzt die Reihe nach Jazzanova und Ame fort. Tastemaker unter sich. So lässt sich Dego auch nicht lumpen und bleibt analog zu seinen DJ-Sets sperrig ohne Kompromisse. Namen wie Dabrye, Sa-Ra, Waajeed und J-Dilla sprechen eine klare Sprache. Dazu Roots wie Bootsy Collins, Patrice Rushen und The Skatalites. Black Music eben. Mit Groove aber immer ohne aufdringlichen Tanzbefehl. Das fühlt sich am Ende an wie Mischung aus Understatement und Politik. Macht Sinn, ja viel Sinn sogar, will aber den Wähler nicht so recht zur Urne ziehen, weil es sich selbst eine Spur zu wichtig nimmt.

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Nicolette

No Government

Great Stuff 056

 

Alleine die Idee, eine von Nicolettes besten Nummern überhaupt zu Remixen, ist Jahre überfällig. Eine Ehrennadel für den A&R. Tocadisco erkennt die Vorlage des Tempos und stampft einen deepen Track aus dem Boden, der gerade bei den etwas älteren Tänzern gerne zu einem plötzlicher Seeligkeit führt und bereits zur dann doch etwas überzogenen Frage, ob das von Ame sei, geführt hat. Vocals und Thema machen hier einfach richtig Sinn. Makossa & Megablast hatten die gleiche Freude, kochen aber etwas zu sehr mit dem eigenen Saft. Dazu das Original, dass nun plötzlich wieder in so manchem Warm-Up Platz finden dürfte, weil in diesem Kontext die Funktionalität viel deutlicher wird als auf dem Album.

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Vinyl – Deutschland

 

Dutch Rhythm Combo

Bonaire Remixes III

Highscore 003

 

Die fantastischen Remixe für Felix Haaksman gehen in die letzte Runde und bekommen einen sympathischen 7"-Abschluss nach Maß: Live bekommt die Musikalität eines Stückes eben doch einen neuen Anstrich. Voran eilt der Franzose von Soul Village, der dort weiter macht, wo er mich mit seiner Version von „Everybody Loves The Sunshine" abgesetzt hat. Ein fragiles Kleinod. Die echte Live-Version ist dann zwar etwas brav im Vortrag, Trompete und Gitarre könnten ruhig mit etwas mehr Temperament gespielt sein, doch insbesondere die Bläsersektion hält hier wieder alles zusammen. Beseelt.

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Vinyl – Deutschland

 

Scott

La Rentre´e

Doppelschall 001

 

Als mir die ersten Live-Aufnahmen von Daniel Brandt und Jan Brauer alias Scott zu Ohren kam, war ich sofort von der Energie zwischen Jazz und Techno fasziniert, die ich so sonst nur von Zero dB und ihren Fluid Ounce Kollegen kenne. Nun kommt es zum ersten Release der Kölner. La Rentrée fügt dem Ansatz eine Prise Whignomy Salz hinzu, die vom Golden Pudel bis in undogmatische Jazzzirkel gleichzeitig geliebt werden wird. Douglas Greed geht die Sache trockner aber nicht weniger effektiv an und kreiert eine swingende Apokalypse. Last but not least der Japaner Aroop, der Broken Beats für die Headz vom Stapel lässt, die beim Mitnicken Kräpfe verursachen. Ein geiles Package für alle, die gerne mal weit draußen sind. Aber ich will dennoch mehr Originale von den Jungs. Zack!

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Compact Disc

 

Stray

Here To Stray

Little League

 

Aus Gonkytown kam schon eine ganze Weile nichts wirklich Neues. Doch mit Mattias Axelsson tut sich eine Supernova am schwedischen Himmel auf. Bisherige Kollaborationen mit Yam Who? und Zumen deuten an, dass im Grunde von Broken Boogie bis Techjazz alles drin ist. Doch der Kern seines Debüts sind HipHop und Soul so fresh dargereicht, dass ein Namedropping der ewig gleichen Supporter möglich wäre. Er findet die Balance zwischen Musikalität und Bounce, zwischen Up- und Downtempo, zwischen Keys und Knarz, die am Ende irgendwie alle anspricht. Überzeugend noch dazu als Gastvokalist Paul McInnes, der bereits an der Seite von Swell Session die Gonkyfahne schwenkte. Willkommen in der nächsten Generation.

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Compact Disc

 

Daru & Reggie B.

Future Music

4Lux White 001 / Clone

 

Gerd, der bislang überwiegend für Broken Beats bekannt war, startet mit 4Lux mit einem Sublabel für soulful Leftfield-HipHop durch. Daru & Reggie B. nennen das schlicht Future Music und haben auch keine Schau davor, darüber zu singen, dass die Leute etwas anderes verdient haben als das Radio-Einerlei. Konsens. Die Tatsachen, dass Daru als Drummer von Slum Village und Dwele on tour war und Reggie mit Saadiq und Waajeed arbeitete, steckt den Rahmen schon klar ab. Verschleppte, teils roughe Offbeats, viel geloopte Instrumentals und Cutoffs und Soulvocals mit Attitüde. Future Music für Kiss FM, bei der ich nicht abschalte.

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Vinyl – Deutschland

 

The Soul Explosion

Love Is The Answer

Tramp 115

 

Wenn die Armee so wundervolle Musik zur Folge hat wie diese beiden Songs, dann bin ich versucht ihr so einiges zu vergeben. The Soul Explosion waren in Deutschland stationierte Amerikaner, deren Identität über 30 Jahre nach Release nicht mehr klärbar zu sein scheint. So war es möglich, dass Tramp-Boss Tobias Kirmayer plötzlich einen echten Funk-Knaller in Händen hielt, der nicht unweit seiner Schaltzentrale zuerst veröffentlicht wurde. Während Love Is The Answer ein voller Uptempo-Burner mit heavy Bass und vollen Bläsern ist, zeigt Barn Yard Pimp auf der Flip das gefühlvolle Pendant. Love is still the answer.

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Vinyl – Deutschland

 

Protassov

Steam & Oil EP

Switchstance / Groove Attack

 

Switchstances Hauskünstler kündigen der Reihe nach ihre Alben an. Protassov zeigt bereits auf dieser ersten EP, dass er seine eigene Vision von Breakbeats und organischem Drive auf ein neues Level hebt. Seine drei Tracks – oder soll ich lieber Songs sagen – entwickeln sich ohne derbe Cutoffs aber mit sensiblen Arrangements. Belebend hat sich auf jeden Fall die Kollaboration mit Gitarrist Marcus Stuetz ausgewirkt, der besonders bei Wake Up sowohl fauchend als auch schlicht groovend besticht. Die Remixe von den Brüdern im Geiste Flevans und Dr. Rubberfunk runden das Paket für den Floor ab. Sehr konsistent.

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Vinyl – Continental

 

V.A.

Lovedubs 2

Lovemonk 27

 

Alex Attias hat derzeit einen Lauf. Neben seinen Tracks auf Still zeigt er sich nun auch auf Lovemonk von der eher aufgeräumten und kickenden Seite. I Feel Love steigert sich über fünf Minuten zu einem lupenreinen percussiven Tool. Dublex Inc. zeigen sich auch gerade in Beatz fett wie immer und breaken Gecko Turner in ein Post-Disco-Monster. Einzig Garcynoise tendiert mir mit seinem Remix für Pepe Link eine Spur zu sehr nach Ibiza, wie man es nicht assoziieren will. Für Houser ohne Dogma ein gelungenes Bundle.

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Compact Disc

 

Toshinori Kondo

Silent Melodies

Off / Stilll / Broken Silence / MDM

 

Der japanische Trompeter fiel mir zuerst an der Seite von DJ Krush auf, auch wenn er noch einige Großkaliber mehr in seiner Bio hat und entwickelte damals schon mehr Suchtfaktor im elektronischen Aufspüren neuer Klänge als Molvaer. Nun ein Album auf Off, bei dem er erstmal ausschließlich seine Trompete verwendet und so seine eigene Ausdrucksweise bis in die letzte Feinheit transparent macht. Dafür sollte man sich Zeit lassen, hinhören, eintauchen und mitschwingen. Er nutzt die Effekt nicht für Bombast sondern um von dingen zu berichten, die sonst nicht in seinem Spektrum wären. Ein Monument. Damit entwickelt sich Off nach Don Shtone nun mit einem weiteren exzellenten Querdenker zu einem meiner geheimen Lieblinge.

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Compact Disc

 

Romanowski

Party In My Pants Remixed

Trouser Trout

 

Mir ist der Amerikaner erst durch seine Tracks auf Jazz & Milk bekannt geworden. Doch hier handelt es sich offensichtlich um einen Könner im Breakbeat-Funk-Spektrum, der es nur schaffte, an mir vorbei zu agieren. Umso froher bin ich nun über diese Doppel-CD mit gesammelten Remixen zu seinem letzten Album, der nicht nur mir einen passenden Einstieg geben sollte, auch wenn es keine Originale gibt. Vielmehr verortet er sich erst mit Up, Bustle & Out, DJ Smash, Quantic und J.Boogie, um uns dann eine feine Auswahl von Jungs wie M3, DJ Sureshot und Zeph & Azeem zu geben. Die machen dann auch nach wie vor dem Titel des Albums alle Ehre. Perfekte CD für die spontane Heimsause.

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Compact Disc

 

Roman Andrén

Juanita

Ajabu / MConnexion

 

Ajabu baut sich weiter mit spannenden Alben einen interessanten Roster auf. Während mit The Einmarsch nun auch eine abgefahrene elektronische Jazz Variante Einzug hält, wie sie nur aus Skandinavien kommen kann, ist es aber die virtuose Intensität von Roman Andrén, die mich begeistert. Sich Mendes, Valle und Quincy Jones auf die Inspirationsfahne zu schreiben ist das Eine. Doch diese Idee mit einem durchweg upliftenden Vibe zu versehen, der eine Frage nach Authentizität im Keim erstickt, hat Seltenheitswert. Kein Wunder, dass Master Beatfanatic, der sich ja sonst nur um die Neubearbeitung der frühen Fundstücke kümmert, hier schon längst Hand angelegt hat. Absoluter Tipp.

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Vinyl – UK

 

Marcel Wave

Lower Allston EP

Freerange 098

 

Mit großen Schritten eilen sie dem Jubiläum zu. Marcel Wave zeigt dabei vom ersten Ton die Entwicklung von Freerange zu einem House-Label, das ohne Zugeständnisse zwischen so clever zwischen Floor und Langlebigkeit vermittelt wie kaum ein zweites. 27 Holton wirkt beinahe minimal, entwickelt sich aber über feinste Nuancen zu einem wahren Monster. 71 Aldie ist dann eher hypnotic House mit Clapomanie. Sehr schick. Dazu gibt auch Serafin mit einem Remix seinen Einstand bei den Briten. Irgendwo zwischen Oldschool-House und Minimal-Ästhetik wird der beliebte Moment für den High-Hat-Einsatz wieder ein kollektives Ereignis. So frisch kann man auch mit 100 noch kraftvoll zubeißen.

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Compact Disc

 

Aaron Jerome

Time To Rearrange

BBE / Nurture

 

Nach einigen exquisiten Remixen veröffentlicht mit Aaron Jerome eine der größten Hoffnungen im Leftfield endlich sein ersehntes Debüt. Zwischen HipHop-Erdung, Soul-Impetus und Jazz-Teaching bleibt noch Luft für ein paar Ausflüge – und zahlreiche erstklassige Stimmen. So veredeln Mozez, Bajka, Voice und Kathrin De Boer das Album, dass aus dem Stand Hochglanz-Format erreicht. Der einzige Haken ist, dass Jerome mit angezogener Handbremse fährt und die Gelegenheit auslässt, auch nur einen Dancefloortune als Teil des Spannungsbogens zu integrieren. Eine wunderbare Platte für kalte Abende – ein Anfang.

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Vinyl – Deutschland

 

Christian Prommer's Drumlesson

Rej (Peter Kruder Remix)

Sonar Kollektiv 175 / Rough Trade

 

Nachdem der Peter so fein das ganze Album abgemischt hat, darf er auch noch einen Remix machen. Der zieht das Thema wieder ins elektronische, will mir anfangs gar feine 80er-Referenzen suggerieren, entwickelt sich dann aber doch zu einer Abfahrt, bei der gekonnt eine Prise Schmutz zwischen das saubere Understatement gestreut wurde. Wird mit jedem Hören besser. Dirty Drums hingegen catchte mich mit seinen Percussions und dem für die Drumlessons ungewöhnlich straighten Drums vom ersten Hören an. Feinster Afrotech für die etwas späteren Stunden.

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Compact Disc

 

Young Ax

Higher Ground

Santorin / Groove Attack

 

Alexander Zwingenberg hat einen sehr individuellen Ansatz für seine Produktionen. Es ist nicht neu, Jazz, Funk, HipHop als Samplegrundlage zu nehmen, doch der smarte Fast-Berliner setzt das um wie kein anderer. Soundsignatur nennt man das. Das liegt sicher auch an den Rhodes von Sebastian Maassen ist aber im Kern seiner geradeu hypelosen Mentalität geschuldet. So kann er sich auch auf Albumlänge austoben ohne zu langweilen, im Gegenteil. Er hat sogar den Mut, nicht einen Sänger einzuladen. Hier gibt es nur Young Ax. Und das ist nach wie vor so ziemlich das Frischeste was Deutschland in diesem Sektor zu beaten hat.

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m.path.iq

 

Currently listening:
Weapons of Jazz Dest
By Nostalgia 77 Octet
Release date: 20 November, 2007