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a life, a song, a cigarette



Last Updated: 11/24/2009

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Wednesday, March 04, 2009 

„Meine Depression macht mich froh“



03.03.2009 | 18:32 | 


SAMIR H.KÖCK (Die Presse)

Pop-Schwermut aus Österreich, Fall zwei: „A Life, A Song, A Cigarette“ singen über die schwarze Luft...........Der
lange Arm der Beatles erreicht auch die mageren Schultern der – von
ihren Fans als „ALASAC“ abgekürzten Wiener Band „A Life, A Song, A
Cigarette“: Fantasievoll instrumentierte Songs, abwechslungsreiche
Harmonien und ganz viel Sehnsucht im Gesang erlauben Assoziationen mit
den Fab Four. Mitschuld trägt das Elternhaus. Fahrig rauchend erzählt
Sänger Stefan Stanzel: „Meine Eltern hatten fast alle Beatles-Alben auf
Vinyl. Mein Vater spielte in einer Folk-Band, er hat mir die ersten
Griffe auf der Gitarre beigebracht. Er ist 1996 gestorben, und mir war
klar, ich muss diesen Weg weitergehen.“Stanzels Favorit ist Paul
McCartney, der Naive, Melodiensatte. Aber bei aller Unschuld à la
Beatles, die das zweite ALASAC-Album „Black Air“ ausstrahlt – Stanzels
Liedkunst hat einen entschlossenen Zug ins Düstere. Er nimmt sich, wie
es Gustav Flaubert formulierte, „das Recht, mit verbrannter Hand über
die Natur des Feuers zu schreiben“.

„Die Kunst ist keine Therapie“


„Meine Depressionen machen mich froh“, sagt er trotzig, „ich mag
kein oberflächlicher Mensch sein, der einfach dumm glücklich ist. Und
ich sage nicht, dass mich meine Musik befreit. Wenn ich einen traurigen
Song schreibe, kann es gut sein, dass es mir dann noch dreckiger geht.
Die Kunst ist keine Therapie für mich.“
Sich mit Unernst zu betäuben, käme für Stanzel nie infrage. Lieber
trägt er seine Verletzlichkeit wie ein Banner vor sich her. Und
manchmal riskiert er sogar den Griff in den Topf des Pathos. Etwa in
der an John Cales „Paris 1919“ gemahnenden Powerballade „Tears“, in der
es trefflich heißt: „Never smile when you feel low – always try to show
your broken heart“.
Das tut Stanzel derzeit bravourös, ist ihm doch seine Freundin
Marilies Jagsch abhandengekommen. Die beiden galten lange als das
heimische Indie-Pop-Traumpaar. Es bleibt „Fever“, ein herzerweichendes
Duett. Als Präludium hört man zwitschernde Vögel, dann umtanzen
einander Stanzels weiche Stimme und Jagschs virtuos-kratziges Organ.
 

Auf dem Beton von Simmering


Doch nicht alles auf „Black Air“ schwimmt in Nebel des
Missvergnügens. Das munter schaukelnde „Devil“ oder das unorthodox
groovende „Simmering“ geben ALASAC letztlich doch die Lizenz, ihre
Konzerte stehend zu spielen. In der Ode an den Heimatbezirk erwacht der
Erzähler mit dem Gesicht am Beton und wundert sich: „It really is
strange, I am only in bloom in the dark of the night.“
Das Simmeringer Konzertlokal Szene Wien war für Stanzel und seine
Freunde wichtig, dort durften sie früh vor renommierten Acts wie
„Magnolia Electric Co.“ auftreten. Stanzel: „Ohne die Szene Wien wären
wir nicht, wo wir jetzt sind. Schade, dass sie sich der Monopolist Muff
Sopper unter den Nagel gerissen hat. Der engagiert zwei
Alibi-Indie-Bands pro Monat und macht sonst seine Walpurgisnachtfeiern.“
Über mangelnde Unterstützung durch FM4 können sich ALASAC nicht
beklagen. Eher über ihre Erlebnisse als Nominierte für den „Amadeus
Alternative Award“: „Die absolut lächerlichste Preisverleihung! Die
haben die sogenannten Stars mit Limousinen von der U-Bahn abgeholt und
sie 200 Meter weiter am roten Teppich abgesetzt. Und bei der
After-Show-Party hörst du die Granden, die gleichzeitig die Totengräber
der österreichischen Musikzsene sind, sagen: ,Wen interessiert dieser
FM4-Alternative-Award? Die verkaufen ja eh nichts.‘ Dann nippst du noch
einmal am Gratiswodka und haust dich dann schnell über die Häuser.“
Kein Wunder, dass ALASAC nicht zu einer großen Plattenfirma wollen.
Beim kleinen Label „Siluh Records“ haben sie „totalen Freiraum“ – und
nicht einmal einen Vertrag: „Wir wissen, wo sie wohnen, sie wissen, wo
wir wohnen, falls mal was unklar sein sollte.“
Geplant wird derzeit eine Osteuropatour. Dass dort die Gagen noch
niedriger sind, schreckt niemanden. Man definiert sich ohnehin als
Leidensgemeinschaft. Stanzel: „Wir können uns aufeinander verlassen.
Egal, was passiert. Mal leiden wir mächtig, dann freuen wir uns ein
bisschen.“ Etwa darüber, dass Ken Stringfellow, immerhin auch Gitarrist
für R.E.M., ihr Album „Black Air“ produziert hat. Oder über dessen
wienerisch-englischen Titel. „Black Air“, schmunzelt Stanzel, „das
kommt aus meiner Zivildienstzeit bei den Sanitätern. In der Dämmerung
sagten die Krankenwagenfahrer oft: ,Jetzt kommt wieder die schwarze
Luft, da werden die Leut narrisch oder sterben...‘“
Live am 5. März, 20 Uhr, im WUK, Währinger Straße 59, Wien 9....("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.03.2009)
....
..

Saturday, February 28, 2009 
http://www.spintrunk.labzero.net/articles/195

enjoy
Tuesday, February 17, 2009 
https://www.mtv.de/music/19972869/bio

Friday, February 13, 2009 
Ganz offensichtlich in ihrem Element waren A Life,
A Song, A Cigarette auf der Bühne: Von Beginn an war die
österreichische Band stark. Insgesamt lieferte die Band eine souveräne
Show ab. Vor allem Lukas Lauermann brillierte am Cello und erntete
begeisterten Zuspruch von den Zuhörern. Im Gepäck hatten die Musiker
ihr aktuelles Album „Black Air“. Auf wienerisch übersetzt hieße das
„Schwarze Luft“, erklärte Frontmann Stephan Stanzel – und erntete dafür
erstmal ein Lachen. Die Erklärung folgte dann jedoch auf dem Fuße: „Als
‚Schwarze Luft' bezeichnen die Wiener Rettungsfahrer die Nacht.“ Nicht
nur im Titellied des Albums, „Black Air“, besangen A Life, A Song, A
Cigarette ihre Heimatstadt Wien, auch einen Song über den Wiener
Gemeindebezirk „Simmering“ präsentierten sie im Kula. Der Höhepunkt des
Auftritts der sechs Musiker war jedoch zweifelsohne ihr starker Abgang.
Im letzten Song verdichtete sich die Musik der Wiener zu einem ebenso
rasanten wie fulminanten Finale, unterstrichen – man kann fast sagen
untermalt – vom rhythmischen Licht: Man glaubte die Schwingungen fassen
zu können beim Abschluss des Konzerts, der Kulturladen schien
regelrecht zu vibrieren.

Anna Sophie Brasch


Sunday, January 25, 2009 
So originell ihr Bandname, so famos ist das Songwriting: Mit ihrem
zweiten Album „Black Air“ katapultiert sich die Wiener Band „A Life, A
Song, A Cigarette“ an die Spitze österreichischer Gitarrenpop-Kunst.
Unter der Produzenten-Obhut keines Geringeren als Ken Stringfellow (The
Posies, R.E.M.) präsentiert das von Sänger und Songschreiber Stephan
Stanzel angeführte Sextett eine vielschichtige, aufwendig (u. a. mit
Streichern) inszenierte Mischung aus vorwärtstreibendem
(Mitsumm-)Gitarrenpop, episch-countrieskem Pop-Rock samt
Pedal-Steel-Gitarren und R.E.M-Chören sowie bluesig-melancholischem
Psychedelic-Pop. Die Gitarrenriffs sind verschlungen, die Melodien
bisweilen flirrend, und der Gesang ist so dringlich-brüchig wie jener
von Conor Oberst.

Sunday, January 25, 2009 
Dieses leichte Pop-Folk-Konglomerat hätte doch glatt aus den Staaten
kommen können, ca. Omaha oder so. Aber nein, Wien ist der Heimat dieser
Band, die mit „black air“, ihrem Zweitling erneut ein zartbitteres
Kleinod zeitgenössischer Musik aufgenommen hat. Sechs Wiener also, die
sich öffentlich zu ihrem Faible für Bands wie Bright Eyes bekennen und
sich in ähnlich intensiv-verletzlichen Songs ergehen, literweise
Herzblut gegossen in grosse, zarte, melancholische Songs. Oktoberregen,
Dezemberschnee, Februarnebel, eine platte wie eine Jahreszeit, aber zum
Glück sitzen wir drinnen und können uns wärmen.

Sunday, January 25, 2009 

A Life, A Song, A Cigarette – Black Air


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Schon wieder eine neue Platte aus Österreich. Eine hörenswerte noch dazu. Die Wiener Band A Life, A Song, A Cigarette macht auf ihrem zweiten Album Black Air abermals eine bestechend gute Figur. Aufgepasst: mit Gewinnspiel!


.... A Life, A Song, A
Cigarette
sind keine Neulinge in der österreichischen Musikszene. Bekannt
geworden mit ihrem 2007 erschienenen Debütalbum Fresh Kills Landfill wurde der sechsköpfigen Wiener Band schnell
der Ruf zuteil Österreichs Antwort auf Bright
Eyes
zu sein. Selbstverständlich ist dies als Kompliment im höchsten Sinne
aufzufassen, wobei die Parallelen zu der amerikanischen Gruppe rund um Conor
Oberst nicht unbedingt von reiner Eigenständigkeit und Referenzlosigkeit der
Musik von A Life, A Song, A Cigarette zeugen. Umso erfreulicher ist es, dass das österreichische Sextett auf seinem
zweiten Werk Black Air einige
Schritte vorwärts gemacht und sich deutlich von den alten Vergleichen abgehoben
hat.

Intro

Aufgenommen haben A
Life, A Song, A Cigarette
diesmal mit Altmeister Ken Stringfellow, der sich
sowohl als Solomusiker als auch mit Bands wie The Posies oder Big Star einen Namen gemacht hat. Von einem Fachmann wie ihm produziert, verwundert es
wohl nur die wenigsten, dass Black Air gelungener nicht sein könnte. Die sechs Herren Stephan Stanzel (Gesang,
Gitarre, Lapsteel), Hannes Wirth (Gitarre), Martin Knobloch (Bass), Daniel
Grailach (Schlagzeug), Philipp Karas (Keyboard, Akkordeon) und Lukas Lauermann
(Cello) bieten hier in eindrucksvoller Art und Weise ein Optimum dessen,
was man sich für ein zweites Album wünschen und erhoffen durfte:
Facettenreichtum, Wandlungsfähigkeit und Dramatik pur. Es tut gut zu sehen,
dass A Life, A Song, A Cigarette nicht Halt gemacht, sondern ihr Niveau gesteigert haben.

Highlight

Schon die erste Singleauskoppelung Marie zeigt deutlich auf, dass sich A Life, A Song, A Cigarette mehr als zuvor aus dem Genre Folk /
Country heraus- und in Richtung Indiepop wagen. Trotz des trübseligen (und
etwas klischeehaften) Textes klingt der Song beschwingt und spielerisch leicht.
Ebenso Babyface: der Opener ist zugleich
die kürzeste Nummer von Black Air und
besticht durch eine heitere Keyboard-Line, die über den wehmütigen Text
hinwegtäuscht.

Devil und Down wiederum führen den Zuhörer in
entgegengesetzte Klangsphären, denn hier sind Düsterkeit und Elend tonangebend,
getragen von geschmeidigen Cellospuren, die sich derartig gut ins Gesamtkonzept
der Band einfügen, dass man sie keinesfalls missen möchte.

Auch der Titeltrack Black
Air
mit Stephan Stanzels fragilem Gesang basiert auf der Untermalung durch
das Cello, dessen Töne mit Fortgang des Songs immer kräftiger werden und sich schlussendlich
stolz in den Vordergrund erheben. Namengebend ist übrigens die Formulierung "schwoarze
Luft", eine Phrase aus dem Jargon der Wiener Sanitäter, die mit "Nacht"
gleichgesetzt werden kann. Schwermut und Verzweiflung, von denen hier gesungen
wird, lassen sich zwar kaum abschütteln, doch sind sie es, die dem Album seinen
Rahmen geben – umgesetzt auch auf Simmering,
einer Ode an den elften Wiener Gemeindebezirk.

Die harmonische Kraft und musikalische Dichte in ihrer
vollkommensten Form sind am besten in Truth und Tears bemerkbar. Zu den eindringlichen
Cellopassagen von Truth kommt in Tears ein ganzes Bläserensemble hinzu,
das mit einer gewaltigen Intensität zelebriert, wovon der Song handelt – Leid,
Kummer, Trauer. Der knapp dreieinhalb Minuten lange Instrumentalteil dieses
Tracks zeigt die (Post-)Rockqualitäten von A
Life, A Song, A Cigarette
auf und straft all jene Kritiker, die stets nur von
den Americana-Einflüssen der Wiener Band sprechen.

Den Schluss des Albums bildet das rein akustische Fever, ein Duett zwischen Stephan
Stanzel und Marilies Jagsch, das eine gleichermaßen gefühlvolle wie verletzliche
Atmosphäre schafft. Apropos Marilies Jagsch: die junge Dame leiht ihre Stimme auch dem Refrain von Near, einer melodischen Midtempo-Folkballade,
die mehr als zurecht als zweite Single dienen wird.

Outro

Black Air ist am
14. November 2008 auf Siluh Records erschienen. Wessen Herz für österreichische Musik im Allgemeinen und für
Indiefolk im Speziellen schlägt, kommt um diese Platte nicht herum. Das zweite
Studioalbum von A Life, A Song, A
Cigarette
besticht weitestgehend.

Wednesday, January 21, 2009 
Es ist wohl vor allem ein Zeichen deutscher Arroganz, wenn österreichische Bands hierzulande nicht wahrgenommen werden. Denn allein der Schmelztiegel Wien muß eine gewaltige Szene hervorbringen – von der man jenseits von Salzburg aber irgendwie nichts mehr mitbekommt. „Black Air“ ('schwarze Luft’ ist wienerisch für 'Nacht’), das zweite Album der Band um Stephan Stanzel, kann man nun eigentlich aber nicht übersehen oder –hören. Produziert  von Ken Stringfellow, ist dieses Werk ganz offensichtlich für internationale Ohren geschaffen – und hat den Anspruch, neben US-Größen wie Songs: Ohia oder gar den Bright Eyes zu bestehen. Und das tut es, fraglos. Grandioser Gitarrenrock, so melodienselig, daß man auch mal zwischendrin an die Beatles oder die frühen Floyd denkt. Oder an Springsteen. Mit anderen Worten: Diese zehn Songs sind Hits. Man will sie am liebsten gleich mitsingen. Käme die Band aus Omaha (oder so), sie wäre längst ganz oben, zumindest in der Indie-Welt. So hat sie es schwerer, aber schaffen wird sie es trotzdem. Muß einfach.
Sunday, January 11, 2009 

A Life, A Song, A Cigarette - Black Air

(Siluh Records / Munich)

A_Life_A_Song_A_Cigarette-Black_Air.jpg Oostenrijk is geen land met een grote traditie als het gaat om popmuziek. Sterker nog, hoeveel bands van enige importantie komen er uit de Alpen? Ik geef je er eentje: A Life, A Song, A Cigarette. De Sachertorte die dit Weense sextet tot hun tweede plaat heeft gemaakt, bestaat uit een stevige basis van indie, overgoten met flink wat Britpop en geglazuurd met een laag Americana. Zoals je bij een goede Sachertorte een mooie dot slagroom krijgt, zo bestaat het toefje dat Black Air afmaakt uit de productie van ex-Posie Ken Stringfellow. Of het resultaat lekker is? De mannen van de patisserie hebben goed geluisterd naar Ken Stringfellow, maar zijn zichzelf niet vergeten. De eerste hap glijdt gemakkelijk naar binnen (het vrolijke “Babyface”), maar naarmate het album vordert, neemt de zwaarte toe (“Devil”), helemaal wanneer de cello ingezet wordt in titeltrack “Black Air”. Afsluiter “Fever” is dan weer een intiem, maar theatraal getoonzet liedje. Daar tussendoor krijgen we een handvol mooie tracks van een sextet dat bewijst dat Wenen meer te bieden heeft dan flauwe walsen (en een lekkere taart). Geen idee of Black Air net zo lang houdbaar is als Sachertorte, maar voorlopig smaakt ‘ie prima.


Sunday, January 04, 2009 

Bei ihrer letzten Platte "Fresh Kills Landfill" noch als Wiener Antwort auf die Bright Eyes gehandelt, wirken A Life a Song a Cigarette auf „Black Air" überraschend schmissig und flott. Nicht natürlich, um Trauer und Schmerz des Vorgängers ernsthaft abzulegen. Statt Conor Oberst schwebten dieses Mal Folk- und Americana-Geister mit durchs Studio. Sänger Stephan Stanzel erzählt in den Songs Geschichten, die Band spielt dazu staubtrocken, aber trotzdem beschwingt ihre Weisen und Ken Stringfellow von The Posies steht dabei am Mischpult.

Songs, die sich aufbäumen, die in ihrer Traurigkeit euphorisch sind und ein unheimlich positives Album ergeben. Natürlich in Moll. (Säm Wagner)

Anhören!
* Near
* Marie
* Baby Face