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Psoriasis-Netz

Tine und Jaci Psoriasis-Netz


Last Updated: 10/22/2009

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July 12, 2009 - Sunday 


http://www.20min.ch/news/wissen/story/Warum-juckt-...
March 2, 2009 - Monday 

Current mood:  pissed off











Raptiva (Efalizumab) wurde in der letzten Woche (9. KW 2009) vom Europäischen Markt genommen.
Weltweit sind ca. 49.000 Patienten davon betroffen.

Offizielle Begründung:



EMEA für Rücknahme von Psoriasismedikament Raptiva – FDA zurückhaltend:

London/Washington –  Mehrere Fälle einer lebensgefährlichen Hirninfektion veranlassen die europäische Arzneimittelagentur EMEA die Rücknahme des Psoriasismedikaments Raptiva® (Wirkstoff: Efalizumab) zu fordern. Die US-Zulassungsbehörde FDA beschränkt sich vorerst auf einen Public Health Alert.

Raptiva wurde in den USA im Oktober 2003 und ein Jahr später in Europa zur Behandlung der Schuppenflechte eingeführt. Der Einsatz ist auf erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris vom Plaque-Typ beschränkt, die auf eine Reihe anderer Therapien nicht angesprochen haben.

Der Wirkstoff Efalizumab ist ein monoklonaler Antikörper, weshalb das Medikament parenteral, in diesem Fall einmal wöchentlich subkutan verabreicht werden muss. Er blockiert einen Rezeptor (LFA-1) auf den Leukozyten und verhindert dadurch, dass diese Zellen ins Entzündungsgebiet eindringen können.

Offenbar behindert Efalizumab aber auch die Patrouillen von Leukozyten im Gehirn, wo sie zur Abwehr von JC-Viren benötigt werden. Viele Erwachsenen sind latent mit diesem Virus infiziert, das normalerweise harmlos ist. Bei einer schweren Abwehrschwäche oder einer medikamentösen Immunsuppression kann das VC-Virus jedoch eine tödliche Hirnerkrankung auslösen, die als progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) bezeichnet wird.

Die Gefahr einer tödlichen Hirnerkrankung überwiegt nach Ansicht des Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der EMEA die möglichen Vorteile der Therapie, die in einem deutlichen Rückgang der Hautläsionen bestand. Die Reduktion des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) ist jedoch nicht von Dauer, weshalb viele Patienten das Medikament über viele Jahre anwendeten.

Das CHMP führt zur Begründung seines Verbotantrags neben den PML-Fällen weitere schwere Nebenwirkungen an, die in Verbindung mit Raptiva aufgetreten seien. Dazu zählen das Guillain-Barré-Syndrom und seine Variante Miller-Fisher- Syndrom sowie Enzephalitis, Enzephalopathie, Meningitis, Sepsis und opportunistische Infektionen.

Die EMEA rät von Neuverordnungen von Raptiva ab. Bei Patienten, die zurzeit mit Raptiva behandelt werden, bleibt nach Ansicht der EMEA Zeit, nach Therapiealternativen zu suchen, bevor das Medikament abgesetzt wird. Den Patienten wird geraten, sich mit den Ärzten in Verbindung zu setzen, das Mittel, sofern sie es selbst injizieren, aber nicht abrupt abzusetzen.

Die FDA hatte bereits im Oktober 2008 einen Warnhinweis verfügt, in dem vor lebensbedrohlichen Infektionen, einschließlich PML gewarnt wird. Aktuell werden in einem Public Health Advisory weitere Maßnahmen angekündigt. Diese müssen nicht notwendigerweise in ein Verbot münden, wie in den Medien spekuliert wurde.



Eure Jaci !












February 19, 2009 - Thursday 








Raptiva (Efalizumab) ist ein Medikament, welches bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis verordnet wird.
Dieses Medikament gehört zu den Biologicas.
Wirkung: Raptiva greift in das Immunsystem ein und suggeriert der Haut, dass sie sich schon regeneriert hat. Somit sollen die lästigen Schuppen  und Entzündungen verschwinden.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus funktioniert es hervorragend (wie gesagt, bei mir). Ich selber spritze mir seit fast einem Jahr das Medikament und es geht mir sehr gut damit. 
Raptiva ist das erste Mittel welches bei mir kaum Nebenwirkungen hervorruft (leichte Kopfschmerzen waren zu spüren), aber dennoch sehr viel Wirkung hat.
Ich habe schwere Psoriasis pustulosa (Schuppenflechte mit Bläschenbildung). Normalerweise habe ich offene Hände und Füsse - nicht gerade lecker anzusehen und kann auch sehr schmerzhaft sein.
Seit ich Raptiva spritze sind nur noch kleine Stellen einer leichten Psoriasis vulgaris (gemeine Schuppenflechte) zu sehen, welche mich nicht weiter stören. 

Um Raptiva zu erhalten, muss man aber schon einige Medikamente wie Ciclosporin, MTX, Fumaderm, eine Strahlentherapie sowie mehre Klinikaufenthalte verschrieben bekommen haben.
Dies ist leider der "Amtsweg".

Vielleicht helfen Euch meine Erfahrungen.
Viel Glück und liebe Grüße

Eure Jaci !










January 24, 2009 - Saturday 

Current mood:  contemplative






Erfahrungsbericht



Viele Psoriatiker haben ein Problem einen passenden Job zu finden oder sich zu orientieren welchen sie denn überhaupt machen könnten.
Nun, es liegt eher an der Form der Psoriasis. Mit einer leichten Psoriasis vulgaris (gemeine Schuppenflechte) ist es einfacher einen "Traumjob" ausüben zu können. Wobei es eben mit einer Psoriasis pustulosa (Schuppenflechte mit Bläschenbildung) oder einer Psoriasis artritis (Schuppenflechte mit Gelenkbefall)ein riesen Problem ist.

Ich persönlich habe ein großes Problem überhaupt einen Job zu finden mit meiner Krankheit. Ich habe eine schwere Form der Psoriasis pustulosa und  bin sehr an Händen und Füssen betroffen. Gefolgt von einer diagnostizierten Psoriasis artritis und einer leichten Neurodermitis, welche mich nocht nicht so arg belasten und einschränken.

Das heisst, das ich meine "Traumjobs" niemals machen kann, was mich natürlich sehr ärgert. Dadurch das ich ein ziemlich lebensbejahender Mensch bin und auch gut mit Menschen kann, möchte ich natürlich auch gerne mit Ihnen arbeiten. Das heisst, meine Traumjobs gingen in Richtung Kosmetikerin oder Physiotherapeutin.

Mit meinen offenen Händen ist das natürlich nicht möglich. Kein Chef würde mich so einstellen und auf die Menschheit loslassen und kein Kunde würde sich von solchen Händen behandeln lassen. Das ist nur die eine Seite der "Medailie", sicherlich würde ich die Cremes, Salben oder Öle auf Dauer garnicht vertagen. Also musste ich diese Jobs gedanklich an den Nagel hängen.

In meinem erlernten Beruf, welcher natürlich auch sehr kreativ war, kann ich auch nicht mehr arbeiten. Als Gärtnerin im Garten- und Landschaftsbau und Floristin konnte ich beides haben - viele Menschen und Kreativität. Doch es sollte nicht sein und ich bin nicht mal mehr in der Lage gewesen (wenn die Hände offen waren)  5 Nelken zusammen zu binden.

Durch meine Psoriasis  fallen folgene Berufe weg (nur um ein paar zu nennen):

- Köchin

- Kellnerin

- Kassiererin

- Kosmetikerin

- Physiotherapeutin

- Gärnerin

- Floristin

- Hotelfachfrau

- Reinigngskraft

- Verkäuferin und viele mehr.

Im Grunde bleibt nicht mehr viel übrig. Ich müsste in einem Büro sitzen und selbst hier müsste ich erstmal einen Chef finden der mit meiner unansehlichen Psoriasis kein Problem hat.

Hinzu kommt, das ich seit einigen Jahren einen Grad der Behinderung von 50 habe (Behindertenausweis mit 50%) und viele potentielle Arbeitgeber garnicht wissen das hier Förderungen möglich sind. Sie könnten theoretisch und praktisch einen Antleil des Gehaltes bekommen oder um einen geeigneten Arbeitsplatz zu schaffen eine dafür passende Förderung beziehen.

Also, liebe Arbeitgeber, keine Angst vor Schuppenflechte und doch mal dahinter schauen. Mit viel Glück habt ihr einen tollen Arbeitnehmer der auch  Arbeit sieht und trotz Krankheit seinen Job zur vollsten Zufiriedenheit ausführt.




Liebe Grüße Eure Jacqueline

 
 
 











January 14, 2009 - Wednesday 



Was beim Kratzen im Gehirn passiert


In alten Lehrbüchern lasen angehende Hautärzte lange, dass Schuppenflechte eher selten mit Juckreiz verbunden ist. Diese Meinung ist inzwischen revidiert, und viele Menschen mit Schuppenflechte wissen: Der Juckreizgehört mit zum schlimmsten, was so eine Psoriasis mit sich bringen kann. Nun haben US-Forscher mal dem Gehirn zugeschaut, was dort während des Kratzens eigentlich passiert.

Wissenschaftler an der Wake Forest University Baptist in Winston-Salem (USA)steckten (gesunde) Freiwillige in einen Magnetresonanztomographen und kratzen sie alle 30 Sekunden für wiederum 30 Sekunden mit einer Bürste am Bein, und das insgesamt fünf Minuten lang. Dabei schauten sie also dem Gehirn zu.

"Zu unserer Überraschung waren während des Kratzens genau die Bereiche des Gehirns weniger aktiv , die mit Widerwillen und unangenehmen Gefühlen oder Erinnerungen verbunden sind", sagt der Leiter der Untersuchung, GilYosipovitch. "Wir wussten, dass das Kratzen angenehm ist, aber wir wussten nicht, warum", so Yosipovitch. "Es ist möglich, dass das Kratzen die emotionale Komponenten von Juckreiz unterdrückt und ihm Entlastungbringt."

Das Gehirn arbeitete während des Kratzens weniger, und zwar an zwei Stellen im cingulären Cortex - zum einen in einem Bereich, der mit Aversionen und unangenehmen sensorischen Erfahrungen verbunden ist, und zum anderen in einem Bereich, der mit Erinnerungen verbunden ist. Immer, wenn bei den Teilnehmern das Kratzen am intensivsten war, war die Aktivität in diesem Gehirnbereich am geringsten.

Die Versuchspersonen berichteten dem Kratz-Forscher Yosipovitch auch, dass eigentlich nur intensives Kratzen gegen den chronischen Juckreiz geholfen hat -ausdrücklich nur das Kratzen bis aufs Blut.

"Natürlich ist das Kratzen nicht zu empfehlen, denn es verletzt die Haut", so Yosipovitch, "aber wir verstehen, wie der Prozess funktioniert, das könnte zu neuen Behandlungsmöglichkeiten führen." So könne er sich Medikamente vorstellen, die den beobachteten Teil des Gehirns lahmlegen.

Die Forscher sahen außerden, dass während des Kratzens einige Bereiche des Gehirns aktiver waren - unter anderem einer, der mit Schmerz verbunden ist, und einer, der mit zwanghaftem Verhalten verbunden ist. "Das könnte erklären,warum man das Kratzen nicht sein lassen kann", sagt Yosipovitch.




January 14, 2009 - Wednesday 




Totes Meer - Erholung von der Psoriasis



Das Tote Meer ist für viele Psoriasis-Patienten ein Ort, an dem sich ihre Haut einmal von der Schuppenflechte erholen kann. Die Behandlung dort ist sehr vielversprechend. Die meisten kommen mit einer deutlichen Abheilung oder oft sogar mit einer völlig erscheinungsfreien Haut zurück.

Die Behandlung der Schuppenflechte ist anstrengend, so dass ein Kuraufenthalt am Toten Meer keineswegs als Urlaub betrachtet werden kann. Die Zeit in der prallen Sonne steigert sich von fünf Minuten bis zu mehreren Stunden. Ab und an - zwei- bis dreimal am Tag - steht ein Bad im Toten Meer an. Sodann spült man sich unter der Süßwasser-Dusche ordentlich ab. Wichtig ist: Es darf sich am Körper nicht eine einzige, noch so winzige "offene Stelle" finden. Das Salzwasser brennt wahnsinnig. Laut verschiedenen Ärzten ist es auch nicht unbedingt das Salzwasser, das der Pso hilft, sondern die Kombination aus Klima, Mineralien auch in der Luft und eben dem Wasser.

Eine feste Größe im "Stadtbild" des Kurortes ist das "Solarium", womit hier ein nach Männern und Frauen getrennter FKK-Bereich gemeint ist, der nur von den Hautkranken genutzt wird, so dass niemand seine Stellen verstecken muss. Hier sind Liegen, Ventilatoren und einige Sonnendächer aufgebaut.

Sonnenschutz-Mittel sind kaum nötig, wenn man die Sonnenbäder richtig betreibt.

Salben am Toten Meer bestehen vor allem aus Vaseline, die die Schuppen löst. Wer eine Pso auf dem Kopf hat, trabt einmal am Tag zur Schwester, um sich die Creme auf dem Kopf einschmieren zu lassen.

Wer irgend kann, sollte sich vor der (Tor-)Tour in Deutschland im Solarium vorbräunen. Dann ist die Sonnenbrand-Gefahr kleiner.

Nicht so schön...

Doch es gibt auch Nachteile. Der größte ist das Klima. Eigentlich ist es am Toten Meer nur im April und Mai sowie Mitte September bis Mitte Oktober erträglich. Wenn bei uns Sommer ist, sind die Temperaturen am Toten Meer nicht auszuhalten, was 40 bis 45 °C bedeutet. Das Wasser ist dann ebenfalls 40 °C warm - also keine Erfrischung.

Den Flug oder besser die Kontrollen davor kann man getrost auch als Nachteil bezeichnen, denn die Israelis haben schreckliche Angst vor Bombenattentaten, und so fragen sie jedem Gast Löcher in den Bauch.

In den letzten Jahren sind immer mehr Hotels gebaut werden. Damit einher geht ein zuweilen recht lautstarkes "Amüsement".

Wer für vier Wochen ans Tote Meer fährt, muss sich klarmachen: Im Kurort gibt es nichts als Hotels, kein einziges privates Haus, nur Einkaufszentren, Bars und Imbiss-Läden sorgen da noch für Abwechslung. Die Hotels sind stets bemüht, kleinere und größere Veranstaltungen in ihren Häusern anzubieten. Insgesamt empfiehlt es sich, genügend Literatur oder andere Abwechslung einzupacken.

Wasser muss man am Toten Meer ständig bei sich haben und trinken: drei bis sechs Liter am Tag, und auch dann, wenn man keinen Durst verspürt. Säfte, Kaffee, Tee oder Bier zählen in diese Rechnung nicht mit 'rein. Wer nicht genügend Wasser in sich "hineinpumpt", bekommt einen Kreislaufkollaps.

Wie komme ich ans Tote Meer?

Krankenkassen zahlen noch immer Kurafenthalte am Toten Meer. Dazu gehe man zunächst zu seiner Krankenkasse, lasse sich einen Antrag auf eine Reha-Maßnahme geben. Nicht abwimmeln lassen! Krankenkassen behaupten oft, sie seien dafür nicht zuständig. Das stimmt nicht.

Mit dem Antrag geht's zum behandelnden Hautarzt. Der muss den Bogen ausfüllen und vor allem gut begründen, warum die Schuppenflechte in Deutschland nicht mehr zu behandeln ist. Die meisten Krankenkassen wollen auch alle bisherigen Kuraufenthalte in Deutschland aufgezählt wissen und setzen voraus, dass man mindestens zweimal in seinem Leben schon in den Grenzen unserer Republik eine Kur hinter sich gebracht hat.

Der Bogen gehört dann wieder per Brief oder persönlich zur Krankenkasse. Die lässt sich dann meist ein paar Wochen Zeit, bevor sie den Antrag entweder gleich ablehnt oder den Patienten zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen einlädt. Letzteres ist schon mal gut, doch sollte man bei der Terminvereinbarung darauf dringen, einen Dermatologen vor sich sitzen haben zu wollen. Wird der Antrag abgelehnt, ist noch lange nichts verloren: Es lohnt sich, gegen den Bescheid Berufung einzulegen. Wie das geht, steht in einem Merkblatt, das unbedingt bei der Ablehnung dabei sein muss.

Schickt der Medizinische Dienst eine Ablehnung ins Haus, ist ein Widerspruch natürlich genau so sinnvoll.

Schickt er dagegen die Bewilligung, ist zunächst die Freude groß. Dann muss sich der potentielle Israel-Reisende einen Reiseveranstalter suchen, der die Kurreise organisiert. Damit ist der größte Teil der Arbeit schon geschafft.

Claudia Liebram





January 14, 2009 - Wednesday 

Current mood:  contemplative

Psoriatiker haben mehr Fettsucht-Hormon im Blut


Menschen mit Schuppenflechte haben mehr Leptin im Blut als andere. Das haben Forscher in einer Studie herausgefunden. Einmal mehr kommen Wissenschaftler zum Schluss: Schon das Abnehmen kann eine Schuppenflechte bessern.


Leptin ist ein Hormon. Es überträgt eigentlich ein Sättigungs- oder eben ein Hungersignal und spielt überhaupt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Fettstoffwechsels von Menschen. Leptin beeinflusst aber auch eine Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz.

"Zusammenhänge zwischen Schuppenflechte, Fettsucht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und dem metabolischen Syndrom sind bereits bekannt", so die Autoren. Der dahinter liegende Mechanismus sei komplex, klar aber sei: Die "Fettsucht der Psoriasis" scheint eine Verbindung zu Herzerkrankungen, zu Diabetes mellitus, Schlaganfall, Herzerkrankungen und Bluthochdruck und Herzinfarkt zu haben.

Die Forscher hatten die Werte von 77 Patienten mit und 81 ohne Schuppenflechte verglichen. Zwei Jahre lang sammelten sie die Daten und Blutwerte der Teilnehmen. Das Blut wurde daraufhin untersucht, wie viel Leptin darin enthalten war.

Die Patienten mit Schuppenflechte waren öfter fettsüchtig, hatten öfter Bluthochdruck und entwickelten hohe Blutzuckerwerte. Hohe Leptin-Werte wurden öfter in Frauen mit Schuppenflechte gefunden, außerdem bei den übergewichtigen Patienten.

"Alles in allem war die Psoriasis deutlich verbunden in unserer Studie mit einem hohen Leptin-Level", schreiben die Autoren. Zudem ist der hohe Leptin-Wert bei der Psoriasis verbunden mit einem erhöhten Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln."

Der hohe Leptin-Wert kommt dabei nicht unbedingt nur vom Fettgewebe, sondern auch von der fortwährenden Entzündung, die Teil der Schuppenflechte ist. Und besagtes Leptin kann wiederum das Risiko steigern, übergewichtig zu werden, an einem metabolischen Syndrom oder eine Diabetes zu erkranken.

"Eine Gewichtsreduktion führt zu einer deutlichen Verringerung des Leptin-Levels und erhöht die Insulin-Sensitivität", so die Forscher. Ihr Fazit: "Gewichtsreduktion kann künftig Teil einer generellen Behandlung der Psoriasis werden, besondern bei fettsüchtigen Patienten."

January 13, 2009 - Tuesday 




Fragen und Antworten


Helfen Entspannungsmethoden wie Autogenes Trainin­g?

Dass Stress und psychische Belastungen das Auftreten von Psoriasisschüb­en auslösen können steht fest, demnach kann bei solchen Patienten ein Entspannungsverfahren wie Autog­enes Training oder auch Yoga sehr hilfreich sein.


Ist die Schuppenflechte eine rein psychische Kra­nkheit?

Nein. Bei der Psoriasis steht eine vererbte also genetisch determinierte Autoimmundermatose im Vordergrund, die durch psychische Faktoren ausgelöst werden kann oder auch verschle­chtert wird.


Wann sollte man eine Psychotherapie bei Schuppen­flechte machen?

Die Einleitung einer Psychotherapie hängt bei der Psoriasis entscheide­nd von den psychischen Begleiterkrankungen wie Angst und Depression ab. Eine Psychotherapie kommt besonders bei chronischen Formen der Psorias­is und Stressrespondern in Betracht. Die Gruppe der Stressresponder so­llte bei der Psoriasis unter psychotherapeutischen Aspekten identifizi­ert, diagnostiziert und adäquat therapeutisch behandelt werden.


Wenn Stress ein Einfluss­faktor auf die Psoriasis ist, wie lange nach Stress kann die Schuppenf­lechte schlechter werden?

Typischerweise wird die Psoriasis nach Stress nicht im gleichen Moment schlechter. Es dauert etwas länger. An ein belastendes Ereignis in einem Zeitraum von vier Wochen vor dem ­Beginn der Erkrankung konnten sich in einer Studie 35% Psoriasis-Patie­nten erinnern.


Welche Möglichkeiten gibt es, trotz Stress mit d­er Krankheit besser umz­ugehen? Um Stress kommt man ja leider nie ­gänzlich herum.

Wichtig ist eine positive Krankheitsbewältigung. Positive aktive Strategien beinhalten Zupacken, Zuwenden, Problemanaly­se, Auflehnung und emotionale Entlastung. Das klingt vielleicht etwas abstrakt. Wichtig ist eine Unterstützung bei der Problemlösung - Gesprächsangebo­te, Ermutigungen in der Familie - Partnerschaft und durch den Arzt des V­ertrauens.


Im Moment geht es mir eigentlich gut, aber wie k­ann ich mich auffangen, wenn mein nächstes Tief kommt?

Die Resignation bei dieser chronischen Erkrankung führt häufig
dazu, d­ass sich die Patienten hilflos und depressiv fühlen. Eine möglicherweise begleitende Depression sollte frühzeitig abgeklärt­ werden und dann entsprechend behandelt werden durch Psychotherapie oder auch ­Medikamente. Andererseits führt eine Hautverschlechterung zu Depressionen, und in solchen Fällen kann konsequente Hautbehandlung und Hautpflege d­ie emotionale Situation verbessern. Hier liegt ein klassisches Beispiel einer Wechselbeziehung zwischen Ha­ut und Psyche vor.


Da meine Nägel sehr stark betroffen sind, ziehe ­ich mich immer öfter z­urück. Ist das schon ein Anzeichen dafür, ­dass psychisch etwas aus dem­ Gleichgewicht ist?

Generell ist dies ein Problem vieler Patienten mit sichtbaren Haut-
erkr­ankungen. In der Dermatologie lässt sich immer wieder folgender zentraler Mechan­ismus beobachten: Krankheit – Anpassungsstörung – Angst – Depression – ­und sozialer Rückzug. Wenn Sie starke Einschränkungen im sozialen Umfeld wie Beruf oder Part­nerschaft aufweisen, kann eine psychische Störung dahinterstecken. In solchen Fällen wäre eine psychologische Abklärung anzuraten.


Medikamente haben als unerwünschte Wirkung oft D­epressionen im Beipack­zettel. Sollte man ein Medikament trotz le­ichter Depression überhaupt ­nehmen?

Hier kommt es auf das Medikament (Medikamentengruppe) und den Grund de­r Verordnung an. Dies sollte offen mit dem behandelnden Arzt besproche­n werden. Welches Medikament meinen Sie genau?


Ich hatte mehrere Medikamente, z. B. Arava, MTX ­und Neotigason. Welche Medikamentengruppen gibt es denn? Worauf ­sollte man achten?

Diese Medikamente werden ja bei mittelschwer bis schweren Formen der P­soriasis verordnet. Dabei findet ja in der Regel eine engmaschige ärzt­liche Kontrolle statt. Liegt beispielsweise eine latente Depression vor und wird der Arzt dar­auf hingewiesen, so kann man dies im Rahmen der Kontrollvorstellungen b­esonders beachten. Meist tritt eine medikamentenbedingte Depression langsam auf. Sollte es­ dann zu einer Verschlechterung der Stimmungslage oder Depression komm­en, ist es möglich, Medikamente wie Neotigason umzustellen, damit ist die Nebenwirkung einer Depression bei der Behandlung mit ein­em solchen Medikament insgesamt gut steuerbar.


Gibt es einheitliche Therapieansätze, oder schwa­nkt dies je nach Patient und Typ der Psoriasis?

Die Therapie der Psoriasis erfolgt heute unter dem Aspekt einer bio-
p­sychosozialen Sichtweise, hierfür gibt es festgesetzte Leitlinien, denen sich die Ärzte verpflich­tet haben. Je nach Patient individuell verschieden kann die körperliche Symptomatik­ (biomedizinisch) oder auch psychosoziale Beschwerden einschließlich d­er Bewältigung im Vordergrund stehen. Für jeden Patienten werden dann entsprechend der Hauptbeschwerden sowi­e Schweregrad die notwendigen Therapieschritte eingeleitet. Beispielsw­eise Salben, Medikamente oder eben auch psychologische Maßnahmen.


Gibt es viele Betroffene die Resignieren... und ­was sind die Folgen?

Ein Tief kennt jeder, insbesonders chronisch Kranke. Durch die Belastung des äußeren Erscheinungsbildes erhält die Psoriasi­s einen entscheidenden Krankheitswert, insbesondere in der Überzeugung­ der Patienten, entstellt zu sein (Stigmatisierung). Für die Patienten ergibt sich ein weiterer Belastungsfaktor daraus, da­ss die Auslösung eines Erkrankungsschubes weder vorhersehbar noch kont­rollierbar ist. Dies führt bei dieser chronischen Erkrankung häufig dazu, dass sich di­e Patienten hilflos und depressiv fühlen.


Derzeitig fühle ich mich mit meinem fast normale­n Hautbild sehr stabil­. Ich finde, am Anfang stand bei mir einde­utig die Psoriasis! Das konnte ich nur durch die Fumadermtherapi­e so klar erkennen.

Genau, es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Haut und Psyche. Es kann auch eine somatopsychische Störung vorliegen, wobei zuerst die Erkrankung auftritt und zu reaktiv psychischen Störun­gen führt, welche sich unter Therapie und Abheilung der Haut bessern o­der wieder verschwinden.


Seit dem Einsetzen des Verhütungsstäbchens Impla­non erkrankte unsere T­ochter zuerst an Gürtelrose und jetzt hat ­sie auch Schuppenflechte bek­ommen. Kann es einen Zusammenhang m­it Implanon geben?

Hormonelle Faktoren können eine Psoriasis beeinflussen. Besondere Wechselwirkungen sind bei Schwangeren beschrieben worden, da­ eine Beeinflussung des Immunsystems durch Hormone angenommen wird. Sowohl Gürtelrose als auch die Psoriasis sind Erkrankungen, die bei
Stö­rungen des Immunsystems auftreten. Da es viele Ursachen von Immunstörungen gibt, sollten diese bei einem A­rzt ausgeschlossen werden und danach nochmals ein Zusammenhang zu Impl­anon neu diskutiert werden.


Kann Implanon eine Immunschwäche auslösen?

Mir persönlich ist kein Fall bekannt. Hier wäre ein interdisziplinärer Austausch zwischen Gynäkologe und De­rmatologe nach der oben angeratenen Durchuntersuchung ratsam. Eine int­ernationale Literaturanfrage würde dies begleiten können.


Wie funktioniert eine gute Bewältigung der Schup­penflechte?

Zentral ist eine gute Hautbehandlung, Hautpflege und positive Krank-
hei­tsbewältigung sowie bei Stressproblemen eine Entspannung. Wichtig sind aktive Strategien mit regelmäßiger Hauttherapie, Auslöser­ vermeiden und emotionale Entlastung.


***

Zur Person

Dr. Wolfgang Harth ist Facharzt für Haut- ­und Geschlechtskrankheiten sowie leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor an der K­linik für Dermatologie und Phlebologie Berlin- Friedrichshain. Als Dermatologe erfolgte die Ausbildung zum Psychotherapeuten und 2002­ die Habilitation im Fachgebiet Dermatologie an der Medizinischen Fakultät­ der Universität Leipzig. Im Bereich Psychodermatologie erfolgte die Publikation des ersten deut­schen Lehrbuches für psychosomatische Dermatologie (Harth, Gieler, Spr­inger Verlag 2006) sowie eine Autorenschaft der S2+IDA Leitlinie Psychodermatologie der Kommis­sion für Qualitätssicherung in der DDG/ AWMF. Seit 2007 hat Dr. Harth den Vorstandsvorsitz des Arbeitskreises Psychosomatische Dermatologie, einer Sektion der Deutschen Dermatologischen ­Gesellschaft.




January 12, 2009 - Monday 

Current mood:  loved









Partnerschaft und Sexualität bei Schuppenflechte


Eva Rothermund und Doreen Sharav vom Institut für Sexualwissenschaften (Charité Berlin) wollten es ganz genau wissen. Ihre Fragen waren sehr intim: Die beiden haben untersucht, wie sich die Schuppenflechte auf Partnerschaft und Sexualität auswirken kann.



Ihre Erkenntnisse: Die meisten der befragten Psoriatiker fühlten sich durch ihre Krankheit nicht oder nur kaum in ihrem Sexualleben beeinträchtigt. Je zufriedener sie in ihrer Partnerschaft waren, desto weniger hat die Krankheit ihre Sexualität beeinflusst. Vor allem die Ängste von Psoriatikern, dass ihr Partner sie wegen der Krankheit ablehnen könne, stellten sich als unberechtigt heraus: Fast 70 % der Partner störten sich überhaupt nicht an der Psoriasis des anderen. Den Juckreiz jedoch empfanden alle als „Lustkiller“. Das Thema wurde bei den Befragten in der Partnerschaft selten offen angesprochen. Fast die Hälfte wünschte sich, besser beraten zu werden. Sexual-medizinisch weitergebildete Hautärzte sind aber bisher noch selten.



Die Aktion fand im Sommer 2003 statt. Es wurden nicht nur betroffene Psoriatiker befragt, sondern auch ihre Partner. Jeder beantwortete für sich einen 24 Seiten dicken Fragebogen - anonym und freiwillig. Die Antworten des anderen sollten aber nicht gelesen werden. Insgesamt beteiligten sich 1.076 Betroffene und 758 Partner daran. Es antworteten mehr Männer als Frauen. 50 Prozent der Betroffen hatten gleichzeitig Haut und Gelenk-Psoriasis. Das Durchschnittsalter lag mit 51 Jahren recht hoch. Ebenso die Krankheitsdauer mit durchschnittlich 30 Jahren.



Angeschrieben wurden alle Mitglieder des Deutschen Psoriasis-Bundes (DPB). Von ihnen antworteten 1.076 Betroffene und 758 Partner. Den geringen Rücklauf erklären sich die (ehemaligen) Studentinnen damit, dass der Fragebogen umfangreich zu intimen Themen Auskunft verlangte und die Befragung in der Sommerzeit durchgeführt wurde.



Gründe könnten aber auch sein: In der Generation derjenigen, die geantwortet hatten, wurde nicht so offen über Sexualität gesprochen wie heutzutage. Bei der Befragung waren sie in einem Alter, in dem Sex für sie vermutlich nicht mehr so wichtig ist wie in jungen Jahren. Außerdem geht man als "reifer Mensch" normalerweise gelassener mit diesem Thema um. Nach so vielen Jahren verdrängen viele gerne ihre peinlichen Gefühle, die sie mit 20 oder 25 Jahren hatten. „Altersweisheit“ äußert sich auch darin, dass man Probleme der Jugend herunterspielt oder relativiert. Nach 30 Jahren Krankheitsdauer haben viele es entweder aufgegeben, sich darüber aufzuregen oder sich mit ihrer Psoriasis arrangiert.



Es antworteten mehr Männer als Frauen. 50 Prozent von ihnen haben neben der Hautkrankheit auch Beschwerden an den Gelenken.

  • 80 Prozent der Antwortenden waren in einer Partnerschaft.

  • 70 Prozent von ihnen haben Kinder.

  • 60 Prozent sind berufstätig.

  • Der durchschnittliche Schweregrad der Psoriasis (PASI) lag bei 18,9 Prozent. "Es beteiligten sich offenbar eher diejenigen mit einer schweren Psoriasis", erklärt Doreen Sharav.

  • 20 Prozent der Antwortenden waren Singles.

  • Fünfzehn Prozent der Paare waren homosexuell - zehn Prozent männliche und zehn Prozent weibliche Paare. Ihre Erfahrungen und die Dauer der Partnerschaft unterschieden sich nicht von den anderer Paare.

Gefragt wurde unter anderem, wie viel Prozent der Haut von der Schuppenflechte betroffen sind und an welchen Stellen sie "sitzt". Außerdem ging es um Partnerschaft und um sexuelles Verhalten - beispielsweise, wie oft der Geschlechtsverkehr "geschieht" oder ob sexuelle Funktionsstörungen bemerkbar sind.




.... .. ..

Problem 

Frauen 

Männer 

kein sexuelles Verlangen (Appetenzstörung) 

10,0 

18,6 

Orgasmusstörung 

14,8 

5,9 

Erregungsstörung 

21,0 

16,7 

vorzeitige Ejakulation oder Vaginismus 

7,7 

15,1 

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr 

14,4 

10,4 

sexuelle Aversion 

22,5 

19,7 


Sexuelle Aversion äußert sich zum Beispiel darin, dass der Mann solange Fußball guckt, bis die Frau entnervt ins Bett gegangen ist - damit er nicht mit ihr "schlafen" muss. Wichtig ist: All diese Störungen sind auch bei Menschen ohne Schuppenflechte vorhanden.




Ergebnisse der Befragungsaktion

Die sexuellen Funktionsstörungen sind unabhängig vom Alter - außer die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

• Auffällig häufiger als bei gesunden Menschen haben diejenigen mit Schuppenflechte kein Verlangen nach Sexualität. Besonders häufig ist dies bei Psoriasis arthritis. Die Studienleiterinnen vermuten die mangelnde Beweglichkeit als Hauptgrund.

• Je stärker die Schuppenflechte ist, desto größer ist die sexuelle Dysfunktion.

• Betroffene mit Schuppenflechte in der Leisten- oder Genitalregion

- haben seltener eine ungestörte Sexualität

- haben häufiger Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

• Die Partner beurteilen die Partnerschaft optimistischer als die Betroffenen mit Schuppenflechte.

• Nach Seitensprüngen befragt, erwies sich: Die Menschen mit Psoriasis und ihre Partner sind sehr treu.

• Für 3,6 Prozent der Betroffenen ist eine Schwangerschaft nicht vorstellbar. Bei den Partnern sehen nur 5,7 Prozent dies genauso.

• Acht Prozent der Betroffenen haben Angst vor einer Schädigung des Kindes durch Medikamente. Bei den Partnern sahen 4,5 Prozent genauso.

• 44,9 Prozent der Antwortenden wünschten sich eine bessere Beratung.



Erfahrungen zeigen, dass sich junge Psoriatiker oft schwer mit ihrer Sexualität tun: Sie klagen über Schmerzen beim Sex, fühlen sich eingeschränkt und hilflos. Wütend gegen ihr Schicksal befürchten sie, dass die Psoriasis sie als Sexualpartner uninteressant macht. Der herrschende "Schönheitskult" stempelt jeden ab, der nicht genau diesem Ideal entspricht! Die Ergebnisse der Befragung widersprechen außerdem mehreren Studien, bei denen die Lebensqualität von Psoriatikern untersucht wurde. Dabei wurden alle Bereiche abgefragt und nicht nur das Sexualverhalten. Danach steht die Psoriasis gegenüber anderen Krankheiten bei den körperlichen Belastungen an zweiter, beim psychischen Leidensdruck an dritter Stelle. Zehn Prozent der Psoriatiker haben wegen ihrer Krankheit schon einmal an Selbstmord gedacht.



"Oft wird eine Schuppenflechte in der Leisten- oder Genitalregion beim Hautarzt diskret verschwiegen", so Doreen Sharav. "Dabei: Wenn man beispielsweise die Leisten mit Vitamin-D3-Salben wie Psorcutan oder Silkus behandelt, hilft das oft sehr schnell."



Hinweis für Ärzte: Hautärzte, die sich zum Thema Sexualität und Partnerschaft weiterbilden möchten, könnten sich an das Institut für Sexualmedizin in Berlin wenden (Telefon 030/6238988)

Wie stark stört Sie die Psoriasis in der Sexualität?




.... .. ..

 

Betroffener 

Partner 

gar nicht 

33 Prozent 

68 Prozent 

gering 

37 Prozent 

22 Prozent 

stark 

21,8 Prozent 

8,5 Prozent 

sehr stark 

6,6 Prozent 

(sehr wenige) 

Fazit der Studienleiter: Die Partner stört die Psoriasis gar nicht so oft wie die Betroffenen.










January 11, 2009 - Sunday 






Schuppenflechte: Nicht immer ist die Psyche mit beteiligt


„Hautkrankheiten haben ganz viel mit der Psyche zu tun.“ Wie oft hört ein Psoriatiker diesen Satz von Bekannten und Verwandten. Nicht immer ist dieses pauschale Halbwissen angebracht. Dass die Haut insgesamt sensibel auf das seelische Befinden reagiert, ist auch biologisch erklärbar, erklärt Professor Uwe Gieler von der Uni-Klinik in Gießen. "Es liegt vielleicht an der engen Verbindung zwischen Haut, Gehirn und Nervensystem, die beim Embryo aus dem gleichen Keimblatt entstehen", so Gieler.

Die „Apotheken Umschau“ widmete kürzlich ihr Heft dem Thema Haut und befragte Gieler, weil er sich auf die Psychosomatik von Hautkrankheiten spezialisiert hat. Er meint, dass nicht hinter jeder Hautkrankheit ein psychosomatischer Grund steckt. „Das wird überbetont“, sagt er in besagter „Apotheken Umschau“. „Die meisten Menschen, die von einer Hauterkrankung betroffen sind, wissen genau, wann und wie eine Stresssituation ihren Hautzustand beeinflusst hat.“ Zwar sei Stress bei der Hälfte der Untersuchungen von Hautveränderungen vorhanden – aber eben nur bei der Hälfte und nicht bei 100 Prozent. Außerdem müsse es nicht immer Stress sein, der als Auslöser fungiert. Andere psychosomatische Zusammenhänger wie zu große Nähe oder zu große Distanz zu einer Bezugsperson kämen auch in Frage.

Das Psoriasis-Netz fügt hinzu: Dazu kommt das Henne-Ei-Problem: Ist jemand über seiner Hautkrankheit depressiv geworden oder war die psychische Verfassung Auslöser für die Hautkrankheit? Zum anderen ist das Schönheitsideal von heute absolut unvereinbar mit einer Schuppenflechte (oder Neurodermitis). Wer dem also nicht genügt, der hadert oft mit seinem vermeintlichen Schicksal.