Status: Single
City: Hamburg-City
State: Hamburg
Country: DE
Signup Date: 4/26/2009
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June 22, 2009 - Monday
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Niederschriften aus dem SchattenreichAuf tausend Wegen im Garten Lief mein Geist sich die Füße wund Nichts wissend von den Folgen der Taten Schuf ich Übelstes in jeder Stund’ Bald fand ich mich kämpfend am Felde Meine Worte brachen Herzen enzwei Mein Angriff zerschlug fremde Schilde Doch niemals fand ich mich frei Meinem Siegesstolz musste ich dienen Meine Leidenschaft stahl mir mein Glück Mein Hochmut nahm mir meine Tränen Doch zur Heimat fand ich nicht zurück So irrte ich fehlend durch Welten Wurde selbst mir im Herzen ein Feind An mir alle Hoffnung zerschellte Zu tief hatte ich mich schon verneint Doch tiefer noch als alles Fehlen Strebte in mir ein Wille zum Licht Ein Klageruf aus tausend Kehlen Brach hervor aus allunterster Schicht All mein Stolz meine Gier und mein Hochmut Wurden still in dem donnernden Ruf Sie verbrannten im Feuer der Sehnsuchtsglut Die als Geschenk mir ein Erwachter erschuf Dieser Meister steht inmitten der Lichtung Nie zuvor wich Er von meiner Seite Allem Kampf gab in Wahrheit Er Richtung All sein Werk das Er mich gut bereite In meinem Herzen gibt nur Er mir die Zuflucht Er – der mich zur Wirklichkeit führt Auf tausend Wegen hab ich nur Ihn gesucht Ihn – dem alleinig Verehrung gebührt
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June 21, 2009 - Sunday
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Niederschriften aus dem SchattenreichVon roten Weinen umspült wie von Frühlingswind Lauf ich mit flinken Füßen zu Dir - und geschwind’ Spricht mein Herz wieder Worte wie Vogelgesang Und meine Seele singt Lieder wie Flötenklang.. Ich tanze auf Worten über Gipfel hinweg Hinein in tiefere Tiefen - die noch unentdeckt Sind von den Forschern und Prüfern dieser Welt Sie werden niemals entdecken was mich bei Dir hält.. Und wenn ich nur zweifußbreit neben Deinen Pfaden wandle Bin ich Lichtjahre von Deiner Liebe entfernt Die einzige Chance ist das ich das Feuer entzünde Weil es allein Das ist was überhaupt irgendwas zählt.. Denn wenn Dein Feuer mich niederbrennt wie ein Bündel Stroh Dann verbrenne ich gerne und aus Liebe - Lichterloh - Werde ich Asche und aus mir entsteht dann wie ein lebendiges Kind Ein neuer Morgen - und ein neuer lebendiger Wind…
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June 14, 2009 - Sunday
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Current mood:  adventurous
Niederschriften aus dem SchattenreichEinsam, obwohl es scheinbar an nichts mangelt - Voller Wut und Zorn, - ohne jeden Grund.. -- Hier sitzt Einer der das Leben liebte.. Obwohl.. - das tut er immer noch, vielleicht mehr den je, - Tausend Fragezeichen rundherum, und jedes grinst mich hämisch an. Verachtung und Ekel und Dunkelheit und Verlassenheit.. – - sollen das nun meine Gefährten sein? Einst hohe Hoffnungen im Herzen tragend, fluche ich jetzt gottlos allen hohen Hoffnungen. Sind sie nicht allesamt Augenwischereien und Verführungsgeschichten, für wahrlich unterbelichtete Gesellen..? ---, ..welche Stimme spricht dort? Es ist nicht meine, - sie würde dergleichen nicht sagen. Es ist die Stimme der Bestie, die fühlt das bald ihr Untergang naht.. Meine Seele ist der Kampfplatz, und meine Seele wird ihr Friedhof sein.. Tränen wollen geweint werden, aber – ich weine sie nicht.. - an welcher Schulter sollte ich das tun? Meine ist mir nicht nah genug, - und jene die an mir vorüber gehen: Die Schulter die ich suche ist zu fern, - meine Tränen reichen nicht bis dorthin.. Also bleiben sie ungeweint und verwandeln sich in mir, - zu Wut und Einsamkeit.. Ich werde sie mit Lachen töten müssen, - also - - warte ich auf Sonnenschein.. Denn mein Stern ist es, der mich immer wieder lachen lässt. Er lebt mal in meiner Brust als Glück, - mal wird er Mensch, - so das ich mit ihm reden kann.. Wir flüstern uns dann unsre Sorgen zu, in einer Sprache, die sonst keiner spricht.. Wir ertrinken gemeinsam in Augenblicken, deren Schönheit sinnlos ist.. Und wäre ich ein Dichter, und nicht nur unsichtbares Absolut: Ich würde tausend Worte finden wollen, tausend Schmerzen fühlen wollen, in tausend klirrenden Einsamkeiten sitzen wollen, tausendmal verlassen sein, - nur um es meinem Stern zu flüstern.. Die Bestie wurde geboren, - also wird sie untergehen. Doch - mein Stern und ich, wir haben unser Eiland jenseits der Zeit. Und vor allem: Jenseits der Vernunft.. Das macht unsere Unsterblichkeit..
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June 4, 2009 - Thursday
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(Aus dem Nähkästchen eines Querfeldeinläufers)Wenn du einen Traum hast musst du nicht lange auf die warten, die versuchen ihn dir auszureden. Wenn du eine Vision hast sind die, die dich für verrückt erklären wollen sicherlich nicht weit. Es fehlt nicht an guten Ratschlägen und wohlgemeinten Belehrungen. Man will uns vor Enttäuschungen bewahren, und davor am Ende vor einem Scherbenhaufen zerbrochener Hoffnungen zu stehen. Man will uns den Schmerz und die Niedergeschlagenheit ersparen, die notwendigerweise mit dem Scheitern einhergehen. Aber, woher wissen eigentlich alle so genau was richtig für uns ist? Oft steht hinter all diesen gut gemeinten Zusprüchen nichts als der reine Neid. Wie viele haben sich auf den Weg gemacht und brachen doch auf halber Strecke ab, wie viele wünschten sich zu gehen und taten es doch nicht Leider kenne ich viel zu wenig Menschen die sich ihre Träume und Visionen erfüllt haben, und leider viel zu viele die es nicht getan haben. Wenn jemand keine Träume oder Visionen hat und glücklich ist mit seiner Situation und seiner Rolle in der Gemeinschaft, dann gibt es beim besten Willen keine Notwendigkeit daran etwas zu ändern. Aber was ist mit all jenen in denen mehr schlummert, in denen eine Idee schläft oder ein großer Plan verschüttet liegt? Sie leben in den Häusern dieses Landes, laufen durch die Strassen unserer Städte und bleiben unerkannt, vor allem aber unerkannt von und vor sich selbst. Es entspricht unserer Natur über uns hinaus wachsen zu wollen. Wir schießen tausend Pfeile der Sehnsucht ins Blaue und vielleicht trifft ab und an mal einer ins Schwarze. Es zeichnet das menschliche Bewusstsein förmlich aus mögliche Zukünfte im Geiste zu projizieren und nach deren Realisation zu streben. Wir können das. Das was uns hindert sind niemals die Anderen. Das was uns im Weg steht sind niemals die Umstände. Das was uns aufhält ist niemals und zu keiner Zeit etwas anderes als: All diejenigen, die versuchen uns unten zu halten, die versuchen uns zurück- und aufzuhalten, ob mit gut gemeinten Ratschlägen oder mit offensichtlicher Demotivation, all diejenigen sind im Grunde nur Opfer ihrer eigenen Zweifel, Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, an der Richtigkeit der Sache oder sogar an ihrem eigenen Mut. Es ist nicht so, das wir in einer Welt leben, deren Bedingungen wir schutz- und hilflos ausgeliefert sind. Es ist nicht so das “die Welt“ etwas ist, was für sich eine einzige Wertigkeit hat, und wir, die wir in ihr leben, sie nur auf diese oder jene Art und Weise interpretieren. Vielmehr gibt es einen direkten und innersten Zusammenhang zwischen unserem Denken und unserer Welt. Zarathustra sagte einmal: “Für jede Seele ist jede andere Seele eine Hinterwelt.“ Ob er Recht hatte? Wenn dem so wäre, was hätte dann der Zuspruch der Anderen oder deren Ablehnung unserer Pläne und Träume anderes zu sagen als das sie unseren Ansichten und Plänen gegenüber ablehnend oder zustimmend gegenüber stehen, - und mehr nicht? Wer wäre dann in der Verantwortung, den eigenen Träumen und Plänen Glanz und Substanz zu verleihen durch Gewissheit und Vertrauen, wenn nicht wir selbst..? Gewissheit ist der Schutz des Träumers..
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May 23, 2009 - Saturday
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ZWEI (Aus dem Nähkästchen eines Querfeldeinläufers) Manchmal machen wir uns auf den Weg und merken es nicht mal. Die Veränderung geht schleichend voran, -ein neuer Gedanke hier, eine veränderte Ansicht dort, und plötzlich blicken wir uns um und der Mensch der wir mal waren scheint nur noch eine Erinnerung zu sein. Alles passierte so sanft und leise, dass wir uns zu jeder Zeit vollkommen natürlich auf die sich langsam vollziehenden Änderungen einstellen und uns an sie anpassen konnten.
Manchmal aber verändern wir uns von einem Augenblick zum nächsten und finden uns zutiefst erschüttert. Was gestern noch galt erscheint uns heute plötzlich fremd, was uns gestern noch stützte und hielt zerbrach zwischen zwei Atemzügen und ließ uns schwankend zurück.
Auf einmal stehen wir im Abseits und reden Worte die wir selbst nicht verstehen. Und je offener wir versuchen uns mitzuteilen, in desto ungläubigere Gesichter blicken wir und stoßen auf taubere Ohren. Das kann tief schmerzen, - und was uns eben noch Freude bereitete langweilt uns nun, und was wir zuvor nicht bemerkten absorbiert nun unsere ganze Aufmerksamkeit.
Was unsere Freunde angeht trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Wo sich vorher Dutzende tummelten bleibt mit viel Glück noch Einer, höchstens Zwei übrig. So mancher bleibt alleine zurück und muss nun lernen der Einsamkeit zu trotzen.
Aber mal ehrlich, was wäre das Leben ohne die außerordentlichen Krisen?
Die von der Sorte, bei denen sich das Unterste nach Oben und das Innerste nach Außen kehrt. Ich liebe diese Zeiten. Wenn das Leben allzu lange allzu seicht an mir vorüber plätschert, dann wünsche ich mir, erst im Stillen, dann deutlicher, ein gepflegtes Chaos, - und nicht sehr viel später zettele ich für gewöhnlich auch eins an.
Manchmal verbringe ich Monate, sogar Jahre, ohne einen Schritt zu tun. Ich nenne es "mich im Schatten verstecken", und nicht ohne mich gelegentlich über meine eigene Trägheit lustig zu machen. Ja, Trägheit: Sechzehn Stunden am Tag zu arbeiten ist genauso Trägheit wie sechzehn Stunden auf dem Sofa zu liegen und Fernzusehen. (Ich habe es mal geschafft sechzehn Stunden am Stück GTA - San Andreas zu spielen, nur mit kurzen Unterbrechungen für Nahrungsaufnahmen und menschliche Notdurft.. – Das war Trägheit, aber was für ein geiles Spiel!)
Wie auch immer, unsere lehrreichsten Zeiten sind nicht immer auch unsere glücklichsten Zeiten und Charakter entsteht oft in unseren schmerzhaftesten Augenblicken.
Jetzt ist die Zeit.
Wenn wir irgendwann das letzte Mal ausatmen werden wird es zu spät sein, - und was soll falsch daran sein, seinen Kindern und Enkeln das eine oder andere Abenteuer aus erster Hand erzählen zu können?
Wenn wir irgendwann das letzte Mal ausatmen und unser Leben an uns vorbeizieht werden sich unsere Wertschätzungen massiv verlagern. Wer will tauschen mit einem, der in dieser Sekunde bereut Dieses oder Jenes nicht getan zu haben obwohl er es eigentlich immer wollte?
Wenn wir irgendwann das letzte Mal ausatmen wird sich zeigen ob wir wirklich einer der Mutigen waren die wir immer sein wollten. Und es ist allemal besser, den Mut auch zum Irrweg, Umweg, Fehler und Irrtum zu haben, als sein Leben als Sklave der Angst zu verbringen. Fehler können wir bereuen, aus Irrtümern lernen und es vielleicht nächstes Mal besser machen. Irrwege sind oft nur unbegangene Wege und wir die ersten Pioniere. Auf Umwegen erleben wir vielleicht gerade das, was uns am Ende schnelle ans Ziel bringt.
Aber wer hat je etwas aus der Angst gewonnen?
Den Mutigen gehört die Welt..
(Fortsetzung folgt..)
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May 20, 2009 - Wednesday
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Current mood:entspannt
EINS
(Aus dem Nähkästchen eines Querfeldeinläufers)
Der Weg zurück zu sich selbst beginnt mit dem großen Geheimnis. Im Grunde haben wir uns nie verlassen, wir haben nur das Wesentliche aus den Augen verloren. Daher erscheint das Offensichtliche plötzlich als Geheimnis: Was ist die Welt? Was bin ich? Wo fing alles an, - und wo wird es enden? Mein Vater sagte mal zu mir: „Junge, das Universum, - es fängt nirgendwo an und es hört nirgendwo auf..“ Ich kann nicht sagen ob er Recht hatte oder nicht. Ich war einfach nur beeindruckt. Genauso beeindruckte mich die Tatsache, das sich jedes Teil dieses Universums bis ins Kleinste zerteilen lässt, und jedes Mal kommt etwas neues, noch kleineres zutage.. Die Grenzen der Physik verschwimmen: Aus Körpern werden Organe, aus Organen Zellen, aus Zellen Moleküle, aus Molekülen Atome, aus Atomen Neutronen, Elektronen, Protonen, schließlich Quarks und plötzlich erscheint unsere feste Materie als Energiewellen aus Licht und Ton, ohne Substanz, als reine Energie, geheimen Gesetzen und einer universeller Intelligenz folgend, und auf einmal fehlen uns die Erklärungen. Würde uns jetzt jemand fragen: Was ist die Welt?, - wir hätten keine Antwort parat und müssten schweigen. Gingen wir diesen Weg ins Große, so würden wir das gleiche Schauspiel bestaunen können: Planeten und Sterne bilden Sonnensysteme, viele Sonnensysteme bilden Galaxien, Milliarden von Galaxien bilden... –wer weiß das schon..? Warum ist überhaupt irgendwas da? Wer mir diese Frage beantworten kann ist augenblicklich mein größter Held. Ich kann sie nicht beantworten. Aber ich erinnere mich noch an das große Staunen, das über mich kam, als ich das erste Mal bemerkte in was für einer Unendlichkeit ich mich bewege. Aus irgendeinem Grund hatte ich Glück. Es scheint als würde die Welt tief und fest schlafen, und diejenigen, auf die wir hören, die uns eigentlich lehren sollten diesem Rätsel und dessen Lösung auf den Grund zu gehen, können uns oft nicht wirklich helfen. Meine Eltern taten ihr Bestes um mich durch die schweren Tage der Kindheit zu führen, bis ich selbst eigenständig und überlebensfähig wurde. Meine Lehrer in der Schule gaben mir das nötige Wissen, um meine damals noch unbestimmte Rolle in der Gesellschaft übernehmen zu können. Aber letztlich wurde ich doch erzogen um zu funktionieren.. Egal wo wir hinschauen und hinhören: wir leben in einer Kultur, die einen sehr wesentlichen Teil unseres menschlichen Wesens ausklammert. Wer bin ich? Was ist die Welt? Wo finden wir in unserer Gesellschaft Raum für diese Fragen? Und wenn dieses Denken schon in so gut wie keiner Institution, die wir auf unserem Erziehungsweg durchlaufen, wirklich gefördert wird, es aber so unglaublich wichtig ist für das Wohl des Einzelnen und damit auch der Gemeinschaft, -wieso wundern wir uns dann, wenn uns mehr und mehr eine Plan- und Glücklosigkeit, und ein in der Stille an uns nagendes Gefühl der Leere überfällt? Es wird sich nichts ändern, bis wir uns ändern, Gelegenheiten gibt es genug. Und manchmal reicht schon ein Einzelner der sich auf den Weg macht. Irgendein Anderer wird ihm folgen, -und diesem wieder Einer. Und plötzlich sind sie zu dritt.. Manchmal ist der Einzige einfach nur der Erste.. (Fortsetzung folgt..)
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