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Lee Buddah



Last Updated: 11/25/2009

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Wednesday, November 25, 2009 

Current mood:barnisch
Am 1. Dezember 2009 wird die beliebte Jugendwelle 1Live um 23h ein Feature senden mit dem Titel "Time Shift Twenty - Zurück in 20 Jahre "Die Fantastischen Vier". Boris Heinrich und ich haben die Fantas besucht und aus viel zu viel Interviewmaterial eine wirre Zeitreise gebastelt.

And.Ypsilon hat für das Feature seinen ersten Synthesizer reaktiviert, Thomas D. stellt seine Hausschweine Erika und Schnute vor, Smudo lässt keine Peinlichkeit der Vergangenheit aus und Michi Beck legt seine Lieblingskinderhörspielplatte auf.

Das Stück wird nach der Sendung befristet zum kostenlosen Download bereitstehen.


Außerdem habe ich mir einen großen lang gehegten Wunsch erfüllen können und ein Kinderlied geschrieben. Das Lied ist im Winterheft der kinderZEIT abgedruckt, damit die kleinen Lieblinge das Nachsingen können. Anhören kann man sich das "Winterlied" hier:


Unter dem Blogeintrag "Winterlied" befindet sich das Lied

Saturday, October 03, 2009 
Am 14.10.2009 wird im Frankfurter Kunstverein um 20h ein ganz besonderes Spektakel auf die Bühne gebracht. Der außerordentlich gute Schriftsteller Thomas von Steinaecker wird aus seinem Roman "Geister" vorlesen. Gunter Papperitz und ich werden dazu derart moderne Musik improvisieren, dass wir sie bislang selbst noch nicht kennen. 

Und als ob das nicht genug wäre, wird anschliessend der beliebte Romancier Jens Friebe aus seinem Oeuvre vorlesen und mit seiner Band aufspielen. Mein persönlicher Lieblingstext von Jens Friebe ist übrigens ein sechs Jahre alter Verriss des unerträglichen Buchs "Generation Golf". Seit Bob Dylan hat mir niemand mehr so aus der Seele gesprochen. Hier noch mal im Original nachzulesen. 


Friday, October 02, 2009 

Current mood:  breezy
Liebe Freunde des deutschen Komödienfilms,

am 16.10.2009 zeigt mein Lieblingssender ARTE den Spielfilm "Hardcover", für den ich seinerzeit die Filmmusik komponiert habe. In den Hauptrollen sind Wotan Wilke Möhring und Lukas Gregorowicz zu sehen. Der Film ist sehr unterhaltsam und ich hatte einen Riesenspass bei der Zusammenarbeit mit Regisseur Christian Zübert, der leider besser Gitarre spielen kann als ich.

Als besondere musikalische Schmankerl sind in dem Film einige versteckte und obskure Gesangsaufnahmen von mir zu hören. Der Grund dafür ist, dass niemand anders diese heiklen Songs singen wollte. So zum Beispiel der Titel "Ich möcht noch einmal mit dir (durch die Hintertür)", der stilistisch stark an das Spätwerk der Flippers angelehnt ist und dessen Existenz ich bislang strikt geleugnet habe.

Als besonders gelungen empfinde ich die Powerrock-Ballade "A Wonderful Feeling", für die ich die Hardrockformation "Brownsnake" gegründet habe, die sich aber inzwischen wegen musikalischer Differenzen wieder aufgelöst hat. Cremige Gitarrensoli und mehrstimmiger Gesang mit sinnfreiem Text bieten alles, wonach sich der Bon Jovi-Fan die Achselhöhle leckt.

Gut, das es keinen Soundtrack davon zu kaufen gibt.




Monday, July 06, 2009 
An dieser Stelle möchte ich mal eine Lanze brechen für die Hörspiele der uncoolsten Jung-Detektive aller Zeiten. Während sich ihre Kollegen von den "Drei ???" am eigenen Kultstatus erfreuen können, fristen TKKG ein tristes Dasein im Adlerhorst und fragen sich andauernd, warum sie  von jungen Menschen nicht geliebt werden. Sie wissen nicht, daß sie es selber verbockt haben.

Tarzan ist der Kopf des Ganzen - und die Altklugheit in Person. Ein Typ, dem man liebend gerne ein paar vor's Maul hauen würde, wenn man nicht wüßte, daß er ein Judo-As ist. Er erteilt gerne anderen Menschen Anweisungen - der restlichen TKKG-Bande, Polizisten, Gangstern, Omas, überhaupt allen. Er liebt es andere zu belehren und bevorzugt den großen Auftritt. Seine Trumpfkarte sind seine guten Verbindungen zur Polizei mit denen er gerne vor Verdächtigen kokettiert. Denn Komissarstochter Gaby Glockner ist seine Flamme. Das heißt, sie sind nicht offiziell zusammen, aber schwärmen mächtig füreinander. Tarzan und Gaby scharwenzeln umeinander herum wie zwei tollpatschige Paviane, die noch nicht wissen wo sich ihre Geschlechtsorgane befinden. Ihr vollkommen asexuelles Verhältnis, das von Tarzan mit ständigen Machosprüchen ("Nein, das ist zu gefährlich für Mädchen!") und plumpen Komplimenten begleitet wird ist mir ein Rätsel. Mittlerweile heißt Tarzan lieber Tim. 

Karl läßt schnell die Fakten tanzen - und zwar nicht zu knapp. Er nervt alle mit seinem lexikalischen Wissen. In Sachen Besserwisserei steht er Tarzan in nichts nach. Der schlaksige Brillenträger hat noch nie mit einem Mädchen geknutscht und konzentriert sich deshalb - in der Hoffnung dafür geliebt zu werden - auf das Auswendiglernen. Karls Hörspielstimme Niki Nowotny scheint genau damit Probleme zu haben, denn er trägt prinzipiell seinen gesamten Text in sonorem Ablese-Tonfall vor.

Klößchen ist ein guter Typ - und ein dummer Fettwanst obendrein. Er frisst in einer Tour und besitzt einen unfassbar debilen Humor. Er ist vorlaut und nur seiner Freundschaft zu Zimmergenosse Tarzan ist es zu Verdanken, daß er nicht dauernd von anderen Mitmenschen verprügelt wird. Klößchens Vater ist ein stinkreicher Schokoladenfabrikant, der seinen Sohn mit Unmengen der hauseigenen Produkte versorgt. Er wird hektisch wie ein Junkie, wenn sich seine Schokoladenvorräte zu Ende neigen. Wie auch Karl ist er vermutlich heimlich in Gaby verliebt.

Gaby hat den Tarzan lieb - weil sie auf Typen wie ihren Vater, den Komissar steht. 
Weil Tarzan mitunter nur an ihr interessiert scheint, um näher bei ihrem Vater zu sein, läßt sie ihre Zuneigung meist ihrem halbblinden Cocker-Spaniel Oskar zukommen. Sie wird später mal eine tolle Hausfrau und Mutter. Bis dahin ist sie eine Superstreberin in der Schule, wie alle aus der TKKG-Bande, mit Ausnahme von Klößchen, der eigentlich gar nichts kann außer Fressen und Zoten reissen. Im Klugscheißen ist Gaby (genannt: die Pfote) hinter Tarzan und Karl auf Platz 3.

Die TKKG-Abenteuer sind die ödesten auf der Welt. Einer der Witze ist immer, dass Klößchen Angst um seine Schokolade hat. Wenn die TKKG-Bande in ihrer Pseudo-Jugendsprache spricht, muß ich an Oskar Lafontaine im Wahlkampf denken, der auf der Loveparade oder wo immer es auch war, mit jungen Menschen tanzt und dabei seinen behäbigen Körper unbeholfen herummanövriert wie ein volltrunkener Seebär sein soeben havariertes Schiff. Da der TKKG-Autor Stefan Wolf schon immer zu alt war, um zu wissen wie sich Jugendsprache anhört, erfand er einfach seine eigenen coolen Sprüche. ("Na, das haut den stärksten Neger aus der Weltraumkapsel!"- Folge 33: Wer raubte das Millionenpferd?) 

Die TKKG-Bande setzt sich gern für ältere Menschen und Tiere ein und in ungefähr jeder zwölften Folge wird Gaby entführt. Tarzan kann vor Kraft und Selbstverliebtheit kaum gehen und schlägt alle zusammen, die ihm scheel kommen. Danach verhöhnt er seine Opfer und demütigt sie mit staatsbürgerlichen Belehrungen. Klößchen, sein tumber Adlatus, will da nicht hinten anstehen und raunt feige aus sicherer Entfernung mit.
Karl, der Computer ist ohnehin mit allem, was er sich vorher nicht angeeignet hat überfordert und gefällt sich deshalb darin, Tarzan für seine Taten zu lobpreisen und außerdem wie alle TKKG-Mitglieder gegen Rauchen und Alkohol zu sein. Gaby macht sich immer Sorgen, wahlweise um Tarzan oder Tiere. TKKG umgeben sich darüber hinaus mit fragwürdigen Zeitgenossen, so zum Beispiel dem Judotrainer und TKKG-Freund Gutsche  ("Bei dem Turnier haben auch meine Kümmeltürken mitgemacht, haha!"- Folge 15: Ufos in Bad Finkenstein). 

Kurzum: TKKG ist eine miese, kleine, gewalttätige Bande von linkischen Denunzianten - durch und durch unsympathisch und selbstgerecht. 

Und trotzdem, oder viel mehr gerade deswegen bin ich Fan von ihren Hörspielen. Denn TKKG hat zweifellos ganz andere Qualitäten als die "Drei ???". Geschickt versteht es Autor Stefan Wolf jede Form von Spannung in den Geschichten zu vermeiden. Seine Bösewichte sind an Eindimensionalität nicht zu unterbieten. Sie geben sich von vorneherein durch schlechtes Benehmen, körperliche Makel (Boxernase, Raubvogelgesicht, Fischglotzaugen, Pickelgesicht etc.), durch die Zugehörigkeit zu sozialen Randgruppen (Im TKKG-Slang: Rocker, Zigeuner, Penner), sowie Zigarettenrauchen und öffentlichen Alkoholkonsum zu erkennen. Die Schurken sind aber immer noch allemal sympathischer als die TKKG-Bande. 

Gerade hier liegt auch eine der verborgenen Stärken der Hörspiele. Man freut sich frenetisch über jedes "Halt's Maul, Fettsack!", daß die Bösewichte Klößchen entgegenschleudern. Ein "Sei still, du kleine Kröte!" in Richtung Gaby entschädigt für viele ihre dümmlichen Äußerungen. 

Stefan Wolf war darüber hinaus auch ein profunder Kenner der Rauschgiftszene. Ihm gelangen immer wieder erschütternd realistische Bestandsaufnahmen des Drogenrausches (Gaby: "Oh..Tarzan, ich glaube die haben mir Heroin gespritzt" - Tarzan: "Gaby, wie fühlst du dich?" - Gaby: "Ach, eigentlich wie immer." - Folge 56: Todesgruß vom gelben Drachen)

Im Erfinden von lustigen Namen war Stefan Wolf ganz weit vorne. Die Terrororganisation "Brigade Staatsfeind" oder Fitnesscenter-Betreiber Werner Strong mag ich besonders. Ungekrönter König bleibt jedoch der halbstarke Motorradrocker King Seibold, dessen Vater gestohlene Autos umlackiert. 

Die Musik der frühen TKKG-Hörspielfolgen ist übrigens sensationell, eine krude Mischung aus funkigem Fusion-Jazz mit psychedelischen Elementen. Sie ist teilweise dieselbe wie die auf den alten Drei???-Kassetten. Aber sie kosten auf dem Flohmarkt meistens nur halb so viel. 

TKKG haben übrigens noch ein paar debile Verwandte, die leider komplett aus der Hörspielszene ausgestiegen sind. Wer auf CB-Funk steht, sollte mal bei den Funk-Füchsen in den miefigen Bau reinschnüffeln. Die Funk-Füchse rennen die ganze Zeit mit Walkie Talkies rum - bandenintern "Handgurken" genannt - und benutzen kryptische Geheimkürzel, wie "10-33 = Notruf auf dieser Station" und "83 = Liebe und viele Küsse" um sich zu verständigen. Die Besetzung ist ähnlich wie bei TKKG - die gleichen Arschgeigen, nur dass der Fettsack hier der Anführer ist.

Mein Tipp - Die Funk-Füchse Folge 3: Die Haschischbande wird entlarvt. Sagenhaft weltfremd! 

Wednesday, June 24, 2009 

Current mood:D-A-D-F#-A-D
Wann gibt es mal wieder was Neues von dir zu hören?

Ganz bald, zumindest schon mal auf der Leinwand. Das neue Album war bereits fast fertig, da erhielt ich das unwiderstehliche Angebot die Filmmusik für den Dokumentarfilm "Keep Surfing" zu machen. 

Die Welturaufführung wird am Samstag, den 27.06.2009 um 21.30h im RIO auf dem Filmfest in München stattfinden. Anschliessend gibt es es eine Party beim P1, dem irren Promischuppen am Englischen Garten. Praktischerweise liegt der Laden direkt am Eisbach, wo die Surfer dann noch eine Nachtsession einlegen werden. 

Karten sind im Vorverkauf leider nicht mehr erhältlich, möglicherweise gibt es noch welche an der Abendkasse. Ansonsten wird der Film auch noch mal am 03.07. um 24:00h laufen. Karten und mehr Infos gibt es hier

"Keep Surfing" ist eine Langzeitdokumentation über die Flußsurferszene im München. Für alle Ortsunkundigen: In München gibt es stehende Wellen in einigen Flüssen, die es besonders Wagemutigen ermöglichen, ihren Sport auch weit weg vom Ozean auszuüben. Dem Regisseur Björn Richie Lob ist ein wunderbares Portrait der Community gelungen, mitsamt ihren Adrenalinjunkies, für die das übelste Hochwasser lediglich eine sportliche Herausforderung darstellt. 

Ich habe für die Musik bevorzugt Instrumente benutzt, die ich als Westfale für urbayrisch halte, wie zum Beispiel die Zither, das Hackbrett, die Autoharp und das Akkordeon. Die Klarinette wollte ich eigentlich auch inflationär einsetzen. Den Klang dieses herrlichen Instruments fand der Regisseur aber leider total beschissen. Um nicht zur Gänze im Sumpf der Folklore zu versinken, habe ich mich mich musikalisch von den Soundtracks meiner favorisierten Gangsterfilme und dem verkoksten Spätwerk der Beach Boys inspirieren lassen.

"Keep Surfing" wird irgendwann hoffentlich auch bundesweit im Kino zu sehen sein.
Monday, March 16, 2009 
Für eine Woche geht es auf lustige Klassenfahrt mit Olli Schulz. Ich werde mit meiner Akustikgitarre alleine die Bühne entern, neue Lieder singen und versuchen besonders witzig zu sein. Kommt in Scharen, dann machen wir anschliessend alle zusammen den Bibo.

15.04. Flensburg - Volksbad

16.04. Osnabrück - Rosenhof
17.04. Oldenburg - Harmonie
18.04. Magdeburg - Factory

19.04. Berlin - Postbahnhof
21.04. Dresden - Beatpol

22.04. München - Backstage
Sunday, January 04, 2009 
Am Montag, den 05.01.2008 um 23.05h wird der beliebte Radiosender WDR 3 das Feature 'Hinter tausend Stäben meine Welt' ausstrahlen, an dem ich musikalisch mitwirken durfte. Für all diejenigen die mit dem Begriff des 'Feature' nicht so vertraut sind: Ein Feature ist ungefähr die akustische Entsprechung zu einem Dokumentarfilm, mit einer Vermischung von Dokumentation und Fiktion. Wer via Internet zuhören möchte, kann das hier tun.

http://www.wdr.de/wdrlive/radio.phtml?channel=wdr3

Aus der Programmankündigung:

Wuppertal, Herford, Siegburg, Köln Ossendorf – für manche Jugendliche ist das die vertraute Landkarte von NRW, auch wenn sie die Städte selbst kaum kennen. Sie leben dort in einer Jugendvollzugsanstalt. Mit Gedichten von Rilke, Ringelnatz und Heine versucht die Kölner Autorin Mirijam Günter die jugendlichen Strafgefangenen aus ihrer Isolation zu holen. Mit einer Liveschalte in die JVA Herford gelingt es, die jugendlichen Straftäter unmittelbar in das Geschehen auf der Bühne einzubinden. Lyrik als Mittel der Selbstreflexion, ist für viele junge Straftäter so abwegig, dass sie es sich sogar erlauben, ihre eigene Verletzlichkeit zu zeigen.

Im Sinne des Musikprojektes 'Songs for Joy', bei dem Laien ihre eigenen Texte als professionell komponierte Songs vorsingen können, vertont der Hamburger Musiker Carsten »Erobique« Meyer unterstützt von Lee Buddah, Justus Köhncke und Manuel Loos, die Lyrics aus der JVA.
Saturday, January 03, 2009 

Current mood:  thirsty
Simple Ride

Neulich wurde es mir angesichts des oben abgebildeten Plakats in den Kölner U-Bahnen zu bunt und ich lernte den Verkehrsverbund Rhein-Sieg kennen....

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte ja nicht vorlaut sein, aber wussten sie eigentlich, dass ihr Slogan ''The SIMPLE ride' im Englischen eine weitere Bedeutung hat, die über eine 'einfache, unkomplizierte Fahrt' hinausgeht?

'Simple' bedeutet im Englischen auch gleichermassen 'dämlich' und 'ride' ist ein Slangausdruck für den Geschlechtsakt. In Verbindung mit dem Foto einer lasziv dreinschauenden blonden Frau mit rasierten Achseln auf ihren Plakaten, entsteht der Eindruck es mit einer dümmlichen und leicht rumzukriegenden Frau zu tun zu haben und nicht mit einem Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs. (Ich erspare ihnen und mir an dieser Stelle einen Witz in Zusammenhang mit der Doppeldeutigkeit des Wortes 'Verkehr'). Ein Freund von mir aus England hat sich jedenfalls schlapp gelacht, als er die Plakate in der U-Bahn erblickte und konnte es kaum glauben. Ich hoffe nicht, dass es ihre Intention war ihre jungen Kunden, zu denen ich mich ja auch zähle, als derart leichtfertig zu brandmarken.

By the way... muss es denn in ihrer Werbekampagne unbedingt etwas in englischer Sprache sein? Und why? Es mag ja verlockend sein für einen Werbeslogan einen englischen Ausdruck zu benutzen, weil das 'catchier' ist und die 'Hookline' mehr 'puncht'. Zumal es auch irgendwie internationaler klingt und die Aussage so den Herausforderungen und Bedürfnissen einer Gesellschaft im Wandel der Zeit insgesamt gerechter wird. (Stichwort: Die Welt als globales Dorf). Allerdings sollte man dann besser auch genau wissen, was man da so in einer fremden Sprache sagt, sonst kriegt es einen komischen Beigeschmack. Oder um es mit dem kölschen Urgestein Kurt Cobain zu sagen: 'Smells like Provinzaroma'.

Sind wir doch mal ehrlich: Eine weltweite Klientel wollen und müssen sie doch auch mit ihrer Kampagne nicht ansprechen, sondern junge Menschen aus dem vergleichweise überschaubaren Verkehrsverbund Rhein-Sieg, die entweder noch zur Schule gehen oder sich in der Ausbildung befinden. Viele von uns jungen Menschen haben schon genug Probleme mit dem Erwachsenwerden und der unfallfreien Anwendung der eigenen Muttersprache. Bitte irritieren sie uns nicht zusätzlich.

Doch nun genug der notorischen Besserwisserei. Ich möchte ihnen an dieser Stelle auch mal ein Kompliment machen. Ich habe auch schon mal in Berlin und im Ruhrgebiet gewohnt und kann nur sagen, dass sie die im Innenraum am geschmackvollsten gestalteten Züge ihr eigen nennen. Was also ihr Gefühl für das Interieur angeht: Hat off! No one can reach you the water.

Über eine Antwort von ihnen würde ich mich sehr freuen. (Aber bitte schreiben sie mir nicht, wie toll ihr Slogan von uns jungen Menschen aufgenommen wird. Wir jungen Menschen wissen es oft einfach nicht besser und sind deshalb leicht korrumpierbar. Wir laufen auch in viel zu weiten Hosen herum, tragen hässliche Piercings im Gesicht und geben Unmengen von Geld für Handyklingeltöne aus, bloß weil uns das irgendwer einredet.)

Mit freundlichen Grüssen

Lee Buddah

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Sehr geehrter Herr Buddah,
vielen Dank für Ihre mail.

Gerne nehmen wir zu Ihrer Kritik an unserer aktuellen Kampagne Stellung:

Die StarterTicket-Kampagne greift den Live-Style der Kultserie 'The Simple Life' auf. Die kleine Fotogeschichte zeigt zudem, dass man mit dem StarterTicket sowohl zur Arbeit und in die Schule, als auch bequem durchs restliche VRS-Verbundgebiet fahren kann, abends darüber hinaus noch Freunde mitnehmen und die Mobilität einem viel Spaß bringen kann.

Das StarterTicket eröffnet den Auszubildenden die interessante Welt des gesamten VRS-Gebietes, ähnlich wie die Darstellerinnen in der Serie 'The Simple Life' durch die USA reisen und dort viel erleben.

Die Protagonistin ist an den Frauentyp der Serie angelehnt, um die Wiedererkennung zu ermöglichen. Mit der Wahl des Models wollten wir keinesfalls niederste Instinkte ansprechen. Wir können Ihren Eindruck allerdings auch nicht nachvollziehen, wenn Sie schreiben: '... In Verbindung mit dem Foto einer lasziv dreinschauenden blonden Frau mit rasierten Achseln auf ihren Plakaten, entsteht der Eindruck es mit einer dümmlichen und leicht rumzukriegenden Frau zu tun zu haben...'. Für uns wirkt das Model keineswegs, dümmlich oder gar als sei sie leicht 'rumzukriegen'.

Falls sich dennoch irgendjemand durch die Darstellung diskriminiert fühlen sollte, bitten wir dies zu entschuldigen.

Um die Anlehnung an die Serie 'The Simple Life' noch verständlicher zu machen, haben wir nicht nur unsere Models entsprechend ausgewählt, sondern auch das Kampagnen-Motto und die Sprache angepasst. 'The Simple Ride' entspricht der deutschen Übersetzung 'Die einfache Fahrt'. Hier sei erwähnt, dass der VRS seit Februar 2004 den offiziellen Slogan 'Einfach fahren.' in seinen Veröffentlichungen verwendet.

Da das englische Wort 'Ride' im Nahverkehr offiziell für 'Bus- und Bahnfahren' verwendet wird (z. B. Park & Ride oder Bike & Ride') liegt uns die Assoziation mit der Übersetzung 'einfacher/dämlicher Ritt/Geschlechtsakt' sehr fern.


Mit freundlichen Grüßen

i. A. Tanja Meuler*

Internet-Redaktion / Werbung
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH

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Sehr geehrte Frau Meuler*,

vielen Dank dass sie sich die Zeit für eine ausführliche Antwort genommen haben. Auf die Idee, dass ihr Slogan auf die Fernsehserie 'The Simple Life' bezug nimmt, bin ich von alleine leider nicht gekommen, obwohl mir die Serie in groben Zügen bekannt ist. Ihre Idee gefällt mir aber sehr gut, gerade wegen ihres ganzheitlichen Ansatzes. Hier auf der einen Seite zwei Millionärstöchter aus den USA, die für viel Geld so tun als ob sie auf dem Land arbeiten und ansonsten mietbare Partygäste sind. Auf der anderen Seite junge Auszubildende aus NRW, die für wenig Geld hart arbeiten und trotzdem tolle Abenteuer erleben, z.B. mit besoffenen Fährgästen an einer Bushaltestelle.

Dass die von ihnen beabsichtigte Anspielung auf 'The Simple Life' der Grund dafür sein soll, das 'simple ride' im Englischen jetzt nicht mehr 'dümmlicher Fick' heisst, verstehe ich allerdings nicht. Ich bitte sie diesen Mangel an Fantasie meinerseits zu entschuldigen.

Ich merke schon, wir kommen in diesem Punkt irgendwie nicht so richtig zusammen. Ist ja nicht schlimm. War bloß so ein klitzekleiner Hinweis von mir. Ich bewundere ihren Standpunkt als einen erstrebenswerten und utopischen Entwurf. In einer besseren und gerechteren Welt, für die der VRS eintritt, kann der Künstler und nicht der Betrachter die Aussage seines Kunstwerks verbindlich festlegen. Und in dieser besseren Welt ist die mögliche Unwissenheit des Künstlers auch kein Grund für etwaigen Hohn und Spott. Damit ist allen geholfen.

Haben sie eigentlich damals auch sehr gelacht, als Edmund Stoiber der erstaunten Nation arglos kundtat, dass der Spitzname seiner Frau 'Muschi' ist? Ich erinnere mich noch genau daran, denn ich trank just in dem Moment ein sehr schmackhaftes Kakaogetränk, welches ich versehentlich vor Lachen durch die Nase wieder ausschied.

Ansonsten alles super bei mir. Ich habe mal wieder nichts zu tun und experimentiere zur Zeit berufsbedingt viel mit psychedelischen Drogen. Ich will mich ja nicht brüsten: Aber ich habe das Gefühl meine Astralreisen gehen mitunter fast bis an den Rand des VRS-Gebiets.

Miau, Mio

Lee Buddah

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* Name von mir geändert




Sunday, November 02, 2008 

Current mood:  catalyzed
Aus der Pressemitteilung von ONE


 ONE fordert die Regierungen dieser Welt auf, extreme Armut entschieden zu bekämpfen. Über zwei Millionen Menschen unterstützen ONE. Nicht mit Geld, sondern mit ihrer Stimme. Die Organisation arbeitet eng mit Bono und Bob Geldof zusammen.

Bis 2015 will die Weltgemeinschaft im Kampf gegen extreme Armut in acht Feldern spürbare Fortschritte erzielen. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat zusammen mit Katja Riemann einen Film erstellt, der in gut 100 Sekunden aufzeigt, was schon erreicht wurde – und warum noch schneller gehandelt werden muss. Im Jahr 2000 hat die Weltgemeinschaft mit den Millennium-Entwicklungszielen beschlossen, die Armut auf unserem Planeten bis 2015 zu halbieren.

Auf www.one.org/de kann man den neuen Film anschauen. Wer auch mithelfen möchte, kann mit einem einfachen Eintrag auf der Website selbst mit dem eigenen Namen für eine Welt ohne Armut einstehen. Ganz ohne Geldspende. Gemeinsam mit einer stetig wachsenden Gemeinde von weltweit über zwei Millionen Unterstützern mahnt ONE die politisch Verantwortlichen dieser Welt, entschiedener und schneller gegen extreme Armut vorzugehen.

Für die Musik zum Film stellte der Künstler Lee Buddah einen exklusiven Titel zur Verfügung




Anmerkung des Künstlers Lee Buddah:

Der Titel heißt "Johnny Cash" und wird auf dem neuen Album zu finden sein. Dann auch mit Gesang.

Ein schönes Wochenende wünscht

philip
Friday, September 19, 2008 

Current mood:  froggy
Am 26. September wird im Rahmen der "Hörwelten 2008" das Live-Radiofeature "Hinter tausend Stäben meine Welt" von WDR 3 im Kleinen Sendesaal in Köln stattfinden. Es wird bei der Veranstaltung um das Leben von jugendlichen Strafgefangenen gehen und ihren Umgang mit Lyrik.
Für die musikalische Begleitung des Abends hat Carsten Meyer aka Erobique eigens dafür verfasste Songtexte von jugendlichen Delinquenten zu wundervollen Popsongs veredelt. Bei der Darbietung der Lieder werden u. a. Justus Köhncke, Manu Loos und ich mitmusizieren.
Beginn ist pünktlich um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zu rechtzeitigem Erscheinen wird geraten, da der Saal recht klein ist und es erfahrungsgemäß voll werden wird. Mehr Informationen findest du hier

Wer es nicht schafft vorbeizuschauen, hat die Möglichkeit die Veranstaltung am 5. Januar 2009 um 23:05 auf WDR 3 im Radio zu hören.

Die Fertigstellung des neuen Lee Buddah-Albums ist in der letzten Phase angelangt. Im Oktober wird alles abgemischt. Gunter Papperitz hat sich der Tasteninstrumente angenommen. Olli Schulz und der Hund Marie haben mitgesungen, ebenso Anna Luca und Ramin Bijan von den Türen.

In den letzten Wochen war ich übrigens für ein paar Tage bei Swen Meyer und Moses Schneider im Studio, um hier und da an Olli Schulz' nächster Platte mitzuwirken.