Disclaimer: Dieser Text ist schon jetzt veraltet, weil das Alles schon wieder 6 Tage her ist und das sind für Internetverhältnisse und vor allem für Hip Hop Streit Geschichten ja schon wieder Jahrzehnte. Und trotzdem! What’s beef? Beef is when you need two gats to go to sleep/ Beef is when your moms ain’t safe up in the streets/ Beef is when I see you/ Guaranteed to be in ICU (
The Notorious B.I.G.)
Abgesehen davon, dass in der nächsten Woche ein halbdokumentarischer Spielfilm über einen der größten Rapper aller Zeiten,
The Notorious B.I.G. aka
Biggie Smalls in die Kinos kommen wird (um den es übrigens im Vorfeld auch schon jede Menge Beef gab) – abgesehen davon also, ist Beef natürlich das Schönste, was es gibt in unserer Rap Welt.
Es ist ja nach wie vor so, dass im Battle Rap das wirklich Ursprünglichste der Rap Kultur zum Vorschein kommt – es geht um den Wettbewerb, die Competition. Und während ich das jetzt gerade so schreibe, mitten in der Nacht, denke ich mir, dass man diese ganzen anderen Anforderungen an Rap, dass esr sinnvolle Texte geben muss, dass es um Aussagen und Message gehen sollte, dass man diese Anforderungen getrost beiseite schieben und ein für allemal festhalten kann:
Beim Rap geht es einfach darum, irgendeinen Gegner möglichst kunstvoll und kreativ zu beleidigen. Das ist, was die Leute interessiert. Das ist, was sie hören wollen und das kann im Übrigen auch sehr, sehr politisch werden. Man müsste sich einfach nur die richtigen Gegner und deren Schwachstellen raussuchen, um dann kunstvoll auf sie einzudreschen. Dazu müsste man aber die einzelnen Akteure auch kennen und das ist ein weiteres Problem in dieser Hip Hop Szene, dass die meisten von uns einfach viel zu wenig wissen. Dass sie sich nur oberflächlich für die Welt um sie herum interessieren, dass sie keine Zeitungen lesen und sich eben nicht bilden und informieren und dann macht Battle aber auch keinen richtigen Spaß.
Battle hat nämlich unfassbar viel mit Informationen über seinen Gegner zu tun und ein Battle kann man eigentlich nur dann wirklich genießen, wenn man die ganzen versteckten Seitenhiebe auch versteht. Bei den Informationen muss es sich im Übrigen gar nicht um tatsächliche Fakten handeln, sondern die Sachen können auch frei erfunden werden, müssen allerdings irgendwie plausibel erscheinen. An dieser Stelle sei an
Kollegah erinnert, der in einem Battle gegen seinen Mainzer Konkurrenten
Separate behauptete, dieser habe nur ein Ei. Das war gemein, weil
Separate in diesem Moment gar keine Chance hatte sich zu wehren, da die Behauptung so absurd war, dass jede ernsthafte Entgegnung lächerlich wirken musste. Die einzige Chance, die
Sepo gehabt hätte, wäre gewesen, die Hosen runterzulassen und die zwei Bälle live und direkt zu präsentieren, oder mehrere Tracks zu verfassen, in denen er beschreibt, wie er seinen Kontrahenten auch mit nur einem Ei fickt. Abgesehen davon, haben wir uns aber immer gefragt, woher
Kollegah das so genau wusste?
Doch diese Streitereien sind längst vergessen und neue stehen an. Kurz vor Weihnachten eskalierte der seit längerem, schwelende Streit zwischen
Bushido und
AGGRO Berlin, namentlich
Sido. Für die meisten von uns ist das schon längst wieder kalter Kaffee, aber da ich in dieser Kolumne über die Kuriositäten unserer Rap Welt berichten will, auch für Außenstehende, rolle ich den Fall noch mal auf.
Der ganzen Sache vorausgegangen ist ein Video aus dem Sommer 2008, in dem
Bushido eine kleine Ansprache hält und auf ein Interview reagiert, das
Sido gegeben hat und in dem sich dieser abfällig über seinen ehemaligen Labelpartner geäußert hat. Dieses Video erschien am 03.07.2008 auf youtube.
Mehrere Dinge sind beachtlich an diesem Video und natürlich stellen sich auch ein paar Fragen:
1. Man beachte wie kunstvoll und gleichzeitig plump
Bushido seine materielle Überlegenheit demonstriert, in dem er wie scheinbar nebenher, seine Automarke einfließen lässt.
2.
Bushido betont, dass er sich gar nicht darum gekümmert habe, sondern über die Disse durch einen dritten informiert wurde. Das bedeutet übersetzt: Er selbst steht über den Dingen und wird nur von seinen Soldaten und Kundschaftern über die Vorgänge in der profanen Welt informiert.
3. Eigentlich will
Bushido ja nur seine Ruhe haben und sich als Privatier zurückziehen, aber ähnlich wie bei den
Sopranos kommen halt immer irgendwelche Mutterficker, die seine Landsitzruhe stören wollen.
4. Was sagt
Bushido eigentlich in den Parts, die hier rausgeschnitten wurden? Und vor allem, wie lange ist die Ansprache im ungekürzten Zustand.
5.
Bushido braucht geschlagenen 5 Minuten (gekürzt) bis er endlich zu Sache kommt.
6. Woher weiß
Kay One über einen Vorgang von 2001 Bescheid und dass die Sache in Coburg stattgefunden hat - ganz als wäre er dabei gewesen. Dabei war er 2001 noch nicht einmal bei
Royalbunker unter Vertrag. Sprich er kannte die gesamte Berliner Rapszene nur vom Hörensagen.
7. Man beachte die hochgezogene linke Augenbraue von
Kay One und dass er das über die gesamte Länge des Videos durchgehalten hat. Kann man so einen Blick üben? Hatte er diesen Tick schon immer und ist es mir nur nicht aufgefallen? Auf den alten
Chablife Fotos scheint er allerdings nicht so zu gucken.
8. Uns ist natürlich vollkommen klar, dass die erzählte Backstage Geschichte
Bushido so dermaßen traumatisiert hat, dass er komplette 6 Jahre nicht darüber sprechen konnte. 6 lange Jahre schlummerte das böse Geheimnis in ihm:
Sido ist eigentlich schwul und küsst Männer. 6 lange Jahre wartete es nur darauf rausgelassen zu werden...
Und so ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass dieser Diss nicht wirklich gezündet hat. Im Gegensatz zu
Kollegahs Behauptung mit dem einen Ei, wirkt diese Geschichte einfach zu erfunden zu konstruiert. "
Hey, da fällt mir doch glatt nach 6 Jahren ein: Der Sido hat übrigens mal einen Mann geküsst...“ Schließlich gab es ja vorher schon öffentliche Schmähungen und da wäre so eine Geschichte, wenn sie denn wahr wäre, mit Sicherheit schon längst ausgepackt worden.
Trotz allem transportiert dieses Filmchen unter seiner Oberfläche noch eine ganz andere Botschaft und auf dieser Ebene geht es leider nicht mehr um Rap und um Skillz und um Hip Hop, sondern um eine Gewaltfrage. Die Andeutungen in denen
Bushido spricht, dass er und seine Jungs sich nur zurück gehalten hätten und die unverhohlene Warnung an
Sido in der Mitte des Videos, den Kopf unten zu halten und seinen Weg zu gehen, sprechen eine deutliche Sprache. Auch der Verweis auf
Flers Paranoia.
Wenn man diese Worte mit den Erlebnissen abgleicht, die
Bushido in seinem Buch beschreibt, dann kann man sich vorstellen was gemeint ist und nicht jeder hat eben Lust, freundschaftlich gemeinte Nackenschellen auf Promipartys zu kassieren. Warum auch? Schließlich leben wir in einem freien Land mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Nun gut. Was dann folgt ist eine längere Pause ohne besondere Vorkommnisse und Ruhe scheint einzukehren, bis sich allerdings dann doch die gekränkte Rapper Ehre zu Wort meldet und
Sido zurückschlägt. Er tut dies indirekt auf einem recht durchschnittlichen Battle Rap Track namens "
Ich find dich scheiße" auf der
AGGRO Anti Ansage Nr.8.
Nicht nur, dass der alte
Tic Tac Toe Gassenhauer schon mal besser aufgearbeitet wurde (
K.I.Z.: "
Ich esse Reiche“), beschäftigt sich
Sido namentlich nur mit der zweiten Reihe des
ersguterjunge Camps, sprich er disst
Kay One vermeidet es aber,
Bushido persönlich anzusprechen. Erst in einem Rundumschlag, in dem auch
Oli Pocher,
Michel Friedmann und
Karel Gott vorkommen sagt er die Worte "
Bushido. Scheiße.“
Das wirkt zwar ganz amüsant, aber so richtig scharf geschossen war das nicht. Die Gemüter aber sind empfindlich und so lässt eine Antwort nicht lange auf sich warten.
Was dann kommt, könnte das Herz eines jeden Rap Fans höher schlagen lassen, weil ab diesem Punkt wird die Sache interessant, da engagierter.
Kay One und
Bushido antworten mit dem Track
S.I.D.O. Wieder sind ein paar Sachen auffällig. Das Intro entspricht fast gänzlich der oben genannten Videoansage. Wieder befindet sich
Bushido auf dem Nachhauseweg ins Private. Wieder wird er, wie zufällig, von einem seiner Jungs oder Brüder über die Vorfälle informiert. Wieder denkt er, dass es jetzt reicht und dass er sich dann eben doch noch mal einschalten muss:
Die Wichser geben halt keine Ruhe, da muss der Boss selbst ran. Die Strophe selbst ist ein bisschen lustlos vorgetragen und der eigentliche Diss, der Spruch, der zur nächsten Eskalationsstufe führt, sprich zum nächsten Track, der findet auch nicht in der Strophe statt, sondern in der Ansprache.
Bushido beleidigt
Sidos Mutter, indem er sie als Junkie bezeichnet.
Raptechnisch interessant wird es erst, wenn
Kay One einsteigt, und man merkt an dieser Stelle sofort, wer für den Stotter- und Wiederholungsstyle der letzten
Bushido Veröffentlichungen verantwortlich ist.
Kay One ist eindeutig der bessere Rapper. Sein Timing ist viel exakter. Sein Flow mehr on point. Die Stimme präziser und diese abgehackten Sachen kommen bei ihm direkt auf den Punkt. Inhaltlich wird der Wahlberliner übrigens auch um einiges konkreter und vor allem ist für den, auch in diesem Song mitgeliefertem Subtext wichtig, dass hier Namen genannt werden.
Kay One erwähnt an dieser Stelle den Namen
Abu Chakar eine der arabischen Großfamilien, die immer wieder mit
Bushido, seinem Umfeld und Personenschutz in Zusammenhang gebracht werden.
Zwar weiß natürlich jeder seit Jahren, mit wem die einzelnen Parteien abhängen und insofern ist es ein offenes Geheimnis, dass aber die Namen als Druckmittel in der Öffentlichkeit gebraucht werden, ist eine eindeutige Warnung. Man sollte ja auch nicht öffentlich behaupten, dass man mit den
Hells Angels irgendwo einreiten würde, wenn man den
Route 66 Club nur von außen kennt.
Die Line, in der
Kay One übrigens arabisch spricht, heißt übersetzt: "
Ich fick deine Mutter.“ Nur so für Euch zur Info. Schließlich ist das hier eine Bildungsreise.
Im Großen und Ganzen geht der Song in Ordnung, stößt bei
Sido aber auf eine Grenze und zwar in dem Moment, in dem seine Mutter ins Spiel kommt.
Die Antwort kommt dementsprechend postwendend und
Sido veröffentlicht zusammen mit
Alpa Gun den Track: "
Frohe Weihnachten"!
Das Intro mit der Mutter ist ganz originell, wenn auch schauspielerisch nicht unbedingt erste klasse umgesetzt.
Sido versucht hier an Werte wie Ehre und Respekt zu appellieren, in dem er seine Mutter sagen lässt: "
Na was würde denn seine Mutter sagen, wenn die wüsste, wie der über anderer Leute Mütter redet.“ Und in die gleiche Kerbe schlägt er dann, wenn er gleich zu Beginn meint "
Es ist eine Frage der Ehre, die Mama rauszuhalten“. Der Nachschlag mit "
ich jedenfalls hab Respekt vor deiner, sie hat’s lange mit dir ausgehalten“ ist wirklich witzig.
Was dann kommt, ist eine Aneinanderreihung von Boshaftigkeiten und versteckten/offenen Seitenhieben, die deshalb so wirkungsvoll sind, weil
Sido sehr genau über seinen Gegner bescheid weiß und diese Informationen ganz unterhaltsam verpackt und Wahres und Unwahres mischt. Die volle Wirkung entfalten diese Anspielungen aber eigentlich nur, wenn man ebenfalls weiß worum es geht.
- "
Als ich dich das erste mal geseh'n hab, warst du Orgis Hund“:
Sido spielt darauf an, dass
Bushido bei
I Love Moneys Records von
King Orgasmus One gesignt war, bevor er zu
AGGRO kam.
- "
Du warst kein Freund, du warst nur der Typ mit der 8-Spur/ du hast uns aufgenommen und nichts gesagt, bis morgens 8 Uhr“: Zu Beginn seiner Musikkarriere war
Bushido einer der wenigen, die über ein einigermaßen professionelles Equipment verfügten. Bei solchen Menschen sammelten sich dann immer alle Rapper ohne Equipment, um dort aufnehmen zu können. In der Tat war
Bushido zu Beginn auch eher als Produzent denn als Rapper bekannt und beliebt.
- "
Dann hast du auch gerappt, alle haben dich ausgelacht/ doch ich hab dein Tape genommen und es mit Halil rausgebracht“: Diese Aussage bezweifle ich. Kann sein, dass die
Sekte-Jungs
Bushido nicht unbedingt als guten Rapper gesehen haben, aber unbezweifelt ist, dass Bushido schon mit seinem ersten Tape bei
I Luv Money Records einen gewissen Untergrundstatus erreicht hat.
- "
Und dann hast du King Ali getroffen, hast auf der Straße gehangen/ in Schöneberg bei den Gangstern, dass du auf hart machen kannst“: Hier spielt
Sido auf
Bushidos erste Connection in ein polizeibekanntes Milieu an. Allerdings vergisst
Sido auch, dass
AGGRO selbst die Jungs von
King Ali für ihre Videos und zur Anhebung der Authenz (!) in ihre Videos eingeladen haben. Zumindest begann zu dieser Zeit die unheilige Allianz von deutschem Rap und Halbwelt.
-
"Doch du warst nur ein Hund, Sie haben dich nie respektiert/ du hast Alis Wohnung umsonst komplett renoviert“: Ein oft gehörtes Gerücht, dass
Bushido seine handwerklichen Fähigkeiten unentgeltlich für seine "Freunde“ einsetzen musste.
-
"Du hast Schellen kassiert und Sie deine Gage/ keine Frage, zieht ihn ab, nehmt alles was er hat da kenn ich keine Gnade“: Jaja. Auch diese Geschichte wird oft erzählt und ist trotzdem nie bewiesen. Wie solche Beziehungen tatsächlich konstruiert sind und wer von wem welche Vorteile bezieht ist immer eine Ermessenssache.
Sido gibt vor Insiderwissen zu besitzen, das er nicht unbedingt hat.
- "
Dein neues Herrchen macht den andern Angst“: Hier bezieht sich
Sido auf die von
Kay One erwähnten
Abu Chakars, die tatsächlich ein gewisses dominantes Auftreten in der Öffentlichkeit haben.
Sido macht das einzig Richtige, in dem er sagt, dass
Bushido seine Leute schicken soll, falls er nicht anders, sprich auf der Rap Ebene antworten kann.
Sido selbst fühlt sich allerdings so tief in seiner Ehre verletzt, dass er auch dieses Risiko in Kauf nimmt, wobei, und das sollte hier noch mal betont werden DAS eigentlich kein Risko sein darf, wenn man Musik macht und sich nicht in illegale Geschäfte außerhalb der Rechtsstaatlichkeit begibt.
- "
Auch mit deinen neuen weißen Zähnen kannste uns nicht täuschen/ guck mal wie die funkeln, sag mal können die auch im Dunkeln leuchten?“: Diese Line ist sehr lustig. Weil
Bushido tatsächlich erst seit seiner Zahnkorrektur im Sommer öffentlich lacht und seine Zähne zeigt. Und die Zähne sind wirklich auffallend strahlend.
- "
Beim nächsten Selbstmord-Versuch geh dich im Wald erhängen/ da stört dich keiner“: Diese Line ist hart. Für meinen Geschmack, ob wahr oder nicht, wahr, get sie zu weit. Aus irgendeinem Grund habe ich da meine Grenze. Vielleicht einfach aus dem Grund:
Tot sein ist nicht cool. Tot sein ist dumm. (
Kojak)
Die Strophe von
Alpa Gun, die danach einsetzt ist raptechnisch wiederum eher schlecht.
Alpa nuschelt, das Timing sitzt nicht wirklich und die Punchlines sind eher allgemeiner Natur oder wirklich verletzend. (Wie die Zeile mit dem Vater, der ihn nicht sehen wollte). Nichtsdestotrotz macht
Alpa klar, dass er tatsächlich einigermaßen weiß, wovon er redet und dass er eine gewisse Straßenkredibilität hat, was nicht zu bezweifeln ist. Die Zeilen allerdings, die wirklich im Kopf hängen bleiben sind die, wenn er rappt:
"
Geh versteck dich hinter deinen Veysel oder Arafat/ ich komm wie Levo und verpasse dir einen rechten Uppercut/ All diese Namen haben nichts zu tun in diesem Rap-Game/ was wolln die tun gegen Ahmed und Nassir El-Zein?“
Das ist durch seinen Widerspruch ein bisschen witzig. Natürlich hat
Alpa recht, wenn er sagt, dass mit Leuten, die nicht rappen und nichts mit Rap zu tun haben, nicht in Songs gedroht werden sollte, was dann allerdings eine durch die Medien bekannte kurdisch-libanesischen Großfamilie mit dem Rapgame zu tun haben soll, das wird an dieser Stelle nicht ganz schlüssig.
Schließlich stellte sich das Oberhaupt der Familie selbst in mehreren Zeitungsartikeln und Fernsehreportagen als Unterweltkönig dar und gab sich selbst den Namen "
Präsident“.
Offensichtlich betreibt die Familie Geschäfte, die eigentlich nichts mit Rap und Hip Hop zu tun haben und die Nennung des Namens ist gleichbedeutend mit der oben erwähnten Line von
Kay One. Eine Warnung mit der Aufschrift: "
Auch wir haben unsere Kontakte."
Vollkommener Schwachsinn, wenn ihr mich fragt, weil mit Sicherheit nicht ganze Klans in dieser Angelegenheit aufeinander los gehen werden, ABER im Umfeld der beschriebenen Personen und Familien befinden sich eben auch sehr viele Mitläufer. Junge Männer, zwischen 15 und 23, die sich einen Namen machen wollen und was liegt da näher, als eine berühmte Persönlichkeit einen halbwegs berühmten Rapper anzugreifen.
UND DAS HAT WIRKLICH NICHTS MEHR MIT RAP ZU TUN!!!!! Aber auch wenn ich das wahrscheinlich hundertmal in Großbuchstaben schreiben würde, das würde nichts ändern und es machen ja doch wieder alle, was sie wollen. Es geht um die Ehre. Ich weiß.
Kommen wir dann zum letzten Akt:
Kay One veröffentlicht den Track "
Live2Live".
Im Gegensatz zu
Sidos Diss kommt diese Antwort ein bisschen wie die letzte Antwort von
Jay Z auf
Nas und wenn
Kay One am Ende sagt, dass egj das Battle gewonnen habe, dann ist das wirklich so, wie als Herr
Schröder sich 2006 zum Sieger der Bundestagswahl erklärt hat. Leichte Realitätsveschiebung.
Trotz allem muss man
Kay zu Gute halten, dass er wirklich ein erstklassiger Battlerapper ist und keinem Streit aus dem Weg geht. Ich kann mich noch an eine Situation auf dem Splash erinnern, wo irgendein dicker Typ
Royalbunker beleidigt hat und
Kay hat ihn danach zerfleischt. Pitbull Style. Unter diesem Gesichtspunkt ist es schade, wenn
Kay erklärt, dass kein weiterer Song mehr erscheinen wird, egal was
AGGRO nun unternimmt, denn eigentlich genau das ist es doch, was wir alle wollen.
Beef. When your Mom is safe up in the street! Und hier noch eine ganz andere und sehr unterhaltsame Ansicht zum Thema Beef. Nur mal so als Anregung.
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