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Ich mache sicher keine Party, weil Johannes nun aus dem Rennen ist. Ich habe ihn als Kollegen und brillanten Rhetoriker geschätzt. Das Theater um seine Nicht-Kandidatur ist jedoch kontraproduktiv, nicht nur für den Wahlerfolg der Grünen, sondern für die kritisch-proeuropäische Position, die wir vertreten.
Nun stellen die Medien die Grünen abwechselnd als Brutus-Partei und als radikale EU-Gegner dar. Weder noch ist war! Die Grünen haben immer schon harte Personalentscheidungen getroffen. Wichtige Besetzungen werden eben nicht im stillen Kämmerchen entschieden, sondern von den Delegierten am Bundeskongress. Das ist nicht nur demokratischer, sondern auch transparenter. Hätte die Entscheidung ein „geheimes“ Gremium getroffen, hätte die Presse wenig zu Schreiben gehabt. Die übrigen Parteien lassen sich nämlich bei der Erstellung ihrer Kandidatenliste kaum in die Karten schauen. Sie rücken erst im März damit raus!
Alle Köpfe müssen nun nach vorne gerichtet werden. Die Grünen müssen einen Themenwahlkampf führen. Der Europäischen Union stehen Richtungsentscheidungen bevor, vor allem in Fragen von Klimaschutz und Energiepolitik. Hier haben die Grünen Schlüsselkompetenzen! Darauf sollten wir uns konzentrieren, nicht auf die Frage, ob der letzte Silberrücken schon erlegt wurde.
10:46 AM
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