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Stefan



Last Updated: 10/29/2009

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Tuesday, September 04, 2007 

Childers-GinGin-Bundaberg

 

Nach Rainbow Beach ging es dann weiter ins ungewisse. Bereits in Brisbane, Noosa und Rainbow sagte uns jeder, der aus dem Norden kam bzw. in den Norden wollte, dass es den nächsten Fruitpicking Job erst in Ayr gibt und das liegt eine 14h Busfahrt entfernt. Natürlich wollten wir diese lange Fahrt nicht mit einmal auf uns nehmen, so entschieden wir uns für Childers. Alle sagten, Childers und Bundaberg, welche gute Fruitpickingregionen sind, seien komplett ausgebucht. Es gäbe zwar Jobs, aber die Hostels wären eben vollkommen belegt. Unser Bus fuhr gegen 21Uhr und die Fahrt sollte eine Stunde dauern. So kamen wir pünktlich in Childers an und der Bus hielt an einer Shell-Tankstelle. Kein Backpacker stand an der Bushaltestelle und alle im Bus wunderten sich, warum wir dort Halt machten. Dann standen zwei Personen auf, Ben und ich. Alle drehten ihren Kopf zu uns und schauten uns mit fragenden Blicken an: Seid ihr bescheuert? Macht das nicht! Das ist doch Selbstmord! In diesen Augenblick bekam ich kurz Zweifel, doch wir zogen durch. Es begann zu regnen… Keine Sau war auf der Straße in dem kompletten Kaff. Dann fanden wir ein Hostel bzw. Pub, doch es hatte keinen richtigen Eingang, es war vollkommen zu. Wir gingen weiter, zwei, drei Kilometer und wir überlegten schon uns eine Nebengasse zu suchen und dort unser Nachtlager aufzuschlagen. Doch plötzlich fanden wir einen Caravan Park. Selbstverständlich war niemand an der Rezeption, jedoch fanden wir endlich etwas Positives, ein Schild mit der Aufschrift „Workers wanted". Wir standen da, überlegten was wir machen sollen und am Ende entschlossen wir uns in einem Motel zu übernachten. Es kostete nur 60$ die Nacht für zwei Leute und es war die beste Nacht seit Wochen. Das Bett hatte eine richtig gute Matratze, eigene Dusche, eigener Fernseher, eigener Kühlschrank, achja, und jeder hatte übrigens sein eigenes Bett. Es war perfekt! Am nächsten Morgen ging es weiter zur Jobsuche. Der Caravan Par war noch geschlossen und so gingen wir zu einem anderen Caravan Park, am anderen Ende des Nests. Wir stiefelten die Straße entlang und trafen einen alten Bekannten aus Brisbane wieder. Er meinte, dass die Caravan Parks alle zusammengehören und alles Abzocke sei. Er sagte weiterhin, dass in GinGin, ein Dorf ungefähr zwischen Childers und Bundaberg, gute Chancen bestünden einen Job zu bekommen. Wir gingen trotzdem zu dem Caravan Park, um uns selbst ein Bild zu verschaffen. Sie sagten uns, dass es keine Jobs mehr gäbe und so entschieden wir nach einiger Zeit weiter nach GinGin zu trampen. Und ihr könnt es mir glauben oder nicht, aber das erste Auto hielt an und nahm uns mit. Es waren zwei andere Deutsche Backpacker. Nach einiger Zeit wollten sie plötzlich Sex von uns. Nee, nur Spaß ;-)

Nach einiger Zeit nahmen wir noch einen anderen Tramper auf. Dieser war Australier, er kam aus Perth und er wolle seinen Bruder in Cairns, genau gegenüber auf dem Kontinent, beuschen den er seit über 30 Jahren nicht gesehen hat und er war schon über 3 Monate unterwegs. Das nenn ich mal Besucherei! In GinGin angekommen suchten wir erstmal das örtliche Infocenter auf, denn es gab kein Hostel in diesen Ort! Die Grundlage eines Backpackers zum Übernachten! Die zwei netten älteren Leute im Infocenter gaben uns zwei Telefonnummern, doch beide Personen am anderen Ende der Leitung meinten, die nächsten Jobs gäbe es wahrscheinlich erst in drei Wochen, wahrscheinlich. Wir mussten wir uns umentscheiden, und wir wählten wieder Trampen und zwar diesmal nach Bundaberg, einer relativ großen Stadt für australische Verhältnisse. Diesmal dauert es ca. 10min bis uns jemand aufsackte. Es war eine ältere Dame aus England, die vor 25 Jahren nach Australien ausgewandert ist und sage und schreibe 8Kinder hat! Schwängerei Alter! Sie brachte uns direkt zu einem Hostel in Bundy, doch das war, wie uns alle sagten, voll ausgebucht. Wir suchten wieder das Infocenter, die uns eine Übersicht mit allen Hostels in Bundy gaben. Erst ruf ich ein Hostel an, dann Ben, dann ich und auf einmal: Bingo!! Ein Hostel mit freien Betten und die Dame am Apparat sagte uns, wir könnten direkt am nächsten Tag anfangen zu Arbeiten! Ende gut, alles gut(?!)