Also...
Ich bin immer noch in Thunderbay und kann da im Moment noch nicht raus, weil ich Ontario nicht verlassen darf. Die Autoversicherung nimmt sich Zeit, mich als Fahrer einzutragen, was ziemlich bescheuert ist, weil hier bald keine WWOOF-Hosts mehr sind. Ich bin jetzt gerade bei einem deutsch/britischen Paar, das nichts mit WWOOFing zu tun hat, mich aber trotzdem bei sich wohnen lässt. Das will ich allerdings auch nicht zu lange ausnutzen. Ich hoffe, nächste Woche nochmal woanders hinzukönnen, danach habe ich aber echt keine Ahnung, wo ich sonst noch bleiben soll, ohne aus Ontario rauszukommen.
Naja egal - was ich eigentlich schreiben wollte, ist, was so die letzten 10 Tage los war.
Es gibt 2 WWOOF-Hosts in Thunderbay. Ich hatte zuerst versucht, bei einem Paar zu bleiben, weil deren Text besser klang. Die hatten allerdings abgesagt, weil sie schon einen WWOOFer in der Zeit haben. Also habe ich bei dem andern Host angefragt. Die Frau meinte, ich kann kommen. Also bin ich dann von Thessalon aus losgefahren. Die Fahrt hat ca 12 Stunden gedauert, in denen ich um die 20 Minuten Pause gemacht habe. Ist nicht unbedingt das angenehmste was man machen kann. Wenigstens waren die Straßen nicht glatt und es gab auch sonst keine richtigen Probleme, ich hatte nur einmal fast kein Benzin mehr. Abends bin ich dann bei dem Haus der Frau angekommen. Es war keiner da, aber es hing eine Notiz an der Tür, in der stand, dass sich die Pläne geändert hätten und ich zu einer anderen Adresse fahren sollte. Also bin ich dann dahin gefahren - und bei den Leuten gelandet, die ich zuerst angerufen hatte...
Da habe ich dann auch Thomas aus Frankreich kennen gelernt. Der versucht auch, sich nach Vancouver durchzuwwoofen, trampt allerdings. Wir wollten eigentlich zusammen nach Winnipeg fahren, das hat sich allerdings erledigt wegen der Autoversicherung. Da die Fahrt nach Winnipeg ca 10 Stunden dauert, wäre ein bisschen Gesellschaft schon nicht schlecht gewesen.
Ansonsten war es bei den WWOOF-Hosts ziemlich interessant - an meinem 2. Abend gab es eine "Potluck"-Party. Das ist eine nordamerikanische Tradition, bei der jeder etwas selbstgemachtes zu Essen mitbringt. An dem Abend gab es dann noch eine Diashow von 2 Frauen, die mit dem Kanu in 3 Sommern quer durch Kanada gefahren sind. Die Farm ist nicht so modern - harte Arbeit wird von Pferden erledigt, es gibt keinen Traktor (dafür aber ein Quad, das nützt nur nicht unbedingt was, wenn man mehrere Baumstämme ziehen will). Wir haben da verschiedene Aufgaben gemacht, wie z.B. Sand transportieren und an einer Stelle ebnen, um darauf ein "garden shed" zu bauen, Feuerholz hacken, die Wand in einer neu gebauten Kabine schleifen etc. Am Samstag bin ich dann zu den Leuten gekommen, bei denen ich jetzt bin. Dort habe ich so ziemlich nichts zu tun, was mir Zeit gab, das Audiosystem in meinem Auto ein bisschen zu verbessern:

Das Auto von außen

alt

neuNaja gut, das waren zusammengefasst die letzten 10 Tage

Also macht's gut!