6/10
Initially I thought I would loathe this CD, as the words ’romantic’ and ’vampire’ fill me with dread (Cradle of Filth and a thousand crap Goth bands saw to that). Janis from Evil Distro persuaded me that there was much more to Elisabetha than that, and he was right.
Elisabetha are a rather unusual Dark Ambient act from Austria. Apparently they used to play Black Metal, but "Über das Prinzip der Unschuld" marks a new beginning for the band. Musically they are indeed influenced by horror soundtracks (in particular Mike Oldfield’s "Tubular Bells", better known as "The Exorcist" theme) and conceptually by the writing of Edgar Allan Poe. The album does feature some narration of Poe’s works, so it would seem Elisabetha are attempting to write Poe’s musical counterpart with this release. One thing that did grate on me though, was that said narration was in German. Ok, fair do’s, this is Elisabetha’s mother tongue and the language they will know Poe’s work the best in, but it does sound strangely stilted, this gruff German voice interrupting every so often, quoting an English author in German to an Englishman! Similarly, I’m sure a Russian would find hearing Dostoyevsky’s works being read in English a little strange. My point is though, it probably would have sounded better without these passages. I expect they sound fine if you’re a German speaker though, who knows?
Nonetheless, Elisabetha have created a strangely likable CD. Fans of Victorian horror stories, old silent films (like FW Murnau’s "Nosferatu"), and the kind of music that is incessantly played in cathedrals will find much to enjoy. This can be purchased in luxurious gold digipak from Evil Distro at www.evildist.com.
Review by Jamie Smith
http://www.arcana-noctis.com
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10/10
Edgar Alle Poe mit seinen fantastischen Geschichten hat Pate gestanden für dieses Album, das musikalisch sehr viele unterschiedliche Stilmittel in sich vereint und dabei dennoch sehr unverwechselbar und charakteristisch klingt. Elemente aus Dark Ambient, Military Pop, Neoklassik, sakrale Chöre und Orgelpassagen, aber auch soundtrackartige Passagen, hier vor allem in der Gestalt alter, in Schwarz Weiss gehaltener Horror- bzw. Stummfilme, bilden die Basis für die sieben Kompositionen. Die gruselige Atmosphäre der Geschichten Poes wird dabei musikalisch sehr transparent und facettenreich umgesetzt und einzelne, gesprochene Passagen aus Poes Werken verstärken diesen Eindruck noch erheblich. Wirklich herausragend ist dabei nicht nur die fantastische Instrumentalarbeit, sondern das Zusammenspiel zwischen der düsteren Atmosphäre von Poes Werken und der durch die Musik geschaffenen Spannung, die konzeptionell ähnlich gearteten Projekten wie bsp. Midnight Syndicate doch einiges an Klasse voraus hat. Trotz der zum Teil beträchtlichen Länge der einzelnen Stücke hat man zudem nie den Eindruck, dass diese künstlich und unnötig in die Länge gezogen würden. „Über das Prinzip der Unschuld" ist limitiert auf 500 Stück und genau die passende Untermalung für die dunklen Stunden des Tages, wo der Grusel tief bis in die Knochen fährt, wenn die Standuhr Mitternacht schlägt und das Brennholz im Kamin knisternd erlischt.
MK
http://www.obliveon.de
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Edgar Allen Poe im barocken Gewand
Seit einiger Zeit können wir beobachten, dass der Untergrund in Österreich ein enormes Wachstum verzeichnet, aber in der einschlägigen Presse nur wenig Aufmerksamkeit erhält. Dauerbrenner wie Allerseelen und Der Blutharsch aus der Alpenrepublik kennt ein jeder von Ihnen, in den meisten Fällen eröffnet sich danach ein großes schwarzes Loch, welches eigentlich nicht existiert. Die Akteure The Sounds Of Earth, Wach, Ceremony Of Innocence, Bonemachine bzw. B-Machina und Elisabetha (Leider können wir an dieser Stelle nicht alle Aktivisten nennen - Entschuldigung!!!) arbeiten mit Sicherheit auf dem gleichen Niveau wie die beiden vorher genannten Szenegrößen, die durch gezielte Provokationen (Werbung) an der Spitze der österreichischen Bewegung marschieren. Durch ihre gefühlte Dominanz erschweren Sie anderen Protagonisten aus ihrer Heimat ein wenig den Weg zum großen Durchbruch (kein Vorwurf sondern eine Feststellung), der ihnen für die geleistete Arbeit eigentlich zusteht. Heißt im Klartext, auch im so titulierten Untergrund entscheidet die Pressearbeit (egal in welcher Form) über den Erfolg und nicht die künstlerische Fähigkeit.
Diese Gründe sprechen meiner Ansicht nach dafür, sich den kleineren Projekten genauso intensiv anzunehmen und den gleichen Support zu geben, wie den beiden österreichischen Heroen, die schon über alle Grenzen hinaus nur so vor Bekanntheit strotzen. (Raphael)
Elisabetha (Eine deutsch-österreichische Kooperation ansässig in Österreich!!!), ein Zusammenschluss der Herren A.W. (Ceremony Of Innocence, Wach und Bonemachine bzw. B-Machina), U.B. und Neon Ästhet offenbart eine Publikation der interessierten Hörerschaft, welche dem extravaganten neoklassischen Segment entspringt. Unterstützung erhielt die Mannschaft von Elisabetha durch den Sprecher Seigor, welcher von seinem Stimmvolumen ein wenig an Michael Roth von Eisregen erinnert.
Inhaltlich verarbeiten Elisabetha auf "Über das Prinzip der Unschuld" Texte des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allen Poe (1809 - 1849), der federführend die Bereiche Kriminalliteratur, Science Fiction und Horror beeinflusste. Er publizierte in seiner kurzen Zeit auf Erden unzählige Werke, die zum Teil erst nach seinem Tode zu großem Ruhm führten. "Über das Prinzip der Unschuld" dürfte für echte Fans von Edgar Allen Poe einen Pflichtkauf darstellen, welches gelungene Vertonungen von "Ein Traum in einem Traum", "Morella", "Das vorzeitige Begräbnis" und "Die Glocken" transportiert. Sicherlich eine ansprechende Hommage von A.W., U.B. und Neon Ästhet, die aus der Masse der erscheinenden Releases heraussticht.
Die zu vernehmende Musik schwankt zwischen barocken Melodien und martialischen Atmosphären, die im Gesamtergebnis die geneigte Konsumentin bzw. den geneigten Konsumenten vor der heimischen Anlage fesselt. Des Weiteren gehören zum Erlebnis diverse Samples wie Regen, Wind, Glockenklang, Streicher und Choräle, die eine besondere Stimmung erzeugen, welche an einen Besuch in einem wunderschönen Gotteshaus bei fiesestem Herbstwetter erinnern. Die vornehmlich synthetisch produzierten Klavier- bzw. Spinettpassagen (Korrigieren Sie mich, falls echte Instrumente Benutzung fanden!) überwältigen eindrucksvoll die Ohren und lassen Reisen in längst vergangene Zeiten zu. Elisabetha agieren auf "Über das Prinzip der Unschuld" sehr eigenständig, weshalb der Tonträger im Besonderen Personen zum empfehlen ist, die neue Herausforderungen suchen. Wer sich für klassisch barocke Kirchenmusik in keinster Weise begeistern kann, sollte die Finger von Elisabetha lassen und sich anderen Oeuvres zuwenden. Der Grad der Extravaganz von Elisabetha liegt auf einer Höhe mit den "Ausnahmeverrückten" von Dornenreich, die ebenfalls aus Österreich stammen und ähnlich spektakuläre Opera verfassen - musikalisch bestimmt nicht eine Wellelänge, aber von der Intensität her identisch.
"Über das Prinzip der Unschuld" erblickte das Licht der Welt auf Beverina Productions aus Lettland in einer limitierten Stückzahl von 500 Exemplaren, die Sie im gut sortierten Mailorderhandel erstehen können.
Für echte Musikfetischisten, die hohe Ansprüche in jeglicher Form an Veröffentlichungen stellen - ein Pflichtkauf, der Edgar Allen Poe im barocken Gewand ins heimische Haus bringt. Meine absolute Kaufempfehlung für Freaks, denen es nach atmosphärischer Neoklassik lüstet, die sich von der Norm abhebt.
geschrieben am 05.02.2008 von Raphael (Feindesland.de)
Bewertung:
Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15