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Current mood:  contemplative
Und dann...
...hörte ich dieses klirren, das niemand außer mir vernahm und wusste,
dass es mein Herz gewesen war, das gerade entzwei gebrochen war. Die
Splitter - so klein sie auch waren - schnitten mir ins Fleisch, ließen
mich bluten. In diesem winzigen Moment war alles, wofür ich jemals
gekämpft hatte zu einem Haufen Asche zerfallen und wehte mir wie Staub
ins Gesicht, brannte in meinen Augen. Ich konnte nicht wütend sein, ich
konnte nicht einmal hassen. Stattdessen stieg die Traurigkeit in mir
auf. Ich hatte alles verloren was mir wichtig gewesen war. Verzweiflung
machte sich breit, als sei sie ein letztes aufbäumen gegen die Leere,
die diese rasch besiegte. Ich war leer. Weder Hass noch Liebe war
geblieben. Nur abgrundtiefe Leere. Sie schluckte meine Gefühle, meine
Seele... mich(?) Ich war tot. Ausgebrannt. Nichts. Es gab keinen Grund
mehr, weiterzugehen, die Klinge mit dem Leben zu kreuzen. Ich gab auf.
Es war vorbei. Wenn man nichts mehr zu gewinnen hat, was hat man dann
noch zu verlieren? Ein Leben? Das ich nicht lache. Leben ist Tod - Tod
ist Leben. Die Flamme erlosch. Ich schlief ein. Ich weiß nicht wie
lange ich schlief bis plötzlich ein Ruck durch meinen Körper ging. Bis
der Winter wich und ich erwachte, denn die Flamme war zwar erloschen,
doch die Glut brannte weiter. Etwas hatte sie dazu gebracht einen
Funken springen zu lassen. Ein Funke, der nicht ohne Bedeutung bleiben
sollte, denn er brachte die Wärme zurück und mit der Wärme kam das
Licht und mit dem Licht die Hoffnung. Ich stand auf, betrachtete mein
Schwert. Vereist war seine Klinge und das Blut, das noch immer daran
klebte. Doch je länger ich es betrachtete, desto mehr und mehr schien
das Eis zu schmelzen. Ich nahm es in die Hand und fühlte Leben. Es
kroch von meinen Fingerspitzen durch meine Venen hinauf bis zu dem
Trümmern meines Herzens und sie begannen zu glühen. So geschah es, dass
ich den mich an meine Aufgabe erinnerte und erneut die Klinge mit dem
Leben kreuzte. Und genau in diesem Augenblick fingen die Splitter
Feuer. Sie brannten. Und die Leere wich, der Entschlossenheit und der
Liebe...
Die Glut war es gewesen die mich gerettet hatte. Die Glut aus der, der
Funke entsprang. Beides waren es die Dinge gewesen, die mich umgebracht
hatten und beide gaben mir das Leben zurück. Die Glut von der Ich
spreche, war die Sehnsucht...
Und der Funke war die Liebe.
Und die Liebe warst du...
[Für...meine Sehnsucht.]
[Ich schreibe dies als Wiedergutmachung und Ersatz für die wahre
Sehnsucht, die ich nicht bildlich festhalten kann, denn zu groß ist das
Gefühl, als dass es auf ein Foto oder ein Blatt Papier passt.]
[Die Sehnsucht wird es verstehen... sonst wäre sie nicht die Sehnsucht.]
-Erinnerungen an den Dezember 2007. Danke für alles Nirdgard-
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