Hallo zusammen,
Ich schreibe euch diesmal aus Kombo, der Hauptstadtregion Gambias.
Ich bin hier mit meinen beiden Deutschschuelern und warte auf die Papiere, die sie fuer ihr Visa brauchen.
Ich unterrichte Lamin und Ndye in Deutsch, damit sie im September in Witten Herdecke Zahnmedizin studieren koennen. Eigentlich sollten sie vorher einen 10-monatigen Sprachkurs machen, aus organisatorischen und finanziellen Engpaessen heraus hat sich aber alles verschoben und den beiden bleiben 2 Monate Sprachkurs in Deutschland. Natuerlich viel zu wenig, um so viel Deutsch zu lernen, dass man auf der Sprache studieren koennte.
Deshalb will ich den beiden jetzt so gut es geht helfen.
Im Moment sind sie relativ sicher im Umgang mit dem Akkusativ, haben eine grobe Idee von Genitiv und Dativ und koennen Verben im Praesens, Perfekt und Futur 1 deklinieren.
Ich habe mich noch nie so intensiv mit deutscher Grammatik beschaeftigt, wie in Gambia!
Ansonsten gibt es nicht viel Neues, ausser dass Buba, der Neffe von Lamin bei mir ist. Der Kleine ist knappe vier Jahre alt und hat, so haben wir nach mehreren Besuchen im Krakenhaus herausgefunden, eine angeborene Aortenstenose. Eine Herzkrankheit, die nur operabel und im Ausland behandelbar ist.
Ein Besuch im Krankenhaus in Gambia ist ueberigens sehr unterhaltsam: Ganze acht Stunden haben wir gewartet bis wir zu der deutschen Aerztin vorgekommen sind. Wir waren um halb sieben morgens am Krankenhaus und trotzdem!
Im Moment hoffen wir auf Moeglichkeiten den kleinen in Deutschland zu operieren, ich habe eine Stiftung gefunden, die die Kosten ggf. Uebernehmen wird.
Ich hoffe das wirklich sehr, denn Buba ist mir inzwischen sehr nahe, er wohnt bei mir und ich wuensche ihm sehr, dass er bald mit den anderen Kindern normal spielen kann. Ohne die schweren Atemprobleme, die er im Moment hat!
Ich geh mal zurueck zu meinem Unterricht, ich hoffe bald von euch zu hoeren
Viele Gruesse Hanna