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Jane



Last Updated: 12/2/2009

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Monday, October 05, 2009 

Current mood:  rockin

Über Indie steh ich drüber

27.07.2006 20:55 Uhr

Mando Diao? Kooks? Arctic Monkeys? Libertines? Rifles? Maximo Park? Ha, ich find euch alle scheiße. Zumindest in der Öffentlichkeit.

von pseudointellektuell

Meine erste CD war von den Schlümpfen – „Alles Banane“. Sie enthielt Klassiker wie „Eine Insel nur für Schlümpfe“, „Kleiner Schlumpfensatellit“ und „Mein kleiner blauer Schlumpfenwagen“. Ich war stolz darauf, solch eine Ansammlung von lebensfrohen und positiven Liedern im CD-Player zu haben und teilte diese Vorliebe mit einigen Klassenfreunden. Irgendwann fiel mir auf, dass auch die, die ich damals schon uncool fand, die Schlümpfe mochten. Deshalb entschied ich mich, meinen Musikgeschmack, den ich klassenintern vertrat, zu ändern – DJ Bobo mit „Pray“ wurde zu meinem neuen Favorit erkoren. Ich sorgte dafür, dass jeder wusste, dass ich DJ-Bobo-Fan war. Plötzlich wurden andere auch DJ-Bobo-Fans, ich will nicht behaupten, wegen mir, oder weil sie meinen Musikgeschmack so toll fanden, nein, sie wurden es einfach, weil ihnen die Musik behagte. Bestürzt darüber, dass ich jetzt, nach dem Schlümpfe-Desaster, schon wieder nur einer unter vielen war, ging ich zu meinem großen Cousin und wühlte in seiner Plattensammlung. Eigentlich gefiel mir sein Geschmack nicht besonders, doch er war vier Jahre älter als ich und sozusagen mein Idol. Jedenfalls kam mir das Album „Smash“ von „The Offspring“ in die Hände und mein Muskverständnis änderte sich ab diesem Zeitpunkt merklich.

Zurück in der Klasse mit neuer CD in den Händen blickte ich verachtend auf die reaktionären DJ-Bobo-Fans herab und faselte irgendwas von „Self Esteem“ (gesprochen [self eschtiem]). Von hier an suchte ich neue Alben in den Inidie- oder Alternativabteilungen der Musikregale.
In letzter Zeit hörte ich ständig das schöne Britpop-Inide-Zeug wie „Arcitc Monkeys“ oder eben „The Kooks“. Jetzt aber fange ich an, diese Bands abzuwerten - als überbewertet, langweilig, gewöhnlich oder gehyped. Ich hör jetzt „Sigur Rós“ und „Broken Social Scene“. Blöd ist, dass ich nicht weiß, ob ich das tue, weil mir die Musik gefällt, oder weil ich mich vom Rest abheben will. Manchmal kommt mir vor, ich bin noch immer 13 Jahre alt und statt der DJ-Bobo-CD halte ich jetzt das Sigur-Rós-Album in den Händen.
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