Status: Single
City: Tours
Country: FR
Signup Date: 4/17/2005
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October 1, 2009 - Thursday
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Necroweb :
Verzerrte Vocals, sehr viel Elektronik und ein druckvoller Beat. Das
sind die ersten Eindrücke, die beim Hören des neuen Albums
"Fragmentation" von Dexy Corp_ entstehen. Hier haben wir es mit
Industrial Metal zu tun, der seinen Schwerpunkt auf den elektronischen
Teil setzt.
Das erste Stück heißt "Overlord". Dieses kommt druckvoll und stampfend
daher und lässt keine Zeit zum Verschnaufen. Vielmehr animiert es dazu,
sich im Rhythmus mit zubewegen. Die Vocals sind, wie bereits eingangs
erwähnt, extrem verzerrt, was der Stimmung des Titels aber gut tut.
Schon beim zweiten Track "Proselytes" wird schnell klar, wo Dexy Corp_
mit "Fragmentation" hin wollen. Brachial und sehr elektronisch geht es
auch hier zur Sache. "Proselytes" macht vom ersten bis zum letzten Ton
massiv Druck. Besonders gegen Ende wird dieser Song stressig. Zu
stressig in meinen Augen, denn er klingt, als würde die CD hängen. Das
ist ein netter Effekt, aber hier wurde er übertrieben.
"Beat Me" wird seinem Namen absolut gerecht. Wie ein Faustschlag knallt
der Beat auf das Trommelfell des Hörers. Dexy Corp_ bleiben auch hier
der Linie des Albums treu und ändern im Grunde von Song zu Song nur
Kleinigkeiten. Dadurch besteht allerdings die Gefahr, dass man sich
schnell an dieser Scheibe satt gehört hat.
Extrem industriallastig und bassdominiert ist "Ghost Connection".
Dieser Track ist sicherlich auch sehr gut in Clubs einsetzbar und
extrem gut tanzbar. "Ghost Connection" ist ein echtes Highlight auf
"Fragmentation". Die Effekte sind gekonnt platziert, die Vocals stehen
etwas zurück, der Bass dominiert nahezu den gesamten Titel und diesmal
ist auch ein ruhigerer Part integriert, der ebenfalls sehr gut
eingearbeitet wurde.
Insgesamt ist "Fragmentation" eine sehr gut hörbare Scheibe. Dexy Corp_
haben sich wirklich Mühe gegeben. Die einzelnen Songs sind extrem
vielschichtig, sodass man bei jedem Durchlauf noch Neues entdecken
kann. Auch produktionstechnisch ist das Album sehr gut; am Klang gibt
es nichts zu bemängeln.
Allerdings gibt es auch etwas zu kritisieren: aufgrund der Tatsache,
dass Dexy Corp_ sich hier durchgehend an einem Stil festklammern, fehlt
richtige Abwechslung. Es ist möglich, dass "Fragmentation" relativ
schnell langweilig wird. Ein paar Highlights hätten nicht geschadet.
Fans von Dexy Corp_ sollten hier trotz allem auf jeden Fall zuschlagen
und auch den Freunden des elektroniklastigen Industrial Metals sei
diese Scheibe ans Herz gelegt.
7 von 10 Punkten
von Hypnotoad
http://www.necroweb.de/musikmagazin/neues-album/dexy-corp-fragmentation/
The-Pit :
Industrial und Electronic Body Music-Bands kann es nie genug geben.
Schließlich wollen die Clubs gefüllt und die neonpuscheligen,
cyberbebrillten, haarteiltragenden Tanzsüchtigen befriedigt werden. Die
Nacht zum Tag machen lautet die Devise, und das funktioniert mit der
neuen Scheibe von DEXY CORP_ bestens.
Die fünf Franzosen haben es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, dem
geneigten Zuhörer das Trommelfell vollends wegzufetzen. Ihr aktuelles
Werk "Fragmentation" - nach der "Jigger"-Ep aus dem Jahr 2007 ihr
erstes richtiges Album - wartet mit einer geballten Ladung
nervenzerfetzender Instrumentals auf, die einen tatsächlich etwas
überfordern. Die Warnung auf dem Cover "Use the dose as prescribed"
lässt sich hier relativ einfach übersetzen: Im Club kommen die
einzelnen Songs sicher sehr geil rüber, auf der hauseigenen Anlage
stellt sich allerdings schnell eine gewisse Art von Resignation ein,
weil man zeitweise einfach dem Songverlauf nicht mehr folgen kann.
Der erste Song wiegt einen zumindest zu Anfang noch in trügerischer
Sicherheit; "Overlord" startet relativ ruhig, entwickelt aber schnell
einen stampfenden Beat, der sofort in die Beine geht. Auch "Proselytes"
erweist sich als extrem tanzbar. Was hier auf der Anlage noch ziemlich
gut rüberkommt, wird bei "A Needle In Each Arm" schon zunehmend
anstrengend; gemäß dem Titel steigert sich der Beat bis ins
Ultraaggressive, ich habe sofort ein wunderbar buntes Bild von
tanzenden, drogenumnebelten EBMlern im Kopf und skippe schnell weiter,
bevor auch ich dem auditiven Drogenwahn verfalle.
"Anhédonie" schaltet glücklicherweise einen Gang runter und besticht
durch einen ruhigeren und sehr düsteren Beat. Jean-Bapiste Dropsy
Stimme klingt passagenweise nach dem ehemaligen Adema-Sänger Mark
Chavez, was bei selbigem schon nervig genug war, mit dem
französisch-nasalen Unterton allerdings nicht unbedingt besser wird.
Etwas völlig Neues erwartet den Hörer bei "Beat Me": Der Mann kann
growlen - und das nicht mal schlecht. Die völlig geisteskranke
Instrumentierung lässt einen extrem schwindelig zurück, die kurzen
Growls geben dem Song einen Stoß in Richtung Groove Metal - absolut
genial!
Das futuristische Instrumentalstück "Dark Bliss" bietet die
Möglichkeit für eine kleine Verschnaufpause, die man beim folgenden
"Lie Is Life" bitter nötig hat: ein unglaublich anstrengender Song, bei
dem der Finger spätestens nach der ersten Minute automatisch zur
Skip-Taste zuckt. Ebenso nervenaufreibend gestaltet sich das hektische
"Ghost Connection" mit extrem stampfenden Elektrobeats, zu denen
vermutlich nur noch Dark Electro-Veteranen tanzen können, ohne sich die
Beine zu brechen.
Der beste Song des fast vierzigminütigen Werks ist
bezeichnenderweise der Hidden Track, ein unglaublich heftiger Song, bei
dem einen der Rhythmus schier in Grund und Boden stampft. Die
Fensterscheiben klirren ob der wahnwitzig derben Instrumentals; Drummer
Olivier Pesquié und Erwan Ropars, der für Bass und Programming
zuständig ist, liefern hier ohne Zweifel eine absolute Meisterleistung
ab. Ein Geniestreich, der leider vorerst unbetitelt bleibt.
Fazit: DEXY CORP _ Debütalbum wird die Dark Electro-Clubs dieser - und vermutlich auch
jeder anderen - Welt auf jeden Fall ordentlich durchschütteln. Für den
Hausgebrauch ist die Platte allerdings kaum zu empfehlen und fürs
berühmte Nebenbeihören schon gar nicht. Fast alle Songs überfordern
einen schon in der ersten Minute, dennoch sollte man der Platte eine
Chance einräumen - die Nacht um die Ohren schlagen kann man sich damit
allemal. http://www.the-pit.de/reviews/cds/details/article/dexy-corp-fragmentation/
Der Medienkonverter :
Rein von meinem subjektiven Empfinden her steigt
die Zahl der interessanten Veröffentlichungen aus dem Bereich
Industrial Rock in letzter Zeit erfreulicherweise wieder an. Dabei
kommen einige Neuheiten überraschenderweise aus Frankreich. Ziemlich
abgefahrene Raketen haben dabei Punish Yourself und Jabberwock
abgefeuert und aus diesem Umfeld kommen auch Dexy Corp.
Mit "Fragmentation" schicken die fünf Jungs nach einer EP ihre
offizielle Debütscheibe ins Rennen, die sehr amerikanisch rüberkommt.
Echter, harter und ungeschminkter Industrial Rock ohne Schnörkel und
auch fast ohne Pause. Das Tempo ist eigentlich über die gesamte
Albumlänge hoch, aber bei Tracks wie "Anhedonie" wird das Tempo gut
variiert und mit dem Mix aus Elektronik und fetten Gitarren gespielt.
Etwas unangenehm ist mir, dass "Fragmentation" mir zwischendurch klar
macht, dass ich älter werde. Rückkopplungen wie am Ende von "Beat Me"
und andere Störsounds begeistern mit nämlich überhaupt nicht mehr und
verleiden mir das ein oder andere Stück. Besonders negativ fällt mir
dies bei "Proselytes" auf, denn gerade als der Song sich lange
aufgebaut hat und bereit wäre um in ein erlösendes Finale zu münden,
wird er über diese Breaks zu schnell abgewürgt. Hier liegt aus meiner
Sicht auch ein Grundproblem der Franzosen. Vielen Songs fehlt das
gewisse Etwas. Leider sind mehrere Songs trotz aller Intensität einfach
zu beliebig um überzeugen zu können. Bei "Faceless" passt dazu sogar
der Songtitel. Mein Favorit ist "A Needle In Each Arm". Klingt wie ein
Gastauftritt von Nivek Ogre (Skinny Puppy) bei einer Unit 187
Nachfolgeband. Gerade live dürften diese zweieinhalb Minuten sehr
unterhaltsam sein.
"Fragmentation" ist keine Sensation und eine Vorliebe für diese Genre
ist die Grundvoraussetzung um die vierzig Minuten zu überstehen, aber
wer früher (oder heute noch) Bands wie die erwähnten oder auch 16Volt
geschätzt hat, sollte ein Ohr riskieren und wie ich Dexy Corp im Auge
behalten. Zwar fehlt ein richtiger Hit um sich nachhaltig in meinem
Gehörgang festzusetzen, aber die Anspieltips "A Needle In Each Arm"
oder "Incandescent World" und der kleine Weltuntergang den Dexy Corp
als Ghosttrack versteckt haben, blasen einem prima die Gehörgänge frei.
Aus denen kann noch was werden!
Minne
http://www.medienkonverter.de/kritik.php4?id=3757
Gothic Paradise :
Mit „Fragmentation“ stellt die 2002 gegründete
Industrial-Rock-Formation DEXY CORP_ nun endlich ihr Debütalbum in die
Regale. Nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ ließen die Franzosen
verdammt lange darauf Warten. Jedoch scheinen DEXY CORP_ genau diese
Zeit gebraucht zu haben, um ihren Stil zu finden und bis ins kleinste
Detail hinein auszufeilen. Ein Zitat aus dem Pressetext lautet „Aber
Vorsicht: Genuss auf eigene Gefahr!“ Ja, es wird wirklich gefährlich
gut um die Gehörmuscheln.
Mit „Fragmentation“ bewegen sich die Herren DEXY CORP_ eindeutig in
die rockigere Richtung, jedoch ohne das gewisse Maß an Elektronik außer
Acht lassen - so zumindest schon einmal beim Opener „Overlord“.
Lauschen wir einmal weiter im Programm.
Auch „Proselytes“ und „A Needle In Each Arm“ knallen so richtig rein
und legen im Stil von MINISTRY ordentlich Tempo auf’s Parkett. Das
macht Spaß und gefällt. Mit „Anhedonie“, „Faceless“ und „Dark Bliss“
sind uns zwischendrin auch kleine Verschnaufpausen gewährt. Die Tracks
sind wieder im Midtempo angesiedelt, ohne jedoch an Ausdruck und Stärke
zu verlieren, was wohl an der Schwere und dem Tiefgang liegen könnte.
Rockig locker vom Hocker geht’s weiter im Programm mit „Beat Me“, „Lie
Is Life“ und „Incandescent World“. Eingängigkeit und Speed reichen sich
auch hier die Hand. Satte Rockpassagen, rasante Drums und aggressive
Vocals sorgen für ein Hörvergnügen auf die harte Tour. Der letzte Song
der Scheibe, „Death Plastic Surgery“, setzt der ohnehin schon
abwechslungsreichen Scheibe noch eines oben drauf. Hier geht es am
Keybord schon fast ohrwurmverdächtig vonstatten. Aber auch die Gitarren
und fiesen Vocals kommen zu ihrem Recht.
Alles in Allem ist "Fragmentation" ein sattes, lautes und
energiegeladenes Album, das Fans von MINISTRY wie auch DOPE STARS INC.
gefallen sollte. Mich hat es überzeugt. Bleibt nur zu hoffen, dass uns
die Franzosen nicht wieder so lange auf neuen Stoff warten lassen ...
8/10
Alternativ Musik :
Manchmal bekommt man beim Hören eines Albums so richtig gehässige Ideen, so wie bei Fragmentation
von Dexy Corp. Wie schön wäre es doch, die Freunde und Bekannte, denen
ohnehin Gothic, Metal und co. an sich schon viel zu hart sind, mit
dieser CD auf einer längeren Autofahrt zu beglücken. Was einem beim
Ausführen dieses Gedankens schnell klar wird, ist, dass diese wohl
irgendwann tatsächlich drauf bestehen werden, zu Fuß zu gehen, als sich
das weiter anzutun. Diese Erkenntnis setzt sich spätestens dann durch,
wenn man selber merkt, dass das Album einen selbst dann stellenweise
anstrengt, obwohl man selber Freund härterer Musik ist, allerdings
verzeiht man das diesem Industrial Metal-Album allzu gerne.
Und wie klingen denn nun Dexy Corp? Vor allen Dingen: Dreckig und
garstig und dabei so brutal, dass es selbst Legenden wie KMFDM oder
Ministry in den Schatten zu stellen scheint. Ständig werden einem
bleischwere Gitarrenriffs und Arrangements mit schwindelerregender
Geschwindigkeit um die Ohren geknallt Verschnaufpausen gibt es daher
nur wenige. Und wenn mal ruhige Momente auftauchen, sind diese kaum zum
Luftholen geeignet, denn diese Downtempo-Passagen schleichen sich
krächzend ins Ohr des Hörers und nagen an dessen Nervenkostüm. Wenn
sich dann noch zu dem ganzen der verzerrte Kreischgesang gesellt ist
das nichts mehr für schwache Nerven.
Selten erlebt man Industrial Metal-Alben, die so kompromisslos zur Sache gehen, wie es bei Fragmentation
der Fall ist. Hier findet man wirklich mal Stücke, die das Attribut
„knallhart“ verdienen. Viele Freunde wird sich das Album damit zwar
nicht machen, aber Fans dieser Musikart werden die Freudentränen in den
Augen stehen, wenn sie dieses ungeschliffene Werk zu hören bekommen.
von Tristan
http://www.alternativmusik.de/rezensionen/dexy-corp_-fragmentation/
Elektrauma :
Wenn
man in Frankreich nach Industrial-Rock-Bands Ausschau hält, sieht es da
in der Regel eher mau aus. Es gibt zwar einige
Ich-mixe-Synthies-und-ein-aar-schrammelgitarren-Combos, die aber
meistens nicht dem internationalen Standard genügen können. Eine der
größten Hoffnungen ist und bleibt Dexy Corp, die sich auf ihrem
aktuellen Longplayer „Fragmentation“ gleich mal so richtig schön
auskotzen. Schon der Opener „Overlord“ macht deutlich, wohin es auf
diesem Album gehen soll: Das Schlagwerk fetzt einem um die Ohren und
drückt wie eine Dampfwalze, während die flirrende Elektronik wie eine musikgewordene Epilepsie klingt und die Gitarren einem vollends die
Beine wegsäbeln. Der leicht verzerrte Gesang fügt sich gut in das
E-Gitarren-Gewitter ein und macht das alles zu einem stimmigen Ganzen.
Vor allem das Hochgeschwindigkeitsteil „A Needle In Every Arm“ klingt
wirklich wie ein schlechter Trip, von dem man wünschen möchte, er geht
schnell vorbei – tut er auch, denn der Song ist gerade mal 2:30 Minuten
lang. Mit „Anhedonie“ wird es zwar nicht gerade wohlklingender, aber
dennoch etwas geordneter. Das ist aber nur ein kurzer Verschnaufer, ehe
sie dann mit „Beat Me“ wieder die Daumenschraube anziehen. Unter dem
Strich bläst „Fragmentation“ den Hörer buchstäblich weg. Nichts für
Zartbesaitete, aber für alle, die es mit ordentlich Druck mögen.
verfasst
von NuccWertung:
5 von 6http://elektrauma.de/rezensionen.php4?KritikNummer=2078
Dark Spy :
Die Französische Formation spielt bereits seid 2003 eine harte Mischung aus Industrial/Crossover/Metal, was durchaus nicht schlecht klingt. Bei dem deutschen Label wird aber erst jetzt ihr Debüt-Album veröffentlicht. Anfangs muss man sich ein wenig daran gewöhnen, dass es nicht "Ministry" oder die "Nine Inch Nails" sind und sich zudem lossagen von etwaigen Vorurteilen was Franzosen und Musik betrifft. Wenn man dann auch noch sieht, wer sonst bei dem Label vertreten ist, vielleicht ist es dem einen oder anderen dann auch zu hart. Dem Metalfan kann es vielleicht auch zu elektrolastig sein. Verzerrter Gesang, der trotz der Muttersprache in Englisch vorgetragen wird, ist zu meist noch recht gut zu verstehen. Insgesamt macht das Album Spaß. Abwechslungsreich ist es auf alle Fälle. Wenn man dann sich die Mühe macht und die Jungs auf ihrer Myspace-Seite besucht, wird man bezüglich der musikalischen Einflüsse nur in dem Bild bestätigt. Genannt werden hier "Skinny Puppy" - "Nine Inch Nails" - "Ministry" - "Atari Teenage Riot" oder auch "KMFDM" usw. Damit liegt man dann als Fan des Genre auch 100% richtig. Trotz der ziemlich eindeutigen Ausrichtung bleibt die Band dabei sehr eigenständig. Live müsste da, so denke ich, richtig die Post abgehen. Leider sind die mir einzig bekannten Konzerte erst im Dezember im französischen Raum zu finden. Oliver Garrandt
Dark Spy n°31
11:04 AM
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