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Dexy Corp_



Last Updated: 12/23/2009

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Status: Single
City: Tours
Country: FR
Signup Date: 4/17/2005
October 1, 2009 - Thursday 
Necroweb :

Verzerrte Vocals, sehr viel Elektronik und ein druckvoller Beat. Das sind die ersten Eindrücke, die beim Hören des neuen Albums "Fragmentation" von Dexy Corp_ entstehen. Hier haben wir es mit Industrial Metal zu tun, der seinen Schwerpunkt auf den elektronischen Teil setzt.

Das erste Stück heißt "Overlord". Dieses kommt druckvoll und stampfend daher und lässt keine Zeit zum Verschnaufen. Vielmehr animiert es dazu, sich im Rhythmus mit zubewegen. Die Vocals sind, wie bereits eingangs erwähnt, extrem verzerrt, was der Stimmung des Titels aber gut tut.
Schon beim zweiten Track "Proselytes" wird schnell klar, wo Dexy Corp_ mit "Fragmentation" hin wollen. Brachial und sehr elektronisch geht es auch hier zur Sache. "Proselytes" macht vom ersten bis zum letzten Ton massiv Druck. Besonders gegen Ende wird dieser Song stressig. Zu stressig in meinen Augen, denn er klingt, als würde die CD hängen. Das ist ein netter Effekt, aber hier wurde er übertrieben.
"Beat Me" wird seinem Namen absolut gerecht. Wie ein Faustschlag knallt der Beat auf das Trommelfell des Hörers. Dexy Corp_ bleiben auch hier der Linie des Albums treu und ändern im Grunde von Song zu Song nur Kleinigkeiten. Dadurch besteht allerdings die Gefahr, dass man sich schnell an dieser Scheibe satt gehört hat.
Extrem industriallastig und bassdominiert ist "Ghost Connection". Dieser Track ist sicherlich auch sehr gut in Clubs einsetzbar und extrem gut tanzbar. "Ghost Connection" ist ein echtes Highlight auf "Fragmentation". Die Effekte sind gekonnt platziert, die Vocals stehen etwas zurück, der Bass dominiert nahezu den gesamten Titel und diesmal ist auch ein ruhigerer Part integriert, der ebenfalls sehr gut eingearbeitet wurde.

Insgesamt ist "Fragmentation" eine sehr gut hörbare Scheibe. Dexy Corp_ haben sich wirklich Mühe gegeben. Die einzelnen Songs sind extrem vielschichtig, sodass man bei jedem Durchlauf noch Neues entdecken kann. Auch produktionstechnisch ist das Album sehr gut; am Klang gibt es nichts zu bemängeln.
Allerdings gibt es auch etwas zu kritisieren: aufgrund der Tatsache, dass Dexy Corp_ sich hier durchgehend an einem Stil festklammern, fehlt richtige Abwechslung. Es ist möglich, dass "Fragmentation" relativ schnell langweilig wird. Ein paar Highlights hätten nicht geschadet.
Fans von Dexy Corp_ sollten hier trotz allem auf jeden Fall zuschlagen und auch den Freunden des elektroniklastigen Industrial Metals sei diese Scheibe ans Herz gelegt.

7 von 10 Punkten

von Hypnotoad

http://www.necroweb.de/musikmagazin/neues-album/dexy-corp-fragmentation/


The-Pit :


Industrial und Electronic Body Music-Bands kann es nie genug geben. Schließlich wollen die Clubs gefüllt und die neonpuscheligen, cyberbebrillten, haarteiltragenden Tanzsüchtigen befriedigt werden. Die Nacht zum Tag machen lautet die Devise, und das funktioniert mit der neuen Scheibe von DEXY CORP_ bestens.
Die fünf Franzosen haben es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, dem geneigten Zuhörer das Trommelfell vollends wegzufetzen. Ihr aktuelles Werk "Fragmentation" - nach der "Jigger"-Ep aus dem Jahr 2007 ihr erstes richtiges Album - wartet mit einer geballten Ladung nervenzerfetzender Instrumentals auf, die einen tatsächlich etwas überfordern. Die Warnung auf dem Cover "Use the dose as prescribed" lässt sich hier relativ einfach übersetzen: Im Club kommen die einzelnen Songs sicher sehr geil rüber, auf der hauseigenen Anlage stellt sich allerdings schnell eine gewisse Art von Resignation ein, weil man zeitweise einfach dem Songverlauf nicht mehr folgen kann.
Der erste Song wiegt einen zumindest zu Anfang noch in trügerischer Sicherheit; "Overlord" startet relativ ruhig, entwickelt aber schnell einen stampfenden Beat, der sofort in die Beine geht. Auch "Proselytes" erweist sich als extrem tanzbar. Was hier auf der Anlage noch ziemlich gut rüberkommt, wird bei "A Needle In Each Arm" schon zunehmend anstrengend; gemäß dem Titel steigert sich der Beat bis ins Ultraaggressive, ich habe sofort ein wunderbar buntes Bild von tanzenden, drogenumnebelten EBMlern im Kopf und skippe schnell weiter, bevor auch ich dem auditiven Drogenwahn verfalle.
"Anhédonie" schaltet glücklicherweise einen Gang runter und besticht durch einen ruhigeren und sehr düsteren Beat. Jean-Bapiste Dropsy Stimme klingt passagenweise nach dem ehemaligen Adema-Sänger Mark Chavez, was bei selbigem schon nervig genug war, mit dem französisch-nasalen Unterton allerdings nicht unbedingt besser wird. Etwas völlig Neues erwartet den Hörer bei "Beat Me": Der Mann kann growlen - und das nicht mal schlecht. Die völlig geisteskranke Instrumentierung lässt einen extrem schwindelig zurück, die kurzen Growls geben dem Song einen Stoß in Richtung Groove Metal - absolut genial!
Das futuristische Instrumentalstück "Dark Bliss" bietet die Möglichkeit für eine kleine Verschnaufpause, die man beim folgenden "Lie Is Life" bitter nötig hat: ein unglaublich anstrengender Song, bei dem der Finger spätestens nach der ersten Minute automatisch zur Skip-Taste zuckt. Ebenso nervenaufreibend gestaltet sich das hektische "Ghost Connection" mit extrem stampfenden Elektrobeats, zu denen vermutlich nur noch Dark Electro-Veteranen tanzen können, ohne sich die Beine zu brechen.
Der beste Song des fast vierzigminütigen Werks ist bezeichnenderweise der Hidden Track, ein unglaublich heftiger Song, bei dem einen der Rhythmus schier in Grund und Boden stampft. Die Fensterscheiben klirren ob der wahnwitzig derben Instrumentals; Drummer Olivier Pesquié und Erwan Ropars, der für Bass und Programming zuständig ist, liefern hier ohne Zweifel eine absolute Meisterleistung ab. Ein Geniestreich, der leider vorerst unbetitelt bleibt.
Fazit: DEXY CORP _ Debütalbum wird die Dark Electro-Clubs dieser - und vermutlich auch jeder anderen - Welt auf jeden Fall ordentlich durchschütteln. Für den Hausgebrauch ist die Platte allerdings kaum zu empfehlen und fürs berühmte Nebenbeihören schon gar nicht. Fast alle Songs überfordern einen schon in der ersten Minute, dennoch sollte man der Platte eine Chance einräumen - die Nacht um die Ohren schlagen kann man sich damit allemal.

http://www.the-pit.de/reviews/cds/details/article/dexy-corp-fragmentation/


Der Medienkonverter :

Rein von meinem subjektiven Empfinden her steigt die Zahl der interessanten Veröffentlichungen aus dem Bereich Industrial Rock in letzter Zeit erfreulicherweise wieder an. Dabei kommen einige Neuheiten überraschenderweise aus Frankreich. Ziemlich abgefahrene Raketen haben dabei Punish Yourself und Jabberwock abgefeuert und aus diesem Umfeld kommen auch Dexy Corp.

Mit "Fragmentation" schicken die fünf Jungs nach einer EP ihre offizielle Debütscheibe ins Rennen, die sehr amerikanisch rüberkommt. Echter, harter und ungeschminkter Industrial Rock ohne Schnörkel und auch fast ohne Pause. Das Tempo ist eigentlich über die gesamte Albumlänge hoch, aber bei Tracks wie "Anhedonie" wird das Tempo gut variiert und mit dem Mix aus Elektronik und fetten Gitarren gespielt. Etwas unangenehm ist mir, dass "Fragmentation" mir zwischendurch klar macht, dass ich älter werde. Rückkopplungen wie am Ende von "Beat Me" und andere Störsounds begeistern mit nämlich überhaupt nicht mehr und verleiden mir das ein oder andere Stück. Besonders negativ fällt mir dies bei "Proselytes" auf, denn gerade als der Song sich lange aufgebaut hat und bereit wäre um in ein erlösendes Finale zu münden, wird er über diese Breaks zu schnell abgewürgt. Hier liegt aus meiner Sicht auch ein Grundproblem der Franzosen. Vielen Songs fehlt das gewisse Etwas. Leider sind mehrere Songs trotz aller Intensität einfach zu beliebig um überzeugen zu können. Bei "Faceless" passt dazu sogar der Songtitel. Mein Favorit ist "A Needle In Each Arm". Klingt wie ein Gastauftritt von Nivek Ogre (Skinny Puppy) bei einer Unit 187 Nachfolgeband. Gerade live dürften diese zweieinhalb Minuten sehr unterhaltsam sein.

"Fragmentation" ist keine Sensation und eine Vorliebe für diese Genre ist die Grundvoraussetzung um die vierzig Minuten zu überstehen, aber wer früher (oder heute noch) Bands wie die erwähnten oder auch 16Volt geschätzt hat, sollte ein Ohr riskieren und wie ich Dexy Corp im Auge behalten. Zwar fehlt ein richtiger Hit um sich nachhaltig in meinem Gehörgang festzusetzen, aber die Anspieltips "A Needle In Each Arm" oder "Incandescent World" und der kleine Weltuntergang den Dexy Corp als Ghosttrack versteckt haben, blasen einem prima die Gehörgänge frei. Aus denen kann noch was werden!

Minne

http://www.medienkonverter.de/kritik.php4?id=3757


Gothic Paradise :


Mit „Fragmentation“ stellt die 2002 gegründete Industrial-Rock-Formation DEXY CORP_ nun endlich ihr Debütalbum in die Regale. Nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ ließen die Franzosen verdammt lange darauf Warten. Jedoch scheinen DEXY CORP_ genau diese Zeit gebraucht zu haben, um ihren Stil zu finden und bis ins kleinste Detail hinein auszufeilen. Ein Zitat aus dem Pressetext lautet „Aber Vorsicht: Genuss auf eigene Gefahr!“ Ja, es wird wirklich gefährlich gut um die Gehörmuscheln.
Mit „Fragmentation“ bewegen sich die Herren DEXY CORP_ eindeutig in die rockigere Richtung, jedoch ohne das gewisse Maß an Elektronik außer Acht lassen - so zumindest schon einmal beim Opener „Overlord“. Lauschen wir einmal weiter im Programm.
Auch „Proselytes“ und „A Needle In Each Arm“ knallen so richtig rein und legen im Stil von MINISTRY ordentlich Tempo auf’s Parkett. Das macht Spaß und gefällt. Mit „Anhedonie“, „Faceless“ und „Dark Bliss“ sind uns zwischendrin auch kleine Verschnaufpausen gewährt. Die Tracks sind wieder im Midtempo angesiedelt, ohne jedoch an Ausdruck und Stärke zu verlieren, was wohl an der Schwere und dem Tiefgang liegen könnte.
Rockig locker vom Hocker geht’s weiter im Programm mit „Beat Me“, „Lie Is Life“ und „Incandescent World“. Eingängigkeit und Speed reichen sich auch hier die Hand. Satte Rockpassagen, rasante Drums und aggressive Vocals sorgen für ein Hörvergnügen auf die harte Tour. Der letzte Song der Scheibe, „Death Plastic Surgery“, setzt der ohnehin schon abwechslungsreichen Scheibe noch eines oben drauf. Hier geht es am Keybord schon fast ohrwurmverdächtig vonstatten. Aber auch die Gitarren und fiesen Vocals kommen zu ihrem Recht.
Alles in Allem ist "Fragmentation" ein sattes, lautes und energiegeladenes Album, das Fans von MINISTRY wie auch DOPE STARS INC. gefallen sollte. Mich hat es überzeugt. Bleibt nur zu hoffen, dass uns die Franzosen nicht wieder so lange auf neuen Stoff warten lassen ...

8/10



Alternativ Musik :

Manchmal bekommt man beim Hören eines Albums so richtig gehässige Ideen, so wie bei Fragmentation von Dexy Corp. Wie schön wäre es doch, die Freunde und Bekannte, denen ohnehin Gothic, Metal und co. an sich schon viel zu hart sind, mit dieser CD auf einer längeren Autofahrt zu beglücken. Was einem beim Ausführen dieses Gedankens schnell klar wird, ist, dass diese wohl irgendwann tatsächlich drauf bestehen werden, zu Fuß zu gehen, als sich das weiter anzutun. Diese Erkenntnis setzt sich spätestens dann durch, wenn man selber merkt, dass das Album einen selbst dann stellenweise anstrengt, obwohl man selber Freund härterer Musik ist, allerdings verzeiht man das diesem Industrial Metal-Album allzu gerne.
Und wie klingen denn nun Dexy Corp? Vor allen Dingen: Dreckig und garstig und dabei so brutal, dass es selbst Legenden wie KMFDM oder Ministry in den Schatten zu stellen scheint. Ständig werden einem bleischwere Gitarrenriffs und Arrangements mit schwindelerregender Geschwindigkeit um die Ohren geknallt Verschnaufpausen gibt es daher nur wenige. Und wenn mal ruhige Momente auftauchen, sind diese kaum zum Luftholen geeignet, denn diese Downtempo-Passagen schleichen sich krächzend ins Ohr des Hörers und nagen an dessen Nervenkostüm. Wenn sich dann noch zu dem ganzen der verzerrte Kreischgesang gesellt ist das nichts mehr für schwache Nerven.
Selten erlebt man Industrial Metal-Alben, die so kompromisslos zur Sache gehen, wie es bei Fragmentation der Fall ist. Hier findet man wirklich mal Stücke, die das Attribut „knallhart“ verdienen. Viele Freunde wird sich das Album damit zwar nicht machen, aber Fans dieser Musikart werden die Freudentränen in den Augen stehen, wenn sie dieses ungeschliffene Werk zu hören bekommen.

von Tristan

http://www.alternativmusik.de/rezensionen/dexy-corp_-fragmentation/


Elektrauma :


Wenn man in Frankreich nach Industrial-Rock-Bands Ausschau hält, sieht es da in der Regel eher mau aus. Es gibt zwar einige Ich-mixe-Synthies-und-ein-aar-schrammelgitarren-Combos, die aber meistens nicht dem internationalen Standard genügen können. Eine der größten Hoffnungen ist und bleibt Dexy Corp, die sich auf ihrem aktuellen Longplayer „Fragmentation“ gleich mal so richtig schön auskotzen. Schon der Opener „Overlord“ macht deutlich, wohin es auf diesem Album gehen soll: Das Schlagwerk fetzt einem um die Ohren und drückt wie eine Dampfwalze, während die flirrende Elektronik wie eine musikgewordene Epilepsie klingt und die Gitarren einem vollends die Beine wegsäbeln. Der leicht verzerrte Gesang fügt sich gut in das E-Gitarren-Gewitter ein und macht das alles zu einem stimmigen Ganzen. Vor allem das Hochgeschwindigkeitsteil „A Needle In Every Arm“ klingt wirklich wie ein schlechter Trip, von dem man wünschen möchte, er geht schnell vorbei – tut er auch, denn der Song ist gerade mal 2:30 Minuten lang. Mit „Anhedonie“ wird es zwar nicht gerade wohlklingender, aber dennoch etwas geordneter. Das ist aber nur ein kurzer Verschnaufer, ehe sie dann mit „Beat Me“ wieder die Daumenschraube anziehen. Unter dem Strich bläst „Fragmentation“ den Hörer buchstäblich weg. Nichts für Zartbesaitete, aber für alle, die es mit ordentlich Druck mögen.

verfasst von Nucc

Wertung: 5 von 6
http://elektrauma.de/rezensionen.php4?KritikNummer=2078


Dark Spy :

Die Französische Formation spielt bereits seid 2003 eine harte Mischung aus Industrial/Crossover/Metal, was durchaus
nicht schlecht klingt. Bei dem deutschen Label wird aber erst jetzt ihr Debüt-Album veröffentlicht. Anfangs
muss man sich ein wenig daran gewöhnen, dass es nicht "Ministry" oder die "Nine Inch Nails" sind und sich zudem
lossagen von etwaigen Vorurteilen was Franzosen und Musik betrifft. Wenn man dann auch noch sieht, wer sonst
bei dem Label vertreten ist, vielleicht ist es dem einen oder anderen dann auch zu hart. Dem Metalfan kann es vielleicht
auch zu elektrolastig sein. Verzerrter Gesang, der trotz der Muttersprache in Englisch vorgetragen wird, ist zu meist
noch recht gut zu verstehen. Insgesamt macht das Album Spaß. Abwechslungsreich ist es auf alle Fälle. Wenn man
dann sich die Mühe macht und die Jungs auf ihrer Myspace-Seite besucht, wird man bezüglich der musikalischen Einflüsse
nur in dem Bild bestätigt. Genannt werden hier "Skinny Puppy" - "Nine Inch Nails" - "Ministry" - "Atari Teenage
Riot" oder auch "KMFDM" usw. Damit liegt man dann als Fan des Genre auch 100% richtig. Trotz der ziemlich
eindeutigen Ausrichtung bleibt die Band dabei sehr eigenständig. Live müsste da, so denke ich, richtig die Post abgehen.
Leider sind die mir einzig bekannten Konzerte erst im Dezember im französischen Raum zu finden.
Oliver Garrandt

Dark Spy n°31



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