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Berlin/Moskau, 08. Oktober 2009 – Mit dem 20. Jahrestag des
Mauerfalls könnte auch das seit zwei Dekaden bestehende Berliner
Künstlerhaus Tacheles Jubiläum feiern, doch es wird 20 und die Künstler
ziehen um. Aufgrund der geplanten Schließung der Kunstruine zieht es
die Gründer und einen Großteil der Künstler nach Moskau. Unter dem
Motto „Wenn Berlin uns nicht mehr will, dann gehen wir nach Moskau!“,
eröffnet die kreative Gemeinschaft ihre neue Bleibe in Russlands
Metropole auf 2.000 m^2 in „Sextown“ Klub und Galary (Russland, Moskau,
Nijnie Mnewniki Strasse 110) . Die Eröffnung wird mit einem Spektakel
aus Kunst-, Musik- und Modefestival gefeiert. Vom 23.10. bis 10.11.2009
werden 20 bisher in Berlin ansässige, zum Teil international angesehene
Künstler aus 9 Ländern teilnehmen. 16 Nationalitäten, die 30 Sprachen
sprechen, mit einem gemeinsamen Ziel: Freiheit in der Kunst. Freiheit
im Leben.
Die Geschichte des Klubs und "Sexston" Galary ist direkt mit Berlin
verbunden. Dieser Klub war schon immer sehr berühmt und populär in
Berlin gerade in der letzten Zeit der Berliner Mauer. Bis heute
verbindet die feste Freundschaft und brüderliche Liebe zwei Personen -
den Chirurgen und den damaligen Eigentümer vom Klub. Der Klub ist nach
nach der Wende verschwunden. Wurde aber dank der Beziehung zwischen
zwei o. g. Männer und in Moskau neu gegründet.
„Die ‚Tacheles Art Academy Berlin’ galt bislang als Knotenpunkt der
alternativen Künstlerszene und hat vielen von uns den Weg ins
Künstlerleben geebnet,“ beschreibt Organisator Oleg von Lazó und
ergänzt: „Innere und äußere Konflikte im ‚Freien Künstlerhaus’ haben
das Tacheles zerrüttet. In Moskau wollen wir ein neues Haus zu
künstlerischem Leben erwecken. Wir öffnen unsere Pforten für alle
Vertreter der alternativen Künste aus der ganzen Welt. Wir wollen
unsere gemeinsame Arbeit, die verschiedenen Kunstrichtungen und –Stile
wie Malerei, Mode, Musik und Tanz vereint im Rahmen einer
außergewöhnlichen Veranstaltung vorstellen. Dieses 18 Tage-Programm
soll spektakulär werden. So wird die japanische Opern-Diva Azusa Dodo,
die zu Pavarottis letzten Studentinnen zählt, täglich mit einer
fulminanten Show auftreten, ebenso wie der neue Electro-Rock Export
‚Zill’. Kunstwerke der Unesco-Botschafterin Prof. Suiko Shimon werden
ausgestellt, wie auch die Kimonos des Labels Yamashita ArtHouse, die
zum Beispiel von der kaiserlichen Familie in Japan gekauft werden, um
nur einige zu nennen. Die ersten zwei Wochen werden eine visuelle Event
aus mitreißender Musik, phantastischen Show-Acts, ungewöhnlicher Mode,
Haute Couture und Lichtinstallationen. Unterschiedlichste Kunstwerke
runden das Erlebnis ab. Pro Tag können ca. 2.000 Besucher das Ereignis
auf 2 Ebenen erleben. Der Eintritt ist frei.
7:11 AM
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