Was macht man, wenn man gerade ein ganz tolles Corvus Corax Konzert erlebt hat? Na ganz klar, man will mehr!
Und deshalb war am Sonntag, den 09.12. CC in Braunschweig für uns angesagt. Sookie kam aus dem hohen Norden vorher in den Harz, es gab am Vorabend ein kurzes Treffen mit Luceo, am Abend eine DVD Aufführung die uns zum Lachen brachte, ich sage nur „Du wartest hier"!
Am Sonntag war dann das obligatorische Aufbrezeln angesagt (was zieh ich an, ich sehe so sch….aus, meine Haare sitzen nicht, womit schmücke ich mich, ich bin zu dick, schließlich Resignation: Ich bin halt wie ich bin.) und dann ging's doch los. Luceo, Sookie und die Lady waren sehr früh an Meier's Music Hall, vertrieben sich die Zeit mit Kichern und Quasseln und froren vor sich hin. Als dann Mini kam und meinte, wir sollten doch schon mal in den Vorraum gehen, ließen wir uns das nicht zweimal sagen. Steffi kam mit einer Freundin, wir erfuhren, dass Andrea ganz überraschend da war, die Waldfee gesellte sich zu uns, wir konnten Patrick kurz begrüßen, und schließlich ging die Tür auf und wir eroberten mal wieder die vorderste Reihe. Auch Dragonfly war da, Darkyyy und ihre Freundinnen. Wir wurden von einem Fotografen abgelichtet und warteten gespannt bei dem einen oder anderen alkoholischen Getränk.
Als dann Suppe mit der Glocke den Beginn des Auftritts einleitete, brach die Beigeisterung sich sofort Bahn. Mit Tertio ging es los, gefolgt von Urmawi, wobei wir die Füße gleich nicht mehr stillhalten konnten. Dann betörte uns Wim, der hauptberufliche Betörer der Corvoten bei „Totus Floreo", danach kam „Cheiron" der mal wieder „Großes" mit einer Frau vor hatte ;-). „Scotus" erklärte, warum die Schotten Dudelsack spielen und Whiskey trinken (sie haben es von unseren Spielmännern gelernt), Bei Feralis zeigte jeder der Jungs in einem kleinen Solo seine Künste und dann…war Pause. Schade, wir waren gerade so schön im Schwung. Aber da uns die Spielleute aufgefordert hatten, uns zu betrinken, weil ja am morgigen Montag Corvus Corax Tag wäre und wir alle frei hätten (ich weiß bis heute nicht, wie ich das meiner Stationsleitung hätte erklären sollen ;-) )und wir uns dann die Kleider vom Leib reißen sollten, taten wir genau das, also nicht die Kleider vom Leib reißen, nee, nee wir doch nicht, aber wir tranken!
Nach einer guten halben Stunde ging es dann weiter.- Und wie es weiter ging. Bibit Aleum riss alle mit, genauso wie Satyricon, die Stimmung im Saal stieg genauso, wie die Stimmung auf der Bühne, Bei der Ballade de Mercy sangen wir schon mit und schmachteten ein bisschen den Castus an, Venus Vina Musica verführte mal wieder zum Bauchtanz und auch die Choreographie in der ersten Reihe stimmte wieder., Nominalto und Titenka sind immer Höhepunkte und die Stimmung stieg auch noch weiter auf dem Weg zum Siedepunkt. Der kam, als Castus Rabensang den kleinen Dudelsack bändigte. Er sprang über die Bühne hüpfte herum, rempelte den Jordon an, worauf Ardor sein Bordun auf Castus hielt und tat als ob er schießen würde, mit anderen Worten auf der Bühne war nicht nur der Teufel los ;-). Und in diesem Tempo ging es weiter. In Taberna wurde aus vielen Kehlen mitgesungen (gegrölt), bei Sanyogita die Hüften geschwungen und der Hamster erschlagen *fg*, Ductia riss alle mit und beim Platerspiel „lalalalaten" wir richtig laut. Der „italienische Opernsänger" Herr „Saltarello" war auch wieder mit von der Partie und bei „Dam Dam" stellten sich die Spielleute gegenseitig vor und das Publikum huldigte jedem Einzelnen. Der Applaus war lang anhaltend und laut und wenn die Jungs gedacht hatten, wir hätten schon genug, nein, weit gefehlt, wir trommelten mit Flaschen auf der Bühne herum, pfiffen und johlten so lange, bis die Zugabe kam.
Filii Neidhardi mit Hüftschwung und dann Chou Chou Sheng, bei dem wir nicht anders konnten als zu hüpfen, egal, ob es tierische heiß war, wir schwitzten und kaum noch Luft bekamen, es riss uns einfach mit.
Und auch das war uns noch nicht genug, wir forderten, und bekamen noch eine Zugabe, das melancholische „Lamentatio Coelibatus" ließ uns zur Ruhe kommen, jedenfalls so lange, wie das Lied ging. Danach schrieen und klatschten wir, die Spielmänner verbeugten sich noch ein letzten Mal und dann war es schon wieder vorbei, warum ist das eigentlich immer viel zu schnell vorüber? *g*-
Noch eine Cola zur Abkühlung, eine Zigarette im abgeteilten Raucherbereich und viele Gespräche und noch mal alles durchhecheln bei einer Tasse Kaffee. Schließlich hatten wir noch das Glück mit Castus zusammen sitzen zu dürfen, es gab einen reichlich alkoholisierten Fan, der energisch „Tanzwut" forderte und Jordon kam auch noch zu uns, mit einer etwas lädierten Schulter, aber Andrea schaffte mit einer gekonnten Massage rasche Linderung. Eigentlich wollte die Security uns ja rauskomplimentieren, doch der Einwand eines Spielmannes (Alles was hier sitzt, sind meine Freundinnen, grins, das war lieb), rettete uns davor. Es wurden noch Fotos gemacht, Andrea verabschiedet, über den Sinn oder Unsinn von sammelbaren Spielmannstassen, grins, diskutiert und schließlich war irgendwann doch alles zu Ende. Wir verabschiedeten uns von Castus und dann von der Waldfee und Dragonfly. Zum Glück ist es nicht mehr lange hin bis zu den Konzerten in der Passionskirche, sonst wären wir vielleicht etwas deprimiert gewesen, aber so bleibt uns die Vorfreude auf Berlin.
Nach ein paar, viel zu kurzen, Stunden Schlaf ging es für mich zum Dienst und meine Kolleginnen versorgten mich mit reichlich Kaffee, den ich dann doch nicht intravenös brauchte ;-). Die Begeisterung, die noch vom vorhergegangen Abend da war, trug mich durch den Tag und wird wohl noch eine Weile anhalten.
Wie schon erwähnt, unsere Corvoten sind Seelenmedizin, Aufmunterung und Lebenshilfe mit ihrer Musik. Und um es mit den unsterblichen Worten von Boris Becker zu sagen *lach*: Ich liebe euch alle ;-)!
von
Lady Aragorn