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Killer Woche
....also,viel hab ich diesmal von der Kieler Woche ja nicht mitgekriegt. Das einzig Verläßliche ist im Grunde das Wetter, und das war diesmal wirklich perfekt. Es regnete nicht nur permanent vor sich hin, so wie sonst, nein, diesmal schifften wahre Wolkenbrüche die Menschenmassen von A nach B. Und zwar jeden Tag. Da hab ich mit meinen zwei kleinen Gigs noch Glück gehabt....der erste fand mit meiner Kieler Lieblingsband Taste-of-Blue am Freitag statt, also am sogenannten Soundcheck-Tag. Erstmal war ich ja schwer enttäuscht vom Standort der Jazzbühne. Eher ungemütlich mit dem Rücken zum Schwedendamm postiert, man hatte den Luftzug der Autos am Rücken, und gar nicht, so wie im letzten Jahr, die vergleichsweise edle Oase unter lauschigen Linden im Park. Alles ein bißchen lieblos. Naja. Und überhaupt, so als Old-School-Kieler-Wöchler lassen einen doch die sich jährlich immer noch ausdehnenden Ausmaße sanft erschaudern. Noch mehr Buden, jetzt ist jeder Zentimeter Hörnufer ausgenutzt. Dennoch hatten wir es nicht allzu schlecht, am Soundcheck-Abend war es ziemlich trocken, Taste-of-Blue hatte eine große Besetzung eingeladen, und so fanden sich auf der Bühne neben Björn und Stephan (auch hier auf myspace zu finden unter Stephan Dettmers) Werner Loll, Vibraphon, Jens Tolksdorf und Heribert Kroll, Saxophon, Gerd, Posaune, Sönke Liethmann, Percussion, und meine Wenigkeit ein. Wir hatten den logistisch etwas ungünstigen Platz um 18 Uhr, als noch nicht viele Leute da waren, aber die da waren, fanden es ganz schön gut. Wir bekamen sogar eine Kritik in den Kieler Nachrichten! Gut an der neuen Freßbudenmeile ist,daß sie umsichtigerweise aus Zelten mit Sitzplätzen drin besteht, was uns ermöglichte, nach dem Gig noch ein bißchen Musikerstammtisch zu machen, wobei uns Carlos vom Fuego del Sur rührend mit Vino und argentinischen Grilltellern versorgte. Am Sonntag trat ich dann mit dem Clasen-Koehler-Quartett an (http://www.hkmusic.de/ck4), und es hat fast gar nicht geregnet. Das war schön, wir hatten Zeit und Publikum und prima Sound. Anschließend -wie im letzten Jahr- Session mit Gottfried Böttger, Martin Röttger an der Cajon (!) und dem unglaublichen Marc Breitfelder. So kamen Marc und ich dazu, zu "duettieren", und das muß auch einmal im Jahr sein. Bevor dann ein gigantischer Wolkenbruch der Session ein Ende setzte, stieg Georg Schroeter noch mit ein, früher Cowboy, jetzt Pirat, mit seinem unverwechselbaren supererdigen Groove.
Zu später Stund machten David und ich noch einen Rundgang, Robbie-Williams-Cover an der Hörn, besoffene Lederhosen vorm Bayernzelt, aber vorm Blauen Engel, richtig klasse: Schall und Rauch. Auf sonem gelben Doppeldeckerbus mit Omas Stehlampe, und einfach nur gut und zum Weglachen. Sie lindern ein bißchen die Wehmut ob der untergegangenen Zeiten, als es noch die Spiellinie gab, klein, gemütlich, drei Musikzelte, dazwischen ein paar Hüpfburgen und jede Menge freischaffende Kleinkünstler.....davon ist heute nix mehr nach:-(
8:23 AM
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