Liebe Freunde,
ich bin zurück aus dem Urlaub – für Euch eine gute
Nachricht, denn endlich könnt Ihr wieder die schmierigen Erlebnisberichte vom
Papa lesen.
Für mich hingegen geht eine sehr schöne Zeit zu Ende: Die
Ferienzeit, wo man einfach mal die Seele und den Piephahn baumeln lassen kann,
wobei in meinem Fall die Schnittmenge zwischen beiden sehr groß ist.
Besonders wichtig war es mir als ein Star, dem ständig von
wildfremden Leuten in den Schritt gegriffen wird, dass ich irgendwo sein
konnte, wo mich keiner kennt.
Und tatsächlich wusste in dem kleinen Badeort in Frankreich
auch niemand, wer ich bin - erst nachdem ich begann, am Strand Autogrammkarten
zu verteilen, wurde den einfachen Einheimischen bewusst, wer da unter ihnen
weilte!
Ach, der Strand... so schön und ruhig, wenn auch etwas zu
sandig für meinen Geschmack.
Überall diese lästigen kleinen Körner, wo Du nie weißt, ob
die jetzt von einem Felsen kommen, oder von der Ollen, die sich gestern ihre
Hornhaut-Quanten gehobelt hat!
Aber dafür das Meer direkt neben dran, wirklich einmalig.
Dieser Kontrast machte für mich den Unterschied zur Wüste,
wo der Sand sich ja nicht küstenartig an das Wasser schmiegt, sondern eher für
sich allein bleibt.
Oft lag ich einfach nur rum und dachte an den Weltfrieden.
Dann wieder schlief ich, oder ruhte mich ganz einfach mal
aus.
Stressig wird es ja immer nur dann, wenn Mädels vorbeilaufen
und man den Bauch einziehen muss und die Brust rausdrücken.
Das schien mir aber wohl recht gut zu gelingen, denn bald
schon lagen Scharen von scharfen Miezen um mich herum und wollten sich von mir
eincremen lassen.
All die armen, sonnenverbrannten Mädchen - was konnte ich
tun, außer ihnen zu helfen?
Sie alle mochten wohl von dem Gerücht gehört haben, dass ich
ein einsamer Öl-Milliardär sei, auf der Suche nach einer oder auch mehreren
Frauen.
Meine Brüder hatten wirklich ganze Arbeit geleistet und in
allen einschlägigen Bars das Nötige erzählt.
Die Richtige habe ich dabei leider immer noch nicht
gefunden, dafür gab es aber eine Menge Spaß mit ein paar Falschen.
Bis Dahin,
Euer Tom