Liebe Leute,
seit meiner Pubertät verfolgt mich ein lange Zeit unerfüllter Traum: Einmal in Stöckelschuhen zu tanzen!
Dieser Traum wurde letzte Woche schäbige Wirklichkeit in der Sendung „Yes We Can Dance“ auf Sat1.
Es ging darum, eine Choreographie von Beyoncé nachzutanzen, mit Bewegung und Alles.
In Frauenkleidern.
Und immer noch schweben die Erinnerungen daran wie Fantasiegardinen in meinem Gehirn herum.
Die Schuhe mit 10cm Absatz, die mir so lustvolle Schmerzen bereiteten, die Strumpfhose, deren Maschen sich zärtlich spielend um meine Beinhaare legten und der hautenge Dress natürlich, der sich wie ein Liebhaber schmeichelnd um Bauch und Hüfte schmiegte.
Da war doch recht viel Erotik mit im Spiel und so wurde ich auch mehrmals in den Hintern gekniffen, was mich mit Stolz erfüllte: Wie glücklich muss sich eine Frau wissen, die derlei Sympathiebekundungen täglich im Büro erfährt....
Das schwierige an der ganzen Geschichte war eigentlich nur das Tanzen selber , schließlich bin ich völlig unbegabt und kann ja noch nicht mal in der Horizontalen meine Hüften richtig in Schwung bringen, was hier aber nicht Thema sein soll!
Man denkt beim Tanzen immer einfach „Links das Bein, rechts das Bein“, so schwer kann’s nicht sein – Aber Leute, das Problem liegt doch an dem, was dazwischen ist!
Da musst Du mit allem arbeiten, was Du hast:
Der linke Zeh muss mit dem rechten Daumen harmonieren.
Wenn Du die linke Hüfte nach vorne schiebst, muss die rechte Arschbacke hinterher – und nicht erst zwei Sekunden später, sofort!
Und dazu der entspannte Gesichtsausdruck von überlegener Gelassenheit, eine schwierige Sache für jemanden, dem schon beim Schuhezubinden die Zunge aus dem Maul hängt!
Schaut’s Euch einfach selbst an:
http://www.youtube.com/watch?v=eP1ssTSiUGY
Ab jetzt wird wieder gesungen!
Bis Dahin,
Euer Tom