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Roly [d-science]



Last Updated: 12/20/2009

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Status: Single
City: Berlin
Country: DE
Signup Date: 1/2/2007
Thursday, October 01, 2009 

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oktober 2009 @ icon berlin


Pressearbeit: Roly


01.10.2009: Ninjatune Special feat. DJ Kentaro


Der Japaner DJ Kentaro zählt neben DJ Food & DK zur Speerspitze der Ninja Tune Turntabelists und hat auch schon eine Solid Steel-Compilation zusammengestellt. 2002 hat er im Alter von gerade mal 20 Jahren als erster Asiate überhaupt den DMC World Champion Titel gewonnen.  Nachdem er in der Szene schon seit langem einen exzellenten Ruf genießt, hat er im Jahre 2007 sein Debut-Album „Enter“ veröffentlicht. Dass der Produzent und Masterfader sein Handwerk versteht, macht die schmackhafte Mischung auf „Enter“ mehr als deutlich: In Lichtgeschwindigkeit und mit der Fingerfertigkeit eines Jongleurs switcht er zwischen HipHop, Funk, Downtempo Soul und Hi-Speed-Breakbeat hin und her. Als Gäste fungierten hier illustre Namen wie Pharcyde und Spank Rock, und inzwischen hat er auch mit The Roots und dem Jamaikaner Sizzla zusammen gearbeitet. Im letzten Jahr stellte Kentaro mit der Live-DVD „Enter The Newground“ nicht nur Geschwindigkeitsrekorde auf. Nicht nur, dass der Japaner im Rahmen des Konzerts im Tokioer Liquidroom am 02. Mai 2007 unter Beweis stellte, technisch hochkarätig zu sein. Mit den Fingern ist er schneller als der Schall und schafft es somit ernsthaft die Beatverrückungen über der asiatisch-pazifischen Plattentektonik alleinig zusammen zu halten. Hier gaben sich auch der japanische MC Hunger, die Liveband Little Tempo und der klassische japanische Flötist Kisho Tosha alle das Mikro und die Instrumente in die Hand, um dem großen Performer zu assistieren. Und das Ende wurde gebührend mit dem DMC-Winning-Set gefeiert. Was der Verfechter der „No Walls Between The Music”-Philosophie hinter den Plattentellern bietet, die durch einen CDJ und EQ ergänzt sind, verschlägt einem den Atem. Das war kürzlich auch Grund genug für Ortofon, ihm ein limitiertes Signature-Modell zu widmen, das durch den sphärischen Schliff hervorragend zum Scratchen geeignet ist. Der Turntable-Virtuose wird heute bei uns von Marc Hype und Delfonic begleitet und wieder abgehen wie Schmitts Katze.


http://www.myspace.com/djkentaro

http://www.myspace.com/marchype

http://www.myspace.com/delfonic77




02.10.2009: Dubstep Special feat. Benga


Die anhaltende Aufregung um Dubstep ist vor allem Ausdruck einer jahrelangen, nun endlich gestillten Sehnsucht nach dieser einen überraschenden Wendung zwischen minutiös frisierten Disco-Nachbauten und dem nächsten 57-Stunden-Set deines Lieblings-Minimal-Typen. Spätestens seit seinem Crossoverhit „Night” gilt Beni „Benga“ Uthman als ausgewiesener Fachmann in Fragen des unkonventionellen, aber funktionalen Trackaufbaus. Diese Kunst bringt er auf seinem aktuellen Album zur Meisterschaft. Mit unglaublichen 14 Jahren veröffentlichte er 2002 seine erste Platte auf dem längst schon legendären Big Apple-Label, sechs Jahre später lieferte er seinen zweiten Longplayer „Diary of an Afro Warrior“ auf Tempa ab. Zuletzt erschien 2006 dort das Album von Skream, der damit Geschichte schrieb. Keine leichte Aufgabe also für Benga daran anzuknüpfen, könnte man meinen. Doch Bengas Innovationsfreude und Leichtigkeit im Umgang mit den schweren Bässen übertrifft alle Erwartungen. Kaum ein Player in der Dubstep-Szene ist tiefer in dem jüngsten Gewächs der Clubkultur verwurzelt als er. Schließlich zählt er zu den Begründern der Croydoner Bass-Eskapaden. Außerdem gibt es keinen Grund, Angst vor dem Schatten Skreams zu haben, da die beiden seit den Kindertagen eng befreundet sind. Benga-Produktionen im Besonderen zeichnen sich durch eine perfekte Verschmelzung von Bassweight und einer fast schon houseaffinen Melodiösität aus, wie sie nur von einem Stevie Wonder-Liebhaber ausgehen kann. Future-Dub-Arrangements und swingende socaesque Beats treffen auf knisternde Synthies, um das Bassfundament zu flankieren. Damit nimmt der Sympathieträger mit dem windschiefen Markenzeichen-Afro derzeit weltweit eine Tanzfläche nach der anderen auseinander – just try to funk that. Somit kamen wir nicht drum herum, ihn nach einem Jahr erneut ins Icon einzuladen. Von hiesiger Seite aus werden Freakcamper Robotic und ein weiterer Gast als Support ins Rennen geschickt. Braap! Braap!


http://www.myspace.com/bengabeats

http://www.myspace.com/robotfrequencies




03.10.2009: Recycle presents Marcus Intalex


Mit Marcus Intalex kommt heute der Betreiber des wundervollen Soul:R Labels, der seit 2001 mit Top-Releases von High Contrast, Calibre, Artificial Intelligence & Klute und als M.I.S.T. & Mist:i:cal Producer für Labels wie Metalheadz oder Flex immer wieder Großartiges leistet. Beeinflusst von guten Leuten wie Mickey Finn, Fabio & Grooverider oder DJ Rap, begann er schon in den frühen Neunzigern mit dem Produzieren. Aber wer nicht aus London oder Bristol war, schien lange Zeit verdammt dazu, nur peripher wahrgenommen zu werden. Doch die Raveinitiation im Pantheon des Acid House, dem Manchester Club Hacienda im Hinterkopf und Chicago und Detroit umarmend, setzte sich Marcus Intalex auf den Dancefloors fest und brachte wieder etwas ins Spiel, das lange Zeit vernachlässigt wurde: House. Zusammen mit seinen Partnern in Crime ST Files und Calibre hat der Pionier des soulful Drum&Bass vor zwei Jahren das mehr als überzeugende Mist:I:Cal-Album „The Eleventh Hour“ auf den Markt geworfen und uns auch wieder einen atmosphärischen Drum&Bass-Mix auf Fabric serviert. Inzwischen gehört die Soul:R-Diskographie inklusive weiterer Releases auf dem Schwesterlabel Revolve:R zur Speerspitze des Genres. Der musikalische Fokus liegt eindeutig auf reduziertem, deepem, meist instrumentalem Drum&Bass, der wohl eher nicht dem üblichen Verständnis vom typischen Liquid Funk entspricht. Nein, seine eher ernsthaften und hintergründigen Tracks mit der Liebe zum Detail brauchen solche Etiketten nicht, denn sie entfalten sich auf ihre ganz eigene Weise. Ende letzten Jahres veröffentlichte er mit der Doppel-CD „DAT:Music 2“ 22 qualitativ hochwertige Tracks von bekannten und aufkommenden Acts. Hinter den Decks zeigt er immer wieder, wie wunderbar Clubmusik auch auf einem ganz unterschwelligen Level funktionieren kann: mit einer fein durchdeklinierten Soundästhetik, einer minimalen Struktur und einem pulsierenden Bass.


http://www.myspace.com/intalex




09.10.2009: Fuck Off: Les Petits Pilous + Kap Bambino


Beim Label von Boys Noize, namentlich Boys Noize Records, befinden sich mit Les Petit Pilous das heißeste, was die elektronische Musik aus Frankreich abseits der Ed Banger Gang zu bieten hat. Die zwei Cousins aus Südfrankreich machten ebenfalls, fernab der Pariser Szene, mit Remixen auf sich aufmerksam und bearbeiteten bereits Tracks von D.I.M., Goose oder Justice. Mr. Anthony & Jean Patrick aka Les Petits Pilous knallten u.a. Mega Electro Tracks wie „Jollie Fille“ oder „Nice Bird“ auf Boys Noize Records raus, die wohl jedem Raver ein Begriff sind! Vor einem Jahr veröffentlichten sie auch ihre Single „Wake Up“, mit der sie für mächtig Furore sorgten. Das dazugehörige Video entführt den Zuschauer zu einer seltsamen Achterbahnfahrt mit einem Typen in Zwangsjacke und seinem Psycho Doc, die beide wie Zombies aussehen - inklusive Gore, Splatter, Riesenmonsterschlange aus dem All, einem überdimensionalen Frauenhintern und insgesamt ganz extrem hohem WTF-Faktor. Ihre ganz besondere Spezialität ist es, mit ihrem bouncenden Sound die Partymeute zum Ausflippen zu bringen. Inzwischen haben die beiden noch Remixes auf Tiga’s Label Turbo Records, New Judas, Kitsuné und Dim Mak Records auf den Floor geworfen. Les Petit Pilous verarbeiten Electro und House, aber auch Elemente von Minimal und Techno. Generell gibt es ordentlich was auf die Zwölf, man steht im Hause nunmal auf elektronische Musik, die zwar intelligent produziert ist, aber vor allem Spaß macht. Und mit ihrer Mischung aus Live-Performance und DJ-Set werden sie bei uns mit Sicherheit dafür sorgen, dass der Schweiß von den Wänden tropft. Zu den Senkrechtstartern aus Nizza gesellt sich mit Kap Bambino noch ein vielversprechendes Duo mit düsteren, metalligen Elektrosounds aus Bordeaux. Diese Formation hat gerade ihr neuestes Album „Blacklist“ veröffentlicht und kommt etwas trashiger, wilder und böser daher als so manch andere Band aus Frankreich. Bei ihren turbulenten Auftritten begeistert vor allem Frontfrau Caroline Martial die Fans. Zusammen mit Marvin Suggs steht somit einer wilden Nacht nichts mehr im Wege.


http://www.myspace.com/lespetitspilous

http://www.myspace.com/kapbambino

http://www.myspace.com/marvinsuggs




10.10.2009: Recycle presents Alix Perez - Album Launch


Der gebürtige Belgier Alix Perez (der mittlerweile in North-London lebt) ist ohne Zweifel eines der angesagtesten und aufregendsten „breakthrough“ Talente im Drum’n’Bass. Im zarten Alter von vierzehn startete der heute 22-jährige seine „bedroom DJ“ Karriere, um bereits mit 17 zusammen mit Künstlern wie Jenna G, Redeyes, Sabre, MC Fats, Spectrasoul und Specific zu produzieren. Die Anzahl seiner Veröffentlichungen auf Labels wie Shogun Audio, Liquid V, Bassbin, Creative Source, Brigand, Fokuz und vielen mehr steigt stetig an. Größen von Bukem bis Bailey unterstützen das junge Talent und spielen seine Tracks regelmäßig auf BBC 1xtra. Seine Produktionen sind durch seinen markant deepen und musikalischen Stil mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Alix Perez zählt in England inzwischen zur A-List und steht als Vertretung der aktuellen D'n'B-Bewegung. Vor einiger Zeit wurde Alix Perez auf der Titelseite der ATM Mags als einer der „leaders of the nu-skool” angepriesen. Außerdem war er bei den BBC 1Xtra Bass Awards in den Kategorien „Breakthrough DJ” und „Breakthrough Producer” nominiert. Gemeinsam mit Sabre lieferte er kürzlich für Rufige Kru’s neues Werk „Memoirs Of An Afterlife“ einen Top-Remix von „Chances“. Derzeit bereist Alix Perez die coolsten Clubs auf der ganzen Welt, um seine Musik unter die Leute zu bringen. Der Erfolg gibt ihm Recht wie auch die Residency bei den legendären Clubnächten „Swerve“ (The End) und „Movement“ (Bar Rumba). Sein neues Album „1984“ (Shogun Audio) steht auch schon in den Startlöchern, und davon wird er heute bei uns sicherlich ein paar Kostproben auf die Partycrowd abfeuern. Alix Perez verbindet wie kaum ein anderer die Attribute, Funk Soul, Sex und Bass auf dem Floor.


http://www.myspace.com/alixperez




16.10.2009: Solid Steel - the ninjatune night feat. DJ Food + Jazzanova


Anfang der 90er Jahre starteten Coldcut die Jazz Brakes Serie und schufen den Charakter DJ Food. Zu verstehen als loses Netzwerk wurden - neben den beiden - über die Jahre verschiedene Leute (Patrick Parkender (PC), Strictly Kev und einige mehr) zu „Food“ und formten so das missing link zwischen Jazz, Breakbeats und Hip Hop plus die notwendige Portion „London underground“. Wenngleich sie dem Projekt als DJs erhalten blieben, wurde es jedoch für Coldcut über die Zeit zu chaotisch, beständig zwischen beiden Projekten hin und her zu switchen, und so rückten PC und Strictly Kev auf die Position, „Food“ neben dem Sound auch eine Gestalt zu geben. Als die Köpfe behielten sie trotzdem das Konzept bei, andere DJs und Produzenten in den Charakter einzubeziehen. DJ Food heute ist Strictly Kev - ein Ninja auf neuen Pfaden. Dieser Schritt scheint nur konsequent, arbeitet er doch schon seit längerem an einer eigenen Radioshow auf Solid Steel, brachte unter anderem für Warp verschiedene Mixes heraus und prägt mit seinem Artwork schon seit Mitte der 90er Jahre das Erscheinungsbild von Ninja Tune. Sein 2007er Mixtape „Now, Listen Again“ mit DK lässt Genregrenzen hinter sich und benutzt Hip Hop als genre-verbindendes Format. Mix- und scratchtechnisch werden hier sowieso nur Übergänge vom Feinsten serviert, die Deluxe-Trackauswahl von Primal Scream über Aphex Twin und Pepe Deluxe bis zu Pendulum erstaunt, überrascht und erfreut das Herz des Beatdiggers. Für 2010 ist ein Album angekündigt, und so sorgt er aktuell mit der 38-minütigen EP „One Man's Weird Is Another Man's World“ für einen mitreissenden Teaser. Von Psychedelic über Cineasmus mit Wortsamples, einer ordentlichen Portion Sixties, Jazz, Trommel- und Paukenarrangements bis zu analog klingender Electronica - handwerklich und stilistisch ein Meisterwerk, dem er auch in seinen Live-Sets in nichts nachsteht. Das Stilmittel des „Mash-Up“, welches DJ Food bereits vor einer Dekade stilvoll meisterte, scheint seine zuweilen skurrile Faszination noch nicht verloren zu haben. Im Spannungsfeld von Jazz Breaks, Dopebeats und Hip Hop begleitet Jazzanova das Samplefeuerwerk nach Ninja Art.


http://www.myspace.com/strictlykev

http://www.myspace.com/ninjatune

http://www.myspace.com/jazzanovask




23.10.2009: Ed Banger and Eastpack presents Busy P, SO ME, Breakbot & DSL


Die Marke „Eastpak“, die inwzischen nicht mehr nur Taschen und Rucksäcke, sondern auch Mode, Koffer und Accessoires herstellt, schließt sich mit dem französischen Elektro-Label Ed Banger Records zusammen. SO ME, seines Zeichens Art Director von Ed Banger, hat zwei der beliebtesten Styles von Eastpak, den Kult-Rucksack „Padded Pack’r“ und die klassische Umhängetasche „Delegate“, aufgegriffen und ihnen den französischen Touch verpasst. Zusätzlich gibt es mit „COOL CATS“ noch eine limitierte Eigenmarke von Ed Banger Records. Label-Boss Pedro Winter weiß, wie das Business funktioniert. Unter dem Alias Busy P. beteiligt er sich auch immer wieder an der Produktion neuer Attacken auf die Clubs. Man denke nur an solche Granaten wie die „Limit Ed“ 12“ („Colette C’est Chouette“ + „Be@rbrickdance“), „Chop Suey“, „Rainbow Man“ und „The Headbangers“ sowie an die grandiosen Remixes für Kraftwerk, Vicarious Bliss, DJ Hell, TTC und Fancy. Als Manager von Justice, Cassius, DJ Mehdi, Cosmo Vitelli, Thomas Winter & Bogue hat er auf seinem Label Künstler wie Uffie, Mr. Oizo, SebastiAn, Krazy Baldhead, Vicarious Bliss, Mr. Flash und viele mehr um sich versammelt. Und legt er selbst an den Plattenspielern Hand an, dann ist ein Exzess an subversiven Subbässen, zerhackten Gitarren und verqueren Beats zu erwarten. Dazwischen sorgen Discoklassiker von Donna Summer bis Lil’ Louis für Ekstase. Seine neueste Entdeckung nennt sich Breakbot, der gerade auf der Diesel:U:Music Compilation mit „Penelope Pitstop“ eine sehr schöne House-Nummer mit einer groovigen Bassline veröffentlicht hat und ansonsten extrem gekonnt Funk, Rock und Electro vereint. Digitalism, Justice oder auch etwa Röyksopp liessen sich ihre Hits durch Breakbot Remixe veredeln, und spätestens nach dem Sonar Barcelona dieses Jahres ist Breakbot aufgebrochen, um die Welt zu erobern. Neben Busy P, Breakbot und unserem Resident Marvin Suggs sind heute auch anfangs erwähnter Art Director SO ME und das verrückte Pariser Brüdertrio DSL mit von der Party. Im Gegensatz zum auf Reduktion versessenen Berliner Minimal wollen Ed Banger Spaß und - es muss in diesem Zusammenhang mal wieder gesagt werden dürfen - rocken! Dazu etwas Glitzer und Champagner, und einer Nouvelle Vague des Hedonismus made in France steht nichts mehr im Weg.


http://www.myspace.com/busyp

http://www.myspace.com/20399307

http://www.myspace.com/dothefunkybot

http://www.myspace.com/dslbros

http://www.myspace.com/marvinsuggs




24.10.2009: 15 Years Metalheadz feat. DJ Storm & Doc Scott


Der einzigartige Metalheadz Sound ist rund um den Globus immer wieder wegweisend, immer wieder ein bisschen anders, vor allem aber deep und absolut clubtauglich. Kaum ein anderes Label vermittelt einen vergleichbaren Futurismus und so eine ungebrochene Fortschrittsgläubigkeit. Die First Lady des Drum’n’Bass brachte Anfang der 90er Jahre nicht nur Goldie das Breakbeat-, Jungle- und Drum’n’Bass-Universum näher, sondern war auch maßgeblich am Erfolg des Metalheadz-Label beteiligt. Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Weggefährtin Kemistry setzte Storm den eingeschlagenen Weg alleine fort und heute ist sie in allen Clubs der Welt zu Hause. Die grossherzige und enthusiastische Botschafterin der schnellen Breakbeats und tiefen Bässe bereiste inzwischen mehrfach Europa, Asien, Australien und Neuseeland sowie Nord- und Südamerika, im Gepäck immer die heißesten Tunes, ein untrügliches Gespür für den perfekten Mix und den Geist der Goldenen Jahre mit Kemistry. Darüber hinaus unterstützt sie selbstverständlich noch immer Metalheadz, repräsentiert es bei ihren Gigs oder stellt Mix-CDs für das Haus zusammen. Mittlerweile unterhält sie mit dem „Feline“-Kollektiv eine Clubnacht im „Herbal“ in London. Ihre Sets rocken und ihre DJ-Skills sind bekanntermaßen vom Feinsten. Einer, der auch stark daran beteiligt war, Metalheadz Mitte der Neunziger zum damals einflussreichsten und bis heute auch außerhalb der Szene populärsten Label zu machen, hört auf den Namen Doc Scott. Nicht wenige bezeichnen seinen Public Enemy zitierenden Track „Here Come The Drumz“ von 1992 als die eigentliche Geburt von Drum&Bass. Dass er einer der tightesten und unverwechselbarsten Producer und Remixer ist, bezeugen auch legendäre Tracks wie „Shadow Boxing“, „Tokyo Dawn“ oder sein superschöner Remix von Adam F’s „Metropolis“. Während Ende der 90er ein seelenloser Ravesound dominierte, holte Doc seine alten Chicago House-Platten aus dem Schrank und sorgte mit dem Release „How U Make Me Feel“ von Marcus Intalex & ST Files auf seinem Imprint 31 Records für eine allgemeine Rückbesinnung auf warme, housige Sounds. Doc Scott ist also einer von denen, dessen Parameter eine gewisse Größe erkennen lassen. Als überragender DJ mit über 20 Jahren Erfahrung zeigt Doc Scott in seinen erfrischenden Sets, dass Tradition und Neuerung zwei Seiten derselben Drum’n’Bass-Medaille sind. Und genau dafür steht auch Metalheadz – deep, dark und kompromisslos.


http://www.myspace.com/stormthe1stlady

http://www.myspace.com/31docscott




30.10.2009: The Gaslamp Killer + Nosaj Thing


Vorsicht, höchste Alarmstufe! Ein wahnwitziger Amerikaner läuft in der Gegend rum, um Gaslampen zu töten. Der Resident der Maßstäbe setzenden Low End Theory-Partys in Los Angeles kommt aus dem Dunstkreis der Neuen Schule in Sachen Beats um Flying Lotus, Samiyam und Ras G. Unter dem Synonym MHE poliert The Gaslamp Killer schon seit längerer Zeit steinharte Breaks von alten Rock- & Funkscheiben neu auf und beansprucht diese extrem. So wurde er von der John Peel-Nachfolgerin Mary Anne Hobbes sogar auf ihre BBC1xtra-Bühne auf dem Sonar Festival eingeladen, und diese Ehre wird pro Jahr nur drei Acts gewährt. Als Produzent wird er demnächst auf Brainfeeder und Warp veröffentlichen. Von Shilo, einer „Emmy Award-winning” Filmemacher-Crew aus den USA engagiert, hat der Gaslamp Killer gerade die fünfte Nummer der „We make it good“-Mix-Serie abgeliefert. Da tauchen so viele gute Tracks auf, die sich aber keinem Genre direkt zuordnen lassen können. Helden wie Jaylib, The Roots oder The Clipse dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie Madlibs kleiner Bruder Ohno oder Flying Lotus. Dazu gibt es virtuosen Leftfield-HipHop, indische Samplemusik, zum Kopfnicken bringende Scratcheinlagen, psychedelischen Ambient und zum Abrunden obendrauf noch Nirvanas „Scentless Apprentice“. Es gibt wohl keinen Style, den der Killer nicht spielt. Seine DJ-Sets sind unberechenbar, von Soul und Funk über Dubstep zu den rockigsten Beats, die ihr euch vorstellen könnt. Das Biest aus Haaren und purer Energie an den Plattentellern beherrscht auch die Luftgitarre perfekt und sorgt beim Publikum regelmäßig für Euphorieausbrüche. Turntable-Entertainment at its best. Ebenfalls aus L.A. ist auch Nosaj Thing, der Ende Mai sein Album „Drift” veröffentlicht hat. Dieser Überproduzent der nächsten Generation bevorzugt das Abstrakte, dekonstruiert und schichtet wieder auf. Ob mit schweren Bässen, aufgekratzten Störgeräuschen oder sich zerdehnenden Strukturen – alles wirkt höchst spannend und aktuell. Tracks wie das gespenstisch-flüchtige „Fog“ oder das stotternde „Coat Of Arms“ untermauern die Ambitionen dieses noch jungen Künstlers. Vielfalt und Futurismen aus Electronica und HipHop verdichten sich auf „Drift“ zu einem hervorragenden Debüt. Absolut empfehlenswert!


http://www.myspace.com/thegaslampkiller

http://www.myspace.com/nosajthing

http://www.myspace.com/delfonic77