Im Rahmen der Veranstaltung am 14.03. in Neustadt/Orla kam es zu einem Zwischenfall, den wir an dieser Stelle noch einmal kommentieren wollen.
Während der Show kamen mehrere Personen in den Club, die aufgrund der Bekleidung eindeutig der rechten Szene zugeordnet werden konnten.
Da wir uns eindeutig antifaschistisch, antirassistisch und antitotalitär positionieren, können wir so etwas nicht akzeptieren.
Wir haben uns sofort mit den Leuten aus dem Club zusammengesetzt und überlegt, was wir machen können. Fest stand von Anfang an, dass MYRA nicht spielen, wenn sich Faschos oder Personen, die sich dieser Szene zuordnen lassen, im Publikum befinden.
Nachdem wir sowohl mit dem Veranstalter als auch mit den betreffenden Personen das Gespräch gesucht hatten, ließ sich die Situation verbal und friedlich klären. Die Betreffenden verließen den Club. Wir haben gespielt.
Dieses oder ein ähnliches Szenario ist sicher einigen bekannt. Leider können wir aus eigener Erfahrung sagen, dass es in den wenigsten Fällen so ist, dass die Show ohne weitere Zwischenfälle weiter laufen kann.
Dieser Zustand darf so nicht hingenommen werden. Die Hardcoreszene, in der wir auch verwurzelt sind, ist immer schon eine politische Szene. Es geht nicht und ging auch nie nur um die Musik.
Da die Faschos versuchen unsere Szene zu unterwandern - unter anderem indem sie auf unsere Shows kommen - ist es höchste Zeit aktiv zu werden.
Normalerweise sind die Veranstalter darüber informiert, dass wir nicht spielen, wenn Faschos im Club sind. Allerdings ist das auch keine Garantie dafür, dass alles gutgeht. Gerade wenn es sich um einen Jugendclub handelt, in dem keine professionelle Security angeheuert ist, kann es vorkommen, dass auch dem Veranstalter die Hände gebunden sind. Nicht jeder ist fähig, eventuell auch unter Zwang solch unerwünschtes Publikum nach draussen zu setzen. Abgesehen davon rechnen die meisten Clubs mit Stress, den sie noch lange nach den jeweiligen Konzerten bekommen könnten.
Wir haben dafür vollstes Verständnis.
Es sollte nicht nur Sache der Clubs oder Veranstalter sein, dafür zu sorgen, dass keine Faschos zu den Shows kommen. Das geht jeden was an, der meint, er ist Teil dieser Szene und diese Veranstaltungen besucht. Egal ob er Metal, Deathcore, Hardcore, Emo oder was auch immer hört. Es braucht nicht gewalttätig sein, aber den Betreffenden muss signalisiert werden, dass sie auf so einer Veranstaltung nicht erwünscht sind. Sei es, dass die Bands nicht spielen, die betreffenden Personen keine Getränke augeschenkt bekommen, die Pausenmusik abgestellt wird, ... Irgendwas muss passieren. Es ist unsere Szene, und wenn wir sie nicht verteidigen, wer dann?!?
Um es noch einmal deutlich zu sagen: MYRA spielen nicht, wenn Faschos oder Leute aus diesem Milieu im Club sind!
MYRA supportet Kampagnen wie
Good Night White Pride,
Let..s Fight White Pride,
Metalfans Against Nazis,
Kein Bock auf Nazis, ...
Haltet die Augen offen. Es ist unsere Szene.
MYRA