Status: Single
City: Minden
Country: US
Signup Date: 4/28/2005
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Tuesday, June 16, 2009
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Current mood:  busy
Hallo Leute!
Die Musikpresse bleibt fleissig und meint zu unserem neuen Album Folgendes (german only): Thomas Eberhardt, OX-Fanzine
DISTANCE IN EMBRACE haben sich für ihr neues Album wirklich ins Zeug gelegt, denn sowohl musikalisch als auch vom Package her, es gibt nämlich eine DVD obendrauf, hat man alle Register gezogen. Screamo-Bands gibt es viele, aber das Quartett aus Minden und Horror Business setzen mit den zehn Songs auf „To Hell With Honesty!“ Maßstäbe und „spucken dem Szenemonster ins Gesicht“, denn das Album ist eine Abrechnung mit den Trends und der Entwicklung hin zum Oberflächlichen. Textlich bewegt man sich auf der persönlichen Ebene, gesanglich meint man Jeff Walker von CARCASS röchle persönlich, während instrumental wie in „A Bolt From The Blue“ der reinste Ausnahmezustand herrscht. Düster-melodische Metalriffs werden in einem unmenschlichen Tempo zelebriert und die Produktion von Alexander Dietz (Rape Of Harmonies) setzt noch mal ein Ausrufezeichen hinter dieses gigantische Album. Den Neuling von DISTANCE IN EMBRACE werde ich in Ehren halten und auf Dauerrotation läuft er ohnehin schon. Unbedingt holen, denn auf der zusätzlichen DVD gibt es neben dem Making-Of auch noch zwei Clips, viele Live-Aufnahmen und einen lustigen Tourbericht.
Dominik, Music Scan 9/10Die schon seit Jahren nicht mehr aus der heimischen Szene wegzudenkenden DISTANCE IN EMBRACE haben sich kürzlich zusammen mit Alexander Dietz in den Rape Of Harmonies Studios verschanzt, um den “Utopia Versus Archetype” -Nachfolger und ihr somit drittes Album zu produzieren. Der sympathische Vierer liefert auch anno 2009 Musik ins Haus, die fernab von Schminkkoffer und der Klischekiste funktioniert und überzeugen auch mit “To Hell With Honesty!” wieder durch ihren gekonnt intonierten Mix aus brachialer Wut und Eingängigkeit. Auf mittlerweile mehr als 300 Liveshows konnte die Band verinnerlichen, welch explosive Mischung sie zu erschaffen imstande sind und wie ihr dynamisches Wechselbad der Gefühle ins rechte Licht gerückt werden muss. So war es auch eine weise Entscheidung der Mindener, sich zum zweiten mal im oben genannten Studio mit der passenden Produktion ausstatten zu lassen. Wer einmal ein Konzert des Hardcore-Screamo-Gespann erleben konnte, der weiss um die Leidenschaft und die Energie, mit der DISTANCE IN EMBRACE jedes Mal um ihr Leben spielen. Eben diese Kombination sprüht förmlich aus nahezu jedem der Takte des insgesamt zehn Tracks umfassenden “To Hell With Honesty!”, das darüber hinaus auch noch inklusive einer DVD ausgeliefert wird, die sowohl Einblicke in den Entstehungsprozess als auch eine Menge großer Lacher dank des Mitwirkens einer illusteren Freundesriege aus dem nationalen Musikzirkus bereitet. Und wie heisst es schon so passend auf der zum Album bereitgestellten e-card auf distanceinembrace.com: “Value for money, dude!” Dem ist nicht zu widersprechen. Kai Thonemann, Burn Your Ears 8/10Wer sich seit Jahren so den Arsch abarbeitet wie DISTANCE IN EMBRACE, der ist entweder irgendwann ziemlich gut oder peilt es einfach nicht so richtig. Aber die Mindener fallen da ohne jeden Zweifel in die erste Kategorie! Und so hört man ihrem neuen Werk "To Hell With Honesty" einfach an, wie viel Können und Herzblut dahinter stecken. Denn der Vierer hat sich seit jeher in seine Songs gekniet und diese immer so weit ausgearbeitet, bis wirklich jedes Detail so klang, wie es gemeint war. Dabei haben sie sich von Hardcore- und Emo-Infiziertem Skatepunk zu dem heutigen Gemisch aus Screamo und MetalCore entwickelt, ohne dabei auf Züge aufzuspringen - sie sind einfach ihren von Anfang an eingeschlagenen Weg weitergegangen. Und er führt sie so langsam aber sicher schon an die Spitze in der hiesigen Szene, wenn man auf MetalCore mit Emorefrains und Instrumentalpassagen steht. Und grade die Instrumentalpassagen waren immer ein Aushängeschild von DIE - hier zeigen sie auch auf ihrem neuen Album immer wieder ihre Detailverliebtheit und ihre Lust zu spielen. Und so strotzen auch die neuen Songs nur so vor Wucht und Energie. Ok, der ein oder andere Moshpart kommt einem schon etwas bekannt vor aber was soll..s? Denn im Endeffekt klingen DISTANCE eben nach sich selbst und haben damit ihre kleine Nische geschaffen. Und wie bei jeder neuen Platte bin ich wieder verwundert wie krass Nicos Organ mittlerweile klingt. Nach wie vor ist mir der cleane Gesang eine Spur "zu Emo" - dafür sind die Melodien aber auch gewohnt hymnisch ausgefallen - "Far From Eye, Far From Heart" hat sich seit langem in meinem Kopf festgefressen und scheint diesen auch nicht mehr verlassen zu wollen. Der gute Sound wurde übrigens wieder einmal in den Rape Of Harmonies Studios produziert. Um dieses gute Release abzurunden gibt es obendrauf noch eine DVD mit Videos, Tourimpressionen, Making Of und einer Menge Bekannter der Band, die sich hier zu Wort melden - sehr geil in diesem Zusammenhang, wie sie von den LONGING FOR TOMORROW-Jungs am Telefon verarscht werden. Wer DIE mag, wird auch mit diesem Album glücklich werden und wer sie bisher übersehen hatte, aber auf MetalCore und Screamo steht, sollte sich schleunigst auf ihre MySpace-Seite verirren! Andy Hesse, Pottersfield 11/15Ein atmosphärischer Soundteppich als Intro, ein paar gesprochene Worte, dann krachen die ersten, fast noch verhaltenen Gitarren aus den Boxen, gefolgt von wütendem Geschrei und typischen, schnellen Gitarrenmelodien. Spätestens wenn die erste cleane Gesangslinie Harmonie in die Membrane bringt, ist man mitten drin im kleinen Universum der vier Mindener. Alles wie gehabt also beim neuen Longplayer „To hell with honesty!“ von Distance In Embrace. Und beim weiteren Hören wird sofort klar: Die Jungs sind sich und ihrem Stil treu geblieben. In dem allgemeinen Metal- und Hardcore-Brei haben sich Distance In Embrace mit ihrem Vorgängeralbum „Utopia versus Archetype“ mittels prägnanter Gitarrenläufe und einem szeneuntypischen Gesang einen hohen Wiederekennungswert angeeignet und ihre eigene Nische erkämpft, in der sie Elemente aus Hardcore, Metal und Screamo in einen Topf werfen und einmal mit dem grossen Stillöffel umrühren. Und diese Nische verlassen sie auch diesmal nicht. Das ist zum einen sehr löblich und es muss auch niemand nach Ausverkauf schreien, zum anderen könnten die ersten drei Songs aber auch schon auf „Utopia versus Archetype“ vertreten sein, so sehr ähnleln sie sich insbesondere in den sehr getragenen Gesangsmelodien, die zwar schön klingen, irgendwie aber auf Dauer auch ein bisschen langweilig. Doch gerade als beim dritten, sehr gelungenen und mit etwas elektronischen Klängen veredelten Song „The devil and the sea“ zu befürchten ist, dass sich das restliche Album jetzt genauso weiter entwickelt, zeigt sich ab der Nummer Vier, dass auch noch andere Melodiebögen in Sänger Adrian Reinboth stecken. Generell hebt sich „A bolt from the blue“ und seine Folgesongs von den vorhergehenden ab. Und so gelingt es Distance In Embrace nicht nur innerhalb ihrer Songs für teilweise sehr weitläufige Stil- und Dynamikwechsel zu sorgen, sondern auch auch über das gesamte Album spannt sich ein variantenreicher Bogen, was gerade in den musikalischen Gewässern, die sie befahren, nicht oft zu finden ist. Zum dritten Mal holen also Distance In Embrace aus und es gelingt ihnen ein weiterer, souveräner Schlag mit dem sie beweisen, dass Metal und Hardcore auch ganz wunderbar ohne die gängigen Klischees und Stereotypen auskommen kann. Obendrauf gibt es noch eine wirklich nette DVD mit (z.T. zum Schmunzeln einladenden) Musikvideos und einigen Hintergrundinfos. Einziger Wehrmutstropfen bleibt die Tatsache, dass das neue Album doch trotz vermehrter Stilwechsel und noch besserer Produktion sehr nach dem Vorgänger klingt, aber beim dritten Longplayer muss man auch noch nicht nach der großen musikalischen Entwicklung schreien und in einer Sackgasse befinden sich die 4 Mindener dank hoher Innovationsbereitschaft und ganz eigenem Charme sicher nicht. Alle, die „Utopia versus Archtype“ nicht im Regal stehen haben, können in Gedanken noch einen Punkt auf die Wertung drauflegen. Andy, Scarred For LifeTrotz des Albumtitels - so ehrlich sind Promowaschzettel selten: das Label stuft DISTANCE IN EMBRACE nämlich geradeheraus als Screamo/ Hardcore/ Metal ein, statt groß um den heißen Schubladen-Brei herumzureden. Da will ich mich direkt mal anschließen und ganz ehrlich meine Meinung zum dritten Album der Mindener Band sagen: Isch find dat joot, wat die machen! Mein Lieblingsgenre wird Metalcore (um das Ganze mal kurz zu fassen) zwar nie werden, aber wenn er so kompetent dargeboten wird wie bei DISTANCE IN EMBRACE, kann das schon ziemlich unterhaltsam sein. Der Band geht es übrigens um die Verknüpfung von Gegensätzen. Das wird zum einen im Bandnamen schon sehr deutlich (der heißt auf Deutsch soviel wie "Abstand in der Umarmung"), aber genauso im Sound. Da wäre zum einen der Gesang, der zwischen recht extremem Kreischgebrüll und patent gesungenen (aber sonst eher gewöhnlichen) sauberen Vocals pendelt. Die Songs warten einerseits immer wieder mit feisten Knüppelparts auf, werden andererseits aber auch regelmäßig durch ruhigere und akustische Parts aufgelockert. Die Melodien sind eingängig und poppig, trotzdem gibt es eine gesunde Grundhärte, während die empfundene Gefühlslage zwischen Melancholie und Wut hin und her schwingt. Ein Extralob verdient die Gitarrenarbeit, statt tausendmal gehörtem Standard-Slayer-Geriffe gibt es jede Menge hochmelodischer Leads und Riffs, die dafür sorgen, dass man sich vom Gros der Szene ein wenig abheben kann. Die Produktion von ALEXANDER DIETZ (HEAVEN SHALL BURN) ist kristallklar und trocken und angenehmerweise nicht an den immer noch herrschenden "loudness wars" orientiert. Und inzwischen fällt auch auf, dass die von DIETZ produzierten Sachen einen gewissen Standard nicht unterschreiten, DISTANCE IN EMBRACE machen da keine Ausnahme, im Gegenteil. Das Songwriting ist durchgehend auf hohem Niveau, Ausfälle gibt es keine. Zur totalen Glückseligkeit fehlen allerdings noch die Aha-Momente, die gute Songs zu Hits machen. Nichtsdestotrotz ist "To Hell With Honesty!" ein überzeugendes Album, das Lust auf mehr macht. Das bekommt man in Form einer Bonus-DVD, auf der es je zwei Live- und Musikvideos, sowie ein Making Of, ein Tourvideo und Kommentare von Musikerkollegen zu sehen gibt. Genrefans machen folglich nichts falsch, wenn sie dem Quartett mal ihr Ohr leihen. Christian Mayer, Handle Me Down, 8/10Bloß nicht auf der Stelle treten, immer den Blick nach vorn, immer weiter und weiter. Nach diesem Credo scheinen die vier Mindener von DISTANCE IN EMBRACE zu leben, denn in der hiesigen Musikszene dürfte das Quartett schon seit längerem seinen Platz sicher haben. Unzählige Auftritte und mittlerweile das schon dritte Album sprechen da eine deutliche Sprache. Vor allem ist es aber die Einstellung mit der die Band an die Sache herangeht. Denn die täglich heranrauschenden Klischeezüge werden großzügig auf die Überholspur gelassen, man selbst gibt sich bodenständiger, eigenständiger und hechelt nicht jedem Trend hinterher. Auch wenn dies für manche vielleicht dennoch so klingen mag. Aber DISTANCE IN EMBRACE haben einfach den Vorteil, dass man ihnen auf Dauer keinen Strick drehen kann. Natürlich schöpfen auch sie aus dem reichhaltigen Fundus moderner und auch angesagter (Rock)Musikstile. Punkrock, mehr noch Hardcore, Metal und Screamo. All das gibt es aber nicht unbedingt nach Schema-F vorgetragen. Man will sich von der Masse abheben, braucht nicht irgendwelche Zombie-Geschichten um sich im Rampenlicht zu positionieren. Das soll die Musik richten. Wenn es danach geht, ist das Experiment geglückt. Denn „To Hell With Honesty!“ ist brachial und melodisch zugleich. Keifende Screams, Growls oder einfach nur klarer Gesang, dazwischen Metal-Riffs, Hardcore-Shouts, ruhige Passagen, dann wieder ein Mosh-Gewitter. Die Jungs gehen unglaublich vielseitig vor, wirken aber nie aufgesetzt oder anbiedernd. Wem das Soundgewitter aber noch nicht ausreicht, darf sich zusätzlich an der beiliegenden DVD erfreuen. Da gibt es nochmal ein bisschen Schabernack – unbedingt den Menüpunkt „Friends and Bands“ anschauen - und ein paar Videos. Bleibt zu hoffen, dass die Jungs mit diesem Album die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben. Denn in diesem Jahr wird man in diesem Bereich an „To Hell With Honesty!“ nur schwer vorbeikommen! Niffi, Partyausfall.de, 8/10 Zwei Jahre nach "Utopia Versus Archetype" melden sich die vier Jungs aus Minden mit einem neuen Longplayer zurück und haben "To Hell with Honesty!" neben zehn frischen Songs auch noch eine Bonus-DVD spendiert. Letztere enthält zwei Musikvideos, zwei Livevideos, eine Tourdokumentation, ein Making-Of zum neuen Longplayer und ein paar Freunde kommen auch noch zu Wort. Eine gut gemachte und nette Dreingabe, die kurzweilig unterhält. Aber kommen wir zurück zum neuen Album. Die Band ist ihren Wurzeln treu geblieben und spielt einen Mix aus Emo, Screamo und Hardcore ohne dabei direkte Klischee's zu bedienen. Erneut erinnern sie mich an Bands wie HAND TO HAND oder auch entfernt an POISON THE WELL. Die Songs verzichten auf großes Geplänkel und konzentrieren sich auf ein gut durchdachtes Songwriting mit genug Raum für ausgedehnte Soli. Der Doppelgesang traf allerdings nicht immer meinen Geschmack, was vorallem an der teils zu hohen cleanen Stimme liegt. Aufgenommen wurde erneut in den Rape Of Harmonies Studio's zusammen mit Alexander Dietz und Patrick W. Engel. Der Sound drückt, klingt dabei aber noch eine Spur dreckig und nicht zu rund. Ja was soll ich noch sagen, erneut haben mir DISTANCE IN EMBRACE gefallen und ein tolles Album abgeliefert. Ein gelungener Mix aus Screamo und Metal/Hardcore. Wenn man mit dem cleanen Gesang klar kommt, wird die Scheibe sicher eine Weile im Player rotieren, ich hör sie aktuell recht oft ohne Verschleißerscheinung. Carl Jakob Haupt, FUZE„To Hell With Honesty!“ kann trotz des mittlerweile etwas altbackenen Stils – zum Glück wird so etwas heute nur noch selten Screamo genannt – hier und da überzeugen. Wenn etwa so richtig die Metal-Keule ausgepackt wird, die Doublebass in AS I LAY DYING-Manier in die Eier tritt und der Gitarrist mit seinem fiesen Gekeife fast so klingt wie der ehemalige UNDEROATH-Frontmann, dann machen DISTANCE IN EMBRACE ziemlich viel richtig. Die Produktion hätte allerdings ruhig noch einen Schuss mehr Low-End vertragen können. Der häufige Klargesang versaut die Songs zwar nicht, wäre sparsamer eingesetzt aber irgendwie wirkungsvoller. Die richtig großen Harmonien packen die vier ambitionierten Westfalen aber ohnehin eher in den Gitarrenparts an. Mehr Mut zur Härte beim Gesang kann ich da nur empfehlen. Die CD kommt übrigens mit einer DVD, auf der halbprofessionelle Videos und ein paar zum Teil sehr peinliche Statements von anderen Bands zu DISTANCE IN EMBRACE enthalten sind. Micha Streitberger, Sellfisheigentlich sollte man sich nicht lange mit äußerlichkeiten aufhalten. doch mit dem titel ihres dritten albums sprechen Distance In Embrace bände: stück für stück hat sich das quartett über die letzten jahre einen ruf im metal-/emocore-zirkus erworben. und nun schmeißen die mindener mit "To Hell With Honesty!" (horror business/new music) nicht etwa ihre ideale über den haufen... nein, vielmehr darf man die zehn tracks als zynisches statement gegen das verstehen, was bei vielen bands mit ähnlichen wurzeln gerade passiert. denn wo andere kollegen das große geld wittern und vereinzelt bereits gefunden haben, halten distance in embrace den ball flach: sie konzentrieren sich auf die musik und lassen unnötige marketingaspekte außen vor (ob bewusst oder unbewusst vermag ich nicht zu beurteilen). in jedem fall markieren die von patrick w engel produzierten aufnahmen den höhepunkt einer karriere, welche definitiv mehr aufmerksamkeit verdient hätte. im einheimischen screamo-zirkus spielt man musikalisch nämlich nicht nur ganz oben mit; man wählt auch seine einflüsse mit bedacht. falls also jemand noch nicht gänzlich mit dem genre abgeschlossen hat: hier schimmert ein hoffnungsfunken. Markus Baumann, Pitfire„Zur Hölle mit der Ehrlichkeit“ Würde man sich diesen Albumtitel zu Herzen nehmen, könnte man als Rezensent den Jungs von DISTANCE IN EMBRACE völlig voreingenommen vom Ruf der Musikrichtung Stagnation in einem sowieso schon überstrapazierten Genre vorwerfen. Aber Hand aufs Herz: Hier steckt deutlich mehr dahinter, denn mittlerweile gleicht die Gratwanderung einer Emo/Metalcore-Band jener eines Gladiators im alten Rom. Ob der Daumen nun nach oben oder nach unten zeigt, ist schlussendlich nur von der Wertschätzung des Publikums abhängig. Oft wird man für den erbrachten Aufwand nicht gebührend belohnt. Seit der letzten Veröffentlichung hat sich im Lager der Deutschen wahrlich nicht viel verändert. Neben dem klar metallischen Einfluss, gilt es immer noch, eine möglichst gelungene Mixtur aus emotionalem Gesang und wuchtigen Riffs und Doublebass zu brauen. Neben den ruhigeren, manchmal auch jazzigen Auflockerungsmomenten, bei denen sich eine gewisse Proberaumatmosphäre einschleicht, sind der Band auch die beiden wahrscheinlich wichtigsten Faktoren geblieben: Beharrlichkeit und Fortschritt. Angefangen beim Gesang über die Gitarrenarbeit bis zur Produktion sind beachtliche Verfeinerungen zu erkennen. Anders ausgedrückt hat man sich im Songwriting ganz klar verbessert. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Songstrukturen deutlich erkennbar. Den Songs Ohrwurmqualitäten zu verleihen, scheint für die Jungs scheinbar genau so einfach wie ein Riff mit einem melodiösen Tapping zu versehen. Auf der anderen Seite ist nicht abzustreiten, dass man dies alles in allen Bereichen schon spektakulärer und besser gehört hat. Das Schöne bei DISTANCE IN EMBRACE ist aber, dass noch ganz klar Raum nach oben zu erkennen ist. Hier ist die Luft noch längst nicht raus. Obwohl dieser Anschein irgendwie auch bei den letzten Veröffentlichungen bestand, wurde diese Theorie auch mit „to hell with honesty“ wieder bestätigt. Klar; schielt man mit einem Auge über den Teich und verschliesst das andere vor der Tatsache, dass DIE wahrscheinlich mehr Herzblut in eine CD gesteckt hat als gewisse andere Bands in ihre ganze Diskographie, so dürfte kein Hahn nach der Band krähen. Doch ich wäre garantiert der lauteste Gockel im Stall, wenn es um weitere Veröffentlichung dieser Band ginge. Dass die Band auch in Zukunft nicht gleich ihr Pulver verschiesst und ihr gesamtes Potenzial der Hörerschaft nur häppchenweise präsentiert, wäre meiner Meinung nach ratsam und clever. Denn so wird DIE jegliche Konkurrenz überleben. Werner, In Your Face, 9/10 DISTANCE IN EMBRACE ist eine Band, bei der man einfach weiß, was man bekommt: Vom ersten Album "The Consequence Of Illusions" an hat das Quartett seine ganz eigene Nische im derzeitig häufig präsentierten Einheitsbrei aus allen Musikrichtungen, die auf -core enden, gefunden und den eigenen Stil seitdem konstant verfeinert. "To Hell With Honesty!" ist mit Sicherheit der bisherige Höhepunkt des musikalischen Schaffens der Band. Die leichten Abstimmungsprobleme, die man auf den ersten Releases der Mindener noch ausmachen konnte, sind inzwischen vollständig verschwunden und DISTANCE IM EMBRACE zeigen sich eingespielter und abgestimmter als je zuvor. Insgesamt wirkt auf "To Hell With Honesty!" alles gut durchdacht und perfekt ausgeführt. Diese Feinabstimmung geht allerdings keinesfalls auf Kosten der nötigen Härte der zehn Tracks: Die kehligen Shouts von Sänger Nikolai Falke und das punktgenaue Drumgewitter, das Drummer Robin Diepolder an seiner Schießbude abbrennt, geben dem Album die nötigen Ecken und Kanten, während der Gesang von Adrian Reinboth "To Hell with Honesty!" und die sehr gelungene Gitarrenarbeit den Songs einen willkommenen, melodischen Gegenpol hinzufügen. Das Gesamtbild runden einige elektronische Klänge ab, die sehr dezent und daher effektiv eingesetzt sind (beispielsweise im großartigen "The Devil And The Sea"). Zugegebenermaßen ist der sehr spezielle Sound von DISTANCE IN EMBRACE etwas, womit man zunächst einmal warm werden muss. "To Hell With Honesty!" ist ein Album, das erst nach mehreren Durchläufen seine komplette Qualität offenbart, belohnt den engagierten Hörer dafür allerdings umso mehr. Lobend soll ausserdem noch erwähnt sein, dass dem Album noch eine Bonus-DVD beiliegt, die neben den beiden Videos der Band zu "On The Verge" (vom "Utopia Versus Archetype" Album aus dem Jahre 2007) und "Far From Eye, Far From Heart" unter anderem eine kurze Tour-Reportage und ein Making Of von "To Hell with Honesty!" enthält. Highlights der DVD sind allerdings die eingefangenen Statements anderer Bands und Freunde zum Thema DISTANCE IM EMBRACE, inklusive sehr unterhaltsamer Scherzanrufe bei den Bandmitgliedern seitens der Kollegen von LONGING FOR TOMORROW. "To Hell With Honesty!" ist ein durchweg grandioses Release, dem ich nur deshalb die Höchstwertung verwehren möchte, weil ich mir noch ein wenig Raum nach oben offen lassen möchte für die Bewertung des nächsten Albums dieser Ausnahmeband.
Stemmen, Übersteiger Okay, nun weiß auch ich mal um was es geht, wenn meine Bandkollegen von D.I.E. schwärmen. Diese Band gibt es schon seit 2004 und ist bis heute komplett an mir vorbei gegangen. Liegt wahrscheinlich daran, dass die 4 ambitionierten Musiker aus Minden im Sauerland diesen modernen, sehr abwechslungsreichen und obendrein höchst anspruchsvollen Screamo-Hardcore-Metal spielen, welcher aber einfach nicht meine Welt ist - zu kompliziert, haha. Aber Scherz beiseite, die Musik ist nämlich wahnsinnig gut! Großartig produziert übrigens von Alexander Dietz (Rape of Harmonies Studios/Heaven Shall Burns). 10 neue Songs sind auf der knapp 40 minütigen CD und der Albumtitel ist (zum Teil auch textlich) Programm, da er hauptsächlich diesen riesen Hype um den Begriff „Emo“ kommentiert. Die DVD habe ich leider nicht mehr anschauen können, sorry! Nun gut, ich kann mir schon denken was die vielen, jungen Menschen an dieser Musik so unglaublich genial finden, aber das brauche ich denen zum Glück ja nicht mehr zu erzählen. Für Freunde solcher Bands ist dieses Album aber mit Sicherheit ein richtiges Highlight.
Helge, Plastic Bomb Wer mich kennt und seit Jahren meine Reviews hier im PLASTIC BOMB Fanzine verfolgt, der kennt meine Affinität zu HORROR BUSINESS Records aus Lünen im Ruhrpott. Da kommen regelmäßig CD..s von jungen neuen Bands raus, meist zu einem verdammt günstigen Preis, dazu noch sehr edel und schön aufgemacht und meist bewegen sich die Bands im Bereich von Old School Hardcore bis hin zu modernen Hardcore mit Metalprägung. Viele Bands habe ich über den Klee gelobt, weil mir die Bands und die ganze Art und Weise der Veröffentlichungen sehr gefällt. Ich dachte mir, dass es endlich mal wieder fällig ist ein paar lobende Worte über HORROR BUSINESS und seinem Macher David Zolda loszuwerden. Er hat da etwas wirklich Tolles geschaffen und unterstützt die Hardcore Szene im nordöstlichen Ruhrpott-Bereich in einem Maße, wie es kaum besser geht. Und auch bei dieser neuen CD von DISTANCE IN EMBRACE gibt es nicht viel zu meckern. DISTANCE IN EMBRACE stehen für die heute bei den Hardcore Kids so gerne gehörten Bereiche Screamo, Metal und Hardcore. Zur Hölle mit der Ehrlichkeit...wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass dieser Sound nicht meine Baustelle ist, aber ich muss ganz deutlich und klar hervorheben, wie gut diese Band ist. Die Aufnahme ist absolut perfekt und spieltechnisch haben D.I.E. alles drauf was man können muss. Und die Songs haben eine derartige Power, das man sich locker vorstellen kann, das sie demnächst öfters mal auf großen Bühnen zu sehen sein werden. Screamo Gesang wechselt sich ab mit klassischen melodischem Gesang. Und sehr wohltuend schreiben sie auch noch, dass sie nichts mit "Stylokids mit meterdicken Kajal unter den Augen" oder mit "Testosteronüberladenem Tough-guy-Gehabe" zu tun haben und auch mir damit aus der Seele sprechen. Und als Bonus gibt es "mal eben" noch eine DVD mit einer Reihe von guten Aufnahmen von der Band.
Moses, Terrorverlag Die Mindener Screamo Hardcoreler hauen mit ihrem dritten Werk mal der vesammelten internationalen Konkurrenz derbe einen vor den Latz! Fettes Gebrette (produziert von Alexander Dietz/ HEAVEN SHALL BURN!) trifft schon im endgeilen Opener "Adding Insult to Injury" auf höchstmelodische Parts und clean-Gesänge, die jedem Vergleich stand halten. National definitiv in dem Bereich mittlerweile nicht mehr zu schlagen die Jungs und auch die Ami-Kollegen sollten sich warm einpacken! Mit dem folgenden Titeltrack treibt man sämtliche Nachwuchs-Modern Metaller/ Coreler in den Pit-Wahnsinn, das Riff ist absolut erste Liga, der Groove lässt die Socken qualmen und der aggressive Kreischgesang passt wie Arsch auf Eimer - lupenreiner Genrehit! Da steht das polternde Beatdown-Monster "The Devil and the Sea" nix nach und dürfte jeden Circle-Pit zum Explodieren bringen. "A Bolt from the Blue" lässt es dann etwas entspannter angehen bisweilen, Aggro-Geprügel gibt’s natürlich trotzdem. Was aber gerade auch bei diesem Song positivst auffällt: Alle 3 Saitenartisten verfügen über klasse Stimmen und der permanente Wechselgesang, wahlweise auch gerne mal mehrstimmig, ist das berühmte Salz in der Suppe. Nach dem melodischeren "Virtues" bläst man TRIVIUM-Like mit dem rasanten "Far from Eye,Far from Heart" zur erneuten Attacke. Die Vier haben ihr Pulver anscheinend noch längst nicht verschossen, was man mit "Overcome the Veil" bollernd untermauert. Einmal mehr unglaublich tolle mehrfach-Cleangesänge und diverse Kreischstimmlagen sowie ein ganz fieser Beatdown, der für diverse schräge Verrenkungen im Pit sorgen dürfte. Hier wurde nix dem Zufall überlassen und so ist auch das Booklet extrem schick geworden und interessant aufgebaut. Nach dem mit Akustikgitarren beginnenden "Counterparts" und dem röhrenden "The End of all Things" folgt mit dem Schlusshammer "Affection & Anguish" noch mal allergrößtes Szene-Tennis auffe Fresse! Geiler geht das nicht. Wer auf modernen Hardcore/ Metal abfährt, der kommt um DISTANCE IN EMBRACE nicht herum, Punkt! Zumal die Erstauflage der Scheibe mit schmucker Bonus-DVD kommt, wo man diverse Clips, Livetakes, ein Tour-Video, Making of der Scheibe und Kommentare von Freunden plus Bands zu sehen bekommt.
4:33 PM
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