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Tobias



Last Updated: 6/3/2009

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Sunday, November 02, 2008 

Breakdance Crew feiert mit Samy Deluxe

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Am 29.11.2008 zelebrieren die Jungs von den Southside Rockers ihr Bestehen.
Aus diesem Grund wird an diesem Abend der Stuttgarter proTon Club zu einem
B-Boy und Hiphop-Event.
Neben den acht Jungs statten Samy Deluxe persönlich, VJ Stylex und DJ Bätman dem Club einen Besuch ab.

Lassen wir die letzten 15 Jahre mal Revue passieren:

Zunächst bestanden die Southside Rockers aus etwa 25 B-Boys aus vier verschiedenen Crews und Städten. Nach und nach veränderte sich die Crew-Konstellation, doch 1993 vereinigten sich Bora, Salva, Devrock, Zerk, Ajdin, Sir Scot, Lil Rock und Harris zum heutigen Team.

Die Jungs konnten national wie auch international mit ihren Choreographien
begeistern und fegen noch heute über die Tanzfläche.....

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Quelle: hiphop.de

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Tua Interview auf Backspin.de

 

 

Tua ....

Mit seiner kürzlich erschienenen EP „Inzwischen“ hat Tua bewiesen, dass es nur wenige Hip-Hop-Künstler in Deutschland gibt, die so vielseitig sein können, wie der Reutlinger. Die Beats, die Raps, der Gesang – es gibt nichts auf dem Deluxe-Records-Release, das Tua nicht selbst übernommen hat. Und das mit einer Stilsicherheit, die definitiv selten ist. Wir sprachen mit dem Solo-, Bassquiat- und Orsons-Artist über seine bisherige Karriere, seinen Deal mit Deluxe Records, seine Inspirationen und sein anstehendes Album.

Tua, du hast dir viel Zeit gelassen, bis du nun mit der EP „Inzwischen“ wieder etwas Eigenes veröffentlicht hast. Gib uns bitte noch mal einen Abriss von der Zeit deines Einstands bei Royal Bunker bis heute.

Also, während der Zeit beim Bunker, nach dem Album, lag ich so ein bisschen auf dem Trockenen. Staiger und ich wussten nicht, ob ich jetzt noch ein Album oder ein Mixtape machen sollte. Staiger wollte, dass ich noch ein Album mache, ich wollte aber was anderes machen und dann hat sich das so Stück für Stück auseinander gelebt. Dann habe ich mit Samy connected und nebenher haben wir mit unserem Bassquiat-Ding auch noch versucht, etwas Eigenes zu machen. Wir haben da zwischendurch noch mal was released und dann bin ich irgendwann bei Deluxe Records gelandet.

Wie genau bist du bei Deluxe Records gelandet? Hat Samy dich angerufen, um mit dir Verhandlungen zu starten oder hast du es darauf angelegt, dort zu landen?
Irgendwie beides. Ich war ja auf diesem Song mit den 25 Newcomern auf der „Juice“-CD. Sam hat sehr gefeiert, was ich da gemacht hatte und hat das auch irgendwo im Interview erzählt. Das habe ich mitbekommen und natürlich dort angerufen. Da habe ich dann Dennis (Kortuemm, Deluxe-Records-Labelmanager) erwischt und er meinte, lass mal deine Nummer da und schick uns ein Demo. Da hatte ich aber keinen Bock drauf. Letztlich rief Sam aber noch am gleichen Abend an und dann stand auch schon die Connection.

Warst du mit deiner Zeit beim Bunker eigentlich zufrieden oder hattest du dir mehr erhofft?
Damals habe ich mir alles erhofft, ich war naiv und jung. Ich wusste nicht, was Sache ist. Aber das ist Lehrgeld, das man bezahlen muss. Das geht jedem so. Ich mag Staiger sehr gern. Es gibt auf jeden Fall Sachen, die hätten besser laufen können. Aber es ist nicht so, dass ich jetzt die Zeit da missen will oder im Nachhinein hate.

Und mit Bassquiat? Du, Sucuk Ufuk und Kaas habt ja vergangenes Jahr „BQ 4 Life“ veröffentlicht. Lief der Release für dich zufrieden stellend?
Das läuft noch. Das ist quasi das eigene Ding von mir Ufuk und Kaas, was wir in der Hinterhand haben und wo wir auf jeden Fall immer wieder Sachen releasen werden. Wobei man aber auch realistisch sein muss. Man kann nicht erwarten, dass man da wahnsinnig viel Geld rausholt. Das ist ein Ding, das man über Jahre aufbauen muss. Aber das ist sozusagen meine Familie.

Und wie bist du von da aus auch noch bei den Orsons gelandet?
Mit Maeckes und Plan B waren wir schon länger cool. Wobei, anfänglich waren wir überhaupt nicht cool mit denen. Wir haben uns richtig gehasst. Früher waren wir eine ganze Stufe anders als die Jungs. Ich vor allem war hart auf Street, jung und dumm. Die Geschichte ist die, dass wir den ersten Track, den wir gemacht haben, „Orsons kleine Farm“, gar nicht zusammen aufgenommen haben. DJ Peerless meinte zu Plan B und Maeckes: „Ihr müsst diese Jungs mal auschecken, die sind super.“ Die waren sich unsicher und so hat auch er uns kontaktiert. Wir sind dann da hin und die Jungs waren gar nicht da, sondern nur Peerless. Wir haben das mit ganz viel Bier und wenig Bock aufgenommen. Die meinten dann im Nachhinein auch, dass das voll der coole Track geworden ist. Dann gab es noch einen zweiten dieser Art, wo wir auch wieder dieses Orsons-Ding in der Hook verbraten haben. Kaas hat das gemacht und dann hat sich das mit einer gemeinsamen Tour auch als Gruppe manifestiert.

Und nun veröffentlichst du wieder etwas alleine, weil die Songs von „Inzwischen“ für dich nur allein machbar waren?

Es geht eigentlich nur darum, dass ich machen kann, was ich will. Ich habe gemerkt, dass, egal wie ähnlich, cool oder kreativ die Leute sind, ich nur machen kann, was ich will, wenn ich alleine bin. Es liegt daran, dass ich wirklich alles selber machen kann: Beat, Text, Mischen usw. Dass es wirklich genau so wird, wie ich es mir vorstelle. ....

Die EP klingt sehr modern, der Sound weist viele elektronische Einflüsse auf. Was hat dich in diese Soundrichtung getrieben?
Ich habe mir letztens gezwungenermaßen „Nacht“ noch einmal angehört und gekotzt. Ich habe da ganz viele Sachen entdeckt, die mich heutzutage unfassbar nerven. Extrem viele Sachen, die ich gemacht habe, weil ich damals verfickte 18 Jahre alt war. Ich habe noch nicht gemerkt, wie peinlich man sein kann, wenn man Ami-Vokabeln einstreut usw. Wobei mir dieses ganze Double-Time-Ding auf jeden Fall auch so einen anfänglichen Einstieg gegeben hat. Das habe ich auch einmal auf „Inzwischen“ durchgezogen, wobei ich sagen muss, dass der Text schon deutlich älter ist. Genauso wie auch der Text vom ersten Song. Aber das gehörte auch zum Konzept. „Inzwischen“ soll ja Brücken bauen zwischen altem und neuem Zeug von mir bauen. Und ich finde nicht mal, dass ich mich technisch zurückhalte. Es hat sich einfach ein bisschen gewandelt. Ich finde heute nicht mehr, dass Technik unbedingt krasse Reime oder schnelles Gespitte sein müssen. Das ist alles so handwerklich. Ich finde, die beste Technik habe ich auf jeden Fall bei „Stille“. Das ist vielleicht schwer zu verstehen, weil sich da die Dinge nicht mal reimen, aber es ist für mich am rundesten. Für mich zählen heute ganz andere Dinge. Ich versuche wirklich mehr mit der Sprache zu arbeiten, als nur mit Flow und Reimen.

 

Und musikalisch? Hat sich da irgendwie der Horizont für dich erweitert oder woher kommen die Einflüsse, dass du mehr und mehr Electro-Elemente einbaust?
Ja, der Horizont hat sich sicherlich erweitert. Früher hatte ich ja oft orientalische Samples. Dieses Orientalische habe ich stückweise auch immer noch beibehalten, aber ich sample eigentlich so gut wie nichts mehr, weil es mich langweilt. Dann habe ich halt viel Electro-Zeug gemacht.  Ich höre das persönlich auch gerne.

Singst du mit der gleichen Leidenschaft, mit der du auch rappst?

Ja, am liebsten würde ich nur noch singen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich in den letzten paar Jahren eine Antipathie gegen Rap entwickelt habe. Das liegt zum einen wahrscheinlich daran, dass ich älter geworden bin, zum anderen aber auch daran, dass viel Grütze fabriziert wird. Und dadurch höre ich auch nicht mehr großartig Rap. Ich höre ganz viel Trip-Hop und eben Electro. Das geht ja vielen Rappern so. Auf jeden Fall suche ich Wege, um zu wachsen.

Auf dem Song „Es Ist OK“, gibt es eine kleine Anlehnung an einen Grönemeyer-Song. Einige Leute finden das ziemlich gewagt. Welche Reaktionen hast du bisher auf die Nummer bekommen?  

Ich habe im Grunde genommen nichts Schlechtes gehört. Ich weiß auch gar nicht, wie ich drauf gekommen bin. Ich bin irgendwie gelenkt worden bei dieser Hook. Und Gegenfrage: Wieso nicht? Grönemeyer ist der Hammer, ein Monster-Künstler. Warum soll man sich nicht an ihn anlehnen? Was stimmt ist, dass es auf jeden Fall unerwartet kommt und man zunächst einmal verwundert ist. War ich auch beim ersten Mal, aber dann habe ich es mir ein paar Mal angehört und es hat gepasst. Wenn es in meinen Augen kompletter Rotz geworden wäre, dann hätte ich es auch weggenommen. Aber ich stehe auch persönlich auf Grönemeyer.

Hast du mal darüber nachgedacht, dass es einigen Hörern vielleicht zu viel ist, was du alles machst? Rappen, Singen, Produzieren, Bassquiat, die Orsons – mancher wünscht sich vielleicht einen einheitlichen Tua. Das habe ich in letzter Zeit öfter gehört, auch von der Presse. Wobei ich sagen muss, dass es mir bei Hörern noch nie untergekommen ist, dass jemand gesagt hat, ich überfordere ihn. Das ist immer so eine Plattenbusiness-interne Einschätzung. Andererseits kam bei mir vor ein paar Jahren diese Geschichte auf, dass ich kein rundes Image habe. Damals habe ich immer gesagt, dass ich halt damit punkten muss, musikalisch vielfältig zu sein. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, da es ganz viele Leute überfordert. Andererseits kann das aber auch zu einem Markenzeichen werden. Ich wünsche mir einfach musikalische Freiheit. Ich kann auch verstehen, wenn nicht alle dieses Orsons-Projekt feiern, weil sie halt sagen, es sei verballerte Scheiße. Aber ist auch ein Teil von dem, was aus uns rauskommt und ich war froh, die schlechte Laune mal beiseite zulassen und weniger ernsthaft an das Thema herangehen zu können. Um auf den Punkt zu kommen: Ich denke, dass es ein Vorteil für mich ist, so viele verschiedene Sachen zu machen. Das kann nicht jeder. Vielleicht verwirre ich ein paar Leute, aber nachmachen kann es mir nicht jeder. Das muss ich auf der anderen Seite auch wieder ausspielen.

Du hattest eingangs erzählt, dass dir inzwischen Lichter aufgegangen sind in Bezug auf deine Zeit als 18-19-jähriger, dass dich einige Dinge von damals heute nerven. Welche Lichter sind dir da konkret aufgegangen? Die Erwachsenwerden-Lichter. Ich bin kein kleiner Dummkopf mehr. Auf „Nacht“ rede ich die ganze Zeit über meine Freunde. Da denke ich mir im Nachhinein: Hängen geblieben. Mir ist klar, dass es scheiße ist, im Nachhinein sein Zeug runterzureden, aber ich bin jetzt halt ein bisschen älter geworden. Und gerade im Kontext dieser ganzen Gangsta-Rap-Welle, die mich unfassbar abturnt, schäme ich mich fast ein bisschen dafür. Es hat sich ja nichts geändert. Ich bin immer noch mit den gleichen Leuten am Start und hänge draußen rum. Wenn es sein muss, haue ich mich auch. Das ist alles gar kein Problem. Nur ist das für mich überhaupt nicht mehr so dramatisch ist wie früher. Mit 18, 19 war es für mich ganz krass und ich habe halt nur gesehen, wie meine Freunde in den Knast gehen. So war das halt.

Du willst noch dieses Jahr über Deluxe Records dein nächstes Soloalbum veröffentlichen. Gibt es schon was, was du darüber verraten kannst?
Es hat 15 Tracks und es passiert so viel wie bei „Inzwischen“. Es gibt ein paar Tracks, die sind ein bisschen Rap-lastiger und welche, die vollkommen aus der Welt sind. Das ist eben der Tua-Style. Ich versuche das jetzt zu etablieren. Ich will, dass wenn ich solo was mache, man sich auch schon denken kann, wie sich das anhört. Ich habe auch wieder alles selber gemacht.

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Quelle: www.backspin.de