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Last Updated: 4/19/2007

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Tuesday, February 06, 2007 1:51 PM

Current mood:  good

SINGAPORE

mit unserer unterkunft in alis nest hat es ja nicht so richtig geklappt. waren eine halbe stunde zu spaet (wahrscheinlich die halbe stunde, die ich am flughafen gebraucht habe, um den computer zu starten...hehe) und schon hatte ali das zimmer weitervermietet. man wollte uns ein anderes andrehen, aber das war wesentlich teurer, danach wollte man uns in ein privatzimmer verfrachten (in dem wahrscheinlich oma ali schlaeft), aber da haben wir schon gesagt: schoenen dank und auf wiedersehen!
sind nach little india in ein anderes hostel, und den naechsten tag wieder umgezogen. naja, alles ein ziemliches durcheinander und eigentlich genau so, wie wir es vermeiden wollten. waren dann bis freitag in singapur. die stadt hat uns ziemlich erschlagen. jeden tag haben wir uns gesagt, wie unglaublich das doch ist, dass wir gerade durch singapur laufen. ich glaube, die singaporeaner machen nichts anderes als einkaufen, wahnsinn! haben uns natuerlich auch die anderen wichtigen sehenswuerdigkeiten angeschaut, aber sind trotzdem immer wieder in den einkaufsstrassen gelandet (was auch nicht wirklich schwer ist, weil es wie gesagt kaum was anderes gibt). die orchard road zum beispiel ist 2km lang und besteht aus einer aneinanderreihung verschiedener kaufhaustempel, alle riesengross, mindestens 4 stockwerke und 3 kellergeschosse. als wir dann durch die stadt irrten trafen wir dann auf hasib, afghanischer crustpunker aus singapur (!). wir waren nur von seiner freundlichkeit so baff, das wir wahrscheinlich sehr reserviert rueberkamen, anyway, wir verabredeten uns dann fuer abends und fuhren auf eine party mit drei hardcorebands (locals und aus korea). die hc/crust community dort ist so freundlich und international das uns fast angst wurde sehr harter, aber fairer pogo....nun wollen sie wenn wir wieder zuruecksind aus malaysia ein neues konzi veranstalten...es gibt echt ne menge punks in singapur! und es hat wirklich schon fast etwas gruseliges fuer europaer so viel freundlichkeit, kontaktfreudigkeit und vor allem entspanntheit zu erfahren (fotos folgen!!) also: wer mal punkrock ohne aetzklischees erleben und coole leute kennenlernen will: ab nach singapur!!! alle sind dort willkommen!
insgesamt war singapur schon entspannt, das mit plasticstadt usw. stimmt zwar auch, aber nur im kern...alle kulturen der welt sind dort vertreten und existieren nebeneinander....morgens,  um 5 oder 6 uhr ruft der muezzin zum gebet, daneben ueben die alten tai chi, ein inder macht sein geschaeft auf...usw. singapur ist mehr als nur konsum!!! little india: verfallender, alter kolonialbau zwischen droehnender indischer folklore, gewuerzen, gurus, goetzenverehrung, alles leicht schmuddelig und jeder schaut neugierig auf die gaeste (meist wohnen in den gegenden nur backpacker). man kann nachts ohne probleme umherschlendern, bummeln gehen viele museen anschauen (vor allem die battle box ist interesant, im wwII war es die kommandokasemate der briten und schauplatz einer der haertesten schlachten des zweiten weltkriegs)
ein strasenfest der indischen community, alle religionen scheinen dass chin. neujahr zu feiern 18.02.)  
wir schauen auf jeden fall noch mal vorbei!!! bevor wir asien verlassen!!!

MALAYSIA:

haben gestern den bus nach malaysia genommen (melakka.befindet sich genau zwischen singapur und kuala lumpur).sofort wird klar, welche religion hier die mehrheit stellt: der islam. die ethnien, religionen verschiedenster art, das war sofort deutlich, existieren in toleranz zueinander und entspannt

MELAKKA ist eine alte handelsmetropole die abwechselnd von thais, malayan, arabern, portugiesen, hollaendern und briten kontrolliert wurde...entsprechend bunt ist auch die malayische bevoelkerung :chinesen, portugiesen, malayer, inder und natuerlich eine menge an Half Breed ethnien....was auch die speisekarte interesant macht . wer auf scharfes steht, kommt garantiert auf seine kosten

heute haben wir uns ein kleines kulturprogramm zusammengestellt, waren in verschiedenen museen (u.a. eine geborgene karavelle der portugiesen die nun als museum dient, oder ein museum fuer tattoo und fussfesseln (dazu muss erwaehnt sein das kleine fuesse bei frauen im malaysischen raum als als schoenheitsideal galt und deswegen schon von kindheit an die fuesse so deformiert und mehrmals gebrochen wurden, so dass der fuss dann verkrueppelt und  um die halbe schuhgroesse verkleinert,  die chance auf eine erfolgreiche vermaehlung vergroessert (!)),

 
und  gleich gehen wir noch was essen.
es gibt hier einen reichen mann, der kostenlos vegetarisches essen in seinem restaurant anbietet. angeblich war er wohl sehr krank und aus dankbarkeit darueber, dass er weiterleben darf, hilft er nun auf diese art seinen mitmenschen( heut waren wir schon dort essen, sofort sprangen alle um uns rum und wir mussten alles probieren! die menschen sind sehr offen , das essen spektakulaer und vegetarisch. sehr schoen!) es war auf jeden fall sehr ruehrend und inspirierend zugleich so viel selbstlose freundlichkeit zu erfahren. 
leider sind die bilder die wir auch von den leuten dort hatten geloescht wie auch alle anderen bilder von melakka auch , was aber zaehlt sind die erinnerungen und lehren die man daraus zieht, mehr nicht...
melakka war, von den zahlreichen spackentouris  (und damit meine ich die nachfahren der ehemaligen kolonoialherren) abgesehen, eigentlich ganz huebsch und man konnte die vielen verfallenden kolonialgebaeude und europaeischen graeber auch als symbol fuer den verfall deuten, den alle herren erreichen wird.
 an liebevoll eingerichteten und zugleich interessanten muziums mangelt es auf jeden fall nicht.
zum beispiel eine ausstellung ueber modern primitives vergleichend zu traditionellem scarifying und tribal arts, tattooing etc. leider auch hier keine fotos
 
 

ansonsten: alles ist unglaublich guenstig hier. fuer ein mittagessen zahlen wir mit getraenk gerade mal 3 euro zusammen. die leute shoppen unglaublich viel, die einkaufspasagen sind riesige vergnuegungstempel mit wo auf bowlingbahnen gespielt , alleinunterhaltern und medizinern die vortraege halten, herzblatt auf malayisch gebloedelt wird und ca. 2000 leut schauen auf ca. 5 etagen zu ...man kann shoppen hassen oder lieben anscheinend ist es wie bei uns abends inne kneipe gehen und fuer einen europaer auf dauer nicht durchstehbar...soll noch einer sagen dass h&m-  fussgaengerzonenaction stressig ist. meine lieben damen und herren; asiashopping ist die ultimative laeuterung EIN ABSOLUTER KULTURSCHOCK!!

auch mit der umwelt nimmt man es noch nicht so genau wie in D-land (wenn man aber bedenkt das wir unsere umwelt schon vor hunderten jahren vernichtet haben findet auch hier schon ein spuehrbares umdenken statt, hoffentlich nicht zu spaet ) wirkliche tradition zu erleben oder entdecken ist schwierig, vieles wirkt verwestlicht(vorallem auf konsum (eine art religion) getrimmt ), auf den werbeplakaten z.B. ist es, wie so oft in schwellenlaendern noch verbreitet, weisse, blonde, grosse menschen abzulichten um das gute, reine am produkt hervorzuheben, was absolut nicht der generellen mayoritaet entspricht. 

auf der suche nach traditonen hab ich auch schon wegen der einheimischen kampfkunst silat nachgeforscht, aber bis jetzt nur in den entlegenen doerfern sifus ausfindig machen koennen, schade aber vielleicht wirds noch was mit unterricht...
hasib sagte uns das indonesien etwa um die million punks hat    und unsereins gesindel dort sehr beliebt sei, da die polizei bis 1999 korrupt bis mafioes alle leute dort beraubte und rund 60000 (!) punks eines tages mit strassenschlacht antworteten  (jakarta riot, 1999) um dem mit breiter untertuetzung der bevoelkerung ein ende zu bereiteten (kein scheiss!). der witz an der sache: sie haben gewonnen! auf jeden fall soll indonesien toll sein, punk hin oder her...
trotzdem haben wir noch kein visum um dorthinzugelangen.
morgen werden wir uns erstmal auf den weg nach kuala lumpur machen (petronas towers hinaufgehen ) mal schauen, tamara negara park wartet auch noch.....