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MyPassion Ersonnen und ersponnen by Skorpion - Raubkopierer gehen ins Gefängnis. Direkt!

Skorpion



Last Updated: 11/29/2009

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Friday, June 05, 2009 
15.05.2007
Haben Sie schon mal im Bett gepupst, meine Damen? Nein, nein – ich meine nicht diesen kleinen süßen Carrie-Bradshaw-Pups, der sich doch beinahe noch ladylike kaum hörbar seinen Weg bahnt und dennoch ziemlich peinlich ist. Was ich meine ... Nee, lassen Sie mich anders beginnen ...

Kolumne zu Ende lesen? Bitte hier entlang -->

Wenn so ein Link nicht mehr existent ist - ist das ziemlich blöd :D
Nun aber vollständig :)

„Flatulenzia Passionata“


Haben Sie schon mal im Bett gepupst, meine Damen? Nein, nein – ich meine nicht diesen kleinen süßen Carrie-Bradshaw-Pups, der sich doch beinahe noch ladylike kaum hörbar seinen Weg bahnt und dennoch ziemlich peinlich ist. Was ich meine ... Nee, lassen Sie mich anders beginnen ...
 
Dates. Wie bereiten wir uns darauf vor? Er? Sie?
Während sie bereits Tage vorher überlegt und probiert, was sie wohl zum ersten Date anzieht, springt er einfach in Jeans und Hemd und fühlt sich wohl. Wie sexy darf sie sich beim ersten Date anziehen? Was trägt sie drunter? Sex beim ersten Date? Hm, warum nicht?
 
Hat er sich Gedanken darüber gemacht, was er Tags zuvor vielleicht besser nicht essen sollte? Wohl kaum – Männer haben einen Kuhmagen, es passt jede Menge hinein, und es ist egal, in welcher Konstellation.
Sie hingegen überlegen sich, was sie besser nicht essen sollten. Kein Knoblauch am Vortag, kein blähendes Gemüse am Tag des Dates, kurz: nichts, was in irgendeiner Weise die Verdauung übel beeinträchtigen oder für unangenehm riechende Ausdünstungen sorgen könnte.
 
Natürlich ist Essen gehen ideal für ein erstes Date. Man überbrückt Zeit, ist nicht permanentem Redezwang ausgesetzt, bekommt Vorlieben und „No-goes“ mit und einen ersten (vielleicht alles entscheidenden) Eindruck von seinen/ihren Tischmanieren.
Während Sie Ihr Gericht sorgfältig auswählen, um ja keinen Transpirationsausbruch vom zu scharfen Essen (Achtung indisch!) zu erleiden oder hinterher einen Vertrag mit Vivil, Tic Tac oder Mentos abschließen zu müssen, bestellt er munter ein Steak mit einer riesigen Portion Zwiebeln, Salat mit Knoblauchsoße und dazu ein Bier. Mit dem Ausspruch „Ich liebe Knoblauch“ tunkt er sein Brot zum wiederholten Male in die Aioli Soße und isst mit großem Appetit.
Sie hingegen hassen Knobi, dippen aber notgedrungen ein wenig widerwillig in der Soße herum, denn es heißt ja, man würde es beim jeweils anderen nicht riechen, wenn beide Knoblauch essen (bei den Mengen, die Ihr Gegenüber verzehrt jedoch eher unwahrscheinlich).
 
Alles in allem bis hierher ein gelungener Abend. Der Knobi-Zwiebel-Bier-Fahne trotzend landen Sie küssend vor seiner Haustür. Seine liebevollen bis leidenschaftlichen Küsse befördern Sie alsbald in höhere Sphären, vergessen der immer dominanter werdende Geruch nach Knoblauch, der Geschmack nach Zwiebeln. Längst hat die Leidenschaft, die Gier nach hemmungslosem Sex, die Oberhand gewonnen.
Doch kaum dass Sie sich in seinem nicht gemachten Bett fläzen - übereinander, untereinander, aufeinander - entweichen auch schon erste Gase in Form eines verhaltenen „Bäuerchens“. Bevor es so richtig abgeht flüchtet er dann doch erst einmal aufs Klo. Ja, ja, die Zwiebeln, sie haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
 
Wie gut, dass Ihnen das nicht passieren kann, schließlich haben Sie sich ja gut vorbereitet. Doch scheinbar hat das bisschen Brot mit Aioli und das lange Sitzen schon ausgereicht in Ihrem Bauch für ein klein wenig Unruhe zu sorgen, die sie jedoch hartnäckig ignorieren und unterdrücken.
 
Ihr Date erweist sich als exzellenter Liebhaber mit Stehvermögen, der Sie von einem Gipfel zum nächsten vögelt, Sie durch die Täler hindurch streichelt, küsst, bespielt, nur um Sie noch explosiver gipfeln zu lassen. Und das tun Sie. Explodieren. Das Eine geht nicht mehr ohne das Andere. Mitten hinein in die schönste Ekstase kracht ein unterdrückter Pups. „Scheiße, tut mir Leid!“ Sie erröten noch ein bisschen mehr und möchten am liebsten im Erdboden versinken. „Scheiße zum Glück nicht – ist doch nicht schlimm.“
Ja, die Männer. Sie können einer leidenschaftlichen Frau nichts übel nehmen. Und so ein kleiner Lust-Pups tut der Leidenschaft keinen Abbruch, sorgt bestenfalls für etwas Heiterkeit.
 
Also Ladies, geißeln Sie sich nicht, essen Sie, worauf auch immer Sie Lust haben, ziehen Sie an, was Ihnen gefällt – und machen Sie sich einfach nicht so viele Gedanken.
„Was geht ab?“ – bekommt für mich eine ganz neue Bedeutung. Lassen Sie es auch in Zukunft ordentlich Krachen – und immer hübsch neugierig bleiben.
 
 
© Skorpion 2007
 
 

Josef
Josef Rengaw

 
Skorpion,

einen Kommentar unter "Bitte hier lang" abzugeben, war mir technischem Laien nicht möglich. Daher hier.

Ja, es stimmt, Emotionen und guter Sex vertragen sich nicht mit der rationalen Welt sorgfältiger Planung. Die Flamme entzündet sich auf andere Weise.

Gruß

Josef
 
Posted by Josef on Tuesday, May 15, 2007 - 15:42
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melectric

 
....zum einen lässt sich die flamme (der liebe? der lust?) mittels feuerzeug entfachen - abfackeln. edelgase brennen schnell und auch noch event-gemäss bunt, und gleichsam erübrigt sich die olfaktorische belastung, sprich: sie/er (pups) stirbt den flammentod. andererseits: der pups im bett (die horrorvision angesichts so mancher 69-tantrischer übung); das erste mal geht er, geht sie in verkniffener "hm, mach ich es oder nicht" haltung aufs klo (wirds stinken? bin ich hinterher sauber? gibts feuchttücher?); und/oder: wie ists mit den geräuschen? pöttern, knallen, zischen...zusammengekniffene arschbacken oder weit geöffneter anus? vielleicht ein wenig papier schalldämpfend vorgehalten? seufz. die entgasung - ein kleiner vorgeschmack ein bote mit der nachricht des allgegenwärtigen vergammelns. du & ich im bett (nein, nicht du) und der furz der freche oder müde, weist uns den weg der vergänglichkeit und ist dabei die nasen-metapher die die endlichkeit der liebe, der lust, des (pupsenden) beisammenseins, ankündigt. was noch? fehlt noch der schwenk vom pups zum klimawandel. x-milliarden menschen blähen sich ins nirvana.
 
Posted by melectric on Friday, June 15, 2007 - 8:53
[Reply to this
Skorpion

 
Hallo Jan,

herzlichen Dank für Deinen Beitrag - ich musste herzhaft lachen. Wie schön, wenn Texte zum Nachdenken anregen. Und hier hat sich jemand Gedanken gemacht.
Ja, nicht nur die neuseeländischen Schafe schaden der Ozonschicht ;-)

PS: Ich wollte Dir eigentlich eine Nachricht zukommen lassen - aber irgendwie will Myspace das nicht :(
 
Posted by Skorpion on Friday, June 15, 2007 - 9:11
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Skorpion

 
*lach* wie süß ... dass Du beinahe vor Lachen gebrüllt hättest, hat mich wiederum sehr erheitert :D<br />
 
Posted by Skorpion on Friday, June 05, 2009 - 17:19
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