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Bea

Beatrix Gutmann


Last Updated: 6/20/2009

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Gender: Female
Status: In a Relationship
Age: 89
Sign: Taurus

State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
Signup Date: 3/22/2007
Thursday, March 22, 2007 
Ich bin Läuferin
Was auch im das bedeutet. 
Heute ist ein Artikel in der Zeitung, der über den Karstadt Marathon berichtet. Ich werde dabei sein. Allein beim Gedanken daran, wird mir schlecht. Aber zum Glück laufe ich ja nicht allein, ich habe ja die Unterstützung von zwei lieben Freundinnen.
Erfolgreich haben sie mich im letzten Jahr dazu überredet, diesen Wahnsinn mit ihnen zu teilen. Also geteilter Wahnsinn, sozusagen halber Wahnsinn. Wir laufen ja „nur" den Halbmarathon.

Die Zeit bis zum 13. Mai rückt immer näher. Meine Leistungskurve bleibt konstant schlecht.
Ich frage mich, ob es allen anderen ebenfalls so geht? Warum quälen wir uns bei Wind und Wetter. Warum keuchen wir mit Matsch am Schuh und klatschnassen Haaren durch Regen und Sturm? Warum schwitzen wir wie verrückt bei sommerlichen 30 Grad? Was treibt uns bergauf und bergab? Ehrlich gesagt quäle ich mich jedes Mal. Ich warte aufs Ziel.
Ich laufe und fühle mich nicht frei. Die vielgepriesenen Endorphine überschwemmen mein Hirn wenn ich Schuhe sehe, Schuhe mit hohen Absätzen, mit Schleifchen, aus Lack und Leder.
Sportschuhe hingegen rufen bei mir den spontanen Muskelschmerz hervor. Trotzdem muss ich laufen. Es ist das schlechte Gewissen, was mich hinaustreibt. Es sind die von mir so gern verspeisten Schokoriegeln, die meine Hüften belagern und abtransportiert werden wollen. Das ist es.

Ich frage mich manchmal: Was bringt mir das alles? Außer einem schmerzenden Knie? Und je länger ich darüber nachdenke umso mehr weiß ich, was es ist.
Die lieben Freundinnen mit denen ich regelmäßig laufe, das Gefühl am Samstagmorgen, die singenden Vögel, der ruhige See, der erwachende Frühling, der warme Sommerwind, die frostige Luft im Winter und der herrliche Herbstwald. Das Gefühl hinterher, etwas geschafft zu haben. Nicht nur meine Beine, sondern auch meine Gedanken haben freien Lauf. Ich laufe schlechter Laune, Müdigkeit, depressiven Verstimmungen und Verspannungen einfach davon. Und hinterher – unter der Dusche oder in der Badewanne – da durchströmt es mich.
Das Gefühl von Größe.
Musste mal gesagt werden!