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geigerzähler



Last Updated: 11/26/2009

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Status: Single
State: Berlin
Country: DE
Signup Date: 3/30/2007
Monday, April 06, 2009 

Wenn ichs schon nicht schaffe, irgendetwas sinnvolles zu schreiben, kann ich ja immerhin posten, was andere ueber mich schreiben: Diesmal aus der DIREKTEN AKTION NR 188.

Individuell, authentisch und einfach instrumentiert

Paul der Geigerzähler legt seine neue CD „Revolutionsmusik“ vor
Rock mit Punkeinflüssen, irgendwo zwischen
Klaus dem Geiger und Rio Reiser. Diesen Eindruck
erweckt die neue CD Revolutionsmusik.
Paul der Geigerzähler ist ein Geheimtipp, weil er
(noch) subkulturell unterwegs ist: Solo mit Geige
und Gesang, unplugged, manchmal auch mit
musikalischer Verstärkung, bewegt er sich eigenen
Aussagen nach „im Dunstkreis der Trümmer
der HausbesetzerInnenbewegung“, auf Veranstaltungen
von Gewerkschaftern und AnarchistInnen
sowie bei diversen Demonstration.
Die CD startet mit dem Titelsong „Revolutionsmusik“,
in dem Paul seine Punk-Attitüde
formuliert: Hartz IV, kein Geld, keine Zukunft?
„Egal, heut find ich es schick.“ Sämtliche Songs
bewegen sich zwischen Privatem und Politischem.
Zu den Agitsongs zählen „Deine Firma“,
das Erich-Mühsam-Cover „Lumpenlieder“, „Truppen
von Morgen“ und eine äußerst individuelle
Fassung des anarchistischen Klassikers „A Las
Barricadas“. Schnell wird klar: Paul ist nicht
irgendwie links, sondern libertär und gewerkschaftlich
orientiert. Bei „Drugstore“, „Herzkerker“
und dem sehr persönlichen Titel „Punkerliebe“
spielt die Agitation hingegen keine Rolle:
Es geht um Erfahrungen und Erinnerungen mit
einer Spur Nostalgie. Zeitweise mag der Eindruck
eines jammernden Punkers entstehen, doch Paul
besticht mit humorvoller und sarkastischer Pointierung.
Revolutionsmusik ist eine runde Sache mit
satten 19 Liedern, die ohne Ausnahme gute Textarbeit
und Authentizität vorweisen. Zu bemängeln
ist nur die einseitige Instrumentierung. Alle
19 Lieder bestehen aus Geige und Gesang. Eine
Unterstützung durch Bass und Percussion wie
bei älteren Aufnahmen hätte die CD nicht nur abwechslungreicher
gemacht, sondern auch einige
Texte besser zur Geltung bringen können. Erhältlich
ist Revolutionsmusik über das Münsteraner
DIY-Label Falling Down Records (falling-
down@gmx.de) für schlappe 5 Euro.
Findus