Disposed To Mirth
Bereits am Tag zuvor konnte man die Münsteraner Disposed To Mirth
live auf der Dominatour zusammen mit Bands wie Viatrophy oder
Annotations Of An Autopsy erleben und bereits da hatte die Formation
eine solide Live-Show abgeliefert. Am folgenden Samstag war von
Ermüdung jedoch keine Spur zu sehen, nach einem obligatorischen
Dance-Intro ähnlich dessen von
August Burns Red auf dem Vainstream-Festival
schmettern bereits die ersten harten Riffs aus den Boxen. Auch am
Samstag wurde ein neuer, noch unbetitelter Song, der am Vortag seine
Live-Premiere feierte, gespielt – aber natürlich zockte die Band auch
die bekannten Stücke des aktuellen Abums „Menschenhai“ wie „Till
Departure“ oder „I Can’t Remember The Last Time“, die man sich übrigens
beide bei
MySpace anhören kann.
Besonders bei letzterem Song überzeugte vor allem die
Gitarren-Arbeit, während Sänger Matze, noch neu angeschaffte
Viatrophy-Shorts vom Vortag tragend, sich die Seele aus dem Leib keifte
und sich ab und an auch gerne mal auf die Bassdrum stellte. Der Raum
füllte sich stetig weiter, sodass der Band am Ende gut 50-60 Personen
zusahen – freitags zuvor waren es im Skaters Palace zwar noch mehr,
aber da ist die Bühne auch erheblich größer als in der Sputnikhalle und
die Lichtshow macht eindeutig mehr her. Disposed To Mirth hatten das
Pech, bereits gegen 20 Uhr zu spielen, sodass es draußen noch
verhältnismäßig hell war, wodurch die ohnehin nur mäßige Lichtshow kaum
zur Geltung kam.
Zum Abschluss spielte die Band als siebten Song ein stark
orientalisch angehauchtes Stück. Generell sind verschiedenste Einflüsse
ein Markenzeichen der Band, so findet man neben orientalischen Klängen
auch Elemente aus russischen Klangstrukturen – sehr interessant ist
auch zu lesen, wie die einzelnen Bandmitglieder zur Musik kamen. In
Erfahrung bringen kann man das auf ihrer MySpace-Seite. Eine Zugabe
wurde nicht gespielt, aber unterm Strich konnten Disposed To Mirth
wieder einmal überzeugen.
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