www.ownblood-magazine.de CD TIP 10/10 Sternen
Das Debüt-Album von "Stand Fast" aus Münster. Die Jungs kombinieren furiosen Hardcore, Punk und Rock zu einem ansprechenden Stilmix der absolut zu überzeugen weiß. Die Band schwankt in ihren Songs zwischen Verzweiflung und Aggressivität und mischt dieses mit dem bereits erwähnten Spritzern modernem Alternativ-Rock der besseren Sorte. Wunderschöne Melodien und Drive ohne Ende. Stand Fast haben mit " know yourself in things you hate " ein Album geschaffen, dass sich ohne jeden Zweifel vom Einheitsbrei absetzt und dabei trotzdem ein wirklich riesiges Potential besitzt. Abwechslungsreich, emotional und intensiv einfach eine klasse Platte, absolut empfehlenswert.
Ausgabe 19 FUZE
Die Jungs aus Dülmen haben sich für ihr Debut schon optisch richtig Mühe gegeben." Know yourself in things you hate" kommt in einem sehr fein gestalteten Layout daher. Dank des Gernhart Studios werden der etwas metallische Post-hardcore und die intelligenten Texte auch in den passenden, wuchtigen Sound gekleidet, sodass die Platte garnicht wie ein Debut klingt. Sie wird allerdings nicht im regulären Handel zu finden sein, denn Fear the crowd records verzichten auf einen Vertrieb: "Vertriebe treiben nur die Preise in die Höhe". Dann aber bitte das Geld weiterhin in so gute Band investieren (Fear the Crowd).
David Winter
www.new-core.de
Nach der ordentlichen Debut-EP “Introduction” aus dem letzten Jahr veröffentlichen Stand Fast ihr Debutalbum “Know yourself in things you hate” beim Bochumer Label Fear The Crowd Records, die mir mit der guten Platte der Kölner Rockwell in Erinnerung geblieben sind. Stand Fast spielen einen gut nach vorne gehenden Sound, der sich vor allem aus Post-Hardcore, Emo-Punk, Screamo und Punkrock-Elementen zusammensetzt und machen insgesamt einen sehr sympathischen Eindruck. Das Artwork des Albums von Josua Rieber weiß auch zu gefallen. Die Songs sind wirklich abwechslungsreich, gehen gut nach vorne, besitzen sowohl jede Menge Melodien als auch Ecken und Kanten. Die Vocals kommen gerne mehrstimmig, variieren zwischen rauem und melodischem Gesang bis hin zu Geschrei und gerade die fetten Chöre kommen richtig gut. Das Album wächst mit jedem Hören und schon nach kurzer Zeit entwickelt sich insbesondere der Opener „Confess“ und auch „Put on the blinders“ zu echten kleinen Hits. Beide Daumen hoch für die Jungs aus Dülmen/Münster. Starkes Debutalbum, das all denen gefallen dürfte, die Bands wie Alexisonfire, The Cable Car Theory, Hot Water Music oder Thrice zu ihren Favoriten zählen.
7,5/10
Coolibri magazin
"Ein astreines Pferd hat sich das Bochumer Label FTC Records mit Stand
Fast in den Stall geholt. Die Münsteraner haben mit KNOW YOURSELF IN
THINGS YOU HATE ein sehr viel versprechendes Debutalbum abgefliefert,
das Posthardcore at its best präsentiert. Die Traditionslinie Rise
Against, Alexisonfire, (alte) Hot Water Music wird nicht verhohlen,
stattdessen stolz forciert, wobei die Bands sich in Arrangements,
Umsetzung, Gesang und Power nicht hinter den Amis verstecken muss. Die
Platte kommt mit elf Tracks und sehr stimmigen Artwork im schicken
Digipack daher."
www.poisonfree.comAls ignorantem Schwein begegnen mir Stand Fast erstmalig erst jetzt mit ihrem Debut Full Length auf Fear the Crowd Records – aber besser jetzt als gar nicht, woll?
Denn das, was hier präsentiert wird, macht durchaus Spass. Kommt zum einen im schicken Digipack daher, und ist auch ordentlich produziert. Und ist zum anderen, und das ist natürlich relevanter, musikalisch eine runde, interessante, facettenreiche Sache. Post-Hardcore wirds gelabelt, und das passt irgendwie, vielleicht aber auch und v.a., weil der Begriff doch recht dehnbar ist. Stand Fast präsentieren also Musik, die eindeutig Wurzeln in unser aller liebstem Genre hat, aber doch weit darüber hinaus geht. Während Agression und Dymanik eben diese Wurzeln offenlegen, wird die Mischung oft genug viel zu facettenreich und rockig, um sich den limitierten Grenzen vom Hardcore zu unterwerfen. Da spielt auch Alternative Rock, Emocore, Screamo und viel mehr eine Rolle. Das Ergebnis ist dann eine wie erwähnt breite, aber dennoch höchst homogene und schlüssige Mischung, die unterhält und fordert, und für Überraschungen sorgt. Nicht nur, dass Songs wie „Karate Kid“, mit dynamischem Verlauf, beinahe Metal und Geschrei und auch Gesang fordern – es gibt mit z.B. „gutless crow“ auch echte, wirkliche Hits auf dem Album. Wie hier dieser getragene Chor mit einer nette akzentuierten Gitarre in der Strophe in diesem hymnischen Refrain geleitet wird – das ist großartig gelungen. Die sperrige Bridge dann unterstreicht wieder „Post“ und „Hardcore“ zugleich. „enuncation“ ist dann poppig und punkig zugleich, sicher nicht total ungewöhnlich als Song, aber durch guten Gesang und erneut auffallend ideenreiche Gitarren gelungen. „put on the blinders“ ist beinahe hart, aber dennoch melodisch, und passt ins Bild. „have I slaughtered our cat“ ist dann wieder so eine Überraschung, mit verquerem Spannungsaufbau und von zart bis hart allem, was man sich wünschen kann. „greener than yesterday“ unterstreicht das Talent der Rhythm-Section, mit tollem Drumming, und mit „contrary winds“ wirds später nochmal fast metallisch.
Das alles braucht 1-2 Durchläufe, macht dann aber richtig Spass, und unterhält durch eine Menge Inhalt und Details länger als das durchschnittliche Release. Vielleicht wirds hier und da durch den sehr galanten Gesang doch ein wenig zu brav, aber unterm Strich: Empfehlenswert!
www.wltu-music.de
Wo bekommen Fear The Crowd nur um Himmels Willen immer diese hochkarätigen Bands her? Wenn man STAND FAST, ROCKWELL oder CABIN FEVER hört, könnte man meinen es gäbe nur erstklassige Bands dort draußen. Die Bochumer haben aber einfach ein Händchen für klasse Combos und die fünfköpfige Gruppe STAND FAST macht da keine Ausnahme. Songs zwischen HOT WATER MUSIC und AFI wie "Enunciation" sind ein Paradebeispiel für das Können der Band, hymnische Melodien, rockige Gitarrenpassagen und bombastische Drums ergänzen sich zum einem einprägsamen Emocore-Album, welches stellenweise auch an BILLY TALENT oder RISE AGAINST erinnert. Die Vocals umfassen die gesamte Bandbreite, es wird geshoutet und gesungen, aber immer in solchen Umfängen, dass es nie beliebig klingt, sondern zwingend. "Have I Slaughthered Our Cat" hat gehörig Drive und auch wenn die Aufnahme etwas klarer und die einzelnen Imstrumente akzentuierter sein könnten, ist "Know Yourself In The Things You Hate" vom Songwriting her ein feines Album, dass sich hinter niemandem verstecken muss. Die zehn Songs sind als Digipak und LP erhältlich. (44:07) (8) Thomas Eberhardt
www.helldriver-magazine.de
Stand Fast aus Münster haben eigentlich als Nebenprojekt angefangen, sich aber dann schnell zur Hauptband der Beteiligten gemausert. Eine gute Entscheidung, wie man anhand des Debüt Albums der Band nur befinden kann. Die Jungs spielen turbulenten Screamo mit Einflüssen von Hot Water Music, Rise Against, Thrice und Alexisonfire. Die Einflüsse stimmen schon mal. Auch die Ausführung ist absolut gelungen. Die Jungs erschaffen spannende und abwechslungsreiche Songs, die mit allem ausgestattet sind was eine gute Band braucht. Die Jungs haben Charme, frische Ideen und trotz der eindeutigen Einflüsse einen recht eigene Sound. Wichtigstes Merkmal der Band ist aber, dass sie hörbar mit dem Herz und voller Leidenschaft bei der Sache sind. Das überträgt sich direkt auf die Songs. Diese verfügen über coole Hooks, eingängige Gesangslinien aber auch das richtige Maß an Wut und Aggression. Ob in eher flotten oder melodischen Momenten - die Band behält immer das Ruder in der Hand. Einziges Manko der Platte könnte sein, dass sich einige Passagen über die Spielzeit zu wiederholen scheinen. Hier könnte man sicher noch für mehr Akzente sorgen. Für ein Debüt ist „Know Yourself In Things You Hate“ aber absolut bemerkenswert. Die Band sollte man unbedingt im Auge behalten. (rg) 5/7
www.in-your-face.de
Wenn das Schreiben von CD-Reviews mehr wie eine Gerichtsverhandlung ablaufen würde, bei der die Band ihr Schaffen vor dem Rezensenten verteidigen müssten, wären die fünf Dülmener von STAND FAST so ein Angeklagter, den man einfach nicht ordentlich angreifen könnte. Auch, wenn man im Hinterkopf doch selbst Zweifel am eigenen Urteil hat, STAND FAST haben immer ein Alibi, einen Überraschungszeugen oder einen juristischen Trick parat. Was ich mit diesem etwas kryptischen Vergleich sagen möchte, ist, dass "Know Yourself In Things You Hate" ein Album ist, das eigentlich in jeder einzelnen Kategorie punkten kann, mich aber insgesamt dann doch wieder nicht zu hundert Prozent überzeugen kann, wobei ich einfach nicht genau sagen kann, warum.
Was STAND FAST auf ihrem Debütalbum servieren ist im Prinzip Emocore mit einigen progressiven Elementen und einigen Textpassagen auf deutsch, die die Band ein wenig vom Rest der Szene abheben können. Als groben Maßstab könnte man STAND FAST in etwa als Light-Version von DISTANCE IN EMBRACE bezeichnen.
Objektiv betrachtet stimmt bei "Know Yourself In Things You Hate" eigentlich alles. Der Gesang ist kraftvoll, die Gitarren sind verspielt und originell und die Drums sind groovend und treibend. Auch die Produktion des Longplayers kann mit einem recht klaren Klang überzeugen, ja sogar das Design des Booklets ist gelungen. Mangelnde Spielfreude kann man dem Quintett ebenfalls nicht vorwerfen, genauso wenig wie Ideenlosigkeit. Die Lyrics des Albums sind ausdrucksstark und erzählen eine recht eindrucksvolle Geschichte, die im Booklet auch bebildert wurde. Aber irgendwo bleibt doch immer der etwas unangenehme Beigeschmack bestehen, dass ich mich mit STAND FAST nicht so recht anfreunden kann.
Subjektiv gesehen ist es so, dass ich merke, dass meine Aufmerksamkeitsspanne gegenüber "Know Yourself In Things You Hate" relativ gering ist und ich mich (mehr oder weniger unbewußt) immer wieder mit anderen Dingen beschäftige während das Album durchläuft. Auch beim fünften Anhören des Albums hatte ich dabei des Öfteren das Gefühl, einige der elf Songs noch nie vorher gehört zu haben. Etwas objektiver betrachtet muss ich aber sagen, dass STAND FAST wirklich abwechslungsreich vorgehen und einfach gute Songs schreiben, die aber irgendwie einfach an mir vorbei gehen. Ich bin mit der Rezension von „Know Yourself In Things You Hate“ wirklich etwas überfragt, da ich nicht genau sagen kann, was mein zentraler Kritikpunkt an der Band ist. Na ja, ich sage mal: Im Zweifel für den Angeklagten.
8/10 Punkte
Eingetragen von
Werner am 21.09.2009
www.listen-to-it.de
Los ging bei STAND FAST alles Anfang 2007 als Nebenprojekt von NOVACAIN und DAILY REASON. 2 Jahre, eine 3-Track Demo EP und zahlreiche Shows später präsentieren uns die 5 Münsteraner via Fear The Crowd Records ein 11 Gänge Menü für die Gehörgänge.
Nach einem kleinen Aperitif geht es mit dem Post-Hardcore Menü richtig los. Die einzelnen Gänge munden recht gut und gehen auch ohne übermäßigen Genuss von Rotwein runter. Dadurch, dass die Speisen mit treibenden Punkbeats, Emocore der alten Schule, ein paar kleinen New School Einlagen und etwas Screamo gewürzt wurden, bekommen die Gehörnerven immer wieder etwas frisches aber auch würziges geboten und man macht nicht vorzeitig bei den 11 Gängen schlapp. Um in die exquisite Sterneküche aufzusteigen fehlt es STAND FAST zwar noch etwas, aber man braucht auch keine Angst davor zu haben, dass ihr Menu mit dem Titel ”KNOW YOURSELF IN THINGS YOU HATE” nach dreckigem Glutamat-Fastfood-Müll schmeckt.
Nicht nur bei der Zubereitung der einzelnen Speisen wurde sich Mühe gegeben, auch bei der aufwendig gestalteten Speisekarte haben sich STAND FAST ins Zeug gelegt und etwas besonderes einfallen lassen.
Wenn STAND FAST weiterhin Herz, Schweiß und Emotionen in ihre Gerichte stecken und sich bei der Zubereitung noch etwas steigern können, dann kann in der Zukunft vielleicht auch ein Sternchen auf die Jungs warten.
4,5/ 6Pkt
www.music-scan.de
Ausgehend von der Betätigung in den beiden Punk Rock-Bands Daily Reason und Novacain fanden sich vor zwei Jahren fünf Musiker aus Dülmen und Münster zusammen, um in neuer Konstellation ein neues Projekt aus dem Boden zu stampfen. Als STAND FAST haben sie sich einer dynamischen und intensiven Mischung aus New School, Emo/Screamo, Hardcore und Punk Rock verschrieben. „Know Yourself In Things You Hate” ist das erste offizielle Release des Fünfers und ist schon einmal eine amtliche Ansage. Zwanglos und intuitiv hymnisch positionieren sich die Deutschen im Fahrwasser von Gruppen wie Hot Water Music, As Friends Rust, Hand To Hand, Last Winter, Alexisonfire, Thrice und frühen Evergreen Terrace. STAND FAST geben sich abhängig vom jeweiligen Part entweder offensiv temporeich, wuchtig moshend oder aber emotional verträglich. Hinsichtlich der Balance haben die fünf Musiker einen guten Kompromiss zwischen Arschtritt und Eingängigkeit gefunden. Natürlich erfinden die Jungs aus NRW das Rad nicht neu, doch für einen clever arrangierten und stimmigen Longplayer reicht es allemal. Live sollten die Stücke von „Know Yourself In Things You Hate” dank effektiver Hooks und dem beständigen Wechsel von Aggressivität und emotionaler Intensität gut ankommen. Die vertonte Leidenschaft macht im Fall von STAND FAST den Unterschied aus.
7/10 Pkt