Eine traditionelle Atraktion die man in Zentral-und Südmexiko immer wieder bestaunen kann sind die Voladores,die "fliegenden Menschen".Das Spektakel geht zurück auf ein Ritual der Totonaken.Tatsächlich ist die Bezeichnung "fliegende Menschen" sehr treffend und beschreibt am Besten was einem bei der knapp 10 minütigen Vorstellung zu erwarten hat.
Hoch oben auf einem riesigen Mast sitzen 5 Männer auf einem drehbaren Holzrahmen.Ein Mann sitzt zwischen den vier anderen,welche Seile an ihre Füße gebunden haben,spielt auf einer Flöte und schlägt dazu eine kleine Trommel.Nach einer gewissen Zeit lehnen sich die Vier nach hinten während der Mann in der Mitte aufsteht ohne seine musikalische Darbietung zu unterbrechen.Die Vier lassen sich kopfüber nach hinten fallen und beginnen an den Seilen in immer größer werdenden Runden um den Mast zu "fliegen".Das Seil spult sich dabei langsam über den drehbaren Holzrahmen ab.Nach genau 13 Umdrehungen ist die Vorführung beendet und die Männer haben den Boden erreicht.
Die vier Männer sollen vermutlich die vier Elemente darstellen,während der Fünfte für die Sonne steht.Die 13 Umdrehungen gehen zurück auf die Zahlensymbolik der Totonaken (bzw. der Mayas),in der die 52 eine heilige Zahl darstellte (4 Männer x 13 Umdrehungen = 52).
Und so sieht das Ganze in Aktion aus