Die Medienrevolution innerhalb der
österreichischen Neonazi-Szene hat ihren vorläufigen Höhepunkt
gefunden. Die Texte, die an rassistischen und homophoben Gedanken und
Äußerungen kaum zu überbieten sind, bilden einen Teil des neuen,
„nationalen Widerstandes“. Die BetreiberInnen von Alpen-Donau.info, die
durch die Speicherung der Daten auf einem amerikanischen Server
angeblich „nicht ausgeforscht werden können“ und sich vorerst weiter
hinter der Maske der Anonymität verstecken dürfen, ließen es sich
hinsichtlich des am 20. September 2009 in Klagenfurt stattgefundenen
Ulrichbergtreffens nicht nehmen, im Vorfeld dazu Hauptakteure der
Kärntner Linken und Gegner – GAJ Kärnten, Antifa, Kommando R.O.S.A., AK
gegen den Kärntner Konsens – zu „beleuchten“ und ihrem interessierten
Publikum zu präsentieren: und das gleich – selbstverständlich
rechtswidrig, wie alles andere auf dieser Seite auch – mit persönlichen
Daten, Fotos und Wohnadressen der jeweiligen Betroffenen!
Bezogen auf den Vortrag „Kärnten und
seine rechts-revisionistische Gedenkkultur“ am 17. September 2009 in
der Stadtbibliothek Hermagor also nicht verwunderlich, wenn der
Vortragende des „AK gegen den Kärntner Konsens“
anwesende Fotografen und Reporter bittet, ihre Kamera für diesen Abend
ausgeschalten zu lassen, denn „die Kräfte von Alpen-Donau.info durchforsten
vor allem das Internet, um an die gewollten Daten Ihrer Gegner zu
kommen“.
Eine umso bemerkenswertere Leistung der
Betroffenen, sich ungehindert dieser Tatsache der aufkeimenden
Neonazi-Szene trotzdem weiterhin aktiv in den Weg zu stellen.
Und was die Seite Alpen-Donau.info und
ihre möglichen Unterstützer (oder gar Betreiber?) betrifft: Unter
„Verweise“ gibt es unter anderem einen Link zur Internetpräsenz der FPÖ
– was der FPÖ selbst, wie es aussieht, recht gut in den Kram zu passen
scheint. Berechtigterweise unter Verdacht gezogen werden können wieder
einmal der dritte Nationalratspräsident Graf und seine Schergen.
Gegen die Seite ist am besten sofort Anzeige zu erstatten.