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OMP



Last Updated: 12/21/2009

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Status: Single
State: Berlin
Country: DE
Signup Date: 6/10/2007
Saturday, August 01, 2009 
Von Angelika Vollmer - Bick Magazin       
Orchestre Miniature in the Park: „Kommt raus zum Spielen!“ Eine schönere Welt durch Musik und Zusammengehörigkeit: Klaus und seine Mitstreiter von OMP lassen ihren Traum Realität werden. In allen Farben des Regenbogens gewandet ergibt dieses ungewöhnliche Orchester ein kunterbuntes Ganzes, und das Leitmotiv ist fein ausgesucht: Ob „Ein Sommer in Paris“ oder „Seasons in the Sun“ - der schönen, warmen und guten Jahreszeit wird mit interessanten Cover-Versionen auf Instrumenten en miniature ein liebevoller Thron erbaut – quer durch alle Genres und durchaus auch im Winter. Wie das geht und was das überhaupt zu bedeuten hat, klärte bick im Gespräch mit Orchesterleiter Klaus, dem Kopf der Gute-Laune-Division. Im Sommer 2007 fing es an: Eine Handvoll Musikerinnen und Musiker schnappte sich winzige Instrumente und coverte nach Lust und Laune Songs, die sich um Sommer und Sonne drehen. Ihr Publikum? Spaziergänger in Berliner Parks, die durch Zufall auf den bunten Haufen aufmerksam wurden. Zwei Jahre später zählt das Mini-Orchester stolze 25 Mitglieder und hat bereits eine Tournee an der Ostsee hinter sowie eine weitere in Paris vor sich. Offizielle Spielgenehmigungen sind dabei eher nebensächlich: „Wenn die Polizei kommt, gehen wir halt weiter!“ So simpel kann der Spaß sein. Einfachheit und leichte Umsetzung sind eben genau das, was OMP mit ihrem Konzept ausdrücken wollen. „Wir wollen den Menschen sagen: Ihr könnt zusammen was machen, das nichts kostet und das euch und andere glücklich macht. Wir brauchen keinen Swimming Pool und keine teuren Getränke, wir brauchen nichts, außer einander und ein kleines Instrument für höchstens 20 Euro. Das ist unsere Philosophie.“ Wer jetzt an biblische Botschaften denken muss, liegt gar nicht so verkehrt: „Das klingt zwar schräg, aber es ist tatsächlich manchmal ein religiöses Gefühl, wenn es auch eigentlich ein atheistisches Orchester ist“, gibt Klaus lachend zu. „Und ein bisschen was Kommunistisches steckt auch drin.“ Und so gibt es auch im kunterbunten Hippie-Haufen von OMP einige Regeln und Dogmen. Erlaubt sind wirklich nur Kinderinstrumente, und ein anderes Thema als Sonnenschein kommt dem Orchesterleiter nicht in den Park. „Da bleibe ich wirklich hart“, erklärt er. „Und diese Beschränkung macht ja auch irgendwie Spaß.“ Weitere Voraussetzung ist außerdem, dass alle Lieder möglichst genau so nachgespielt werden, wie das Original es vorgeschrieben hat. „Es soll immer ein Tribut an das Originalstück sein und an Erinnerungen, die man damit verbindet. Trotzdem werden OMP-Versionen immer eigen klingen, da wir andere Instrumente benutzen.“ Die Gruppe setzt sich sowohl aus Vollblutmusikern, die teilweise noch andere Projekte haben, als auch aus begabten und musikbegeisterten Laien zusammen. „Am Ende soll einfach himmlische Musik entstehen“, erklärt Klaus. „Dafür muss man kein Profimusiker sein, sondern sich eben auf die Aufgaben beschränken, die man bewältigen kann.“ Die Augen des Orchesterleiters glänzen sichtbar, wenn er von dem Projekt spricht – und große Träume sind niemals ausgeschlossen. „Ich bin davon überzeugt, dass OMP genau in dieser Form selbst im Wembley-Stadion auftreten könnte. Man müsste eben einen sehr guten Techniker haben und ungefähr 30 Roadies – aber ich schwör dir, das wäre ein Knaller!“ grinst er. Bis es so weit ist, müssen die Jungs und Mädchen vom Orchestre Miniature in the Park mit dem Vorlieb nehmen, was ihr Name verspricht: den Berliner Parks nämlich. Doch zwischenzeitlich hat sich der ansteckende Gute-Laune-Faktor schon ganz ordentlich rumgesprochen, und OMP performen auch innerhalb der Gebäude Berlins. Und ein Ende ist nicht in Sicht. „Ich sehe uns das noch als Rentner machen,“ lacht Klaus. „Gestützt auf meinen Zivi gehe ich zu den Altersheimen, nehme einen Zug aus der Sauerstoffflasche und brülle: “Kommt raus zum Spielen!” So jedenfalls hätte die gesellschaftliche Vergreisung doch auch ihre gute Seite.