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Last Updated: 9/10/2009

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Tuesday, July 26, 2005 

Wir verstehen Punk als eine Kultur des Widerstandes, nicht als die Selbstzerstörung, die Apathie, den Drogenmissbrauch und die grundlose Gewalt, die uns die Massenmedien zu unterstellen versuchen. Viele Bands sind dafür verantwortlich, dass unsere wahren Ziele verzerrt wurden, indem sie unsere Kultur als Sprungbrett für ihre persönlichen Ziele (Gewinn und Ruhm) missbraucht und viele Leute verwirrt haben und unseren Anstrengungen entgegengewirkt und ihnen den Wert genommen haben.

Wir sind gegen Autorität und Macht in all ihren Formen. Unsere hauptsächlichen Waffen sind Kreativität und DIY – „do it yourself“. Musik, Fanzines, Poesie und Malerei sind nur einige Mittel, mit denen wir unsere Gefühle ausdrücken und unsere Ideen verbreiten.

Die Ästhetik ist Teil unserer Kultur, und wir wollen damit etwas ausdrücken, sie ist keine Mode, die verpackt und von den Geldmachern der institutionalisierten Rebellion verkauft wird. Wir wissen, dass es die Hauptsache ist, kohärent zu handeln, wenn es darum geht, unsere Ideen in unserem alltäglichen Leben umzusetzen.

Die persönliche Re-evolution ist unser erster Schritt zur Veränderung, indem wir uns von den Lügen und Vorurteilen lösen, die uns von klein auf eingeimpft wurden.

Wir lehnen das absurde Leben ab, an das sie uns gewöhnen wollen und das sich beschränkt auf geboren werden/aufwachsen/studieren/arbeiten/konsumieren/uns reproduzieren und sterben, wo Materielles mehr wert ist als Menschliches, wo Faschismus, Rassismus und Sexismus die tägliche Währung darstellen.

Wir glauben nicht an ihre falschen Demokratien, die sie mithilfe ihrer Bomben „des Friedens“ auf der Welt errichten, und nicht an ihre Wahlen, die nur eine Farce sind und wo sich hinter wechselnden Masken immer die gleichen Herren verstecken. Wir wollen eine wahre Bedrohung sein für dieses System des Hungers, des Todes und der Zerstörung des Lebens (der Menschen wie der Tiere) und der Natur. Wir wollen es nicht reformieren, sondern kaputtmachen, denn wir sind davon überzeugt, dass auf seinen Trümmern zusammen mit unserer Freiheit und Selbstbestimmung ein würdigeres Leben für alle erblühen wird.

Wir sind uns dessen bewusst, dass wir das nicht allein erreichen können. Deswegen versuchen wir Gruppen zu bilden, uns zu organisieren, Informationsnetzwerke zu schaffen, Proteste zu organisieren, Boykotte und verschiedene Aktionen, indem wir die Verbindungen untereinander ausbauen, die gegenseitige Unterstützung, die Solidarität, den Respekt und die Zusammenarbeit. Die Fanzine-Messen / Räume unterstützen, wo libertäres Material verbreitet wird, freie Radios etc. … und sie mit neuem Material versorgen. Wir brauchen Räume, wo wir unsere Projekte durchführen, Freiräume schaffen, uns gemeinsam in sozialen Zentren oder Squats organisieren können.

Wir sind weder erleuchtet noch die Punk-Avantgarde. Wir glauben weder an Dogmas noch an Strukturen. Wir gehören keiner politischen Partei an und auch keiner Gruppe von Selbstmarginalisierten. Wir haben keine Idole und keine Götter, und ebenso wenig Farbe, Rasse oder Credo. Wir sind einfach wir selbst, Menschen wie du und so viele andere, die es satt haben, auf magische Lösungen zu warten und sich dazu entschließen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen, an unserem eigenen Schicksal zu arbeiten und von unserem kleinen Platz aus die Dinge zu verändern.

Wir kennen uns schon lange, wir haben viel miteinander geteilt, angefangen von Protesten, Konzerten und Aktionen bis hin zu einfachen Essen, Reisen und Abenteuern, die nicht weniger wichtig sind. Punk war dabei das verbindende Element, das uns zusammengeführt hat, und die Freundschaft hält uns zusammen. Unsere Ideen und unser Geschmack ähneln sich, aber unser Denken ist nicht einheitlich. Wir sind Individuen und respektieren unsere Unterschiede. Wir bereichern uns gegenseitig durch Diskussionen, wir lernen/lehren, darum geht es. So entstand die Idee, ein Kollektiv zu machen, aus der Lust und Notwendigkeit, unsere Kultur zu verbreiten, die Punkkultur. Um zu zeigen, was wir machen und suchen, auf bewusste und kreative Art und Weise. Um zu zeigen, was andere machen. Wir glauben, dass unsere Gruppe aus sich selbst entstanden ist, durch konstante Interaktion, wo Projekte frisch sind und Spaß machen. Wir organisieren uns horizontal und durch Konsens, ohne Führer und Bürokratie. Wir sind sicher, dass aus diesem Projekt etwas Gutes entsteht, und schon allein das Ergreifen der Initiative war ein Erfolg an sich, insbesondere in diesem durch institutionelle Gewalt verwüsteten Land, wo sich die Punkszene tagtäglich selbst zerstört mit ihrer Unwissenheit, die auf nichts anderem als fehlenden Information basiert … aber wir werden weiterkommen. Wir hoffen, dass wir uns mit anderen Kollektiven, Gruppen und Menschen verbinden können, die unsere Zweifel teilen, um gemeinsam Aktionen durchführen zu können.

Bald wird es mehr Nachrichten von uns geben, das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang …