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VSPL Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Sicher kennst auch Du das Problem: Das neue Semester fängt an, Du gehst frisch motiviert in den ersten Kurs... und die Dozentin weiß nichts davon, dass Du angemeldet bist. Oder: Dir fehlt nur noch ein einziges Seminar für die B.A.-Prüfung, und zum dritten Mal in Folge hat das elektronische Losverfahren Dich aussortiert. Das Sazmo sagt, dass sich das System eben erst bewähren muss. Wir sagen: Vergiss es! VSPL kostet jede Menge Zeit, die sowohl die Studierenden als auch die Verwaltungsangestellen wesentlich sinnvoller verbringen könnten. Aber VSPL kostet noch mehr Geld! Die RUB hat bislang über zehn Millionen Euro in die Entwicklung investiert, davon 400.000 Euro aus Studiengebühren. Während man von un auf der einen Seite eine schnelle, am Arbeitsmarkt orientierte Beendigung des Studiums fordert, werden auf der anderer Seite studentische Gelder in ein System gepumpt, das einen auf dem Weg zum schnellen Ausbildungsende ständig behindert. Studis müssen also Versuchskaninchen spielen für ein System, das weder ausgereift noch durchdacht ist und dafür noch Gebühren zahlen. Neben den offensichtlichen Mängeln gibt es aber auch noch einen Haufen Probleme die mit einem elektronischen System einhergehen. Sowohl unsere studienrelevante als auch persönliche Daten werden zentral gespeichert. Für sich genommen ist schon das ein Sicherheitsrisiko - insbesondere Noten und CreditPoints können hier leicht verlorengehen oder gar manipuliert werden. Dass die Chipkarten vieler Profs durch die Hände zahlreicher Hilfskräfte und Mitarbeiter gehen, weil die ältere Generation mit dem Bedienen des Systems überfordert ist, und so mit den Daten (wie z.B. Kursnoten) der Studis alles andere als sensibel umgegangen wird, ist ebenfalls höchst unerfreulich. Außerdem gibt es da noch das Hochschul(un)freiheitsgesetz, nach dem irgendwer für die Landesregierung seine oder ihre Nase sowohl in unsere Daten als auch in die genauen Kursbelegungen stecken darf, um entsprechend planen zu können. Praktisch, wenn alles an einer zentralen Stelle liegt. Nun ist es mit VSPL ähnlich wie mit Studiengebühren: Wenn man die Probleme besprechen will, verschanzen sich die Zuständigen meist hinter dem Sachzwangmonster und faseln was von "Wettbewerbsfähigkeit" und "Exzellenz". Wir glauben aber, dass es (noch) ein paar einfache Wege gibt, mit der Situation umzugehen: Niemand kann uns zwingen, ein System zu benutzen, das weder vertrauenswürdig noch nützlich ist! Meldet Euch manuell bei Euren Kursen an, erinnert die Dozenten daran, dass es keine VSPL-Pflicht gibt!
11:10 AM
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