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Lucien St. John



Last Updated: 1/5/2010

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Gender: Male
Status: Single
Age: 25
Sign: Pisces

City: Berlin
State: Berlin
Country: DE
Signup Date: 7/29/2007
Sunday, July 27, 2008 

Current mood:  stoked
Jetzt wussten Sie also was hier vor sich ging. Sie sahen sich erschrocken an und überlegten, ob es nur in Berlin so einen Vorfall gegeben hat oder ob es sich auf die gesamte Bundesrepublik ausbreiten würde. Niemand sagte in diesem Moment einen Ton. Ihre Blicke gingen nur ins Leere. Die vorbeihuschenden Straßen und brennenden Wagen schienen immer mehr zu verschwimmen. Bastis Gedanken drifteten immer mehr ab. Er musste an seine Schwester und seine Familie denken. Noch vor wenigen Jahren wohnten sie alle in einem Haus und niemand hätte auch nur ansatzweise mit so einem radikalen Fallout gerechnet. Er erinnerte sich, dass er früher ein kleiner Feigling gewesen ist. Doch hatte er ja immer eine große Schwester welche auf ihn aufpasste und immer ihn an die Hand nahm wenn er sich als kleiner Junge etwas nicht getraut hatte.

Er sah immer mehr Bilder vor seinem inneren Auge aufblitzen und er spürte, wie in Ihm sich ein Gefühl  von furchtbar beklemmender Angst breit machte. Er hatte schwer mit den Tränen zu kämpfen, doch durfte er gerade in diesem Moment sich seine Angst nicht anmerken lassen. Er wollte ja mit seiner Souveränität die anderen beruhigen.

Mit einem Mal krachte es. Basti verlor die Kontrolle über den Wagen. Dieser kam schwer ins schlingern  und Basti konnte gerade noch so einen Überschlag des Wagens verhindern. Nachdem er das Auto mit Mühe und Not zum Halten gebracht hat, stiegen die Vier aus. Sie wollten wissen was diesen Unfall ausgelöst hat. Sie gingen langsam um das Auto und sahen, dass sie jemanden oder etwas angefahren hatten. Ein paar Blut und Haarreste klemmten noch in der Stoßstange, doch schien niemand in der Nähe zu sein. Die Vier standen am Auto und blickten sich um. Mit einem Mal wurde Betty am Fußknöchel gepackt. Jemand lag wohl unter dem Auto. Sie schrie auf und versuchte ihren Fuß wegzureißen. Doch schaffte sie es nicht. Chris handelte geistesgegenwärtig und trat auf den Arm ein. Dieser brach mit einem lauten knacken und nur noch eine Hand umklammerte jetzt ihren Fuß. Basti lud mehrmals seine Schrotflinte durch und schoss unter das Auto. Jetzt  war da definitiv niemand mehr. Denn auf der anderen Seite des Wagens spritze nur so das Fleisch.  Die anderen sprangen derweil in den Wagen. Sie schrieen, das er schnell einsteigen sollte doch diesesmal tat er es nicht. Er sah die drei an und fing langsam an zu sprechen. Er sagte zu Ihnen, dass er seine Schwester suchen müsste. Er könne nicht ohne sie Berlin verlassen. Betty und Laura redeten auf ihn ein, dass sie sich bestimmt schon auf den Weg zu einer Evakuierungsstelle gemacht hat. Doch wollte er sich nicht auf Vermutungen verlassen. Seine Entscheidung stand fest. Er musste sie suchen gehen. Sie verstanden es und stiegen noch einmal aus dem Auto um sich von Ihm zu verabschieden. Betty und Laura nahmen ihn in dem Arm und drückten ihn zum Abschied. In Bettys Augen sah man Tränen. Auch Basti musste schwer mit sich kämpfen. Innerlich wusste er, dass es wahrscheinlich ein Abschied für immer sein würde. Er erklärte Betty noch wie man ein Auto fährt. Glücklicherweise hatte sie schon ein paar Mal mit ihrem Freund geübt. Dann stiegen sie ein. Basti stand neben der Fahrertür. Er blickte den Dreien noch einmal in die Augen, dann fuhren sie los. Nun war er allein. 


Fortsetzung folgt....


Copyright by Sebastian Thiele (2008)