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Bonner Bands und Musik



Last Updated: 2/10/2010

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City: Bonn
State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
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Sunday, April 26, 2009 
Hallo,
der Bürgerantrag
"
Förderung von Bonner Bands und Musikern
(Bonn – Kulturstadt (auch) für lokale Bands und Musiker?)
ist positiv verlaufen und wurde im Sinne der Stellungnahme der Verwaltung und einer notwendigen Verbindlichkeit dessen von allen Beteiligten Politikern unterstützt - Danke!


Ein kurzer Kommentar:
Es ist nun aber auch nicht ganz leicht einen kleinen Teilerfolg und das fehlende Engagement der Bonner Musikerschaft unter einen Hut zu bringen. Während bisher die Medien, Teile der Politik und selbst die Verwaltung der Stadt die Notwendigkeit von Maßnahmen sehen und sich in der ihnen eigenen Form äußerten, blieben die eigentlich zu Fördernden - die Musiker und Bands - bisher erstaunlich teilnahmslos. Für mich ergibt sich da der Satz: "Jede Musikszene bekommt das, was sie sich erarbeitet".
Vielleicht schaffen wir es in Zukunft ja doch, etwas mehr Engagement in dem Punkt hin zu bekommen, um unsere Musik so hin zu stellen, wie sie es meiner Meinung nach verdient hätte ...
Wer sich jetzt auf die Füße getreten fühlt, hat es wahrscheinlich auch verdient - sorry ...
Dennoch weiter ein gutes und erfolgreiches Musikmachen und ich hoffe, wir fangen erst an!
(Mai 2009)



Der Song / die Fakten:

Bürgerausschusssitzung (28.05.09): Es wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass mit zu fördernden Musikern und Bands keineswegs diejenigen gemeint sind, die sowieso Auftritte genug haben und hier noch vergleichsweise viel Geld mit verdienen. Ebenso auf die dennoch gewünschte Unterstützung der Stadt für Veranstalter durch städtische Experten bei der Erfüllung von Auflagen etc. Auf Rückfrage gab die Verwaltung an, dass das Programm für den Bonner Sommer bereits steht; Fördermittel für "Musik im Park" ständen derzeit leider nicht zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem Musiknetzwerk könnte es ggf. zu öfteren Konzerten in der Klangstation auch für den angesprochenen Personenkreis kommen. Das Publikmachen des Ansprechpartners der Stadt Herr Over wird noch überlegt (ggf. z.B. durch Internetpräsenz und Flyer).


Der Song:
Cover: Carine Zangerle

Wer Interesse hat, kann das Lied von Mario Dompke
oder

ein natürlich ein komplett Eigenes ! zum Thema !

gerne weiter einreichen und somit veröffentlichen:
Einsendung: bonnerbandsundmusik@gmx.de (max. 20 MB)
Songlink: http://www.dompke.eu/Kulturschock.htm
Die Playlist bzw. die CD ist also nicht abgeschlossen ...



Stellungnahme des Kulturamtes vom 07.05.09
"Inhalt der Stellungnahme
Die Kulturverwaltung beabsichtigt, die lokale Bonner Musikszene intensiver zu fördern und zu unterstützen, als dies bisher geschehen ist. Die Förderung beschränkt sich bisher im Wesentlichen auf die Gewährung eines Zuschusses für das Bonner Rock-Festival „R(h)einkultur“.
 
Darüber hinaus wird das Bonner Service-Büro für Musiker „Das Musiknetzwerk“ institutionell gefördert. Das Musiknetzwerk ist zentrale Anlaufstelle für den musikalischen Nachwuchs in Bonn und der Region. Das Netzwerk bietet zahlreiche Serviceleistungen: Verwaltung von Proberäumen, Vermittlung preisgünstiger Tonstudios, Unterstützung und Beratung von Bands, bis hin zur bundesweiten Vermittlung von Auftritten und die Organisation von musikalischen Fortbildungen in Form von Seminaren und Workshops, etc. Das Musiknetzwerk veranstaltet zudem mit „toys2masters“ den inzwischen größten und bekanntesten Musikwettbewerb in NRW.
 
Über die vorgenannte finanzielle Förderung hinaus engagiert die Kulturverwaltung bereits heute unter dem Motto „Bonner Gewächse“, Bonner Musiker für das Bonner Sommer Programm (Beispiele aus 2008: „The Killerz“, „Dirty Deeds“, „Deserted“, „Sunny Skies“ und für 2009: „M A M“, „Schelmish“, „K Rysmah“, „Heart & Soul“, „Demon’s Eye“). Die Kulturverwaltung strebt an, ab 2010 zusätzliche Bonner Bands in den „Bonner Sommer“ aufzunehmen.
 
Als Ansprechpartner für Bonner Bands und Musiker steht im Kulturamt ab sofort Herr Hans-Joachim Over zur Verfügung. Aufgabe des Ansprechpartners wird es zunächst sein, bis Ende dieses Jahres eine Bestandsaufnahme aller Auftrittsmöglichkeiten für Bonner Bands und Musiker in Bonn zu erstellen. Er soll zusätzlich als Ansprechpartner für die Bonner Musikszene aber auch für Auftrittsanbieter, wie z. B. Musikkneipen und Clubs, zur Verfügung stehen. Die Serviceleistungen der Kulturverwaltung werden nicht in Konkurrenz zu den Angeboten des Musiknetzwerkes stehen.
 
Zu den Aufgaben der Kulturverwaltung gehört es allerdings nicht, wie von den Antragstellern beantragt, die in Bonn ansässigen privaten Musikkneipen und Clubs, die noch Live-Musik anbieten bzw. dies planen, aktiv zu unterstützen. Ob die Betreiber einer Gaststätte Live-Musik anbieten, obliegt – vorbehaltlich gaststättenrechtlicher Genehmigungen – ausschließlich deren Betriebskonzept. Hierauf kann und wird die Kulturverwaltung keinen Einfluss nehmen. Die Kulturverwaltung wird die Unterstützung privater Musikkneipen und Clubs daher auf die Benennung Bonner Bands und Musiker beschränken, die nach Auftrittsmöglichkeiten suchen.
-.-.-.-.-.-
 
Es wird empfohlen, dem Antragsteller eine Antwort im Sinne der Stellungnahme der Verwaltung zukommen zu lassen."


28.05.2009
"Der Bürgerinnen- und Bürgerausschuss begrüßt das Engagement der Kul­turverwaltung im Zusammenhang mit der Förderung und Unterstützung der lokalen Bonner Musikszene unter Einbeziehung der Ausführungen in der Stellungnahme der Verwaltung.
Ergänzend nimmt der Ausschuss Kenntnis von der Zusage der Verwaltung, durch geeignete Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit auf den Aufgaben­bereich des städtischen Ansprechpartners hinzuweisen."



Der Bürgerantrag:



An die
Bundesstadt Bonn
Bürgerbüro der Oberbürgermeisterin

c/o Bürgerinnen- und Bürgerausschuss der Stadt Bonn

Altes Rathaus / Markt
53111 Bonn


Bürgerantrag: Förderung von Bonner Bands und Musikern

„Bonn – Kulturstadt (auch) für lokale Bands und Musiker?“


Antragszusammenfassung:
Um die lokale Bonner Musikszene zu fördern die Bitte um Schaffung von ‚Raum’ und Möglichkeiten, so dass Bands und Musiker aus dem Bonner Raum ihre Werke entsprechend präsentieren und öffentlich aufführen können bzw. städtische Unterstützung hierfür erhalten; unter anderem durch:

a) eine stärkere Einbeziehung regionaler Bands und Musiker in Veranstaltungen der Stadt Bonn.

b) eine aktive Unterstützung der ansässigen privaten Musikkneipen und Clubs, die tatsächlich noch Live-Musik anbieten bzw. dies vorhaben.

c) die Wiedereinrichtung eines Ansprechpartners (früher: „Rockbeauftragter“) der Musikern, aber auch Auftrittsanbietern in positivem Sinne zu Seite steht sowie die Erstellung eines grundsätzlichen städtischen Konzeptes (Ist-Stand, Möglichkeiten, Verbesserungen und Vorhaben).

Gleichzeitig die Bitte und Aufforderung an die Verwaltung, eine Bestandsaufnahme in Form eines Berichtes über die lokale Situation bezüglich der Auftrittsmöglichkeiten in Bonn und deren tatsächliche Umsetzung (s.u.) – möglichst innerhalb eines Zeitraumes von 6 Monaten - vorzulegen.  

Zur Begründung und Erläuterung:
Es ist nicht zu übersehen, dass unter anderem die Stadt Bonn Wert auf seine kulturellen Veranstaltungen legt. Sei dies in ihrer Tradition als Beethovenstadt oder der Möglichkeit, auch internationale Künstler zum Beispiel auf die Museumsmeile zu bringen. Bonn hat die Rheinkultur und die überregionalen Bandcontests  „toys2masters“ oder „Popmotor“ (‚Stammsitz Bonn’) - für all die, die das 23. bzw. 21. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.

Es gibt sehr viele Menschen, jung und alt, die sich in unserer Stadt aktiv mit Musikrichtungen wie Pop, Rock, Blues, HipHop etc. beschäftigen. Während jedoch ein Sportverein, z.B. gerade bei Jugendlichen,
richtigerweise als sinnvolle Freizeitbeschäftigung angesehen und unterstützt wird, sich diese Sportler bei öffentlichen Wettbewerben auch präsentieren können, scheint vor allem letzteres bei Pop- oder Rockmusikern vergleichbar kaum im Denken verankert zu sein. Was die Bonner Musiker daher beschäftigt und im Grunde für sie wesentlich ist, ist die Frage, wo können wir unsere Werke ebenfalls in gewisser Regelmäßigkeit aufführen, würdigen lassen und ins Gespräch bringen. Die spürbare und beobachtbare Erfahrung in diesem Punkt ist schlicht: immer weniger in Bonn.
Während in Städten wie Köln, Frankfurt, Hamburg oder Berlin das Musikleben „pulsiert“ und teilweise nationale Größen hervorbringt, verabschiedet sich unsere Stadt scheinbar immer mehr von der lokalen Musikkultur
– und dies bei einer geschätzten Anzahl von über 150 lokalen Bands verschiedener Musikrichtungen!

Einige Punkte sollen in dieser Hinsicht kurz etwas genauer betrachtet werden:

Bis 2002 existierte der VBR (Verein Bonner Rockmusiker), der damals schon Anfragen an die Stadt nach geeigneten Auftrittsmöglichkeiten für junge Musiker richtete. Lösungen wurden teilweise auch gefunden. Die
Stadt hatte einen so genannten Rockbeauftragten. Nach dem Umzug von Bundesregierung und Parlament schien Bonn in kultureller Hinsicht einige Jahre scheinbar aufzuleben, wovon sicherlich auch Bonner Bands
profitierten. Es gab spürbar mehr (städtische) Veranstaltungen, Lokale und Gaststätten, bei denen Auftritte möglich waren. Seit einigen Jahren ist hier allgemein eine Trendwende im Bereich der so genannten
modernen Musik beobachtbar.

a) Öffentliche (städtische) Veranstaltungen, bei denen regionale Musiker mit eigenen Liedern eingeladen werden und auftreten können gibt es immer seltener bzw. kaum noch. Daher die zu überdenkende Frage, warum
bei den von der Stadt organisierten Veranstaltungen (siehe u.a. Bonner Sommer, Rheinaue) vornehmlich Musiker aus anderen Städten/Ländern eingeladen werden, wenn die eigene Region selbst über genügend verfügt,
die zu Teilen sicherlich auch nicht schlechter sind.

Am Rande ebenfalls die Beobachtung, dass seit Jahren verstärkt fremde Coverbands eingeladen werden, damit den Zuschauern das Programm bekannt ist. Auf der einen Seite verständlich, erschwert dies aber auf der
anderen Seite die Situation der fast schon Bonner Tradition, sich v.a. mit selbst geschriebenen Liedern zu präsentieren. Zu wünschen wäre auch hier die größere Beachtung einer gesunden Mischung – vielleicht schon
um zu zeigen, dass auch Bonn gut klingende Musik hervorbringt.

Da solche öffentlichen Veranstaltungen natürlich quantitativ beschränkt sind, bleibt festzustellen, dass es hier wie überall Orte geben muss/sollte, an denen Musiker ihre Werke  - möglichst ganzjährig – darbieten
können. Dies auch unter Beachtung, dass
- verschiedene Musikrichtungen aufgrund ihrer Beschaffenheit öffentlich kaum erwünscht und somit auf private Auftrittsmöglichkeiten angewiesen sind (z.B. Punk, Heavy Metal).
- jede Band, jeder Musiker klein anfängt und noch nicht immer über ein perfekt aufeinander abgestimmtes Auftrittsprogramm verfügt, was eine Bewerbung in der Öffentlichkeit per se erschwert.
Orte hierfür waren und bleiben die ansässigen Gaststätten und Musik-Clubs.

b) Bonner Gaststätten und Clubs ermöglichen Live-Konzerte. In ihrer Gesamtanzahl sind es aber vergleichsweise nur noch sehr wenige und auch hier gilt es zusätzlich gewisse Gegebenheiten zu beachten:

- Anbieter der Größe von z.B. Pantheon, Harmonie oder Klangstation sind lediglich für die Gruppe interessant, die (wenn sie überhaupt ein Angebot bekommt!) eine angemessene Zuschaueranzahl aufweisen kann, um
nicht vor leerem Raum’ zu spielen. Zudem sind die Zusagen bei größeren Anbietern oft mit geldlichen Forderungen (u.a. Mindestumsatz) verbunden, die von kaum einer Band erfüllt werden können. Realistisch für viele
Musikgruppen sind in der Regel Besucherzahlen zwischen 40-70 Personen („Wohnzimmercharakter“).
- nicht jede Gaststätte, die eine Konzerterlaubnis veranstaltet auch regelmäßig Konzerte (z.B. in der Jazz Galerie finden seit Jahren keine solchen mehr statt und auch manch andere Gaststätte wirbt eher damit, als
das sie hier wirklich nennenswert ist). Zu betrachten wäre in diesem Zusammenhang auch die Größe und Möglichkeiten der einzelnen Anbieter. Während eine 2-Mann-Akustik-Band fast überall auftreten kann, braucht
eine komplette Band schon andere räumliche und technische Voraussetzungen. An dieser Stelle u.a. die Bitte/Aufforderung an die Verwaltung um eine Bestandsaufnahme (u.a. Anzahl [v.a. aktiv], räumliche/akustische
Möglichkeiten, ggf. musikalische Ausrichtung).
- eine pauschale Nennung von Gaststätten und Clubs reicht alleine nicht aus. Keine Band kann und wird bei einem Anbieter spielen können oder auch wollen, dessen Publikum und Ausrichtung einer gänzlich anderen
Musik-Szene angehört und dort auf wenig Zuspruch hoffen darf.

Es lässt sich nun aber kaum leugnen, dass es den notwendigen kleineren privaten Anbietern besonders leicht gemacht würde. Auflagen und Zeiten müssen eingehalten werden, Beschwerden einzelner Personen können scheinbar bei Nichteinhaltung der vielfältigen Vorschriften schon zu Konzertverboten führen. Namen wie die Mausefalle 33 1/3, das Cafe Picasso, das Limes oder die Asscobar aus jüngster Zeit sollen hier nur als Beispiele stehen.
Die Aktivitäten bzw. der Umgang der Stadt in diesem für Musikschaffende so wichtigen Punkt scheint zumindest nach außen wenig förderlich bzw. für mögliche private Veranstalter kaum anregend, um die
‚musikalische Infrastruktur’ in Bonn zu verbessern. Ein funktionierendes System könnte hier z.B. Expertenhilfe in Fragen von Machbarkeiten und Umbaumaßnahmen, in Organisations- und Vermittlungsfragen und ggf.
eine (digitale) Auskunftsstelle für sich bewerbende Bands beinhalten.

c)  Wünschenswert wäre neben der Erstellung eines grundsätzlichen Konzeptes somit letztendlich eine städtische Stelle/Person, die die Musikszene ein wenig kennt, die aktiv Hilfen und Unterstützung anbietet, die
Ansprechperson ist und bei Bedarf gemeinsam mit den verschiedenen Experten der Stadt machbare Möglichkeiten überdenkt. Gab es seinerzeit noch einen „Rockbeauftragten“, scheint nun niemand mehr in diesem
Sinne zuständig zu sein.

Wenn nun noch der Aspekt von derzeit oder künftig zur Verfügung gestellten Geldern einfließen soll die Überlegung, ob dann nicht ein Teil hiervon zweckgebunden zur Förderung von Bonner Bands und Musikern zur
Verfügung stehen sollte (sei dies für den Kontakt zur Stadt, Auftrittsmöglichkeiten, Proberäume, Know-how bei Umbauten etc.).

Zusammenfassend und abschließend wäre oder ist vielleicht schon die Folge, dass die Kulturstadt Bonn ihre Musiker, Bands und ‚Förderer’ in Form von Anbietern - zumindest gefühlt - relativ alleine lässt, dass es zu
wenig Auftrittsmöglichkeiten in Bonn gibt, dass lokale Musikgruppen (schon längst) auf andere Städte als Auftrittsorte ausweichen und auswärtige unbekanntere Bands die Stadt kaum noch besuchen. Somit wäre das
Finden von machbaren und positiven Lösungen sicherlich für alle Beteiligten von Vorteil und langfristig auch als stadtwerbend anzusehen.

Mit freundlichen Grüßen


Anhang: Unterschriftenliste der am Vortreffen am 24.04.09 anwesenden Personen




DIE VORGESCHICHTE:

Freitag, April 17, 2009
   
Fr., 24.04. Vortreffen Bürgerantrag (Mausefalle)

Es fanden ganze 19 Personen Zeit: Musiker, Medien und Politik - Danke und es war ein informativer und weiterführender Abend!


Es ist soweit,
das Vortreffen zum Bürgerantrag "Bandförderung von Bonner Bands- und Musikern" findet am
Freitag, den 24.04.09 in der Mausefalle (Weberstr.41, 53111 Bonn)
ab 19:30 Uhr statt.

Noch einmal der Anlass:
Um die Stadt auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, dass es entgegen -
der zumindest geäußerten Meinung des Kulturamtes - genügend
Konzertmöglichkeiten für Bands- und Musiker in unserer Stadt gibt, soll
ein Bürgerantrag hierzu gestellt werden (dies vielleicht eine
Möglichkeit, dass sich die Politik mit dem Thema auseinandersetzt) bzw. v.a. auch, das die lokale Musik verstärkt(er) unterstützt wird. Das Treffen dient dem Austausch und um ggf. Wünsche einzubringen.
Termine: Bürgerantrag zur Sitzung 28.05.09 (Frist zum Einreichen: 30.04.09)

Einen Tag vorher habe ich ein Treffen mit Frau Coche von der SPD (Mitglied im Kulturausschuss), so dass ich einen nachfolgenden Termin als sinnvoll erachtet habe. Einladen werde ich auch einmal Herrn Beger von

den Grünen (Kulturausschuss).

Überhaupt wäre ein Treffen Bonner Musiker- und Musikinteressierter ja mal ganz spannend ;-)
Es wäre toll, wenn sich einige von euch am 24.04. aufraffen könnten zu kommen,
mit der Bitte, dies kurz als Kommentar zu vermerken!!!

Erst mal Danke und Grüße
Ralf

   
KONZERTVERBOT - SCHREIBEN DER STADT BONN
KONZERTVERBOT - SCHREIBEN DER STADT BONN
 Anbei die (um die Erläuterungen Mausefalle - siehe hier Presseartikel - gekürzten )
Schreiben der Stadt Bonn:
a) Bürgerdienste
Sehr geehrter Herr ,
Frau Oberbürgermeisterin Frau Bärbel Dieckmann hat ihr Schreiben vom 16.01.09 mir als der zuständigen Amtsleiterin zu Beantwortung zugeleitet.
In Ihrem Auftrag teile ich Ihnen folgendes mit:
Ihr Bedauern über das Konzertverbot in der Mausefalle 33 1/3 vermag ich aus kultureller Sicht nachzuvollziehen. Die von Livekonzerten in Gaststätten sicherlich ausgehende wünschenswerte kulturelle Bereicherung für

das innerstädtische Leben stellt allerdings nur einen Aspekt dar. Daneben müssen die zuständigen Behörden vor Erteilung der erforderlichen Erlaubnisse - sowohl bau- als auch gaststättenrechtlich - immer die

Verträglichkeit von Livekonzerten mit der die Konzertgaststätte umgebenden Wohnbebauung berücksichtigen. [nachfolgend zusammengefasst, das dies bei der Mausefalle nicht gegeben war und Beschwerden

eingingen; u.a. Verweis auf Verwaltungsgericht Köln].

Amtsleiterin (03.02.09)
b) Kulturamt
Sehr geehrter Herr ,
[...] Zunächst einmal würde ich es begrüßen, wenn möglichst viele lokale und auch auswärtige Bands und Musiker die Möglichkeit erhielten, ihr Können zu präsentieren und damit zu einem bunten Bonner Muskleben

beizutragen. Das diese Möglichkeit durch die Schließung der Gaststätte Mausefalle nicht mehr gegeben sein soll, entspricht allerdings nicht den Tatsachen. [Ausführungen Mausefalle]. In Bonn gibt es eine ganze

Reihe von Gaststätten oder Clubs, in denen Musiker und Bands zum Teil regelmäßig, zumindest aber zeitweise, die Gelegenheiten haben, ihr Können zu präsentieren, ohne gleich zu den Besten gehören zu müssen.

Ich will hier nur ein paar Beispiele nennen: Session, Zone Blues Bar, Studio 54, Bla, Nyx, Klangstation, Flowers Kneipe, Namenlos, Goldener Engel, Jazz Galerie. Sicher gibt es noch weitere derartige Gaststätten, so

dass von einem "Konzertverbot in Bonner Gaststätten" nun wirklich nicht die Rede sein kann.

i.A. (komm. Amtsleiter), 04.02.09

Mit Dank an die Schreibenden und dem Kommentar meinerseits:
Sollten die beiden Schreiben stellvertretend für die Stadt Bonn stehen, scheint mir a) das absolut kein Konzept besteht, wie Bonner Bands und Musiker gefördert werden sollen/können, b) kein Interesse besteht, hieran

konstruktiv etwas zu ändern und das die Ämter c) den Bedarf bzw. die Realisierbarkeit der einzelnen Bands mit ihren Musikstilen gar nicht wirklich nachvollziehen können. Zumindest kann ich den Schreiben hierzu

nichts entnehmen ...
Es bleibt beim Wunsch, das es doch so wäre ...

!!! Es wäre schön, wenn sich möglichst viele an der Umsetzung eines Bürgerantrages beteiligen würden !!!


Antwortschreiben per Mail (08.02.09):

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Frau  ,
danke für Ihr Antwortschreiben und da ich Ihre Mailadresse habe, auf diesem Weg eine kurze Antwort.

Das die Mausefalle wie andere Live-Gaststätten Auflagen zu erfüllen haben und dies auch rechtens ist, soll gar nicht bestritten oder angezweifelt werden. Wenn da etwas schief läuft, muss man eben handeln. Über die

Art der Konsequenz kann man aber verschiedener Meinung sein und manchmal gibt es auch gütliche Einigungen. Aber unabhängig davon vermute ich aufgrund der städtischen Reaktionen/Argumentationen, dass den

Ämtern die Bedürfnisse der Musiker/Bands in Bonn nicht wirklich bekannt sind und so möchte ich  - vielleicht für zukünftigte Überlegungen - hierzu noch einmal auf einige Aspekte aufmerksam machen.

Zum einen ist der Unterschied zwischen einer teilweisen oder regelmäßigen Auftrittsmöglichkeit ein ganz großer. Wo es hier an der Möglichkeit der Regelmäßigkeit fehlt, kann dies nur durch eine qualitative Anzahl an

Auftrittsmöglichkeiten kompensiert werden. Wenn die Vergabe von Konsessionen hier aber schon aus den angesprochenen Gründen so schwer ist bzw. es nicht genügend Anbieter gibt, die diese überhaupt erfüllen

wollen/können, würde ich mir zumindest ein nachvollziehbares/nachlesbares städtisches Konzept wünschen, in dem die etwa 200-300 Bands unserer "Kulturstadt" auch entsprechende Beachtung finden.
In gewissem Sinne verlässt man sich aus meiner Sicht (zu) sehr auf die privaten Anbieter, dies unter genauer Beachtung der jeweiligen Vorschriften (und die Mausefalle ist ja nicht die einzige Gaststätte, die ein

schriftliches Konzertverbot erteilt bekommen hat).
Falls mir hier Informationen fehlen, bitte ich um Verzeihung und um Aufklärung. Doch ich mache seit ca. 25 Jahren selber Musik in Bonn und weiß ein wenig um die Möglichkeiten in unserer Stadt. 
Zum anderen würde ein solches Konzept auch beachten, dass es sehr viele verschiedene Musikrichtungen gibt, so dass eine pauschale Nennung von Gaststätten und Clubs alleine nicht ausreicht. Keine HipHop-Band

kann und wird bei einem Anbieter spielen können oder auch wollen, dessen Publikum und Ausrichtung der Hardrock/Metal Szene angehört. Das heißt, schon naturgemäß vermindern sich die Auftrittsmöglichkeiten.

Weiterhin bietet nicht jede Gaststätte, die eine Konzerterlaubnis hat, auch regelmäßig Konzerte an (z.B. in der Jazz Galerie finden seit Jahren keine solchen mehr statt und auch manch andere Gaststätten wirbt eher

damit, als das sie hier wirklich nennenswert wären). Zu betrachten wäre in diesem Zusammenhang auch die Größe und Möglichkeiten der einzelnen Anbieter. Während eine 2-Mann-Akustik-Band fast überall auftreten

kann, braucht eine komplette Band schon andere Voraussetzungen.
Worauf ich also hinaus will ist, dass es natürlich Auftrittsmöglichkeiten in unserer Stadt gibt (wenn im Vergleich zu anderen Städten auch nicht gerade viele ...), aber eine reine Aufzählung von Konzerterlaubnissen der

Realität einfach nicht gerecht wird (versuchen sie beispielsweise mal als kleine Band in der Klangstation einen Auftritt zu bekommen). Ich würde mir sehr wünschen, dass u.a. Sie als mit zuständige Behörde diese

Aspekte einmal überlegen und im Sinne der Bonner Musiker fördernd tätig werden bzw. Überlegungen hierzu anstellen.
Mit freundlichen Grüßen
 
   
AKTION gegen KONZERTVERBOT in BONNER GASTSTÄTTE(n) II
Kategorie: Musik


Hallo liebe Musiker und Musikfreunde,

aus aktuellem Anlass - das Konzertverbot (und die Schließung) der Mausefalle 33 1/3 - soll an dieser Stelle der Stadt Bonn die Situation im Hinblick auf die wenigen noch verbliebene Möglichkeiten der

Live-Aufführungen vor Augen geführt werden. Dies mit der Bitte, stadtseits etwas zu tun und die Organisatoren, die sich hier engagieren auch zu unterstützen anstatt diese zu behindern.

Infos über die Mausefalle gibt es in Form eines GA-Artikels hier

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=542610....

Wesentlicher ist jedoch das Bewusstmachen, dass mit solchen oder ähnlichen Aktionen der Radius der Musikschaffenden immer kleiner wird.

Um die Aktion zu unterstützen wäre es toll, wenn ihr in Form KOMMENTAREN kurz eure Solidarität oder Unmut auf dieser Seite mitteilen würdet (und ggf. im Briefanhang zitiert werden kann).

www.myspace.com/bonnerbandundmusik

Gut für den Brief wäre ansonsten auch eine  'NACHRICHT' mit Angabe eures Namens/email-Adresse und eure Solidariätsbekundung!

Nachtrag: Es scheint übrigens, als sei nicht nur die Mausefalle hiervon betroffen …

Dies alles in der Hoffnung, dass sich VIELE Musiker und Musikhörer aktiv für den Erhalt des Bonner Kulturlebens einsetzen!

Das Schreiben geht dann in ca. einer Woche an die OB und ausgewählte Stadtverordnete.

Grüße und danke im Sinne der Bonner Bands und Musiker

Ralf


PS: Die Aktion ist ‚privat’ und keine Initiative der Bonner Gaststätten ;-)


DAS SCHREIBEN AN DIE STADT BONN:

An die

Oberbürgermeisterin und

Stadtverordneten der Stadt Bonn

Sehr geehrte Damen und Herren,

Inhalt dieses Schreibens ist eine kurze Auseinandersetzung mit der Bonner Kulturszene, konkret die Entfaltung und Möglichkeiten der so genannten „Modernen Musik“ in der Bundesstadt Bonn.

Aktueller Anlass ist die Untersagung von Konzerten in der Mausefalle 33 1/3 (Weberstr. 41).
Uneingedenk möglicher Versäumnisse und Fehler der Betreiber der Gaststätte sollte Ihnen bei Ihren Entscheidungen bewusst sein, dass die Mausefalle eine der wenigen verbliebenen Örtlichkeiten war, in der für lokale

Musikbands- und Musiker eine Möglichkeit der Präsentation und Anerkennung ihres Tuns in unserer Stadt bestand. Dies in einer Form, die man nur als engagiert und im Hinblick auf das Einladen auswärtiger Musiker

auch als stadtwerbend bezeichnen kann.

Durch Veranstaltungen wie das OpenMic, die OPENmaus oder die Jazz-Session Bonn bestand die Chance, sich mit anderen Künstlern auszutauschen und/oder weiterführende Projekte zu gestalten.

Eingehender betrachtet zeigt sich in Bonn doch folgendes Bild:

Es gibt sehr viele Menschen, jung und alt, die sich aktiv mit Musikrichtungen wie Pop, Rock, Blues, HipHop etc. beschäftigen. Während ein Sportverein, z.B. gerade bei Jugendlichen, richtigerweise als sinnvolle

Freizeitbeschäftigung angesehen wird und diese Sportler sich bei öffentlichen Wettbewerben auch präsentieren können sollen, scheint dies bei Pop- oder Rockmusikern vergleichbar nicht im Denken verankert zu sein.

Auch wer in dieser Weise seine Freizeit verbringt, möchte das Eingeübte oder Erschaffene natürlicherweise ebenfalls präsentieren. Doch immer mehr stellt sich in Bonn die Frage:
Wo noch?
Mag es da für internationale Künstler mit Ruf und Namen genügend Möglichkeiten geben, sieht dies für eher unbekannte lokale Künstler anders aus. Leider helfen in diesem Punkt selbst so sinnvolle Projekte wie die

Rheinkultur oder der unterstütze Contest t2m des Musiknetzwerkes nicht viel weiter. Wichtig ist die Örtlichkeit, in der man sich vorstellen und ganzjährig auftreten kann. In der man noch nicht zu den Besten von

hunderten von Bewerbern gehören muss und sich weiterentwickeln kann. Und da wird der Raum in unserer Stadt immer enger und ‚Anbieter’ sind eben fast durchweg Gaststätten und Clubs.

Ein Blick auf die Homepage der Stadt zeigt uns die größeren Bühnen und Veranstaltungen, kein Problem – aber auf der anderen Seite werden immer mehr Veranstalter, die auch die „kleinen Musiker“ unterstützen

vernachlässigt. Es werden scheinbar keine Möglichkeiten zugelassen, geschaffen oder wie im Beispiel der Mausefalle sogar gestrichen. Was dann noch bleibt ist die Liebe zur Musik und das Ausweichen auf andere

Städte und das kann wohl nicht Sinn einer so genannten Kulturstadt sein.

Somit an dieser Stelle nicht einmal die Bitte um stärkere (finanzielle) Unterstützung der modernen Musik, sondern lediglich der Wunsch, Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. zuzulassen, die auch die weniger

bekannten Musiker/Künstler der Stadt Bonn unterstützt.

Ein Anfang bzw. eine Weiterführung könnte da eine einvernehmliche Absprache mit der Mausfalle sein, um lokalen Musikern und Musikhörern die Chance an der Teilhabe des lokalen Musiklebens in Bonn  - auch in

eben der so notwendigen Quantität - zu ermöglichen.

Einen – wenn auch nur unvollständigen  - Überblick über Bonner Bands und Musiker und deren Kommentare können sie u.a. folgender Seite entnehmen:   www.myspace.com/bonnerbandundmusik  ....

Nachfolgend eine „Unterschriftenliste“ bzw. Kommentare, die den wesentlichen Inhalt dieses Schreibens unterstützen und in der Kürze der Zeit zusammengetragen wurde: