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akubiz e.V.



Last Updated: 11/30/2009

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Sunday, February 22, 2009 


Die "Trauergemeinde" in Aktion

Bereits
vor dem 13. Februar zeigten sächsische Nazis wie sehr sie schon in
Trauerstimmung sind. In der Nacht vom 09. zum 10. Februar 2009 wurde
der Kleinbus des Jugendverbandes der LINKEN (Linksjugend [..solid]
Sachsen) von Unbekannten angegriffen. Dabei wurden die Reifen
zerstochen sowie die Fenster mit mehreren Steinen eingeschlagen.

Am
13. Februar wurden Journalisten von zwei bekannten Dresdner Neonazis
angegriffen. Sie bedrohten einen Fotografen bei der Gedenkkundgebung am
Dresdener Heidefriedhof. Sie umstellten ihn und versuchten ihm
gewaltsam die Kamera zu entreißen. Dabei wurde er leicht im Gesicht
verletzt. Nur durch Polizeischutz konnte der Journalist den
Heidefriedhof schliesslich verlassen.

Am Dresdner Hauptbahnhof
verhinderte die Polizei eine direkte Konfrontation zwischen Nazis und
Antifaschisten. Die Neonazis griffen stattdessen mehrere Journalisten
an und zerstörten Fototechnik. Obwohl die Journalisten teilweise mit
Schlägen ins Gesicht angegriffen wurden, gab es bisher keine
bekanntgewordenen Verletzungen.


Am Abend des 14.
Februar wurden dann mehrere TeilnehmerInnen der
"Geh-Denken"-Demonstration verletzt. Am Rastplatz Teufelstal (bei
Stadtroda) an der Autobahn 4 wurde eine Reisegruppe des Deutschen
Gewerkschaftsbunds (DGB) aus Hessen überfallen. Zwei Opfer der brutalen
Überfälle haben eine zertrümmerte Kniescheibe und einen Schädelbruch
erlitten. Vier weitere Personen erlitten Verletzungen im Gesicht und am
Oberkörper. Unter den Businsassen befanden sich einschlägig bekannte
Neonazis aus Hessen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Schweden.


In der Nähe von Chemnitz gab es einen weiterer Überfall auf einem
Rastplatz. Antifaschisten aus Weimar wurden auf ihrer Anreise nach
Dresden angegriffen. Sie erlitten Prellungen, Platzwunden und ihr Auto
wurde beschädigt. Die Polizei nahm die Angreifer in Gewahrsam. In der
Nacht vom 14. auf den 15. Februar wurden in Sebnitz die Scheiben des
LINKE-Bürgerbüros mit einemschweren Stein zerstört. Nach
Angaben  der „Dresdner Morgenpost“ gab es einen weiteren Übergriff auf
Gegendemonstranten. Im Regionalexpress nach Meißen wurde eine Frau
verletzt. „Zuerst fotografierten sie uns, dann wurden sie
handgreiflich“, sagte einer der Angegriffenen, der nordsächsische
Juso-Kreisvorsitzende Nico Wesser der Zeitung.
Vor einigen
Tagen wurde ein weiterer Übergriff bekannt. Wie die RAA-Opferberatung
Dresden berichtet, griffen mehrere Nazis eine asiatische Frau und ihre
Tochter in einem Geschäft im Dresdner Hauptbahnhof an. Obwohl
sich die Frau noch vor Ort an zwei Polizisten wandte und ihnen die
Täter zeigt, handelte die Polizei nicht. Weder erfolgte eine Ansprache
der Täter noch eine Personalienfeststellung bzw. Ingewahrsamnahme. Die
Frau berichtete, dass „die Polizei in Dresden nichts tat, um
rassistische Übergriffe zu stoppen.“Dazu Kati Lang von der
Opferberatung Dresden: „Es kann nicht sein, dass die Polizei bei
rassistischen Übergriffen den Betroffenen die Hilfestellung verweigert.
Die Polizei wird sich die Frage gefallen lassen müssen, ob sie erkannt
hat, dass von den Rechtsextremisten eine Gefährdung des friedlichen
Zusammenlebens aller Menschen in Deutschland ausgeht.“ Es ist nicht auszuschließen, dass in den nächsten Tagen weitere Übergriffe bekannt werden.